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DOC in Lennep: Für viele Fragen ist es einfach noch zu früh

Hans Gerd Sonnenschein gestern Abend im Forum Hackenberg vor etwa siebzig interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Foto: Lothar Kaiser

Was Anwohner einer Straße auf die Palme bringt, muss im „Quartier“ noch lange kein großer Aufreger sein. Der „Skandal“ im „Quartier“ wird im gesamten Stadtteil vielleicht nur als „laues Lüftchen“ wahrgenommen. Und was die Bürger des Stadtteils für einen segensreichen Fortschritt halten, hält die Mehrheit der Bürger/innen der Stadt insgesamt womöglich gar für ein Fiasko. All das ist durchaus denkbar. Und das weiß Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein natürlich. Insofern konnte er nicht sicher sein, was ihm gestern im Forum Hackenberg erwarten würde, wohin die Vorsitzenden der SPD-Ortsvereine Lennep und Lüttringhausen, Ursula Czylwik und Björn Gottschalk, Bürgerinnen und Bürger eingeladen hatten, die am geplanten Designer Outlet Center (DOC) interessiert waren. Würden es mehr Anwohner aus der näherem Umgebung (Hackenberg) sein, die durch den möglichen Ausbau des Sportzentrums vor ihrer Haustüre mehr Verkehr, Schmutz und Lärm befürchten, oder würden Bürger aus ganz Lennep in der Mehrheit sein, die mehr erfahren wollten über den Fortgang der DOC-Planung und die sich davon eine (wirtschaftliche?) Belebung der Altstadt versprechen? Beide Gruppen – insgesamt rund 70 Personen – hielten sich gestern schließlich die Waage, und das machte es Sonnenschein nicht leicht, seinen Vortrag zu Ende zu bringen, ohne sich in der Klein-Klein-Fragerei der Bedenkenträger zu verzetteln. Zum Glück bestand die andere Gruppe schließlich auf einer strikten Trennung von Vortrag und Diskussion, sonst wäre Frust letztlich das Einzige gewesen, mit dem die Besucher nach Hause gegangen wären.

Ohnehin waren die Daten und Fakten, die Sonnenschein im Gepäck hatte, ziemlich dürftig. Was kein Vorwurf sein soll. Schließlich ist der Wechsel von der „Blume“ als DOC-Standort zum Lenneper Stadion, Schützen- und Jahnplatz ja gerade mal ein paar Wochen her. „Wir haben Ideen, nichts anderes“, bekannte der Stadtplaner, der sich im Übrigen recht wacker schlug. Gewiss, die Bürger sollten bei der Planung des DOC „mitgenommen“ werden. Aber für die so genannte „frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung“ im Rahmen der vom Rat der Stadt beschlossenen Aufstellung eines Bebauungsplans für das vorgesehene DOC-Gelände sei es noch zu früh. „Dafür brauchen wir erst weitere Informationen, und die werden derzeit erarbeitet!“ Zu dieser Datengrundlage im Rahmen des Planverfahrens werden gutachterliche Prognosen über die realistischen Auswirkungen des DOC auf den Einzelhandel der umliegenden Städte und das zu erwartende Verkehrsaufkommen (2,5 Millionen auswärtige Besucher pro Jahr) gehören sowie die damit verbundene Luftverschmutzung (Feinstaub) und Lärmbelästigung.

Dazu hätten die  besorgten Anwohner des Hackenbergs gestern gerne mehr gehört. Und Hans Gerd Sonnenschein zeigte dafür Verständnis. Aber herbeizaubern konnte er die fehlenden Daten und Fakten auch nicht. Nur so viel räumte er ein: „Der Verkehr auf der Hackenberger Straße wird zunehmen, wenn das Sportzentrum ausgebaut werden sollte!“ Das sei aber noch lange nicht beschlossene Sache, wenngleich die Sportvereine Zustimmung signalisiert hätten. Zunächst einmal müssten die Experten rechnen und bewerten, dann kämen die Bürger zu Wort, und dann sei es Aufgabe der Politik, das Für und Wider zu wägen – und schließlich einen Beschluss zu fassen.

Wie schon Ende Januar im Bauausschuss berichtete Sonnenschein gestern, dass sich um das DOC seit Jahresbeginn neben einer DOC-Lenkungsgruppe drei Arbeitskreise kümmern (Verwaltung, „Brauchtumsvereine“ und Sportvereine).  Die Katholische Grundschule am Stadion, für die im DOC-Bereich dann  kein Platz mehr wäre, könne die jetzige Pestalozzischule am Kreishaus beziehen, die Feuerwehr in einen Neubau im neuen Gewerbegebiet hinter dem Bahnhof Lennep. Am DOC selbst werde eine Fläche von 50 mal 50 oder 40 mal 60 Metern eingeplant für kleinere Veranstaltungen.

Es stand im Waterbölles
am Dienstag, 29. Januar 2013:
DOC: Detailplanung der Ausweichquartiere kann jetzt beginnen

Als „hehres Ziel“ bezeichnete es Sonnenschein, bis Frühjahr 2014 einen rechtsverbindlichen Bebauungsplan vorliegen zu haben. Das erfordere Stringenz von allen Beteiligten. Sein Wunsch: Vielleicht gelinge es ja, Teilbereiche, speziell im Bereich des Sportzentrums, gemeinsam mit den Bürgern zu erarbeiten. Und die Fragen, die die Bürger heute schon gerne stellen würden, könnten sie gerne stellen, sobald er Antworten parat hätte. „Im Moment habe ich sie leider noch nicht!“ Etwa die nach der notwendigen Lärmschutzwand zwischen Sportplatz und Hackenberger Straße. Die Höhe dieser Wand schätzte Sonnenschein auf vier bis fünf Meter. Und wie viele Parkplätze wohl gebaut werden müssten, wenn der neue Fußballplatz 5.000 Zuschauer fassen könnte? Hier verwies der Stadtplaner lediglich auf eine benachbarte Freifläche für ein Parkhaus mit 70 Einstellplätzen pro Ebene. Wie viele Ebenen? Achselzucken. „Wie wäre es denn mit verschiedenen Szenarios“, fragte ein Zuhörer. Und ein anderer befürchtete beim DOC ein Missverhältnis von Kosten und Nutzen für den Stadtteil Lennep. Allzu viel müsse für das DOC verlagert werden – Feuerwehr, Grundschule, Oktoberfest, Schützenfest und Sportstätten. Ob sich das denn überhaupt rechne? Das aber hängt davon ab, was der DOC-Investor MacArthurGlen bereit ist, für das städtische Gelände zwischen Stadion und Altstadt zu zahlen. Und auch das weiß gegenwärtig noch niemand.

