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Wilding im Forum: "DOC-Perspektiven sind nicht utopisch!"

„Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger, ich heiße Sie zur Bürgerinformationsveranstaltung zum DOC herzlich willkommen. Ziel der heutigen Veranstaltung ist es, Ihnen aus erster Hand zu berichten, was der Investor McArthurGlen mit der Errichtung eines Designer Outlet Centers plant, welche Auswirkungen das – aus städtischer Sicht – auf die gesamte Stadt und den Stadtteil haben wird und  wie diese Folgen konkret aus Sicht der Fachgutachter bewertet und eingeordnet werden. Mir ist – wie allen Beteiligten – bewusst, dass es bei einem Projekt dieser Größenordnung viele Fragen aufgeworfen werden. Mir ist auch bewusst, dass es hier in Lennep offene Fragen und auch kritische Einschätzungen zum Projekt selber gibt. Da ist die Frage der Verkehrsführung, der Umweltverträglichkeit und der Verlagerung der bestehenden Einrichtungen – also: Stadion, Schule, Feuerwehr und Veranstaltungsflächen. Ich versichere Ihnen, dass Stadtrat und Stadtverwaltung ihre Fragen und Kritikpunkte ernst nehmen und im Interesse der Stadt abwägen. Die heutige Informationsveranstaltung bietet die Plattform für einen offenen Dialog. Deshalb werden weitere Veranstaltungen folgen, in denen Sie über aktuelle Entwicklungen informiert werden und dazu eingeladen sind zu diskutieren. Wir gehen neue Wege. In einer frühen Phase der Planung – vor Beginn des im Baugesetzbuch vorgesehenen Beteiligungsverfahrens – wird das Projekt in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion gestellt. Warum gehen wir diese Wege? Das DOC ist eines der größten Planungsprojekte der zurückliegenden Jahrzehnte. Es greift in die Struktur Lenneps, der Gesamtstadt und der Region ein. Die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern kann sich deshalb nicht nur auf das gesetzliche Maß beschränken. Wir müssen deshalb neue Methoden entwickeln und erproben. Deshalb berichten wir heute Abend aus dem laufenden Verfahren, obwohl zahlreiche Ergebnisse der Gutachten noch ausstehen bzw. im weiteren Verfahren noch ergänzt und präzisiert werden. Angesichts der Bedeutung des Projektes für unsere Stadt ist allen Verantwortlichen – Rat und Verwaltung – besonders wichtig, Sie bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt zu informieren.

Warum ist das DOC von so großer Bedeutung für unsere Stadt? Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich sage, dass ich das DOC befürworte. Ich sehe darin eine große Chance für unsere Region – und das auch nach Abwägung möglicher Risiken. Wenn es gelingt das DOC im Einklang mit den Bedürfnissen und Erfordernissen der Beteiligten und Betroffenen zu entwickeln, dann ist das ein wichtiger Impuls für Remscheid.

Es ist ein Impuls für die Gestaltung des demographischen Wandels in unserer Stadt. Remscheid schrumpft um knapp 1.000 Einwohner jährlich. Unter den Fortzügen sind leider viele junge Menschen, die für Ausbildung und Arbeit die Stadt und die Region verlassen. Die Attraktivität Remscheids leidet – wie bei allen Städten im Bergischen – unter der Konkurrenz mit den Ballungsräumen an Rhein und Ruhr. Das DOC schafft Arbeitsplätze. (Gelächter und Zwischenruf „Wie viele macht es kaputt?“) Es verschafft Remscheid – und insbesondere Lennep – eine überregionale Bekanntheit und neue Anziehungskraft.

Es ist ein Impuls für Investitionen in Remscheid. Investitionen können nicht ausschließlich vom Staat oder der Stadt getätigt werden. Wir brauchen auch Privatinvestitionen, um die örtliche Wirtschaft zu beleben und damit neue Perspektiven zu eröffnen. Ich sehe darin auch große Chancen bestehende Leerstände in der Umgebung des DOC zu bekämpfen.

