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Linke fordern neuen Namen für die Hindenburgstraße

Pressmitteilung der Fraktion der Linken

Aus Anlass des achtzigsten Jahrestages der Machtübergabe Paul von Hindenburgs an die Nazis am 30. Januar 1933 hat die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid alle Fraktionen des Rates angeschrieben und vorgeschlagen, eine Initiative zur Umbenennung der Hindenburgstraße zu starten: „Am 30. Januar 1933 ernannte der damalige Reichspräsident Paul von Hindenburg, den zu diesem Zeitpunkt amtierenden Vorsitzenden der NSDAP, Adolf Hitler, zum neuen Reichskanzler und ermöglichte ihm damit seine mörderischen und barbarischen Jahre an der Macht. Es ist geschichtsvergessen, diese Straße weiter nach Paul von Hindenburg zu benennen und ihn damit zu ehren. Der achtzigste Jahrestag dieses für unser Land so schrecklichen Ereignisses sollte zum Anlass genommen werden, der Straße einen anderen Namen zu geben. Daher schlägt die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid vor, zur nächsten Ratssitzung am 7. März einen gemeinsamen Antrag in den Rat einzubringen, der die Gründung einer Ratsarbeitsgruppe zur Umbenennung der Hindenburgstraße zum Inhalt hat. Die Arbeitsgruppe unter Einbeziehung der Anwohner der Hindenburgstraße, sollte sich auch durch Historiker wissenschaftlich beraten lassen.“

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Kommentare

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Melanie Clemens am :

Arbeitsgruppe, Historiker, neue Straßenschilder, Stadtpläne....wieviel Geld scheint es doch in Remscheid zu geben. Die Hindenburgstraße ist eine Wohn- und Geschäftsstraße mit eigentümergeführtem Einzelhandel. Manche Geschäftsinhaber ringen monatlich um ihre Existenz. Diese werden besonders erfreut sein, ihre Visitenkarten, Flyer, Interneteinträge und Werbematerialien zu entsorgen und mit anderem Straßennamen neu zu kaufen. Von "der Linken" hätte ich mehr Sensibilität erwartet, und ich hoffe, der Rat kommt zu einer Abwägung der Verhältnismäßigkeiten.

Torsten Kelsch am :

Derartige Umbenennungen und Umbenennungsversuche hat es ja schon in mehreren Städten gegeben. Laut einer Doku, die ich im Fernsehen gesehen habe, hat Paul von Hindenburg nicht nur Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt, sondern war auch als Kriegsverbrecher angeklagt. Er wurde nur aufgrund seiner Popularität nicht ins Gefängnis gesperrt. Von dieser Warte aus gesehen, wäre ich für eine Umbenennung. Allerdings darf man Kosten und Aufwand nicht vergessen oder unter den Teppich kehren. Was ist zum Beispiel mit der Website der Hindenburgstraße? Sie ist etabliert und in den Suchmaschinenergebnissen gut aufgestellt. Bei einer Umbenennung fängt man fast wieder von vorne an. Es sind drei Domainnamen für die Hindenburgstraße registriert, alle beginnen mit *hin*, und auch das Logo ist darauf abgestimmt. Eine Umbenennung der Straße in einen Namen, der ebenfalls mit *Hin* beginnt, wäre also wünschenswert.

Martin Gerhardts am :

Da kann man nur Luftsprünge machen vor Freude. Endlich scheinen alle großen Probleme gelöst, und wir finden Zeit und Geld,um uns wieder um Nichtigkeiten zu kümmern. Hatte Willy Brandt nicht auch was verbrochen? Oder verwechsele ich da was?

Jochen Engels am :

Willy Brandt war ja wohl nur der Künstlername von Herbert Frahm. Wer beantragt jetzt die Umbenennung des Willy-Brandt-Platz in Herbert-Frahm-Platz? Oder vielleicht auch nur ein Zusatzschild mit erklärendem Text?

Lothar Kaiser am :

Bevor jetzt hier eine frucht- und sinnlose Debatte über den früheren Bundeskanzler und SPD-Vorsitzenden ausbricht - bitte ernsthaft beim Thema bleiben, oder verkneifen Sie sich ihre Bemerkungen bis zum nächsten Stammtisch!