Trackbacks

Waterbölles am : Fast 300 Bürger wollten mehr über das geplante DOC wissen

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„In einer Kirche darf nicht gelogen und sollte auch nicht die Unwahrheit gesagt werden“, nannte In acht Ländern betreibt McArthurGlen derzeit insgesamt 21 Outlet-Center mit einer Verkaufsfläche von mehr als 600.000 m². Das Prinzip ist überall nahe

Kommentare

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Chronist am :

Klaus Küster, Fraktionsmitglied der Linken im Rat der Stadt Remscheid, hätte von der Stadtverwaltung gerne gewusst, wie groß das für das Designer Outlet Center (DOC) in Lennep vorgesehene Gelände (Stadion, Schützen- und Jahnplatz) im Vergleich zur Lenneper Altstadt ist. Das aber habe ihm leider niemand sagen können. Deshalb habe er sich eine Planskizze vorgenommen und die einzelnen DOC-Teile ausgeschnitten und über die fast kreisrunde Altstadt gelegt. Und siehe da. Das DOC-Gelände ist noch ein wenig größer als die Altstadt. Nun ist dieser Vergleich, für sich genommen, noch wenig aussagekräftig. Doch die Remscheider Linken sehen sich dadurch in ihrer inzwischen gewachsenen Ansicht bestätigt, daass das DOC „Fragen aufwirft, die an der Sinnhaftigkeit des Projektes zweifeln lassen“. So Fraktionsvorsitzender Fritz Beinersdorf, seine Stellvertreterin Brigitte Neff-Wetzel und Klaus Küster am Donnerstag in einer Pressekonferenz in der Geschäftsstelle des Kreisverbandes der Linken an der Schützenstraße. Den Flächenverbrauch für das DOC in Lennep bezeichnete Küster als „gigantisch“. Und Brigitte Neff-Wetzel beklagte, dass örtliche Einrichtungen wie Schule und Feuerwehr verdrängt würden. Sie seien ja schließlich mit öffentlichen Mitteln gebaut worden. Geplant sei, die Kundenströme von dem neuen Parkhaus auf den jetzigen Schützenplatz über eine Brücke ins DOC auf dem Stadiongelände zu lenken. Und dann auch wieder zurück. Beinersdorf: „Wo bleibt das die Anbindung an die Altstadt?“ Die sei doch gar nicht erwünscht, meinte er. In Roermond zeige sich das sehr deutlich: „Dort ist das DOC von einer Mauer umgeben, damit das Geld möglich nur innen drin ausgegeben wird.“

K. Runge am :

"Klein-Klein-Fragerei der Bedenkenträger" ist keine objektive Berichterstattung, sondern stellt m. E. eine unzulässige Schmähkritik dar. Die Ursache für die vielen zu stellenden kritischen Fragen ist nicht die Persönlichkeitsstruktur der Fragenden, sondern zuallerst die Fragwürdigkeit des DOC-Projektes. Die jäh geänderte Lokalisation fast im Zentrum von Lennep ohne ausreichende Autobahnzufahrt, die im Vergleich zum Stadtkern Lennep völlig unverhältnismäßige Größe (20.000 qm Verkaufsfläche, Grundfläche größer als die des Lenneper Stadtkerns), die Konzeption des in sich geschlossenen Einkaufsdorfes, das in den Stadtkernbereich und ein schon heute nicht ausreichendes Straßensystem gelockte Verkehrsaufkommen und die Parkproblematik gibt es deutschlandweit bei keinem anderen DOC. Der Verlust eines Stadions, eines großen Park-und eines Veranstaltungsplatzes für ein DOC wurde anderswo auch nicht mit großer Bereitwilligkeit hingenommen. Dass eine Grundschule mit moderner Architektur und eine dem Ortskern nahe angesiedelte Feuerwache, die gerade renoviert wurde, für ein DOC abgerissen werden sollen, dürfte ebenfalls zumindest in Deutschland eine Premiere darstellen. Die Klein-Klein-Fragerei eines Bedenkenträgers hat am 28.2. Herrn Sonnenschein dann doch noch die der Öffentlichkeit bisher vorenthaltene Tatsache entlockt, dass die Wupperstraße, eine bedeutsame innerörtliche Verkehrsader, im Bereich des DOC aufgehoben wird. D. h. der bisher hierüber führende Verkehr vor allem aus Radevormwald und vom Hasenberg muss über andere Straßen fließen, die Umwege bedeuten und für den vermehrten Verkehr denkbar ungeeignet sind. In der Richtung über die Mühlenstr. geht es nicht nur an der Grundschule am Stadion vorbei, die ja schon einmal sicherheitshalber abgerissen wird, sondern im weiteren Verlauf wird der Verkehr an 2 Kindergärten, der Freiherr-vom-Stein-Schule und zuletzt an der Lebenshilfe vorbeiführen. Auf dem dorthin führenden Thüringsberg trifft sich dieses so vermehrte Verkehrsaufkommen mit dem Verkehrstrom aus Hackenberg, der ebenso anschwellen wird, weil diese Autofahrer die Kreuzung Ring-Rader-Str. meiden werden, an der die DOC-Besucher die von vielen herbeigesehnte Belebung Lenneps tatkräftig bewerkstelligen werden, um den DOC-Parkplatz anfahren bzw. verlassen zu können. Diesen Feinheiten steht eine städtische Informationspolitik gegenüber, die nichts Anderes will, als alles im Nebulösen zu halten - "ist noch unklar" -, abzuwiegeln und nur Informationen nach Salamitaktik (Schul-, Feuerwehrabriss wurden erst vor etwa zwei Wochen der Öffentlichkeit präsentiert) zu liefern, wenn es unvermeidbar wird. Wenn erst einmal nicht mehr modifizierbare (Vor-)Verträge mit dem Investor geschlossen sind, ist dann ein lautes Jetzt-ist-es zu-spät zu erwarten. Also besser rechtzeitig fragen. Wer nicht fragt, bleibt dumm.

Peter Lange am :

Bei der Suche nach Ausweichquatieren wird mit Brauchtumsvereinen (Schützenfest,Oktoberfest und Osterfeuer) und Sportvereinen verhandelt. Wer aber kümmert sich um die am stärksten Betroffenen des ganzen DOC Projekts, die direkten Anwohner der Hauptverkehrsstraßen und des DO ? Ich denke, es wäre ein schwerer Fehler davon auszugehen, dass Stadt und Investor für deren Wohl schon sorgen werden. Klein- klein-Fragerei wird den Sorgen der Menschen um den realen Verlust an Lebensqualität nicht gerecht. Es ist jetzt höchste Zeit, das sich zu diesem Projekt eine kritisch begleitende Bürgerinitiative in Lennep gründet. Bisher gibt es noch keine, bis wenige Fakten. Wenn die Fakten da sind, müssen sie auf Herz und Nieren geprüft werden. Dies allein den von anderern Interessen getriebenen Parteien zu überlassen wäre ein schwerer Fehler.

Heike Koch-Eschweiler am :

Obwohl es noch gar kein Verkehrskonzept gibt, wurde dem Investor McArthurGlen anscheinend die Schließung der Wupperstraße zwischen Straße Am Stadion und Mühlenstraße zugesichert. Durch die Schließung dieser auch jetzt schon sehr stark befahrenen Verkehrsader mitten durch Lennep verursacht man verkehrstechnische Sachzwänge, die zwangsläufig mit den Interessen vieler Anwohner kollidieren. Warum gibt eine Stadt im Vorfeld alle Trümpfe aus der Hand? Die Spielräume, viele direkt betroffene Anwohner zu schützen und „das Kleinod Altstadt zum Leben zu erwecken, ohne dass die heute dort lebenden Menschen vertrieben werden“ (Prof. Felix Huber, Podiumsdiskussion Klosterkirche) wird dadurch auf ein Minimum reduziert. Wie ernst kann man die Worte von Herrn Sonnenschein („Wir werden die Bürger mitnehmen“) und die viel gepriesene Transparenz angesichts dieser späten öffentlichen Bekanntgabe einer solch weitreichenden einschneidenden Maßnahme nehmen? Hier wurden Fakten geschaffen, die genau das bewirken, wovor Prof. Huber am Dienstag gewarnt hat:“…dass irgendwann die Konzepte stehen und dann die Abwehrschlacht der Bürger beginnt.“ Hier ist jetzt die „exzellente Stadtplanung“ (Prof.Huber) gefragt, die sehr stark abhängig ist von der Qualität des neuen Stadtplaners!