Das DOC ist ein solches Investitionsprojekt, das weitere Investitionen fördern hilft. Ich denke dabei beispielsweise an die Belebung der Lenneper Altstadt mit Gastronomie und Handel. Der Zustrom an Kunden hilft Räume für Kreativität und Ideen zu entfalten. Auch touristisch ist das Projekt nicht zu unterschätzen. Das Einkaufsverhalten der Menschen hat sich im Laufe der Zeit verändert. Einkaufen wird zum Erlebnis. Einkäufe in anderen Städten werden oft verbunden mit eine touristischen Programm. Es liegt an uns diese Verbindung in die Gesamtstadt und Umgebung zu schaffen. Es ist ein Impuls für den städtischen Haushalt und damit unser Gemeinwesen. Das DOC wird sich auf die Gewerbesteuer auswirken. Einerseits durch die Steuerzahlungen der 120 dort angesiedelten Geschäfte. Andererseits durch die Wirkung auf bestehende und neue Unternehmen und Betriebe rund um das DOC. Es wird zu einem höheren Anteil an der Einkommensteuer beitragen, der sich an der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten orientiert. Beispielsweise würden 450 Arbeitsplätze für in Remscheid wohnende Mitarbeiter aktuell eine Mehreinnahme von 800.000 Euro bedeuten.

Diese Perspektiven sind nicht utopisch. Die Erfahrungen anderer Städte lehren uns, dass ein DOC nachhaltig Impulse entfalten kann. Ich bin überzeugt, es kann auch in Remscheid gelingen, diese Entwicklung nachzuvollziehen. Dabei bin ich mir im Klaren darüber, welche Nachteile das DOC für unmittelbaren Anwohner haben kann. Es kommen mehr Menschen als bisher nach Lennep. Sie werden zusätzlichen An und Abreiseverkehr erzeugen. Auch werden wir traditionell angestammte städtische Einrichtungen verlagern müssen, um den für das Projekt erforderlichen Raum zu schaffen. Alles das wird in der Planung bedacht, abgewogen und berücksichtigt werden. Ich meine, wir sollten dem DOC eine Chance geben. Wir sollten mutig sein, Neues zu denken und Veränderungen nicht von vorne herein auszuschließen. Veränderungen bedeuten nicht automatisch Verschlechterungen, den es liegt in unserer Hand – in ihrer Hand genauso wie in der Hand von Rat und Verwaltung – sie zu gestalten. (Begrüßungsrede von Oberbürgermeisterin Beate Wilding in der gestrigen Bürgerversammlung im „Forum Hackenberg“) (Mit ihrer Rede erntete die OB viel Beifall)

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Kommentare

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Klaus Runge am :

Bei der DOC-Gutachtenvorstellung im Forum Hackenberg wurde an die Oberbürgermeisterin nach erläuternder Vorbemerkung folgende Frage gerichtet: „Wir haben jetzt hier Auszüge aus Gutachten gehört, die laut Presseinformationen in endgültiger Version erst im Lauf des November vorliegen sollen. Aus welchem Grund verabschiedet schon am 10.10. 2013 der Rat der Stadt Remscheid den Vertrag über den Verkauf der städtischen Grundstücke an den Investor, bevor die Ratsmitglieder diese für die Stadt und alle Bürger überaus wichtigen Gutachten ausführlich zur Kenntnis nehmen können?" Der Grund für diesen vorzeitigen Vertragsabschluss ging aus der umfangreichen Antwort nicht hervor.

Frank Rössler am :

Es kommt nicht oft vor, dass ich unserer Oberbürgermeisterin fast uneingeschränkt beipflichten kann. Die von Ihr vorgetragenen Argumente für ein DOC und die zukünftige Entwicklung unserer Stadt sind nach meiner Meinung genauso zutreffend wie die Zustandsbeschreibung der Fehlentwicklungen und Versäumnisse der letzten 30 Jahre. Die Rede von Frau Wilding zeigt aber auch die Abhängigkeit der weiteren Stadtentwicklung von diesem Mega-Projekt DOC. Obwohl Frau Wildung durchgängig um moderate Formulierungen bemüht ist und obwohl Sie den Kritikern des DOC das Gefühl vermittelt, dass sie ernst genommen werden, werden am Ende aller Planungen und der Projektumsetzung nicht zu bestreitende Nachteile für die unmittelbaren Anwohner des DOC normativ werden. Das DOC und seine massenhaft auftretenden Besucher werden neue Maßstäbe für das bisher mehr oder weniger beschauliche Lennep setzen. Trotzdem bin auch ich der festen Überzeugung, dass es zu der Realisation des DOC aus Sicht der Stadtentwicklung keine Alternative gibt. Ich kann und mag mir auch nicht vorstellen, dass im Grundsatz jetzt über vorläufige Gutachten öffentlich diskutiert wird, deren endgültige Fassungen damit nicht mehr korrespondieren. Das können und werden sich weder Politik noch Stadtverwaltung erlauben. Insofern hoffe ich, dass die Menschen in Remscheid und insbesondere in Lennep die Chance ergreifen, in positiver Weise auf die Planungen des Investors einzuwirken. Wir sollten das Angebot des konstruktiven Dialogs mit dem Investor annehmen und unsere Vorstellungen selbstbewusst und offensiv vortragen. Dieses Projekt braucht zum Gelingen ein positives Umfeld, das weiß auch der Investor. Als Remscheider Bürger müssen wir die Chancen erkennen, die sich für diese "sterbende" Stadt hier auftun.

