Skip to content

Ohne Landeszuschüsse kein Ausbau der Freiheitstraße

Freiheitstraße mit zwei Kreisverkehren und ohne Ampeln?“, titelte der Waterbölles am 7. Oktober 2011, nachdem die W.i.R.-Fraktion gegen den Vorschlag der Verwaltung, auf der Freiheitstraße im Zuge des geplanten Rückbaus auf zwei Spuren ein dort Tempolimit von 30 km/h zu verhängen, protestiert und einen Gegenvorschlag gemacht hatte: Rückbau auf zwei Spuren (breiter als bisher) Ja, aber mit zwei Kreisverkehren (Blumenstraße und Amtsgericht) und ganz ohne Linkabbieger (zusätzlicher Parkraum!) bei gleichzeitigem Verzicht auf neue, ohnehin kaum finanzierbare Ampelanlagen. „Die Kreisverkehrslösung ist betriebswirtschaftlich unschlagbar,“ betonte der Fraktionsvorsitzende Wieland Gühne damals. Seitdem mussten sich die „freien Wähler“ in Geduld üben. Denn das von der Stadt Remscheid im Januar 2012 bei der Brilon, Bondzio und Weiser Ingenieurgesellschaft mbH in Auftrag gegebene Gutachten ließ auf sich warten. Inzwischen liegt es der Politik vor, und in der morgigen Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid wird es Verkehrsplaner Dr.-Ing. Frank Weiser persönlich erläutern. Die Kernpunkte wirken gegenüber dem Konzept der W.i.R. eher mickrig:

  • Rückbau der Freiheitstraße zwischen Brucher Straße und Blumenstraße auf je einen Fahrstreifen pro Richtung und Reduzierung der Fahrbahnbreite mit der Einschränkung der Verwaltung, dass über die Fahrbahnreduzierung erst „nach Vorliegen aller relevanten Planungs- und Finanzierungsunterlagen zu entscheiden“ sei.
  • Anlage eines „Grünstreifens in Mittellage“ zwischen Klein-Becker-Straße und Brucher Straße. Weitere Grünstreifen sollen in der Ausbauplanung als Mittelstreifen geprüft werden.
  • Im Rahmen der Planungen soll versucht werden, weitere Bereiche als Lieferzonen auszuweisen
  • Koordinierung und somit Optimierung der Ampelanlagen im Hinblick auf einen besseren Verkehrsfluss
  • Flexibilisierung der Lichtsignalsteuerung (Verkehrsabhängigkeit, Rückstauüberwachung, Anforderungsschaltung für Fußgänger) an den einzelnen Knotenpunkten.

Im Gutachten wird dazu ausgeführt, „dass auf der Freiheitstraße im Vergleich zur heutigen Verkehrssituation eine spürbare Verflüssigung des Verkehrs erreicht werden kann und die durch den Straßenverkehr verursachten Schadstoffemissionen reduziert werden können.“ Die Freiheitstraße und speziell die einzelnen Knotenpunkten würden durch die vorgeschlagenen Maßnahmen leistungsfähig; der Verkehr könne im Gegensatz zu heute „mindestens ausreichend“ abgewickelt werden. Auch der Verkehr aus den Nebenrichtungen werde künftig flüssiger fließen. Mit der Bezirksregierung sei nunmehr nach vorheriger Kostenermittlung (Mittel stehen im Haushalt 2013/2014 nicht zur Verfügung) abzustimmen, so die Verwaltung, „welche städtebaulichen Fördermöglichkeiten, die sich … sicherlich auf die Begrünungsmaßnahmen auf der Freiheitstraße bzw. im Bereich der Kraftstation beschränken werden, gegeben sind. Des Weiteren ist zu klären, ob Fördermittel … für die Optimierung der Signalanlagen bzw. für eine grundlegende Fahrbahnerneuerung zur Verfügung gestellt werden können.“

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Chronist am :

Das Thema "Freiheitstraße" musste gestern von der Taagesordnung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid genommen werden. Verkehrsplaner Dr.-Ing. Frank Weiser, der die Ausbaupläne erläutern sollte, war erkrankt.

Chronist am :

Dafür referierte Verkehrsplaner Dr.-Ing. Frank Weiser dann am vergangenen Dienstag im Bauausschuss. Und fasste seinen Vortrag so zusammen: • Das Verkehrsaufkommen auf der Freiheitstraße lässt sich aufgrund mangelnder Alternativrouten nicht reduzieren. Dennoch kann mit Hilfe einer umfassenden Anpassung der Signalprogramme und deren Koordinierung eine spürbare Verflüssigung des Verkehrs erreicht werden. • Nach Realisierung der Maßnahmen kann mit einer Reduzierung der durch den Straßenverkehr verursachten Schadstoffemissionen gerechnet werden. • Eine Reduzierung der Fahrbahnbreite ist aus Leistungsfähigkeitsgründen nur begrenzt zwischen der Brucher Straße und der Blumenstraße möglich. • Das Verkehrsaufkommen auf der Freiheitstraße lässt sich aufgrund mangelnder Alternativrouten nicht reduzieren. • Unter Berücksichtigung der Verkehrsstärken und der vorhandenen Platzverhältnisse sind Kreisverkehre nicht umsetzbar. Auf Antrag der SPD wurde der Tagesordnungspunkt "Verkehrstechnische Untersuchung zur Umgestaltung der Freiheitstra0e" gestern im Haupt- und Finanzausschuss nicht abschließend behandelt; man habe noch Beratungsbedarf. Den sieht auch die CDU.

Chronist am :

Für die von den Verkehrsgutachtern vorgeschlagene Variante 3 votierten gestern die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses. Allerdings lasse diese Variante noch so viel Spielraum, dass es sinnvoll sei, die „Varianten innerhalb dieser Variante“ noch einmal genauer darzustellen.

Chronist am :

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt Remscheid wünscht sich die SPD-Fraktionen von der Verwaltung einen mündlichen Zwischenbericht zum Stand des geplanten Ausbaus der Freiheitsstraße. Einen entsprechenden Antrag hat Ende vergangener Woche SPD-Sprecher Ernst-Peter Wolf gestellt.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!