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Handelsexperte Leister im „Forum“ noch ohne Gutachten

Die Untersuchung der möglichen Auswirkungen eines Designer Outlet Centers in Lennep auf den bestehenden Einzelhandel im Stadtteil und in ganz Remscheid sowie in den umliegenden Städten und Gemeinden hat das Büro „Stadt und Handel“ aus Dortmund übernommen, gestern im „Forum Hackenberg“ durch Stefan Leister vertreten. Sein Fazit: „ Das Ergebnis der Auswirkungsanalyse ist von großer Bedeutung für das weitere Planverfahren.“ Die meisten DOC-Besucher erwartet er aus Remscheid, Solingen, Wuppertal, Leverkusen, dem Kreis Mettmann sowie den Rheinisch-Bergischen und dem Oberbergischen Kreis („mit einer Fahrtzeit von bis zu 30 Minuten“). Am meisten werden vom neuen DOC Einzelhandel und Gastronomie im direkten Umfeld (Lenneper Altstadt) profitieren, meinte Leister. Das bedeutet für die Remscheider Alleestraße nicht Gutes, wie Ralf Wieber, Vorsitzender bzw. Geschäftsführer des ISG Alleestraße, bei dieser Gelegenheit indirekt erfuhr. In der CIty hat der Handel, ohnehin vom Internet bedrängt, die Angst for weiterer Verdrängung. Hier ein paar Zahlen aus der Präsentation des Einzelhandelsexperten:

  • Bei Verwirklichung des Design-Outlet-Centers in Remscheid-Lennep entstehen neue Verkaufsflächen von rd. 20.000 Quadratmetern. Zum Vergleich: Das Allee-Center in Remscheid hat, die Gastronomie ausgeklammert, die gleiche Verkehrsfläche, das DOC Roermond rd. 33.000 Quadratmeter und das DOC Maasmechelen rd. 16.000 Quadratmeter.
  • Welches Sortiment das DOC Lennep (aus Kollektionen der Vorsaison, Überhangproduktionen, Musterkollektionen, Waren zweiter Wahl) seinen Kunden im Einzelnen bieten wird, hängt nicht zuletzt von Einzelhandelsgutachten ab. Es wird diejenigen Sortimentsgruppen benennen, die dem örtlichen Einzelhandel die größte Konkurrenz machen könnten. Entsprechend ließe sich dann die Sortimentsstruktur über das Bauplanungsrecht steuern, so Leister.

Verhandlungsgrundlage sind derzeit

  • Bekleidung/ Wäsche 14.000 Quadratmeter
  • Schuhe/ Lederwaren 3.000 Quadratmeter
  • Sportartikel (ohne Fahrräder) 2.000 Quadratmeter
  • Hausrat, Glas/ Porzellan/ Keramik, Wohnaccessoires/
  • Geschenkartikel 3.000 Quadratmeter
  • Uhren/ Schmuck 500 Quadratmeter
  • Spielwaren 500 Quadratmeter
  • Weitere Randsortimente (Unterhaltungselektronik, Elektrokleingeräte, Kosmetik, Nahrungs- und Genussmittel) 750 Quadratmeter.

Macht in der Summe mehr als die genannte Gesamtverkaufsfläche von 20.000 Quadratmeter. Die Baunutzungsverordnung (§11 Absatz 3) fordert für neue Designer Outlet Center „keine mehr als nur unwesentliche Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche und die Versorgung der Bevölkerung“ und der Landesentwicklungsplan NRW sieht im Teilplan „Großflächiger Einzelhandel“ „zentrenrelevante Sortimente (z.B. Bekleidung) nur in ausgewiesenen zentralen Versorgungsbereichen ... nur in Allgemeinen Siedlungsbereichen“ vor – eine Vorgabe, die in Lennep erfüllt wird. Ein DOC in Lennep dürfte allerdings die zentralen Versorgungsbereiche in Remscheid und Umgebung „nicht wesentlich beeinträchtigen“, so Leister weiter. Merke: In einem vorherigen Gutachten für das DOC am „Standort Blume“ war die Verträglichkeit für die zentrale Versorgungsbereiche von Remscheid und den Umlandkommunen bestätigt worden.

Gerne hätten die Zuhörer, darunter auch Ralf Engel vom Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverband e.V., mehr zum neuen Einzelhandelsgutachten erfahren. Doch es liegt noch nicht vor. Verständlich deshalb die Forderung aus dem Planum an die Oberbürgermeisterin, noch einmal ins „Forum Hackenberg“ einzuladen, wenn alle Gutachter ihre Arbeit beendet hätten.

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