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Schulkonferenz der GHS Wilhelmstraße gegen Schließung

„Mit großem Bedauern haben das Kollegium und die Elternschaft der GHS Wilhelmstraße den Beschluss der Stadt Remscheid (Anm.: Hauptausschuss) zur zukünftigen Auflösung zur Kenntnis genommen. Dass aufgrund zurückgehender Schülerzahlen zukünftig Schulen geschlossen werden müssen und Hauptschulen für viele Eltern nicht die für ihre Kinder gewünschte Schulform ist, bleibt unbestritten. Was die Schulkonferenz der GHS Wilhelmstraße aber irritiert und auch verärgert hat, ist die Vorgehensweise der Stadt Remscheid beim Anmeldeverfahren mit zum Teil nicht gleichen Bedingungen für alle Schulformen und die Art der Darstellung, was einzelne Schulformen unterscheidet bzw. auch nicht unterscheidet.

Zur Vorgeschichte: Der Rat der Stadt Remscheid hatte beschlossen, eine Sekundärschule zu errichten. Laut Vorgaben der Bezirksregierung musste dafür aber mindestens eine Hauptschule geschlossen werden und die neu zu gründende Schule mindestens 75 Anmeldungen erreichen. Der GHS Wilhelmstraße wurde in diesem Zusammenhang untersagt, für das kommende Schuljahr integrative Kinder aufzunehmen, obwohl es seitens der Grundschulen schon viele Anfragen gegeben hat. Anzumerken ist dabei, dass die Hauptschule Wilhelmstraße seit vielen Jahren erfolgreich integrative Klassen unterrichtet (zur Zeit sogar durchgängig in jeder Jahrgangsstufe), Diesen Schülerinnen und Schülern wurde nun auf Wunsch des Schulamtes von den Grundschulen empfohlen, sich auf der Sekundärschule anzumelden (Die Zahl 75 musste ja erreicht werden.).

Der Anmeldezeitraum für alle Schulformen beträgt drei Tage, nur für die Sekundärschule gab es ein mehr oder weniger durchgängiges Anmeldeverfahren vom 4.2. bis 15.3.2013. Zusätzlich sollten die Grundschulen noch für diese Schulform werben. Sogar Flyer wurden bereitgestellt. Am Ende des Anmeldezeitraums hatten sich an der GHS Wilhelmstraße 16 und an der Sekundärschule 69 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Damit hatten beide Schulen ihr Minimum nicht erreicht. Doch seitens der Stadt wurde argumentiert, dass man den Elternwillen bei der Sekundärschule berücksichtigen müsse, zumal noch mehrere Kinder von ihren Eltern an keiner Schule angemeldet worden waren.

Das Aus für die GHS Wilhelmstraße wurde dem Kollegium schon einen Tag nach Anmeldeschluss mitgeteilt. Während des gesamten Anmeldeverfahrens wurden die angeblichen Vorteile einer Sekundärschule immer wieder erwähnt:

  • Längeres gemeinsames Lernen: 1/3 Kinder mit Gymnasialempfehlung, 1/3 mit Realschulempfehlung und 1/3 mit Hauptschulempfehlung
  • Kleine Klassen
  • individuelle Förderung
  • Bei Qualifikation garantierte Annahme an der Oberstufe einer weiterführenden Schule (Gymnasium oder Gesamtschule)
  • Alle Abschlüsse der Sekundarstufe I sind möglich.

Insgesamt stellt sich für die Schulkonferenz der GHS Wilhelmstraße nun die Frage, worin der Unterschied denn tatsächlich besteht:

  • Längeres gemeinsames Lernen gibt es auch hier.

Anmerkung: Nach unseren Informationen haben sich keine Kinder mit Gymnasialempfehlung und nur relativ wenige (acht) mit Realschulempfehlung an der Sekundarschute angemeldet.

  • Aufgrund einer guten Organisation und langjähriger Erfahrung gibt es an der GHS Wilhelmstraße tatsächlich kleine Klassen.

Anmerkung: Bei einer mittlerweile gestiegenen Anmeldezahl wird sich die kleine (?) Klassengröße an der Sekundärschule auf 30 belaufen.

  • Individuelle Förderung gibt es an der GHS Wilhelmstraße schon seit langer Zeit, wobei beispielsweise alle auch vom Unterricht in integrativen Klassen profitieren. Entsprechende Konzeptionen liegen vor und müssen nicht erst noch am „grünen Tisch" entwickelt werden.
  • Alle Schülerinnen und Schüler der GHS Wilhelmstraße bekamen in der Vergangenheit bei entsprechender Qualifikation ohne Probleme einen Platz in der gymnasialen Oberstufe (meist einer Gesamtschule).
  • Auf der GHS Wilhelmstraße sind die gleichen Abschlüsse (ohne Unterschied) wie an einer Sekundärschule zu erreichen.

Anmerkung: In den letzten Jahren haben jeweils über 40 Prozent eines Jahrgangs an der GHS Wilhelmstraße den Realschulabschluss erreicht. Insgesamt stellt sich für die Schulkonferenz der GHS Wilhelmstraße deshalb die Frage, inwiefern sich die Sekundärschule in Remscheid bei fast gleicher Klientel außer im Namen überhaupt von unserer Hauptschule unterscheidet und ein lange gewachsenes, erfahrenes Kollegium aufgelöst wird? Aber die Entscheidung ist gefallen. Dennoch war es für die Schulkonferenz wichtig, die teilweise nicht korrekte Darstellung des gesamten Verfahrens einmal deutlich anzusprechen. Die Schulkonferenz ist der Überzeugung, dass das Kollegium der GHS Wilhelmstraße auch weiterhin die zurzeit noch 420 Schülerinnen und Schüler zu einem guten, zu ihnen passenden Schulabschluss bringen wird.“ (Stellungnahme der Schulkonferenz der Gemeinschaftshauptschule Wilhelmstraße, den Mitgliedern des Rates in der gestrigen Sitzung von der Verwaltung zur Kenntnis gegeben)

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