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Leibniz-Gymnasium ist ab heute "Schule ohne Rassismus"

Großer Zuspruch zur 'Schule ohne Rassismus'. Foto: Lothar Kaiser

Seit dem heutigen Sportfest in der Dreifachturnhalle an der Klausener Straße darf das städtische Leibniz-Gymnasium offiziell den Titel "Schule ohne Rassismus- - Schule mit Courage" tragen. Verliehen wurde die Auszeichnung vom bundesweit aktiven Verein Aktion Courage e.V., der 1992 von Bürgerinitiativen, Menschenrechtsgruppen, Vereinen und Einzelpersonen aus allen gesellschaftlichen Bereichen und politischen Lagern als eine Antwort auf den gewalttätigen Rassismus in Mölln, Solingen, Hoyerswerda und Rostock gegründet worden war: „Wir schauen nicht weg. Diskriminierungen jeglicher Art sind ein Angriff auf die Menschenwürde. Deswegen wehren wir uns mit couragierten Aktionen gegen gewalttätigen und offenen Rassismus ebenso wie gegen unterschwelligen und alltäglichen Rassismus im Betrieb und auf Ämtern, in Schule und Universität, im Freizeit- und privaten Bereich, in Politik und Medien. Deswegen stellen wir uns den Herausforderungen unterschiedlicher Kulturen und Mentalitäten in unserem Land, indem wir diese analysieren, Lösungsansätze entwickeln und in problembezogenen Projekten einen Beitrag zu mehr Integration leisten.“

Der Verein mit Sitz in Berlin ist Träger des Projektes „von und für SchülerInnen, die gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, aktiv vorgehen und einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft leisten wollen.“ Voraussetzung dafür, dass eine Schule den Ehrentitel erhält, ist eine Unterschriftenliste, die von einer großen Mehrheit der Schüler/innen und Lehrer&/innen unterzeichnet worden ist. Darin erklären sie, sich dafür einzusetzen,

  • „dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden,
  • wenn an meiner Schule Gewalt, diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, künftig einander zu achten“, und die sich ferner dafür einzusetzen,
  • „dass an meiner Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.“

Dr. Thomas Giebisch, seit August 2010 Leiter des Leibniz-Gymnasiums, zeigte sich am Mittag „sehr stolz, dass unser Gymnasium nun auch im erlauchten Kreis der ‚Schule ohne Rassismus‘-Schulen mit dabei ist. Das ist eine große Auszeichnung für unsere Schule! Für die Einhaltung der drei Regeln (s. o.) habe sich an der Schule „eine  überwältigender Mehrheit“ entschieden. Ein schönes Beispiel, wie die Schule diese Prinzipien verwirklichen könne, habe sich bereits am 20.März 2013 gezeigt, „als eine große Anzahl von Schülerinnen, Schülern und Lehrern sich an der Protestkundgebung gegen rechte Gewalt an den Flüchtlingswohnheimen an der Klauser Delle wenige hundert Meter von hier beteiligten und damals den aufmarschierten rechten Populisten die kalte Schulter zeigten!“ Dem Grundgedanken des Projektes könnten aber auch einzelne Klassen treu bleiben, „indem wir alle akzeptieren, wie sie sind; indem wir andere Meinungen anhören und integrieren; indem wir aktiv gegen körperliche Gewalt, aber vor allem auch gegen verletzende Gewalt durch Worte vorgehen und diese nicht in unserer Klasse und Schule zulassen Solidarität mit denen, die nicht so stark sind wie wir, ist gefragt - und dazu ist die Auszeichnung ein erster Schritt; ein Signal, sich auf den Weg zu machen, alle in die Gemeinschaft des Leibniz-Gymnasiums zu integrieren!“

Der Dank des Schulleiters galt den Initiatoren: Jana George, eine der diesjährigen Abiturientinnen, den Sowi-Zusatzkurs der Stufe Q2+13 und Martina Cornelius, ihre Lehrerin für Sozialwissenschaften, in deren Unterricht das Projekt gestartet worden war. Es sei auf Nachhaltigkeit angelegt, betonte Giebisch: „In jedem Jahr werden Aktionen in unserer Schule stattfinden, die die Problematik Rassismus, Mobbing oder Mut zur Courage thematisieren. Vom neuen Schuljahr an werde das Projekt an einen Sozialwissenschaftskurs der Sekundarstufe II angebunden sein, um eine Kontinuität und Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

Als Pate für das Projekt konnte das Gymnasium Sebastian Hinze gewinnen, den Trainer des Bergischen Handballclubs 06 (bhc), „den leistungsstärksten Sportverein im Bergischen Land“ (Giebisch). Einmal im Monat werden zwei Spieler des Profikaders der „Bergischen Löwen“ in die Dreifachsporthalle kommen und mit der Handball-AG der 6. Bis 8. Klassen trainieren.

Dr. Thomas Giebisch, Leiter des Leibniz-Gymnasiums ( vierter von links) freute sich mit Sportlern des Bergischen Handballclubs 06 und den Initiatoren des Anti-Rassismus-Projektes über den neuen Ehrentitel für die Schule. Foto: Lothar Kaiser

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Waterbölles am : Leibniz: Vier Projekttage zum Thema "Rassismus"

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Pressemitteilung des Leibniz-Gymnasiums Im Rahmen des Programms „Schule ohne Rassismus“, für das sich unsere Schule einsetzt, veranstaltet das Leibniz-Gymnasium vor den Sommerferien vom 30. Juni bis 3. Juli vier Projekttage. Schülerinnen und Schüler

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Leibniz-Gymnasium am :

Am kommenen Montag bekommt die Handball AG des Leibniz-Gymnasiums zum ersten Mal Besuch von den beiden Profi-Handballspielern Maximilian Weiß und Benjamin Meschke vom Bergischen Handballclub. Die Zusammenarbeit im Rahmen von „Coole Schule“ sieht folgende Punkte vor: - einmal pro Monat kommen die uns zugeteilten Handballspieler und unterrichten die Schüler und Schülerinnen für 90 Minuten, - wir sind die einzige Schule in Remscheid, die für dieses Projekt ausgewählt wurde, - die SuS bekommen vom BHC Trikots für die AG, - es werden Freikarten für ein Spiel der ersten Handball Bundesliga gestellt. Die AG wird von Patrick Wende (Referendar) und Amelie Knippert (Schülerin) geleitet, die auch gleichzeitig in der ersten Juniorinnen-Bundesliga bei Borussia Dortmund Handball spielt. (Verena Leberling)

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