Marita Friedrich am :

Zustimmen kann ich Ihnen Herr Rössler in dem Punkt, dass es Fehlentwicklungen und Versäumnisse bei der Stadt in den letzten Jahren gab. Doch bin ich überhaupt nicht der Meinung, dass diese Fehlentwicklungen und Fehlplanungen – nur - durch ein DOC wieder ausgeglichen werden. Frau OB Wilding erweckt bei mir nicht den Eindruck, dass sie die Sorgen und die Kritik der mehr und weniger betroffenen Bürger wirklich ernst nimmt, auch wenn sie es sagt. Auch finde ich es sehr schade, dass die DOC-Kritiker immer als Verhinderer gesehen werden. Was so nicht stimmt. All die gedanklichen Ansätze aus ihrer Richtung wurden überhaupt nicht wahr- und erst recht nicht ernst genommen. Keiner bestreitet, dass Lennep dringend „belebt“ werden muss, was auch immer der Einzelne darunter versteht. Ich fände es ja schon sehr schön, wenn ich wieder als Lenneper Bürger ganz normale Dinge wie Kinderkleidung, Spielsachen, Werkzeug, Haushaltswaren u.a.m. in ganz normalen Geschäften kaufen könnte. Dafür braucht man kein DOC. Doch wenn wir meinen, es kann nur ein Außenstehender uns dies bringen und bieten, schreiben wir uns selbst ein Armutszeugnis. Ich selbst finde, und mit mir viele andere, dass der Preis, den wir Bürger für das DOC bezahlen müssen (Aufgabe der Schule, Feuerwache, Stadion, Wegfall eines Teiles der Wupperstraße und vieler Parkplätze), einfach zu hoch ist und die Nachteile zu groß sind.

Frank Rössler am :

Lassen Sie mich noch einmal betonen, dass ich in der Vergangenheit mit kritischen Anmerkungen und Bemerkungen gegenüber unserer OB nicht sparsam war. Ob Frau Wildings Einlassungen in dieser Sache nur Lippenbekenntnisse sind oder nicht, vermag ich zur Zeit nicht hinreichend beurteilen. Unabhängig davon haben Sie aber meine volle Zustimmung und Unterstützung, daß die Kritiker nicht als "Verhinderer" diskreditiert werden dürfen. Ich habe bis jetzt sehr viel sachliche und damit seriöse Kritik gehört, der man sich als Stadtverwaltung und Investor zweifelsfrei stellen sollte. Auch bin ich nicht der Meinung, daß dieses "Mega-Projekt" alles zum Besseren in Remscheid kehren wird. Aber es wird ein erster bedeutender Ansatz sein, für eine Stadtentwicklungspolitik, die es zur Zeit noch nicht einmal auf dem Papier gibt. Oder haben Sie seitens der Stadtverwaltung und/oder der Politik ein solch vollumfängliches Stadtentwicklungskonzept schon gesehen? Ich nicht! Die politisch Handelnden einschließlich unserer OB sind bis jetzt jeden Nachweis darüber schuldig geblieben. Dass dies so ist, werte Frau Friedrich, ist faktisch ein Armutzeugnis. Deshalb weigere ich mich, diesen Investor auf den Begriff "Außenstehenden" zu reduzieren. Dieser Investor ist ein international auftretendes Unternehmen mit einer Projektprofessionalität in Planung und Realisation, die wir auf Seiten der Stadtspitze nicht zu bieten haben. Dies ist eine meiner großen Sorgen, neben der Tatsache, dass uns die gut ausgebildeten jungen Remscheiderinnen und Remscheider Jahr für Jahr verlassen, um in anderen Städten zu studieren und ihre berufliche Karriere zu starten. Fragen Sie einmal unsere Unternehmerinnen und Unternehmer, welche Schwierigkeiten jetzt schon auftreten, qualifiziertes Personal über alle Berufe hinweg in Remscheid zu rekrutieren. Und dies ist nur der Anfang. Wenn wir dies nicht stoppen und umkehren können, dann (wie sagte mein Großvater immer) "gute Nacht, Onkel Otto"!