Hans Gerd Göbert am :

Genau so habe ich mir das gedacht. Für konkrete Fragen zum DOC-Lennep sei es noch viel zu früh. Ein hehres Ziel sieht jedoch vor, bis Frühjahr 2014 (also in zwölf Monaten) einen rechtsverbindlichen Bebauungsplan vorliegen zu haben. Mutig, aber vielleicht nicht gänzlich unrealistisch. Aber habe ich doch richtig gelesen, dass nächsten Donnerstag, also am 7. März, dem Rat der Stadt der Entwurf eines städtebaulichen Vertrages mit dem Investor MC Arthur Glen vorgelegt werden soll? Auf den sind wir aber nun alle gespannt wie die Flitzebogen. Sein Inhalt ist nämlich eine unumstößliche Grundlage für den "vorhabenbezogenen Bebauungsplan", wonach meines Wissens in Lennep gebaut werden soll. Aber einmal ganz durch den Lieferanteneingang gefragt: Wenn heute noch nicht der Funken einer Idee vorgelegt werden kann, wie und wo die Ausweichquartiere für Sport und Vereinsleben konkret umgesetzt werden sollen, möchte man aber doch sicher an dem Ziel arbeiten, dass es mehr Sinn machen würde, die neuen Anlagen fertig zu präsentieren, bevor man mit dem Abriss des Stadions, usw. beginnt? Oder sind das nur die dummen Ideen eines blutigen Laien? Unter diesen Aspekten ist die Idee, bis zum Frühjahr 2014 eines rechtskräftigen B-Plan zu präsentieren, schon mehr als visionär. Aber warum nicht, man muss auch noch positiv denken dürfen. Erst recht in Remscheid.

Klaus Kreutzer am :

Vielleicht waren einige Fragen „zu früh“ gestellt. Vielleicht aber auch an die falsche Person. Am Dienstag geht es in der Klosterkirche um 18 Uhr in die nächs-te Runde. Fragen werden dann beantwortet von folgenden Spezialisten: Henning Balzer – Development Director Germany, McArthurGlen Group, Marc Bauwens – Centermanager DOC Roermond, Dr. Peter Achten – Hauptgeschäftsführer Handelsverband NRW, Prof. Dr. Felix Huber – Verkehrsexperte -Universität Wuppertal, Peter Maar – Vorsitzender Heimatbund Lüttringhausen, Hans-Gerd Sonnenschein – Stadtplaner Stadt Remscheid, Dr. Dieter Rohrweck – Bezirksbürgermeister Lennep.

K. Runge am :

Sehr geehrter Herr Kreutzer, wenn wirklich am Donnerstag dem Rat der Stadt der Entwurf eines städtebaulichen Vertrages mit dem Investor McArthurGlen vorgelegt werden und vielleicht auch schon blitzschnell beschlossen werden sollte, dann ist Ihre Veranstaltung nur noch eine Alibiveranstaltung. Die Bedeutung ist aber auch dadurch gemindert, dass fünf der sieben Referenten sich schon als (bedingungslose) Befürworter der DOC-Planung zu erkennen gegeben haben. In einer vom NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr 2011 herausgegebenen „Arbeitshilfe zum Umgang mit großen innerstädtischen Einkaufcentern“ finden sich viele sehr nützliche Tipps für Stadtverwaltungen mit dem Wunsch auf Gründung eines großen Einkaufscenters und natürlich auch für betroffene Bürger. Um nicht Kompetenz vorzutäuschen, die ich als Laie nicht besitze, folgen jetzt fast nur noch durch Anführungszeichen gekennzeichnete Zitate aus dieser Schrift. 1)„Aufgrund ihres Erfahrungsschatzes besitzen Projektentwickler oft einen Kompetenzvorsprung“…„weil sie schon reichlich Erfahrungen mit Centergründungen hinter sich haben“, „der – vor allem in der Startphase der Entwicklung – zu einer deutlich günstigeren Verhandlungsposition führen kann.“ „Dies gilt insbesondere dann, wenn sich die maßgeblichen Entscheidungsträger sehr früh im Verfahren und oft vor dem Vorliegen aller notwendigen Informationen pro Center positionieren.“ Aber „Zwischen Investor und Stadt bestehen grundsätzlich Zielkonflikte: Hier Rendite orientierte ökonomische Interessen auf Seiten der Investoren – dort komplexe, zum Teil widersprüchliche Interessen auf Seiten der Kommunen.“ 2) Die Schrift rät, bei dieser Vielfalt unterschiedlicher und sich teilweise widersprechender städtischer Interessen vor Beginn der Verhandlungen mit dem Investor eindeutige städtische Zielvorstellungen auszuarbeiten: „Um eine sichere Verhandlungsposition zu haben, müssen in den Städten konsensfähige Ziele klar und frühzeitig formuliert“, „ausreichend breit diskutiert“ „und fixiert werden“. 3) „Dies beinhaltet zum einen Aussagen darüber, wie das Center hinsichtlich seines Verkaufsflächenumfanges und seines Standortes in die Innenstadt einzubetten ist, zum anderen Vorgaben dazu, wie es baulich und funktional zu integrieren ist (Form, Größe und Gestalt der Anlage).“ 4) „Um ein sachgerechtes Verfahren zu ermöglichen und Wissenslücken auszugleichen, ist den Städten des Weiteren zu raten, den Prozess durch“ – (bitte, bitte nachweislich) – „wirtschaftlich unabhängige externe Berater begleiten zu lassen.“ 5) „Offen zu legen ist zudem, welche Gegenleistungen vom Centerentwickler für die Schaffung von Baurecht erbracht werden.“ 6) „Wegen der Bedeutung eines Centerprojektes für die gesamte städtische Entwicklung sind nicht nur alle Innenstadtakteure, sondern insbesondere auch die Bürgerschaft in den Planungsprozess einzubinden. Dies muss unabhängig von den sowieso gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungen im Zuge des Verfahrens der Bauleitplanung erfolgen.“ 7) „Um für die betroffenen Bürger akzeptable Lösungen zu erzielen, wird empfohlen, ein transparentes Planungs- und Entscheidungsverfahren durchzuführen. 8-) „Der Zuschlag für eine Centerentwicklung an ein Unternehmen darf wegen der Stärke der Intervention und der damit verbundenen Bedeutung für die Stadt nur im Rahmen eines formalisierten, nachvollziehbaren Auswahlverfahrens geschehen und zwar unabhängig davon, ob städtische Grundstücke für die Projektentwicklung veräußert werden müssen. Erforderlich sind deshalb zwingend die Ansprache mehrerer Projektentwickler beziehungsweise Investoren und die Einleitung eines fairen und transparenten Verfahrens. Dadurch wird der Wettbewerb untereinander und damit auch die Qualität des Projektes erhöht“ Diese acht Empfehlungen, Ratschläge, Aufforderungen sind sämtlich in der bisherigen Remscheider DOC-Planung missachtet oder auch in entgegen gesetztem Sinne angewandt worden. Dass ein Teil der Bürgerschaft daher inzwischen an Pflegeleichtigkeit, was diese Planung anbelangt, eingebüßt hat, sollte nicht verwundern. Es ist unverständlich, dass eine Stadt bei einem angeblichen 40 Millionenprojekt darauf verzichtet, mehrere Angebote einzuholen, was jeder Häuslebesitzer macht, wenn es, sagen wir einmal großzügig um mehr als 5000 € geht. Liegt hier einer der Gründe für die finanzielle Misere der Stadt?

Klaus Kreutzer am :

Sehr geehrter Herr Runge, ich kann Ihre Bedenken sehr gut nachvollziehen. Der Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. ist aber weder eine politische Partei noch in irgendeiner Art der Verwaltung verpflichtet. Ganz im Gegenteil, der VFV ist Initiator eines Bürgerbegehrens gegen den Verkauf des Kirmesplatzes, zugegeben damals unter etwas anderen Voraussetzungen. Insofern kann ich auch nicht ansatzweise erkennen, das es sich heute um eine "Alibiveranstaltung" handeln soll. Der VFV ist unabhängig und möchte die Bürger sachlich informieren (lassen). Ich werde es als Moderator nicht zulassen, das das eine Werbeveranstaltung weder in die eine noch in die andere Richtung geben wird. Ich freue mich auf Ihr Kommen und Ihre (kritischen) Fragen.

