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Feuerwehr rettet sechs Menschen bei Kellerbrand

Pressemitteilung der Feuerwehr

Um 1:32 Uhr alarmierten mehrere Anwohner der Johann-Sebastian-Bach-Straße  die Feuerwehr, aufgeschreckt von starkem Brandgeruch und an der Fassade aufsteigenden Rauchschwaden. Als die ersten Einsatzkräfte nur sieben Minuten nach dem Notruf den Einsatzort in der engen innerstädtischen Straße erreichen, spielen sich dramatische Szenen ab: An den meisten Fenstern des viergeschossigen Wohnhauses stehen Menschen und rufen um Hilfe. Heißer, giftiger Brandrauch hat ihnen den Fluchtweg über das Treppenhaus abgeschnitten und ist bereits in einige Wohnungen eingedrungen. Auch auf der Gebäuderückseite warten Bewohner an Fenstern auf Hilfe. Die Einsatzleitung der Feuerwehr entscheidet das Gebäude vollständig zu räumen und setzt  alle Einsatzkräfte ausschließlich zur Menschenrettung ein. Drei 2-Mann-Trupps unter schwerem Atemschutz führen zwei durch so genannte Brandfluchthauben vor dem Qualm geschützte Hausbewohner durch das Treppenhaus ins Freie. Vier weitere Bewohner retten die Feuerwehrkräfte mit der Drehleiter, die aufgrund der Enge nur mit viel Geschick vor dem Gebäude in Stellung gebracht werden kann. Nach ihrer Rettung werden alle Bewohner durch den Rettungsdienst der Feuerwehr untersucht und versorgt. Glücklicherweise stellt sich heraus, dass alle Bewohner mit dem Schrecken davon gekommen sind, nur in zwei Fällen besteht der Verdacht einer Rauchgasvergiftung. Beide Bewohner lehnen jedoch den Transport in ein Krankenhaus ab.

Währenddessen gehen die Einsatzkräfte der Feuerwehr zur Brandbekämpfung in den Keller vor. Große Hitze macht es den Feuerwehrleuten dabei fast unmöglich, sich bis zum Brandherd in der Mitte des verwinkelten Kellers vorzukämpfen. Die enorme Belastung bringt auch die fittesten unter ihnen an ihre körperlichen Leistungsgrenzen. Ein Feuerwehrbeamter kollabiert nach seinem Einsatz unter Atemschutz und wird zur ambulanten Behandlung in das SANA-Klinikum transportiert. Mit drei Strahlrohren gelingt es den Einsatzkräften schließlich, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und nach und nach abzulöschen. Hierbei setzen die Feuerwehrleute insgesamt 32 Atemschutzgeräte ein.

Um den giftigen Brandrauch aus dem Gebäude zu entfernen, werden auch drei Überdruckbelüftungsgeräte eingesetzt, die den Rauch aus dem Gebäude herausdrücken. Dies ist auch in dem angrenzenden Nachbarhaus notwendig, da auch in dieses über offen stehende Fenster Brandrauch eindringen konnte. Messgeräte der Feuerwehr detektieren in allen Wohnungen eine erhöhte Kohlenstoffmonoxidkonzentration. Vorsorglich werden daher auch die Bewohner des Nachbarhauses durch den Rettungsdienst auf eine mögliche Rauchgasvergiftung untersucht, jedoch ohne Befund. Nach der Belüftung konnten die Bewohner des Nachbargebäudes wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Das Brandhaus gilt hingegen zunächst als unbewohnbar. (Neben der Berufsfeuerwehr waren die Freiwilligen Feuerwehren Hasten, Lennep und Nord vor Ort im Einsatz. Der Rettungsdienst wurde durch einen Rettungswagen (RTW) der Feuerwehr Wermelskirchen und einen RTW der Fa. Kießling unterstützt.) (Sebastian Wagner)

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Kommentare

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Chronist am :

Am kommenden Montag werden die Beamten der Kripo zusammen mit einem Sachverständigen die Ermittlungen hinsichtlich der Brandursache und entstandenen Schadenshöhe weiterführen. (aus dem Bericht der Polizei)

Chronist am :

Die Polizei geht bei ihren Ermittlungen inzwischen von Brandstiftung aus.

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