Klaus Runge am :

Sehr geehrter Herr Rössler, vielen Dank für Ihren Beitrag mit dem Verständnis auch für die DOC-Kritiker. Ihrer Werbung für den DOC-Investor kann ich aber leider nicht folgen. Die Ansicht, dass das DOC ein Grund für junge gut qualifizierte Leute wird, sich lebenslang für Remscheid als Wohnsitz zu entscheiden, kann ich nicht teilen. Das Gegenteil ist genau so gut möglich. Vor allem auf junge Leute mit dem Wunsch, eine Familie zu gründen – und die hat Remscheid laut Geburtenstatistik am dringendsten nötig - dürfte die durch das DOC verursachte erschreckende Verkehrsvermehrung in einem dafür nicht angelegten Straßensystem abschreckende Wirkung haben. Wenn sich schon im sog. Vorvertrag der Investor zusichern lässt, dass er “mit der Bekanntgabe der Rechtsnachfolge gegenüber der Stadt mit allen Rechten und Pflichten aus dem mit der Stadt bestehenden Vertrag ausscheidet“, fehlt mir das Vertrauen, dass der Investor sein Wohl mit dem der Stadt verbindet. Das wesentliche Interesse des Investors an Remscheid beruht darauf, wasihm hier geboten wird, statt auf der grünen Wiese in unmittelbarer Nachbarschaft eines Stadtteilkerns sein DOC zu errichten. Das ist für ihn der Präzedenzfall, den er erreichen will. Dass für diesen Stadtteil schon jetzt ganz sicher vorhersehbar hochgradige Benachteiligungen entständen, denen bisher nur ersehnte, aber keineswegs auf seriösen Nachforschungen beruhende Hoffnungen gegenüber stehen, berührt den Investor wenig. Zu der langfristigen finanziellen DOC-Bilanz für ganz Remscheid gibt es keine zuverlässigen Kostenvoranschläge. Von einer Verpflichtung des Investors, dafür auch langfristig (anteilig) zu zahlen, ist keine Rede. Was aus den Grundstücken wird, wenn sich das DOC als Flop erweisen sollte, davon spricht auch keiner außer den „Bedenkenträgern.“ Von Anfang an hat die Stadtverwaltung nicht mit dem Investor (für die Öffentlichkeit erkennbar) auf Augenhöhe verhandeln wollen. Wenn der Investor diesen wertvollen Präzedenzfall für sich erreichen will, dann sollte er für alle daraus entstehenden Kosten Remscheids aufkommen und die Nachteile seiner DOC-Panung für die Bevölkerung auch zum Preis hoher Kosten reduzieren bzw. vermeiden. Genau diese selbstbewusste Forderung traut sich die Stadtverwaltung nicht zu und aus dem „politischen Raum“ ist dazu zu hören: „Immer wieder neue abstruse Forderungen an den Investor und die Verwaltung sind kontraproduktiv“. Im Forum Hackenberg wurde die Frage gestellt: Warum wird, statt eine Sperrung der Wupperstraße zu planen, nicht an eine Tunnellösung gedacht, damit könnte man viele innerstädtische Verkehrsprobleme verhindern? (Der Tunnel läge auf dem Niveau des unter dem DOC geplanten Parkdecks.) Knappe Antwort:_Zu teuer_. Das folgt klar dem beliebten Prinzip: Nachteile sozialisieren - Vorteile privatisieren. Sowohl für die Lenneper Bevölkerung als auch die erhoffte touristische Aufwertung Lenneps in Folge des DOC wäre die Verlagerung des Wupperstraßenverkehrs ein großer Nachteil. Der Investor will die Kosten für dessen Vermeidung nicht übernehmen.

Frank Rössler am :