Michael Dickel am :

Ich sehe es vor meinem geistigen Auge. Unter dem Straßenschild "Hindenburgstraße" ein Hinweisschild, wie üblich:"benannt nach der Bürgerin Angelika Hindenburg". Ich kenne die gute Frau nicht, aber sie wohnt in Düsseldorf - den Telefonbüchern sei Dank. Und schon sind alle Probleme beseitigt, die Linken können wieder ruhig schlafen. Und ich sollte mich so langsam um einen neuen Nachnamen bemühen - immerhin war mein Namensvetter mal Mitglied der SED und Innenminister der DDR... ;-)

H. J. Schmied am :

.....wann folgt der Bismarckplatz?

Jürgen Koball am :

Ich denke, ein Kapitel dunkelster und grauenvollster deutscher Geschichte ist für Kalauer vollkommen ungeeignet. Hier sollte bei aller Sachlichkeit berichtet werden, wer durch einen Straßennamen, Platz etc. geehrt werden soll.

Michael Dickel am :

eigentlich schon zuviel der Diskussion, Herr Koball. Machen sie das doch - erzählen sie jedem, den es interessiert, diese Geschichte. Aber die Straße kann nichts dafür und deren Anwohner auch nicht. Und ich wiederhole mich - mein Vorschlag ist rein pragmatisch gedacht. Ehrt sie küntig eben irgend jemand anders, der zufällig den Namen Hindenburg hat - somit ist allen gedient. Das hat nichts mit Kalauern zu tun - nur damit, dass man den Linken nicht die Plattform bieten sollte, die sie gerne haben möchten.

W. Klück am :

Sehr geehrter Herr Dickel, glauben Sie im Ernst, dass die Linke aus einem so niedrigen Beweggrund eine solche Aktion lanciert? Oder glauben Sie ernsthaft, das da nicht auch die anderen Fraktionen der Stadt mit einbezogen wurden?

Michael Dickel am :

Wenn sie mich so direkt fragen... - ja, glaube ich. Denn sonst wäre es ein gemeinsamer Antrag geworden. Den Schlossplatz in Münster kann man nun wirklich nicht vergleichen - da ist bis auf die Uni niemand von betroffen - das kann man leicht ändern. Daher verweise ich nochmal auf eine pragmatische Lösung, die nicht dem Reichskanzler gedenkt, sondern irgendeiner Person, die "zufällig" den gleichen Namen hat.

Jürgen Müller am :

Es gibt eine Menge aus heutiger Sicht fragwürdiger Straßennamen, weil die Namensgeber heute anders beurteilt werden als zur Zeit der Benennung. Eine Auswahl: Agnes Miegel, Hermann Löns, Friedrich-Ludwig Jahn, Kaiser Wilhelm, Martin Luther, Richard Wagner, Richthofen, Moltke, Roon, Julius Cäsar, Johanniter, Kronprinz. Andere Straßennamen beziehen sich auf Orte, wobei der Grund der Namensgebung nicht mehr offengelegt wird: Sedan, Metz, Spichern, Tannenberg. Einige stehen mit Unternehmen in Zusammenhang, bei denen sich die Frage stellt, ob sie nicht mit dem Zwangsarbeitssystem in Verbindung gebracht werden müssen. Macht es wirklich Sinn, Neubenennungen vorzunehmen? Geschichte lebt. Zur Geschichte gehört auch, dass sie zu anderen Zeiten anders beurteilt wurde. Wir sollten die damaligen Namensgebungen als Teil unserer Geschichte begreifen, nicht sie abschaffen. Sie könnten uns zum Nachdenken über unsere Geschichte anregen.

Peter Maar am :

Frage an Herrn Müller: Warum ist aus heutiger Sicht an Martin Luther als Namensgeber für eine Straße oder einen Platz fragwürdig?

Martin Gerhardts am :

Her Maar, weil Luther ein Bauernverräter war. Aber ein gutes Beispiel. Man sollte nie die Umstände vergessen die die Geschichte schreiben. Hier wird ja gerade so getan, als hätte Hindenburg vorsätzlich und wissentlich gehandelt. Selbst mein Oma hat immer beteuert " Wir haben ja nix gewusst".