Peter Lange am :

Veranstaltung Verkehs- und Förderverein in der Klosterkirche am 05.03.2012 Danke an den Verkehrs- und Förderverein für die gut organisierte Veranstaltung. Ähnliches würde ich mir im Namen der Offenheit und Transparenz auch von der Stadt wünschen. Routiniert führte der Vorsitzende des Vereins durch den Abend, löcherte die Podiumsgäste mit zum Teil auch kritischen Fragen. Für mich neu waren folgende Infos: 1. Gesamtinvestitionsvollumen des Investors sind ca. 120 Mio Euro. 2.Der Zulierferverkehr wird mit 50 LKW (7,5 Tonner) täglich zwischen 08:00 und 10:00 Uhr morgens abgewickelt. 3.Es ist dem Investor nicht bekannt ob und wieviel Steuern die Unternehmen bezahlen. 4. Die geplante DOC Fläche umfasst ca. 72.000 m² und bringt der Stadt ca. 35 Mio. 5. Am Bau des DOC werden auch in der Region ansässige Unternehmen beteiligt. 6. Der Einzelhandel in Remscheid und Umgebung wird wohl mit Verlusten rechnen müssen. Das Podium hätte aus meiner Sicht etwas ausgewogener besetzt sein können. Einzig der Vertreter des Einzelhandels goß etwas Wasser in den Wein. Etwas komisch erschien mir der immer wieder benutzte Vergleich mit Roermond, dieser hinkt meiner Ansicht nach erheblich, da Roermonds Innenstadt die vielfache Größe des DOC besitzt. In Lennep wäre das Verhältnis fast 1:1. Als sehr unglücklich empfand ich den Auftritt des Bezirkbürgermeisters, der nach einer kritischen Frage einer Besucherin völlig überreagierte und diese verbal nieder machte. Danach war der Abend irgenwie gelaufen. Viele Besucher verließen die Veranstaltung. Dennoch ein gelungener guter Abend für Lennep, nochmal herzlichen Dank an den Veranstalter. Weiter so!

Chronist am :

„Das Gebäude bleibt erhalten, nur der Inhalt ändert sich“, konkretisierte Stadtplaner Sonnenschein auf Nachfrage eines Bürgers gestern in der „Klosterkirche“ seine Aussage, die Feuerwache Lennep werde verlagert. Hintergrund: Die alte Feuerwache steht unter Denkmalschutz. Und den müsste auch der Betreiber eines DOC berücksichtigen.

Heike Koch-Eschweiler am :

Welche Ziele muss ein Investor wie MCArthurGlen haben, um eine erfolgreiche Arbeit zu erledigen? Er muss Kaufkraft in sein Center holen und sicherstellen, dass die Kundschaft möglichst viel Geld dort ausgibt. Um dies zu gewährleisten, gibt es ausgeklügelte Systeme, wie man einen Kundenstrom am besten lenkt. Große Einrichtungsketten wie IKEA haben es vorgemacht, und beim Gartencenter KREMER funktioniert es ebenfalls hervorragend. Die ausgeklügelte Wegführung wird durch eine gute und preiswerte Gastronomie ergänzt, was sich wiederum auf die Verweildauer positiv auswirkt. Aus rein wirtschaftlicher Sicht (und eine andere gibt es bei einem Investor nicht!) kann er sich also keinesfalls als Heilsbringer des Einzelhandels außerhalb des Centers definieren. Schaut man sich die Produktpalette an, die das DOC bieten wird (neben reduzierten Markentextilien auch Schmuck, Haushaltswaren und auf einer großen Fläche Erlebnisgastronomie), drängt sich die Frage auf: Wie motiviert ist ein Kunde, der nach längerem Rundweg mit vollen Taschen und vollem Bauch erschöpft wieder beim Centerausgang angekommen ist, jetzt zur zweiten Shoppingtour gen Lenneper Altstadt aufzubrechen? Schaut man nach Oberhausen, eine der ärmsten Kommunen in Deutschland, wird man erkennen, dass das Konzept „CentrO“ leider nicht zugunsten der Stadt und der dort lebenden Menschen und Einzelhändler aufgegangen ist. Der Einzelhandel außerhalb des CentrOs ist zerschlagen, und die marode Kommune profitiert noch nicht einmal von den üppigen Steuergeldern. Die fließen dank trickreichen Ausschöpfens von Gesetzeslücken nämlich ganz woanders hin! Die Frage muss erlaubt sein: Könnte so etwas auch in Remscheid passieren? Gibt es wirklich nur positive Einflüsse? Oder verwirklicht sich vielleicht ein ganz anderes Szenario? Der Einzelhandel in Lennep verliert noch Kundschaft, von Remscheid einmal ganz zu schweigen, und infolge einer von großen Teilen der Lenneper Bürgerschaft erfahrene Verringerung der Lebensqualität (die ja längst nicht alle so definieren wie unser Bezirksbürgermeister) führt zur Abwanderung besonders der einkommensstarken Schicht ins mit Lebensqualität und bezahlbarem Baugrund werbende Umland. Das wird dann vor allem junge Familien ansprechen, für die Lennep als Wohnstandort völlig unattraktiv wird. Sucht diese für jede Kommune so wichtige Bevölkerungsgruppe doch vorrangig nach kinderfreundlichen Lebensbedingungen und nicht nach Konsum XXL. Würde diese Entwicklung eintreten, träfe Remscheid der demographische Wandel noch wesentlich stärker als ohnehin schon prognostiziert. Um uns diese Ängste zu nehmen, bedarf es exzellenter Gutachten, die keinesfalls unter Zeitdruck entstehen dürfen. Mit geschönten Gefälligkeitsgutachten würde Remscheid sich keinen Gefallen tun!

Eija Tirkkonen am :

Es ist doch verheerend, wenn man den Eindruck erweckt, die Stadt strebe das DOC um jeden Preis an. Mit diesem Vorsatz kann man auf jede Verhandlung verzichten. Für den Investor stellt das Bürgervotum für das DOC die Pfründe dar, die ihm eine reibungslose und zügige Realisation sichern. Das DOC kann allerdings nach der Fertigstellung wie ein städtebaulicher Fremdkörper Lennep Schaden anrichten und einseitig dem Investor Gewinn bringen. Kein noch so exzellenter Gutachter kann einen kompetenten stadteigenen Fachplaner ersetzen. Gutachter vertreten die Interessen derer, die ihr Honorar begleichen. Auch McArthurGlen würde sich irritiert zeigen, wenn er ein Gutachten zahlen müsste, das ihm Nachteile bringen würde. Genau so wenig würde er einen städtischen Verhandlungspartner würdigen, der geschickt die Interessen der Stadt gegen seine durchsetzen könnte. Ohne Fachkompetenz bleiben die Vorteile des DOC für die Stadt auf der Strecke. Das ist auch ein ernsthafter Vorwurf an die Oberbürgermeisterin: Sie gefährdet das Gelingen des Projektes DOC.