Dass die Stadtverwaltung von Anfang an nicht mit dem Investor auf Augenhöhe verhandeln wollte, halte ich für realitätsfremd. Natürlich betrachten sich Stadtverwaltung und Stadtspitze als gleichberechtigte Verhandlungspartner gegenüber dem Investor. Aber Realität ist, daß einem international erfahrenen Investor auf städtischer Seite Personen gegenüber stehen, die die notwendige Erfahrung solcher Projektverhandlungen nicht ausweisen können. Davon nehme ich unsere Oberbürgermeisterin Wilding ausdrücklich nicht aus, die ja bekanntlich selbstbewußt die Projektführerschaft für sich proklamiert hat. Dies bedeutet doch nicht im Umkehrschluss, dass wir dem Investor ernsthaft vorwerfen können, dass er für sich die günstigsten Investitionsbedingungen schaffen will. Der Investor ist ein erfolgsabhängiges Wirtschaftsunternehmen. Er ist bei einer Gesamtinvestition von 120 Millionen € doch nachvollziehbar vital daran interessiert, dass sich seine Investition "rechnet". Dies gilt kongruent für alle Investoren, gleichgültig ob es sich um niedrige Investitionssummen handelt oder um den in Rede stehenden 9-stelligen Betrag. Wenn das unser kardinaler Vorwurf wird gegenüber Investoren, dann kann man nur darauf warten, wann der Letzte das Licht ausmacht. Es ist an uns, unserer obersten Projektleitung (Wilding) klar zu machen, dass wir keinen Ausverkauf Remscheider Interessen erwarten. Wir sollten aufhören, diese sinnlose und unnötige Redlichkeitsdebatte mit dem Investor zu führen. Wenn wir Druck aufbauen müssen, dann gegenüber der Stadtspitze und der städtischen Projektleitung. Abschließend, lieber Herr Runge, gestatten Sie mir den nachvoll-ziehbaren Hinweis, dass sich der Investor schon zu einem Zeitpunkt über das mögliche mittelfristige oder langfristige Scheitern seines Investitionsvorhaben Gedanken gemacht hat, als es uns noch nicht einmal ansatzweise in den Sinn gekommen ist. Ich brauche nicht viel Mut, um zu behaupten, daß der Investor vor dem Hintergrund seiner empirischen Erfahrungen und seiner Standortanalyse durchgreifend davon überzeugt ist, daß "Remscheid" zur Erfolgsgeschichte werden wird, und zwar für ihn selbst und für unsere Stadt. Wenn Sie dies weiter als Werbung für den Investor empfingen sollten, dann sei es so.

Volker Ralig am :

Sehr geehrter Herr Rössler, sicherlich kann man einem Investor wie McArthurGlen nicht vorwerfen, dass er für sich die günstigsten Investitionsbedingungen schaffen will, was Ihm ja aufgrund der fehlenden Erfahrung auf Seiten der Stadt sicherlich sehr leicht fällt. Und dass das DOC für den Investor eine sich finanziell lohnende Geschichte wird, davon gehe auch ich aus – nur welches Interesse hat der Investor an Remscheid? Er braucht eine funktionierende Infrastruktur und ein paar Arbeitskräfte – vielmehr doch nicht. Alle florierenden Geschäfte im Umkreis des DOC entziehen selbigem finanzielle Einnahmen – dagegen hat aber der Investor sicherlich etwas – schließlich ist er ein, wie sie selbst sagten, „erfolgsabhängiges Wirtschaftsunternehmen“. Wieso also soll der Investor ein Interesse am Wohle Lenneps haben??? Alle Aussagen die ich bis jetzt dazu gehört habe waren „Wahrscheinlichkeiten“ und wurden als Chance dargestellt – positive Vergleiche wurden einige herangezogen, negative werden verschwiegen. Und bezgl. Ihrer Antwort #3: Ich gehöre zu den jungen Remscheidern die Ihre Kariere in einer anderen Stadt (incl. Studium) begonnen haben – lebe aber immer noch sehr gerne im ruhigen und beschaulichen Lennep. Auch einen Job und Familie könnte ich mir hier vorstellen – jetzt noch, denn sollte das DOC kommen, werde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit Remscheid den Rücken kehren (müssen). Ich will meine ggf. zukünftigen Kinder nicht in einer Stadt groß ziehen die ein DOC einer Grundschule vorzieht (was mag sonst noch alles kommen). Außerdem sind mir die Gefahren des durch das DOC zunehmenden Verkehres nur zu bewusst, als dass ich diese meinen Kindern zumuten würde. Des Weiteren wird sich die Zeit, die ich zu meinem Arbeitsplatz brauche, in einem Maße erhöhen, was für mich nicht mehr Okay wäre – die Fahrtzeit ist schon jetzt fast zu lang. Wenn ich so denke, werden das vielleicht auch andere junge Menschen – was bringt mir das DOC an positiven Veränderungen (keine Chancen, sondern bitte Sicherheiten), dass es die jetzt schon zugegebenen (und mit 100%iger Sicherheit eintretenden) negativen Veränderungen aufwiegt?