Kay Voigt am :

Hallo Herr Maar, 1529 verfasste Luther unter anderem die Schrift "Vom kriege widder die Türken", in der es heißt "Der Türke ist Gottes Rute und des Teufels Diener, das hat keinen Zweifel." Als geschichtlich bewanderte Bildungsbürger wissen wir auch, dass Hindenburg Hitler sehr suspekt war, der "böhmische Gefreite". Hinter Hitlers Ernennung steckte eine rationale Entscheidung Hindenburgs: Er sah die Chance, statt einer allein auf die präsidiale Macht gestützten autoritären Regierung seine Vision von der "Volksgemeinschaft" zu verwirklichen - dies sollte durch einen baldigen Ersatz Hitlers durch Franz von Papen geschehen. Geschichte ist, dass man es hinterher besser weiß. Das gilt aber sicher auch für Martin Luther.

H. J. Schmied am :

Sehr gut, aber leider ist es auch die Verdrängung von Geschichte ein Teil der Geschichte.

Jürgen Müller am :

Sehr geehrter Herr Maar, sehen Sie sich mal seine Äusserungen zu Türken, Juden und den Bauernaufständen an. Im Übrigen zu der ganzen Debatte: Ein Blick nach Essen, wo gestern ein Bürgerentscheid vergleichbare Straßenumbenennungen ablehnte, könnte hilfreich sein. Ich empfehle den Kommentar in der WAZ dazu: "Bürgerentscheid im Straßenkampf"

Klaus R. Schmidt am :

Im Grundsatz pflichte ich Herrn Jürgen Müller bei. Doch bei der Julius-Cäsar-Straße in Lennep handelt es sich nicht um den Despoten aus Rom, sondern die Straße wurde benannt nach dem Lenneper Fabrikanten und Beigeordneten, dem wegen seiner Verdienste um die ehemalige Kreisstadt Lennep am 26.07.1929 das Ehrenbürgerrecht verliehen wurde.

Christoph Humpert am :

Ich habe nicht Geschichte studiert, aber dann müssten doch auch die Straßennahmen der SED-Größen Grotewohl und Pieck geändert werden. Die haben sich auch nicht mit Ruhm bekleckert, genau wie Hindenburg. Für mich sind die mit diskussionswürdigen Personen benannten Straßen eine alltägliche Erinnerungshilfe, die auch der jüngeren Generationen Zeitgeschichte lebhaft machen. Bei einer Umbenennung wäre ich für Karl-Jarres-Straße.

Hans Gerd Göbert am :

Ob die Hindenburgstraße nun künftig Jürgen-Müller-Boulevard, in Anbetracht seiner Verdienste um die Finanzen dieser Stadt und um die Rückzahlung von Winterdienstgebühren oder Sebastian-Vettel-Str. heißen könnte, ist eine fixe Idee, sonst nichts. Die Umbenennung jeder Straße ist völlig uneffektiv, weil sie eine Menge Geld für alle Anwohner kostet, die sich vorher mit Erfolg dagegen wehren werden. Wie vor mehr als zehn Jahren, als die Firma Vaillant gerne die Berghauser Straße in Joh.- Vaillant-Strasse umbenennen lassen wollte. Wir haben damals in der BV 2 einen Kompromiss ausgearbeitet und auch verabschiedet, nämlich den Platz am Zentralpunkt Johann-Vaillant-Platz zu nennen. Dabei gab es die genannten Probleme nicht. Übrigens, wie war es denn vor Jahren noch mit der EMA, die wollte man doch auch umbenennen. Je wieder etwas davon gehört?

Johann Max Franzen am :

Die Anwohner und Geschäftsleute sollten doch froh sein über die Inititive "der Linken", nicht mehr an den Steigbügelhalter von Adolf Hitler und dem Weltkriegsfeldmarschall Reichpräsidenten Paul von Hindenburg erinnert zu werden. Sollten wir es doch den Stralsundern, den Münsterranern und den Schleswigern nachmachen. Sie haben ihre Straßen und Plätze umgenannt. Wenn die Stadt Remscheid und die Anwohner für die Umbenennung kein Geld haben, bin ich bereit, eine Spende von meiner Rente abzuzweigen.