Heike Koch-Eschweiler am :

Angesichts des immer grotesker werdenden Possenspiels unserer gewählten Volksvertreter fragt sich der verwunderte Remscheider Bürger: Wo bleiben eigentlich die Stimmen der politischen Opposition? Was bewegt sie angesichts dieser Steilvorlage, die unser Dreamteam Wilding /Sonnenschein hier vorlegt, schweigend zu verharren? Die Kölner werden angesichts der Dreistigkeit und Kreativität unserer Stadtführung in Sachen Eigennutz vor Neid wahrscheinlich erblassen! Ebenso verwunderlich registriert der mittlerweile aus dem Staunen nicht mehr herauskommende Bürger die Reaktion unserer umweltpolitischen Kontrollinstanz, sprich die Grünen. Anstatt des zu erwartenden Aufschreis gegen die Dimension dieses stadtplanerischen und umweltpolitischen Größenwahns des immer weiter ausufernden DOC-Projektes ist die Partei angetreten, unserer OB und ihrem Lebensgefährten noch hilfreich zur Seite zu stehen. Eine Partei wie die Grünen, die sich ursprünglich vehement für Basisdemokratie und umweltverträgliches Handeln eingesetzt hat, unterstützt jetzt den umweltzerstörerischen Ausverkauf eines gesamten Stadtteils und die damit einhergehenden Folgen für dessen Bewohner. Da schreibt man sich heroisch die Rettung einiger Feuchtbiotope an der Blume auf die Fahne und meint, damit sei der Umweltpolitik genüge getan. Die Blümchen an der Blume werden es danken, die Wählerstimmen einer sich völlig von ihren Volksvertretern im Stich gelassenen Bürgerschaft befinden sich allerdings woanders! Aber was soll man von einer Partei erwarten, deren Geschäftsführerin täglich aus Köln anreist, um hier Lokalpolitik zu betreiben?

Torben Clever am :

Man kann ja über den geplanten Bau des Designer Outlet Centers denken und diese Planungen bewerten wie man will....ich begrüße diesen sehr, sie offensichtlich nicht. Das will ich auch gar nicht in Abrede stellen...aber wo bitte sehen Sie denn einen "umweltzerstörerischen Ausverkauf eines gesamten Stadtteils"? Weder für das DOC an sich werden irgendwelche Naturschutzgebiete, biotope oder ähnliches zerstört (ganz im Gegenteil: es werden nur bereits versiegelte Flächen benutzt), noch für die Planungen der neuen Sportstätten, soweit diese Pläne bekannt sind...also wenn hier schon so reißerische, offensichtlich falsche (ob absichtlich oder nicht) Formulierungen benutzt werden sollte man diese wenigstens begründen und nicht einfach unkommentiert in den Raum stellen.

Heike Koch-Eschweiler am :

Sehr geehrter Herr Clever! Es tut mir leid, dass bei Ihnen der Eindruck entstanden ist, mein Brief sei reißerisch und nicht mit Fakten belegt. Man sollte nicht aus der ersten Wut heraus und mit Ohnmachtsgefühlen losschreiben. Werde ich in Zukunft beherzigen. Im Folgenden werde ich versuchen, Ihnen meinen Standpunkt darzulegen: Wie beurteilen Sie denn die Zunahme des täglichen Fahrzeugverkehrs, der durch die zu erwartenden DOC-Besucher (täglich 7.000) auf Lenneps Straßen entsteht? Dieser gesamte Verkehr führt (anders als an der Blume) durch Wohngebiete. Die Sperrung einer schon jetzt so stark befahrenen Straße wie der Wupperstraße zwischen Straße Am Stadion und Mühlenstr. ist nichts anderes als eine Verlagerung des Verkehrs in reine Wohngebiete. Wo bitte schön, glauben Sie, wird der Verkehr denn lang fließen, wenn man die Straßen Am Stadion/Mühlenstr. offen lässt? Im weiteren Verlauf dieser beiden Straßen liegen zwei Kindergärten und eine Grundschule. Nicht unbekannt dürfte Ihnen wahrscheinlich die Tatsache sein, dass Autoabgase sich nicht in Luft auflösen, sondern als Feinstaub zu Boden rieseln, wieder aufgewirbelt werden und früher oder später auch in den weiter entfernt liegenden Gärten und Wohnräumen vieler Lenneper Anwohner landen werden. Und dass Feinstäube für die Wohnbevölkerung Lenneps - insbesondere für Kinder und chronisch Kranke - nicht gerade gesundheitsförderlich sind, sondern Atemwegserkrankungen, Allergien, Asthma und im schlimmsten Falle sogar Krebs auslösen, dürfte doch eigentlich nichts Unbekanntes sein. Diese Tatsache bedeutet für mich eine hochgradige Zerstörung der Lebensumwelt vieler Lenneper Bürger!

Torben Clever am :

Libe Frau Koch-Eschweiler, ich habe lediglich festgestellt, dass ich die wortwahl ihres Kommentars für nicht angebracht halte. Dafür brauchen Sie sich aber nicht zu entschuldigen, ich kann sogar verstehen, dass man beunruhigt ist und sogar mal aus der Haut fährt, wenn man direkt von den Folgen und Auswirkungen des DOC, die ja auch niemand ernsthaft bestreitet, höchstens anders bewertet, betroffen ist. Aber nun zurück zur Sache: Natürlich werden auch in verkehrlicher Hinsicht Veränderungen auf Lennep zukommen. Diese jetzt aber schon zu verteufeln ist völlig unnötig! Solange weder die Planungen der Verwaltung, wie mit den umgelenkten Verkehrsströmen zu verfahren ist, bekannt sind, noch irgendein Gutachten zur Belastung von Bürgern und Umwelt zur neuen Situation erstellt worden ist, kann darüber in keinster Weise fundiert diskutiert werden. Von daher: Abwarten und Ruhe bewahren! Auch wenn es schwer fällt...

Heike Koch-Eschweiler am :

Lieber Herr Clever! In Ruhe abwarten und Tee trinken wäre mir, ehrlich gesagt, auch lieber. Da aber im Vorvertrag dem Investor die Überbauung der Wupperstraße (siehe schraffierte Fläche Anlage 1 des städtebaulichen Vorvertrages) anscheinend schon zugesagt wurde – und das ohne Vorhandensein eines Verkehrskonzeptes! – ergeben sich meines Erachtens gewisse Sachzwänge, die man nicht verharmlosend abwarten kann. So wird das jetzt schon starke Verkehrsaufkommen (welches durch ein DOC noch gravierend zunehmen wird!) in reine Wohngebiete und an Kindergärten und Grundschule vorbei gelenkt. Hier ist jetzt die Wachsamkeit der Lenneper Bürger gefordert, die ich durch meine Kommentare anmahnen möchte. Zu schnell können Fakten geschaffen sein, die hinterher unumkehrbar sind!

Ina Wischnewski am :

Es wird ja nicht nur eine komplett andere Verkehrssituation für den Fließverkehr aufkommen, sondern auch fürs Parken. Das mehrstöckige Parkhaus mit 2.500 Parkplätzen wird wohl kaum gebührenfrei sein, so wie es z.B. am CentrO in Oberhausen ist. Das heißt auch, dass viele Gäste erst mal in der Hoffnung um das Center herum fahren, um einen kostenfreien Parkplatz zu finden. Z.Zt. ist das Anwohner-Fahrzeug/Parkverhältnis im Raum des Kirmesplatzes noch recht ausgewogen. Wird es dann ein gebührenpflichtiges Anwohnerparken geben? Vielleicht mit zwei Stunden Parken auf Parkscheibe für die Gäste? Natürlich bietet sich auch der Parkplatz von Kaufpark/Penny pp. an. Da der Parkplatz der Feuerwehr ja auch unter die Räder kommt, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch der Kaufpark-Parkplatz gebührenpflichtig wird.

Dirk Schaefer am :

Die Parkplätze am DOC Neumünster und am DOC Berlin sind kostenfrei! Das wird wohl am ''DOC Lennep'' nicht anders sein.

