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Zahl der Senioren wächst beständig

Es dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben: Die Menschen werden immer älter, und die Geburtenrate geht weiter zurück. „Sterben die Deutschen aus?“ war kürzlich die Schlagzeile in einer deutschen Tageszeitung. Soweit ist es noch nicht. Aber fest steht: Künftig werden immer mehr alte Menschen immer weniger jüngeren Menschen gegenüberstehen. Zitat aus dem „Armutsbericht“ der Stadt Remscheid: „Der Anteil der Bevölkerung im Alter von 65 und mehr Jahren ist bereits heute wesentlich größer als noch vor zehn Jahren, und in Nordrhein-Westfalen wird im Jahr 2050 nach dem Sozialbericht NRW 2004 bereits jeder dritte Einwohner älter als 65 Jahre alt sein.“ In Remscheid lebten am 21.12.2003 genau 22.470 Menschen, die 65 Jahre und älter waren.

Nach einer demographischen Prognose des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik (LDS NRW) wird die Bevölkerungsentwicklung älterer Menschen in Remscheid folgendermaßen aussehen:

 Daraus ergibt sich für die kommenden Jahre trotz eines Rückgangs der Gesamtbevölkerung (bis zum Jahre 2015 auf 114.200) eine wachsende Zahl älterer Menschen, insbesondere in der Altersstufe der über 70jährigen. Die Folge: Eine wachsende Nachfrage nach ambulanten oder stationären Pflegeleistungen unterschiedlichster Art.

 

                              Jahr 2000            2002                 2010                   2015                   2020

60 - 64 Jahre        8.846 (7,20 %)    8.902 (7,50 %)    6.300 (5,53 %)      6.700  (6,04 %)     7.300  (6,79 %)

65 - 69 Jahre        6.414 (5,22 %)    6.728 (5,67 %)    7.300 (6,41 %)      5.800  (5,23 %)      6.100  (5,67 %)

70 - 74 Jahre        5.526 (4,50 %)    5.412 (4,56 %)    6.900 (6,06 %)      6.500  (5,86 %)      5.200  (4,84 %)

ab 75 Jahre          9.326 (7,59 %)    9.483 (7,99 %)   10.600 (9,31 %)   12.400 (11,18 %)    13.300 (12,37 %)

( Prozentwerte in Klammern =  Anteil an der Gesamtbevölkerung Remscheids)

 

Im Dritten Altenbericht der Bundesregierung festgestellt, dass ältere Menschen heute in besserer gesundheitlicher Verfassung, mit höheren Qualifikationen und mit besserer materieller Absicherung als frühere Generationen ihren „Lebensabend“ verbringen, dass sie vielfach ehrenamtlich Verantwortung übernehmen und so einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren des Gemeinwesens leisten. Das heißt aber nicht, dass es keine Altersarmut mehr gäbe. Bedroht davon sind insbesondere Menschen, die in ihrem Berufsleben wenig verdient haben oder die oft arbeitslos waren bzw. gar nicht erwerbstätig. Der städtische „Armutsbericht“ stellt in diesem Zusammenhang ältere Frauen als eine „oft problematische Gruppe“ vor, die aufgrund der Kindererziehung keine oder nur unzureichende eigenständige Rentenansprüche hätte aufbauen können. Auch sei ihr Verdienst meist geringer gewesen als das von Männern, was sich auf die Rentenansprüche entsprechend negativ auswirke. Neben „offener“ Armut gibt es auch eine„verschämte“: Aus Angst vor einem Rückgriff des Sozialamtes auf die Kinder manchen viele ältere Menschen ihre Unterhaltsansprüche nicht geltend. Auffallend ist ferner, dass sich älterer Menschen nicht deutscher Herkunft finanziell vergleichsweise schlechter stehen als Deutsche.

