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Allheilmittel „Kreisverkehr“ ?

In Großbritannien waren ausreichend große und damit verkehrssichere Kreisverkehre schon in den 60er Jahren selbstverständlich, da kannten deutsche Verkehrsplaner sie kaum. Nun, 40 Jahre später, tastet man sich auch in Remscheid zunehmend an dieses Verkehrskonzept heran. Die Miniaturausgabe eines Kreisverkehrs ist inzwischen auf der Fichtenstraße zu besichtigen. Im Gespräch ist ein Kreisverkehr in Vieringhausen (Sparkassenfiliale) und an der Erdelenstraße (Fort Blücher). Wie an so vielen Dingen scheiden sich auch an Kreisverkehren die Geister. Contra: Der Sparzwang der Stadt, möglicherweise mehr Lärmbelästigung und fehlender Bedarf. Pro: Die relativ geringe Unfallhäufigkeit gegenüber dem bisherigen Kreuzungsbereich. Ich will nicht verhehlen, dass ich aufgrund meiner Erfahrungen in England ein Freund von Kreisverkehren bin - wenn sie den notwendigen Durchmesser haben. Ein „grüner Fleck“ in der Mitte in Größe eines Kanaldeckels reicht da nicht aus. Wie sehen Sie das?

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Kommentare

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Heinz-E. Boden am :

Als Autofahrer wünsche ich mir mehr Kreisverkehr in Remscheid, denn am Kreisel muß ich nach meiner Erfahrung meistens nur kurz oder überhaupt nicht warten. Die "Spielregeln" für das Befahren sind einfach und einsichtig, und der Verkehr bleibt flüssig. Nachts brauche ich nicht sinnlos lange "rotsehen". Ein Allheilmittel sind die "Kreisel" natürlich nicht - Allheilmittel gibt es halt generell leider nur in Wunschträumen. Groß genug müssen die "Kreisel" auf jeden Fall sein, sonst bleibt es eine verstümmelte Kreuzung. Und Kreisel an vielen Nebenstrasseneinmündungen hintereinander, das macht auch keinen Sinn, wie im Tessin erfahrbar. Dass ein Kreisverkehr nur ohne Ampelanlage ein echter Kreisverkehr ist, sollte man eigentliche nicht erwähnen müssen - in Remscheid aber vielleicht doch ;-).

Karl Heinz Christians am :

Auch ich bin für Kreisverkehr, aber nicht überall.Wenn und aber sind zu berücksichtigen. An der Solinger Straße ist meines Erachtens ein Kreisverkehr nicht erstrebenswert, da der Schwerlastverkehr am Berg anfahren muß. Dort, wo einseitig viel Verkehr zu erwarten ist, haben andere Einmündungen kaum eine Chance. Bei spitzen Einmündungen (wie Erdelenstr.) kann ein Kreisverkehr ganz nützlich sein.

Frank Schneider am :

Einen Kreisverkehr an der Kreuzzung Erdelenstraße/Ronsdorfer Straße halte ich nicht für sonderlich sinnvoll, denn bisher habe ich dort nie längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Kreisverkehre an sich machen Sinn, aber an solcher Stelle ist das einfach Geldverschwendung. Der Hinweis, dass dieses Geld nicht anderswo verwendet werden kann, weil es der Nahverkehrspauschale entnommen wird und das Land den Rest zuschießt, zieht nicht. Nur weil man das Geld nicht anderswo sinnvoller ausgeben kann, heißt das noch lange nicht, dass man es sinnlos ausgeben muss. Nicht ausgegebenes Geld ist gespartes Geld, und das ist angesichts der Finanzlage von Kommune und Land ja gar nicht so verkehrt.

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