Kay Voigt am :

Lieber Herr Frantzen, die Anwohner und Geschäftsleute möchten doch lieber für sich selber sprechen. Aber warum nicht den Gedanken der Linken konsequent zu Ende denken (der alte Name muß ja nicht nur weg, sondern auch ein neuer Name her) und die Hindenburgstraße in eine Chris-Gueffroy-Strasse umbenennen, als Erinnerung an den letzten Mauertoten des DDR-Unrechtsregimes. Es wäre ein wichtiger "Stolperstein", der die Menschen zum Nachdenken anregt, und für die Linke eine altruistische Geste sowie längst überfälliger Akt der Aufarbeitung ihrer Geschichte. Da wäre Ihre Rente doch gut angelegt.

Johann Max Franzen am :

Seit mehr als fünf Jahren pflege und putze ich die hier in Remscheid gesetzeten 168 "Stolpersteine",die an die Verfolgten und ermordeten Remscheider Mitbürger während der Nazizeit erinnern sollen. Es wäre eine Genugtuung für mich, auch in einer Chris-Gueffroy-Straße einen "Stolperstein" pflegen zu dürfen.

Manfred Dörpfeld am :

Ja Johannes, jetzt werden nicht nur alle an Hindenburg erinnert, sondern die, die zu dieser Zeit noch nicht lebten, reden nun von Hindenburg. Sollte ich richtig informiert sein gibt es in Düsseldorf keine Hindenburgstraße, aber Hindenburg wurde in Düsseldorf als Ehrenbürger ernannt. Was hat man sich damals dabei gedacht? Zu Deiner angebotenen Spende: Ich bin Gründer eines gemeinnützigen Vereins, wir nehmen auch Spenden an.

Jürgen Koball am :

Ein Straßenname ist nicht nur Sache der Anwohner (sie gehen oder kommen) sondern der gesamten Stadt. Sie spiegelt das Geschichts- und Kulturverständnis wieder. Habe Heute einen interessanten Artikel in der Berliner Zeitung, über dieses Thema, gelesen. Und Berlin hat sicherlich mehr "Altlasten" an Straßennamen zu bewältigen als Remscheid.

Tanja Heilmann am :

Das kann doch alles wieder nur ein Witz sein. Bin Inhaberin eines Friseurgeschäftes an der Hindenburgstrasse. Da frag ich mich, wer zahlt mir denn die Kosten für die kompletten Änderungen meiner Visitenkarten und sonstigen Webematerialien??? Abgesehen von der Zeit, die ich unnütz für alle möglichen Änderungen opfern muss. Haben die Linken nichts Anderes zu tun?

Felix Staratschek am :

In Münster hat es mit der Umbenennung geklappt, der Hindenburgplatz erhielt seinen alten Namen Schlossplatz zurück. Was den Straßennahmen angeht, kann man ja für zehn Jahre beide Straßennamen führen, da Stadtpläne und andere Datenträger nicht sofort umgestellt sind. Was das Internet angeht, kann man doch mehrere Anschriften für eine Seite haben. So müsste man seinen Googleplatz erhalten können. Vielleicht hat da einer in der Stadtverwaltung Ahnung vom Internet und hilft den Seitenbetreibern dabei. Sehr viele Seiten, wo Hindenburg dominant ist, dürften es ja nicht sein. Mein Namensvorschlag wäre Fritz Gerlich, der sich mit seiner Zeitschrift "Der Gerade Weg" gegen die kollektivistischen Ideologien des völkischen Nationalismus und des Kommunismus wandte und dafür 1933 verhaftet und 1934 ermordet wurde. Sollte man die Straße nicht umbenennen, könnte man sie ja dem gleichnamigen Zeppelin oder der Stadt in Oberschlesien widmen.

Jürgen Müller am :

Ein wenig konsequenter Vorschlag: Hindenburg in Oberschlesien, heute (wieder) Zabrze, wurde 1915 zu Ehren des Generalfeldmarschalls Hindenburg so umbenannt, (dann gibt es noch eine Gemeinde in Ostpreußen, 1918 in Hindenburg mit der gleichen Begründung umbenannt), und das Luftschiff ist nach nach ihm benannt - also?

Kay Voigt am :

Die Strasse ist selbstverständlich benannt nach dem deutschen Physiker Carl Friedrich Hindenburg (* 13. Juli 1741 in Dresden; † 17. März 1808 in Leipzig), Professor der Philosophie und Physik. Vor dem Hintergrund daß an dieser Strasse auch das Gertrud-Bäumer-Gymasium liegt, ist dies nachvollziehbar. Die Benennung der Straße nach einem "Steigbügelhalter und Weltkriegsfeldmarschall" ist wohl nur eine irrtümliche Unterstellung. Wie wäre es mit Zusatzschildern unter dem Strassennamen, finanziert von der Linken?