Frank Rössler am :

Zunächst einmal, Herr Ralig, bin ich feudig überrascht, dass sie Ihrer Heimatstadt aus einer bemerkenswert lokalpatriotischen Einstellung heraus die Treue halten. Aber ich befürchte, dass Sie unter den jungen Menschen Remscheids einer Minderheit angehören. Die Zahlen der Vergangenheit sprechen eine andere Sprache. Ich darf Ihnen als Unternehmer versichern, und mit dieser Erkenntnis bin ich leider nicht allein, dass es sehr oft an geeigneten qualifizierten Bewerbern im Großraum Remscheid für die unterschiedlichsten Berufsfelder mangelt. Diese bedauerliche Erfahrung wird noch dadurch angereichert, dass auswärtige Fachkräfte nur selten bereit sind, Ihren Lebensmittelpunkt nach Remscheid zu verlegen. Unsere Stadt hat in den zurückliegenden Jahrzehnten an Attraktivität sehr verloren. Ihr persönlicher Lebensweg mag durchaus von dem anderer junger Menschen abweichen, aber in der Masse sieht die Realität anders aus. Sie fügen an, dass die bereits bestehenden, aus Ihrer Sicht florierenden Einzelhandelsgeschäfte einem zukünftigen DOC Kaufkraft entziehen werden. Leider nicht zutreffend. Das Warensortiment des DOC's ist so ausgerichet, dass die Kaufkraft in Remscheid gehalten wird. In meinem persönlichen sozialen Umfeld fahren fast Alle in die Innenstädte von Köln, Düsseldorf, Oberhausen, Essen, Dortmund, Wuppertal und nach Roermond/NL, um Ihr Geld dort für Bekleidung auszugeben. Remscheid hat dem zur Zeit vergleichsweise nichts entgegen zu setzen. Das Angebot Remscheids ist für diese "Fremdgänger" schlicht und einfach unzureichend. Diese Kaufkraft wird zu einem nicht unerheblichen Anteil durch ein DOC in Remscheid bleiben und über die unterschiedlichsten Steuerarten auch die Stadtkasse zusätzlich füllen. Aber die Erhaltung der lokalimmanenten Kaufkraft ist vergleichsweise unbedeutend zu der, die durch die überwiegend auswärtigen Besucher nach Remscheid kommen wird. Diese Kaufkraft wird nicht nur auf das DOC treffen, sondern wird auch die Kassen der Gastronomie und die der Hotelerie zusätzlich füllen. Provokant fragen Sie nach dem Interesse des Investors an "Lennep". Ich kenne nicht die Gedanken und Überlegungen von McArthurGlenn, aber sie werden in hervorzuhebender Weise nicht von Emotionen und Klischees getragen sein. Der Investor will aus meiner Sicht ein homogenes innerstädtisches Umfeld, so daß die auswärtigen Besucher des zukünftigen DOC's auch den touristischen Charakter Lenneps und der Region kennen lernen. Man bezeichnet dies auch als Wohlfühlfaktor. Also warum sollte er sich dazu kontraproduktiv verhalten? Mir fällt kein sinnvolles Argument dazu ein. Sie sprechen für sich von einer durch das beschauliche, ruhige Lennep geprägten Lebensqualität. Sie führen Ihren realitiven Zeitaufwand für das Erreichen und das Verlassen des Arbeitsplatzes an, obwohl Sie dies nicht nachvollziehbar mit Zahlen unterlegen. Und zum Schluß kündigen Sie auch noch mit Blick auf die zukünftige Familienplanung Ihren Abschied von Remscheid (Lennep) an, wenn das DOC kommen sollte. Wenn Sie so besorgt sind um das Wohl der Menschen in Remscheid und Lennep, dann führen Sie sich doch einfach mal die Lebenssituation und -qualität der Bewohner der Freiheitstraße in Remscheid vor Augen. Dort leben viele Familien mit Kindern an einer der Remscheider Hauptverkehrsadern, die bis in die Abend- und Nachtstunden hinein durch permanenten Verkehrslärm und Abgase "belästigt" sind. Aus deren Sicht ist das, was Sie vorbringen, ein Luxusproblem, wie man mir bestätigte. Also, Herr Ralig, ich empfehle Ihnen einen ruhigeren, argumentiv belastbaren Umgang mit Thema DOC. Tragen Sie Ihre Bedenken den Kompetenz- und Entscheidungsträgern der Stadt vor, zeigen Sie sich von Ihrer besten Seite, der eines Lokalpatrioten, der an dem Gesamtwohl Remscheids und nicht nur dem Lenneps interessiert ist. Sie hätten meine uneingeschränkte Unterstützung.

Volker Ralig am :

Die ach so emotional vorgetragenen Argumente der DOC-Kritiker basieren wenigstens auf tatsächlich eintretenden Fakten, wohingegen ich die DOC-Befürworter hauptsächlich von Chancen, Impulsen, Überzeugungen, Meinungen oder Sichtweisen sprechen höre. Es werden also Möglichkeiten gegen Tatsachen gestellt. Sie, Herr Rössler, sollten sich selber einmal kritisch fragen, ob Ihre Argumente stichhaltig und nachweisbar sind. Viele der oben genannten Wörter stammen aus Ihren vorherigen Texten.