Mit dem Alter steigt die Pflegebedürftigkeit. Der überwiegende Anteil älterer Frauen und Männer könne jedoch bis ins hohe Alter hinein ein weitgehend selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung führen, stellt der „Armutsbericht“ fest. Als Schwerpunkte der Seniorenpolitik nennt der Bericht die Förderung selbstverantwortlicher Teilhabe der alten Menschen am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben (Bildungs-, Sport- und kulturelle Angebote für Senioren) sowie die Schaffung seniorengerechter Wohnangebote im gewohnten Umfeld. Auch seien die den speziellen kulturellen, familiären und religiösen Identitäten von Migranten zu berücksichtigen (mit gezielten Beratungs- und Pflegeangebote).

Am 1. Juli 2003 gab es in Remscheid in zehn Pflegeeinrichtungen insgesamt 861 vollstationäre Pflegeplätze (Auslastungsgrad 99 %); darüber hinaus bestand noch ein Bedarf an weiteren 209 Heimplätzen. Es fehlten zum damaligen Zeitpunkt also drei bis fünf Heimen (Investitionssumme insgesamt ca. 20 Millionen Euro). Hinzu gekommen ist seitdem das Altenheim auf dem ehemaligen Mannesmann-Gelände an der Burger Straße.

Die Zahl der altengerechte Wohnungen in Seniorenwohnanlagen („Betreutes Wohnen“) in 2003: 463. Der errechnete Bedarf an derartigen Wohnungen, in denen die Senioren möglichst selbständig wohnen können, ist weit höher. (Siehe die Pläne der GEWAG für ein neues Seniorenwohnheim auf dem Hasenberg.)

Zum Stichtag 01.07.2003 erhielten 644 Remscheider (und damit zwei von drei Heimbewohnern) Sozialleistungen und/oder Pflegewohngeld, weil die Leistungen der Pflegeversicherung und eigenes Einkommen/Vermögen zur Deckung der Heimkosten nicht ausreichten - Remscheider, die entweder in Remscheid selbst oder auswärts (2002: 281)  in einem Heim lebten. Im Jahr 2003 ergaben sich so für den Landschaftsverband Rheinland  Ausgaben in Höhe von 3.366.203 Euro. Für Pflegewohngeld gab die Stadt Remscheid im gleichen Jahr 2.520.596 Euro aus. „Kosten der Pflege - was Sie zur Finanzierung wissen sollten und was die Pflegekasse zahlt“ sind die kostenlosen Informationsveranstaltungen überschrieben, die die Pflegeberatung der Stadt Remscheid regelmäßig für Senioren und Familienangehörige anbietet. (Infos unter Telefon 16-2740 und 16-2744).

Trackbacks

waterboelles.de am : Städtische Altenheime suchen "strategischen Parrtner"

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Die Zahl der Senioren wächst beständig, dennoch waren in den ersten vier Monaten dieses Jahres in den beiden Altenheimen der Stadt Remscheid – Stockder-Stiftung (Vieringhausen) und „Haus Lennep“ unerwartet viele Heimplätze nicht besetzt. Der Bericht, den

Kommentare

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Karl Heinz Christians am :

Gestern war ich bei einer Verkaufsveranstaltung. Ein doppelstöckiger Bus fuhr uns bis Dülmen. Der Schwerpunkt dieser Veranstaltung war das [...]enzym, ein Nahrungsergänzungsmittel. Eine 36 Jahre alte Dame wurde nicht mitgenommen, der Fahrer hatte Anweisung, dass alle Fahrgäste über 40 sein sollten. Bei der Verkaufsshow gab es einen Rabatt von 700 €uro auf die Jahresmenge von 180 Portionen, so dass "nur noch" 998 € zu zahlen waren. Sie glauben gar nicht, wie viele Remscheider das gekauft haben. Heute habe ich mir 150 Kapseln für 18,99 €uro bei [...] bestellt. Wenn das alles so stimmt und wir das noch über 30 Jahre nehmen, werden wir bestimmt alt.

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