Johann Max Franzen am :

Herr Voigt, wir sollten doch sachlich bleiben. Aus Unterlagen des Stadtarchivs beschloss die Stadtverordnetenversammlung am 29. Januar 1918 die Neuscheiderstraße in "Hindenburgstraße" umzubenennen. Vier Jahre später wurde sie wieder zur Neuscheiderstraße umbenannt und wurde dann am 13. Juni 1924 wieder zur Hindenburgstraße.

Kay Voigt am :

Herr Franzen, ich kann Ihren Ausführungen nichts entnehmen, was Gegenteiliges zutage fördert. Zehn Jahre nach dem Tode wurde Carl Friedrich Hindenburg mit diesem Strassennamen geehrt, und 1924 in demokratischen Zeiten der Weimarer Republik nochmals bestätigt - weit vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Als historisch Interessierter Mensch wissen sie selbstverständlich, dass beide Umbenennungen in "Hindenburgstraße" in die Amtszeit des Oberbürgermeisters Walter Hartmann fällt, Wohltäter und Ehrenbürger der Stadt Remscheid, Träger der Röntgen-Plakette und goldenen Bürgermedaille sowie Staatsplakette für besondere Dienste. Er ist auch Namensgeber der Dr.-Walther-Hartmann-Straße und der Walther-Hartmann-Schule. Wenn er "den Steigbügel gehalten hat", diese Straße zwei mal nach Paul von Hindenburg zu benennen, müssten folgerichtig auch Hartmann-Schule und Hartmann-Straße umbenannt werden.

Johannes Hedderich am :

Nun, bei einer Amtszeit von mindestens 116 Jahren ("zehn Jahre nach dem Tod" Hindenburgs 1808 bis 1924) hat Herr Dr. Hartmann zweifelsfrei alle Ehrungen verdient! ;-) Ich finde die Idee, diese Straße bei gleicher Benennung "umzuwidmen" durchaus reizvoll und gleichzeitig realistischer als eine Umbenennung, die sicherlich keine unbedeutenden Summen Geld verschlingen würde. Übernimmt die Bundes-LINKE dann eigentlich auch die Initiative bezüglich des Hindenburgdammes? Neben dem oben aufgeführten Physiker würde sich übrigens noch der Ortsteil Hindenburg (Altmark), zugehörig der Gemeinde Hohenberg-Krusemark im Landkreis Stendal (Sachsen-Anhalt) anbieten, der NICHT nach Paul von Hindenburg benannt wurde.

Kay Voigt am :

Tatsächlich jährte sich der Tod Carl Friedrich Hindenburgs bei Erstbenennung der Straße im Jahre 1908 zum 110. mal. Da habe ich Ihnen doch glatt 100 Jahre unterschlagen. ;-) Aber Spaß beiseite: Zusatzschilder unter dem Strassennamen wären der goldene Weg, der niemanden verprellt. Und anstatt die Geschäftsleute dieser Strasse kostenmässig unter Druck zu setzen bei einer Umbenennung, stiftet die Partei "Die Linke" diese wenigen notwendigen kleinen Zusatzschilder zum Wohle aller Bürger der Stadt Remscheid. Es wäre schön, wenn sie die Gelegenheit nutzen könnten, dauerhaft positiv im Gedächtnis der Bürger zu bleiben.

Daniel Gambal am :

Das Ziel aller, die sich aktiv in Politik und auch auf dieser Plattform beteiligen, ist doch, Remscheid zu einer attraktiveren Stadt zu machen. Ich denke nicht, dass Arbeitnehmer aus Remscheid lieber in Köln oder im Ruhrgebiet wohnen möchten, weil es in Remscheid eine Straße gibt, die nach einem schlechten Menschen (wobei noch offen ist, ob Hindenburg wirklich ahnen konnte was nach ihm geschieht...) benannt wurde. Liebe Linke und Befürworter der Umbenennung dieser Straße, steckt doch bitte Eure wertvolle Zeit in Themen, die Remscheid voran bringt, z. B. Familienfreundlichkeit, Freizeitmöglichkeiten, Attraktivität des Stadtkerns, Verkehrsanbindung, Bildung...

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