K. Runge am :

Die DOC-Standorte Neumünster und "Berlin" sind nicht mit dem in Lennep geplanten zu vergleichen. Das DOC Neumünster liegt ganz am südlichen Stadtrand, durch einen Autobahnzubringer von unbebauter Landschaft getrennt, Luftlinienentfernung zur Innenstadtmitte mehr als drei Kilometer, eher an einem Industriestandort gelegen. Das DOC "Berlin" liegt ebenfalls ganz am Ortsrand von Wustermark-Elstal, unmittelbar neben dem Berliner Autobahnaußenring, auch mehr als drei kKilometer von der Ortsmitte Wustermark entfernt und unmittelbar neben einer Autobahnzufahrt. Ganz Wustermark besteht aus fünf Ortsteilen und hat 8.006 Einwohner. Das alles heißt, die Parksituation, die Anbindung an die Autobahn und die Relation zur örtlichen Umgebung der DOC in Neumünster und Wustermark sind mit denen für Lennep zu erwartenden nicht zu vergleichen. In Roermond, wo die Entfernung vom DOC zur Innenstadtmitte nur geringfügig über der in Lennep geplanten liegt, kostet das Parken auf dem DOC-Parkplatz 3 drei Euro, in der Innenstadt findet sich kein öffentlicher Parkplatz unter 1einem €/h.

Bernd Störmer am :

Genauso ist es. Man sollte jedoch nicht vergessen, das wir in Remscheid eine optimale Kombination aus Berlin und Neumünster hatten, nämlich an der Blume! Komisch, da waren Investoren aus der ganzen Republik dran interessiert (DOC-Betreiber). Bedanken kann man sich besonders bei der Bezirksregierung und diversen Beteiligten im Regionalrat und sowie den Nachbarstädten. Daher kann ich auch das ganze Geheule um die Orchesterkooperation nicht verstehen. Was tut denn z.B. Solingen für uns, außer ein neues Einkaufszentrum bauen, oder Wuppertal mit IKEA? Dort wurde doch von uns auch ein Ja erwartet und gegeben, doch lag die Entscheidung letztendlich nicht mehr bei uns in Remscheid. Aber in Berlin geht es so oder so drunter und drüber. siehe Flughafen, wen interessiert da schon eine DOC-Ansiedlung, und Neumünster wäre ja mit dem Klammerbeutel gepudert, sich gegen ein DOC zu wehren, wo McArthur dorthin seine Zentrale für Europa verlegt hat! Sei es drum, Remscheid verfügt weder über eine Lobby (wie unsere Nachbarstädte Wuppertal und Solingen oder ganz besonders Duisburg und Co.), noch über die notwendige Durchsetzungskraft für eine städtische Planungshoheit. Bin auf das, was hier in den nächsten Wochen noch so passiert, mehr als gespannt.

Bettina Stamm am :

Parkplätze werden nach dem ersten Ansturm mit Sicherheit ausreichend zur Verfügung stehen. Vor allem an den Wochentagen und im Sommer. Ich denke nicht, dass Remscheid die gleichen Besucherzahlen erwarten kann wie Roermond. Roermond profitiert vor allem von den Öffnungszeiten an Sonn- und Feiertagen. Desweiteren sind weitere Outlet-Center von anderen Investoren in Planung - Duisburg, Plettenberg, Bad Münstereifel - die, wenn diese umgesetzt werden, weitere Kaufkraft abziehen werden. Da nutzt auch keine Zusage von McArthur-Glen kein weiteres DOC in einem Umkreis von 70 km zu planen oder zu errichten. Es gibt noch andere Investoren, die zur Zeit auf den deutschen Markt drängen. Nach Prognosen könnte es in bis zu 25 Outlet-Center in Deutschland geben, wobei mehr als 15 DOCs in Deutschland als „nicht verträglich“ gelten. Dass das Projekt mit Begeisterung aufgenommen wird, ist verständlich da es, auf den ersten Blick, manche Probleme löst. Schwierig wird es für den Handel schon während der Bau/Umbauphase werden, wenn die ersten Zufahrten zur Altstadt wegen Bauarbeiten gesperrt sind. Als Lenneperin hätte ich mir anstelle eines künstlichen Dorfes, die Wiederbelebung der Leerstände wie das Hertiegebäude etc. gewünscht. Bleibt zu hoffen, dass Lennep nicht wieder in den Dornröschenschlaf versinkt.

Eija Tirkkonen am :

Natürlich werden zusätzliche Flächen versiegelt. Man muss den Autoverkehr von der Autobahn bis nach Lennep führen. Das kostet Flächen und zusätzliche Umweltverschmutzung. Das war genau so von der Regierungspräsidentin Lüttkes von den Grünen gewollt. Das Bauvorhaben auf der Blume wurde kategorisch von ihr abgelehnt. Das ist mittlerweile die grüne Politik. Die Begründung lag auf der erhoffte Belebung der Innenstädte, die nicht ohne Sachverstand gelingen kann. Vielleicht könnte Waterbölles den Beratervertrag von Herrn Sonnenschein veröffentlichen. Er liegt sicherlich schon vor.

Heike Koch-Eschweiler am :

Der Städtebauliche Vorvertrag liegt auf folgender Internetseite als pdf-Dokument vor: http://l.hh.de/JiLIJM

Peter Maar am :

Das DOC Blume wurde nicht nur von der grünen Regierungspräsidentin abgelehnt, sondern in erster Linie von dem dafür gesetzlich vorgesehenen Regionalrat bei der Bezirksregierung Düsseldorf, und zwar mit allen Stimmen von CDU, SPD, Grünen und FDP - einschließlich der Stimmen der drei Remscheider Vertreter. Und, sehr geehrte Frau Tirkkonen, wenn man Umweltverschmutzung und Flächenverbrauch vermeiden möchte, dann dürfte man überhaupt kein DOC bauen.

Eija Tirkkonen am :

Die Blamage mit den drei Remscheider Vertretern im Regionalrat hatte ich in der Tat schon wieder verdrängt. Allerdings waren schon vor dieser Abstimmung die Fronten klar und die ablehnende Haltung der Bezirksregierung samt der politischen Mehrheit in Düsseldorf. Umweltbelange stellten nur einen von vielen Gesichtspunkten bei der Abwägung über das DOC dar. Hier haben die Bürger durch ihr Votum für die wirtschaftliche Entwicklung Remscheids gesprochen.

K. Runge am :

Um den Ruf von Politikern ist es in der Öffentlichkeit schlecht bestellt. Bei einer 2011 veröffentlichten Befragung zum Vertrauen in 20 verschiedene Berufgruppen landeten Politiker mit lediglich neun % der Befragten, die ihnen vertrauen, weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Der gerade vom Rat der Stadt Remscheid mit nur drei Gegenstimmen bei 37 Ratsmitgliedern gebilligte sog. Vorvertrag mit dem Investor über die Errichtung eines DOC in Remscheid-Lennep liefert einen weiteren aktuellen Grund für fortschreitenden Vertrauensverlust. Im ersten Satz der Präambel des Vertrages wurde folgender Text unterschrieben: „Im Rahmen einer Bürgerbefragung am 16. Oktober 2011 haben die Remscheider Bürgerinnen und Bürger bei einer Wahlbeteiligung von 38,9 Prozent mit einer großen Mehrheit von 76,5 Prozent für die Errichtung eines DOC in Remscheid gestimmt.“ (Wer nachrechnet, kommt schnell zu dem Ergebnis, dass damals also lediglich 29,8 Prozent für die Errichtung eines DOC in Remscheid aller Wahlberechtigten für dieses DOC waren.) Wenn der Bürger im Amtsblatt der Stadt nachforscht, findet er, dass 2011 über: „Die mit „JA“ oder „NEIN“ zu beantwortende Frage lautet: „Soll in Remscheid im Bereich Blume/Felder Höhe ein Designer-Outlet-Center angesiedelt werden?“ abgestimmt wurde. Jeder, der sich vorurteilsfrei und realitätsgerecht mit den Folgen der DOC-Planung in Lennep auseinander setzt und diese mit den unvergleichlich besseren Bedingungen an der Blume/Felder Höhe gleichsetzt, begeht ein Täuschungsmanöver. Bei der Befragung zum DOC an der Blume/Felder Höhe wurde nicht über das geplante DOC in Lennep mit dessen Folgen abgestimmt. Wer in Verträgen unterschreibt, das DOC-Abstimmungsergebnis für die Blume sei gleichzusetzen mit einem Votum für Lennep, betreibt weiteren Vertrauensverlust.