Frank Rössler am :

Herr Ralig, wenn Sie von "tatsächlich eintretenden Fakten" sprechen, bin ich ehrlich gesagt etwas verwirrt. Das liegt sicherlich nicht in Ihrer Absicht. Aber dennoch muss ich Sie fragen, wie Sie das in der Zukunft noch Eintretende als faktisch gegeben ansehen können. Wenn Sie diesen kreativen Bezug zur Zukunft als seriöse Basis für die DOC-Kritiker anführen, schaden Sie nach meiner Ansicht mehr als dass Sie die Kritik unterstützen. Beide Seiten, Kritiker wie Befürworter des DOC, haben keine gesicherten Erkenntnisse über die zukünftige Entwicklung eines DOC und die Einflüsse auf das Leben in Remscheid. Wie sollten Sie auch. Wir können nur empirische Daten von vergleichbaren Projekten/Objekten anführen und ggfs. auch persönliche unternehmerische Erfahrungen mit einfließen lassen.

Christoph Humpert am :

Sie geben selbst zu, dass die Fahrzeit von Remscheid (Lennep) in Ihre Arbeitsstadt zu hoch ist. Ich gehe daher davon aus, dass sie wohl in Düsseldorf, Köln oder im Ruhrgebiet arbeiten. Wuppertal kann es ja nicht sein. Ihre Aussage offenbart, dass Remscheid niemals eine Schlafstadt werden wird. Sie sind schon ein Exot. Was bleibt der Stadt dann? Wenn die Politik ihre Taktik verfolgt, dann ist Remscheid in ihrem Rentenalter eine Kleinstadt. Die Remscheider Bevölkerung schrumpft äußerst rasant. In Lennep ist es nicht viel besser. Ich glaube, die Zahlen sind nur im hässlichen Hagen schlechter. Ist es dann so schlimm, wenn sogar mal eine Grundschule geschlossen wird? Mein Vater hat, glaub ich, noch mit 40 bis 50 Mitschülern in der Schule gesessen. Jetzt ist es neuerdings ein Problem, wenn man 20 bis 25 hat... Einen Vorteil kann ich ihnen jetzt schon nennen: Ihre Kinder können in einem der zahlreichen Shops oder Gastronomiebetrieben neben Schule und Studium arbeiten gehen. Hat den Vorteil, dass Papa nicht so viel zahlen muss. Vielleicht bleiben Sie dann auch länger in Remscheid wohnen und studieren in Wuppertal und ziehen nicht wie alle nach der Schule weg. Ist vielleicht als Eltern schön, wenn die Kinder länger daheim bleiben... Heute ist man allerdings als Jugendlicher der Volltrottel, wenn man nach der Schule in Remscheid bleibt... Eigentlich mögen die Stadt und Region sehr viele Leute. Sie ist nur wahnsinnig unaktraktiv geworden. Es braucht daher dringend Veränderung.

Harald Fetsch am :

Sehr geehrter Herr Ralig, habe ich das richtig verstanden? Sie wollen für sich und Ihre künftige Familie in einem "verkehrsberuhigten" idyllischen Lennep wohnen? Dafür setzen Sie sich in Ihr Auto und fahren bei anderen Menschen vor deren Wohnung durch die Straße. Wenn Sie gegen gefährlichen Autoverkehr sind, dann währe die logische Konsequenz, in die Nähe Ihres Arbeitsplatzes zu ziehen.

Volker Ralig am :

Sehr geehrter Herr Fetsch, ich gebe ihnen föllig recht, dass dies die sinnvollste Möglichkeit wäre - jedoch besteht diese Alternative für mich aus unterschiedlichen Gründen leider nicht. Natürlich fände ich es sehr schön wenn sämtlicher Berufspendelverkehr einstellbar oder reduzierbar wäre, aber, dass Wissen sie selber, dies ist für viele Menschen schwer oder gar nicht machbar. Aber, ich rede hier ja auch nicht von den Pendlern, die mit den Autofahrten ihr Geld verdienen (müssen), sondern die Zunahme des Verkehres wird durch die "Erlebnischopping-Touristen", die Ihrem Freizeitvergnügen nachgehen wollen, verursacht. Ich denke nicht, dass sie diese beiden Gründe fürs Autofahren auf eine Stufe miteinander stellen wollen.

H. J. Schmid am :

Werter H. Raling, zumindest kann man sich freuen, dass es Menschen wie Sie gibt, -die an ein "bewegtes - lebhaftes" DOC glauben. Ansonsten hört man zu diesem Thema nur "vorprogrammierte Pleite". Und ich hatte schon die Befürchtung, die nächste "Protestbaustelle Ewang-str." würde nicht zum Tragen kommen...

Frank Rössler am :

Lebens- und Wohnqualität 1. Klasse gibt es leider nicht zum Nulltarif. Einen Großteil der damit verbundenen Aufgaben und Kosten hat die Stadt zu tragen. Ob es nun die Kosten für die Ausbesserung der Straßen sind oder die Aufwendungen für den Unterhalt der zahlreichen städtischen Kindergärten oder andere kommunale Aufgaben, die Stadt benötigt dafür Einnahmen. Reichen die Einnahmen zur Deckung der Haushaltsausgaben nicht, dann bleibt nur die kreditfinanzierte Deckung. Wohin die über Jahrzehnte kreditfinanzierte Ausgabendeckung führt, können wir in Remscheid fast täglich in der Presse verfolgen: Ausgabenkürzungen, Gebühren- und Steuererhöhungen. Heute Morgen las ich erst wieder einen Zeitungsartikel über die Erhebung der Parkgebühren für das Personal an unseren Schulen. Über Jahrzehnte haben wir Bürger es zugelassen, dass unsere Politiker in Remscheid nicht in der Lage waren, einen ausgeglichenen Haushalt ohne Fremdfinanzierungsmittel darzustellen. Wohin hat diese in Summe verantwortungslose Handlungsweise geführt? Remscheid ist in einem Maße verschuldet, dass wir zur Zeit von keiner Partei und von keinem Politiker eine klare Aussage erhalten, wann voraussichtlich die Schulden abgetragen sein werden. Natürlich werden die von mir Gescholtenen sich darauf zurückziehen, dass keiner die Zukunft kennt. Aber das ist eben zu wenig. Jeden Morgen, wenn ich zur Arbeit fahre, ärgere ich mich über den schlechten Zustand der Remscheider Straßen. Dass sie nicht repariert werden, hat mit fehlenden finanziellen Mitteln zu tun. Ich teile vollumfänglich die Ansicht, dass die Ansiedlung eines DOC nachhaltig und belastbar für die positive Entwicklung Remscheids Impulse setzen wird, und zwar unmittelbar und mittelbar. Neben der direkten Investition werden weitere mittelbare Investitionen folgen, die zu weiteren Einnahmezuwächsen über Gebühren und Steuern bei der Stadt führen werden. Wenn wir von unseren Politikern eine auf die Zukunft ausgerichtete verantwortungsvollere Politik fordern, dann müssen wir als Bürger über unseren individuellen Tellerrand hinaus sehen. Um es in einem kurzen Schlusswort noch einmal klar zu sagen: Ich halte die Ansiedlung des DOC aus meiner persönlichen Sicht (und damit bin ich Gott sei Dank nicht alleine in Remscheid) für unverzichtbar. Dies wird mir persönlich Schelte von lieben Freunden einbringen, die in unmittelbarer Nähe zum zukünftigen DOC wohnen.

Martin Gerhardts am :

Man kann den Argumentationen auf beiden Seiten etwas abgewinnen. Fakt ist aber, der bisher beschrittene Weg war nicht der richtige. Also kann die Konsequenz nur sein, einen anderen zu versuchen. Da sind die Prognosen, was so alles passieren kann, nur Geunke. Die Alternative ist immer, es zu lassen wie es ist. Ich für meinen Teil werde für den Versucht jedenfalls die Opfer bringen, die nötig sind. Und wenn ich jeden TAg auf dem Weg in meine Firma im Stau stehe, weil die Anreisenden zum DOC die Straßen verstopfe, bitte gerne. Das ist mir jedenfalls tausend mal lieber als durch Schlaglöcher zu fahren, deren Beseitigung nicht bezahlt werden kann.

Bettina Stamm am :

Es fällt mir schwer zu glauben, dass die Stadt Remscheid aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat, und mit dem Heilsbringer sich nun alles zum Guten wenden wird. In knapp neun Wochen soll der Rat auf der Grundlage von unausgegorenen Gutachten über ein 120-Millionen-Projekt entscheiden. Das lässt vermuten, dass die Verantwortlichen schon jetzt Getriebene des Investors sind, die sich bereits das Heft des Handelns aus der Hand haben nehmen lassen. Ob die Ratsmitglieder über die erforderliche Entscheidungskompetenz verfügen, vermag ich nicht zu beurteilen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist eine solche Art der Entscheidungsfindung dilettantisch.

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