Heike Koch-Eschweiler am :

Das sehe ich genauso! Um sicher zu stellen, dass die Mehrheit der Lenneper Bürgerschaft hinter dem DOC-Projekt steht, muss es eine Befragung nur der Lenneper Bürger geben, denn diese haben schließlich mit den Folgen zu leben.

Fritz Beinersdorf am :

DIE LINKE hatte für die Ratssitzung am 17.12.2012 den Antrag für eine Bürgerbefragung in Lennep gestellt. Dieser Antrag wurde von der Ratsmehrheit abgelehnt. Hier die Begründung für unseren Antrag: "Die Fragestellung zum Bürgerbegehren vom 16.10.2011 lautete explizit „ Soll in Remscheid im Bereich Blume/Felder Höhe ein Designer-Outlet-Center angesiedelt werden?“ Mittlerweile ist ein DOC an ganz anderer Stelle, im Bereich Röntgenstadion/Kirmesplatz in Lennep in Planung. Zu dieser neu eingetretenen Situation müssen unserer Meinung nach die Einwohnerinnen und Einwohner Lenneps mittels einer Einwohnerbefragung gehört werden. Sie sind es, die die durch das DOC entstehenden Belastungen (zusätzlicher Verkehr, Lärm, Abgase, Wegfall des Stadions und des Kirmesplatzes, usw.) zu tragen haben. Vor der Befragung brauchen die Menschen in Lennep Klarheit darüber, wo in Zukunft der Schul- und Vereinssport betrieben werden kann, wie der zusätzliche Verkehr in einer ohnehin beengten Situation zu und abgeleitet wird. Die Vereine brauchen Klarheit darüber, wo in Zukunft die Volksfeste stattfinden. Die Remscheider Bürger, die unter den Kürzungen leiden, die aus dem „Stärkungspakt“ und aus dem Haushaltssicherungskonzept hervorgegangen sind, brauchen Klarheit darüber, wer das ganze Projekt bezahlt. Es kann nicht angehen, dass kein Geld für Kinder, Jugendliche, Alte, Kultur, Bildung und Stadtteilarbeit vorhanden ist aber Geld für Infrastrukturmaßnahmen zugunsten eines schottischen Investor ausgegeben wird. Bevor weitere Schritte in diesem Projekt gegangen werden, müssen diese offenen Fragen lückenlos geklärt sein. Die Bürgerinnen und Bürger sind in den Entscheidungsprozess einzubinden bis sie letztendlich durch einen Einwohnerentscheid ihre Zustimmung zu diesem Projekt gegeben haben."

Heike Koch-Eschweiler am :

Liebe gewählte Volksvertreter, geht das Possenspiel jetzt etwa in den 2. Akt? Warum lassen sich, wie heute in der Presse zu lesen, trotz intensiver Zuhilfenahme von Frau Wildin keine Gesprächsprotokolle zwischen Herrn Sonnenschein und dem Investor auffinden? Ein Schelm, der Böses dabei denkt! Was ist dem Investor eventuell alles zugesagt und versprochen worden, wovon die ahnungslose Lenneper Bürgerschaft noch gar nichts ahnt? Um hier der brodelnden Gerüchteküche schnellstens entgegenzutreten, bedarf es einer völligen Offenlegung aller Zusagen seitens der Stadt an MCArthurGlen. Weiterhin muss den durch das DOC betroffenen Lenneper Bürgern die Möglichkeit zu Mitsprache und Veto eingeräumt werden! Der Zustand, den viele betroffene Anwohner momentan empfinden, kommt einer gefühlten Zwangsenteignung gleich. Und so, liebe Volksvertreter, geht man nicht mit seinen Wählern um!

Fraktion der CDU am :

Zur morgigen Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport möchte die CDU-Fraktion wissen, ob ein (grober) Zeitplan für die Baumaßnahmen am Röntgen-Stadion und in Hackenberg existiert, der die Phase des Abrisses des alten Stadions und den Neu- bzw. Umbau der bisherigen Sportstätten am Hackenberg beschreibt? Wo sollen die betroffenen Sportvereine während der Bauphase trainieren? Wo soll der Sportunterricht für die betroffenen Schulen stattfinden? In welcher Form werden die Betroffenen auf Seiten der Sportvereine und Schulen in die Entscheidungsfindung einbezogen? Begründung: „Aus Gesprächen mit den Betroffenen vor Ort ist der CDU-Fraktion und auch der interessierten Öffentlichkeit bekannt, dass der DOC-Zeitplan weite Teile des sportlichen Lebens in Lennep in Bedrängnis bringen könnte. Da zeitgleiche Bauarbeiten am Röntgen-Stadion und in Hackenberg geplant sind, sorgen sich die Vereine und Schulen um Ausweichquartiere. Die CDU-Fraktion hat von Anfang an den Standpunkt vertreten, dass wir uns mit Nachdruck für die Ansiedlung eines Designer Outlet Centers in Lennep einsetzen müssen. Wir haben jedoch auch von Anfang an betont, dass es unabdingbar ist, die Vereine (und Schulen im Rahmen des Schulsports) umfänglich in den Prozess einzubinden, um einen möglichst breiten Konsens herzustellen und die bauliche Übergangszeit für die Schulen und Vereine so reibungslos wie möglich zu gestalten.“ Anfrage Nr. 2: Wann ist mit detaillierten Planungen für die Bauarbeiten am Röntgen-Stadion und in Hackenberg zu rechnen? Hat die Verwaltung bereits Planungsaufträge vorbereitet? Mit welcher Bausumme in Gänze rechnet die Verwaltung, um die Planungen umzusetzen? Begründung: „Bisher gab es nur grobe Planungsskizzen für die erwähnten Baumaßnahmen. Falls inzwischen konkretere Planungen vorliegen, sollten diese zunächst im zuständigen Ausschuss vorgestellt und diskutiert werden.“

CDU-Fraktion am :

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Wilding, am 20. September haben wir eine Mail von Herrn Stadtdirektor Mast-Weisz erhalten, die auch Ihnen zugestellt wurde. In dieser Mail kündigt Herr Mast-Weisz an, dass er in den nächsten Tagen / Wochen in seinen Funktionen als Stadtdirektor / Kämmerer / Schul- und Sozialdezernent wahrscheinlich ausfallen wird. Dies könnte bedeuten, dass Herr Mast-Weisz ggf. auch an der Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport am 02. Oktober 2013 nicht teilnehmen kann. Wie Sie wissen, haben wir bereits für die Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport am 14. März 2013 zwei Anfragen zur geplanten Verlagerung der Sportstätten in Lennep im Rahmen der DOC-Planungen gestellt. Diese sind nach 6 Monaten bis heute von der Verwaltung noch nicht beantwortet worden. Im Falle der krankheitsbedingten Abwesenheit von Herr Mast-Weisz in der Sitzung des Ausschusses für Schule und Sport am 02. Oktober bitten wir Sie, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, als alleinige Projektverantwortliche Stellung zu beziehen und den Mitgliedern des Ausschusses zu den Verlagerungsplänen Rede und Antwort zu stehen. Wie aus der Presse zu entnehmen war, haben von Verwaltungsseite aus ja bereits erste einschlägige Gespräche mit dem Stadtsportbundvorsitzenden Reinhard Ulbrich stattgefunden. Die CDU ist der Ansicht, dass bei diesem wichtigen Thema auch die Bürgerschaft und alle betroffenen Vereine einen Anspruch auf transparente Informationen haben. Auf diesem Wege bitten wir Sie, Herrn Mast-Weisz unsere besten Wünsche für eine baldige Genesung zu übermitteln.

Michael Heimlich am :

Das DOC in Lennep und die Folgen für den Vereins-, Schul- und Breitensport. Die Bilanz: Nach dem gegenwärtigen Planungsstand werden nach dem Niedergang des Röntgenstadions zugunsten des DOC zwei den Wettkampfbedingungen entsprechende Sportplätze wegfallen sowie- auch nicht zu vergessen - die Turnhalle der kath. Grundschule, die u. a. z.Z. auch von div. Vereinsportgruppen (Volleyball etc.) genutzt wird. Statt in Summe drei wettkampftauglicher Sportplätze verbleiben somit zukünftig nur noch zwei am neuen Stadionstandort Hackenberg. Betroffen von diesem Zukunftsszenario sind nicht nur die Jugend- u. Seniorenmannschaften des FC Remscheid, VFL Lennep, SG Hackenberg sondern auch Betriebssportvereine sowie der Schulsport. Über zusätzliche evt. noch wegfallende Breitensport- u. Grünflächen am Hackenberg zugunsten auch hier neu zu schaffenden umfangreichen Parkraumes darf noch spekuliert werden. Schon hier wird deutlich: Dieses um ein Drittel reduzierte Sportflächenangebot wird nicht nur die Lenneper Sport-Aktiven treffen, sondern auch Verlagerungen im gesamten Stadtgebiet Remscheid nach sich ziehen müssen. Das Zukunfts-Szenario: Die Verteilung dieses reduzierten Sportflächenangebotes in Lennep hinsichtlich Trainingszeiten, Spielplänen, Kabinenbelegungen wird, um allen Betroffenen gerecht zu werden, eine undankbare Managementaufgabe des jeweiligen verwaltenden Vereines werden. Bekanntlicherweise finden ja Meisterschaftsspiele i.d.R. am Sa. bzw. So. statt. Angesichts dieser um ein Drittel, reduzierten zeitlicher Kapazitäten, wird man nicht umhin kommen, ohne zusätzlichen Sport-Reise-Tourismus in Remscheid zu erzeugen, Spielansetzungen am Hackenberg auch in die Frühstunden bzw. späten Abendstunden der Wochenenden zu verlegen. Denn unter der Woche wird es nach einem sieben bis acht Stundenschullalltag ohnehin schon schwierig werden, den Trainingsbetrieb der Vereine für alle Beteiligten, insbes. Schüler, aufrecht zu erhalten.An Veranstaltungs-Wochenenden, z.B. dem Pfingstturnier der SG Hackenberg bzw. dem Röntgenlauf werden in Lennep wohl überhaupt keine anderen Sportwettkämpfe bzw. -spiele stattfinden können. Nur Zweck-Optimisten können in diesem Szenario, als unmittelbare Auswirkung des neuen DOC-Standortes, eine für den Vereins-, Schul- und Breitensport optimierte Lösung sehen. Übrigens: Im Lehrplan Sek I für Sportunterricht in NRW wird ausgeführt, dass die im Sportunterricht erworbene Handlungskompetenz Grundlage dafür ist, dass Schülerinnen und Schüler eine eigene bewegungs- und sportbezogene Identität ausbilden können. Frage an den Rat der Stadt Remscheid: Wie und wann gedenken Sie denn, angesichts des o.a. skizzierten Szenarios, die bisher in Schulen und Vereinen (u.a. durch ehrenamtliche Mitarbeiter) geleistete Motivationsarbeit hinsichtlich lebenslangen Sporttreibens auch in Lennep mit entsprechender Bereitstellung von genügenden Sportflächen nachhaltig zu unterstützen?

Chronist am :

Mit der geplanten Errichtung eines Designer Outlet Centers in Lennep ist bekanntlich die Verlegung des Standortes der Katholischen Grundschule Am Stadion verbunden, da das Gelände der Schule für das Großprojekt benötigt wird. Die Schule soll in das demnächst frei werdende Gebäude an der Leverkuser Straße umziehen, in dem zurzeit die Förderschule Pestalozzi untergebracht ist. Die Elternschaft der KGS Am Stadion befürchtet nun, dass sich die Schule durch den Umzug sowohl vom Gebäude als auch vom Schulgelände her deutlich verschlechtern werde. Für morgen um 9.30 Uhr hat die Schulpflegschaft lädt Sie daher zu einem Pressetermin in die Schule eingeladen. Dort wollen dann Kinder und Eltern für eine Beibehaltung des hohen Standards demonstrieren, der durch jahrelange Eltern-Lehrer-Initiativen an der Schule erreicht worden sei.

Kath. Gemeinschaftsgrundschule „Am Stadion“ am :

Am 10. Juli bekräftigten die Eltern der KGS am Stadion ihre Forderungen gegenüber der Stadt Remscheid nach einem gleichwertig ausgestatteten Standort der Grundschule an der Leverkuser Straße, sollte es zur Erbauung des Designer Outlet Centers kommen. Die Stadtverwaltung bot daraufhin einen Besichtigungstermin des möglichen neuen Standortes an. Diesen Termin nahmen Anfang September Vertreter der Elternpflegschaft, der Vorstand des Schulvereins der Kath. Grundschule zusammen mit Schulleitung und den zuständigen Mitarbeitern/-innen der Stadt Remscheid wahr. Sie konnten sich davon überzeugen, dass das Schulgebäude und die Räumlichkeiten in der Leverkuser Straße den aktuellen baulichen Standards entsprechen. Seitens der Stadt wurde ausdrücklich versichert, dass die notwendigen Renovierungs- und Umgestaltungsarbeiten, die zum Betrieb einer Grundschule und der dazugehörigen offenen Ganztagsschule erforderlich sind, nach Freiwerden des Gebäudes umgehend durchgeführt werden. Selbstbewusst kann die KGS trotz offener Standortfrage für die garantierte Qualität ihres Konzeptes werben, das nicht nur durch die Räumlichkeiten und die Ausstattung, sondern insbesondere durch die Kompetenz aller Fachkräfte gewährleistet wird, um viele Eltern davon zu überzeugen und für die Schulanmeldung zu gewinnen. Dagmar Effey, Vorsitzende; Gabriele Roth, stellvertr. Vorsitzende

Susanne Jakobeit am :

Als persönlich betroffene Eltern möchten wir aus langjähriger Erfahrung noch einmal unterstreichen, dass die KGS am Stadion in einer konstant sehr guten Qualität alle Grundschulkinder auf die weiterführenden Schulen vorbereitet. Es wäre eine Schande, wenn aufgrund der verfehlten und irreführenden Informationspolitik unserer Stadt RS die Anmeldezahlen der Erstklässler in diesem Jahr einbrechen würden. DOC hin oder her, so kann man als verantwortliche Stadtführung nicht mit einer Grundschule umgehen. Eltern, Lehrer und Schüler demonstrieren immer wieder in eindrucksvoller Weise (wie zuletzt am "Tag der offenen Tür" am 21.9.13) wie intaktes Schulleben funktioniert. Schauen Sie doch auch mal auf der Homepage der KGS am Stadion, was hier so los ist, und entscheiden Sie sich FÜR eine Anmeldung ihres Kindes.

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