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Kinder- und Jugendförderplan im politischen Prozess

Der Rat der Stadt soll in seiner Sitzung am 26. April den städtischen Kinder- und Jugendförderplan für den Zeitraum 1.1. 2007 bis 31.12.2009 festgeschreiben. Einen entsprechenden Empfehlungsbeschluss hat der Jugendhilfeausschuss gefasst. Die Stadt als Träger der öffentlichen Jugendhilfe folgt damit dem „Gesetz zur Förderung der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des  Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes“ (Kinder und Jugendförderungsgesetz),  wonach ab 1.1.2006 ein solcher Förderplan auf der Grundlage der kommunalen Jugendhilfeplanung für die jeweilige Wahlperiode des Rates vorgeschrieben ist. Durch den Kinder- und Jugendförderplan verpflichtet sich die Stadt in Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrags zur „Entwicklung und Durchführung von Angeboten der Jugendverbandsarbeit, der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieheri­schen Kinder- und Jugendschutzes. Dazu gehören im einzelnen u. a. Jugendzentren, Betreuung von Kinderspielplätzen; das Jugendcafe, Erholungsmaßnahmen, Freizeiten, Begleitung des Jugendrates, Streetwork, Veranstaltungen (vor allem Kinderstadt, Zirkusferien, Jugendkulturfestival). Verbunden ist damit die Verpflichtung, die dafür erforderlichen Haushaltsmittel bereitzustellen. Für 2007 sind bislang im Haushaltsplanentwurf für alle eigenen Projekte der öffentlichen Jugendhilfe wie für die der Freien Träger 2.126.250 Euro eingeplant (Nettobelastung 1.913.600 Euro) – vorbehaltlich der Zustimmung durch den Rat im April.

Der Kinder- und Jugendförderplan der Stadt Remscheid hat im Entwurf 61 Seiten – zuviel für den Waterbölles (ich gehe aber davon aus,dass die Stadt selbst ihn nach Beschlussfassung im Internet veröffentlichen wird.) An dieser Stelle deshalb nur zwei Passagen, die mir besonders wichtig erscheinen.

Kooperation von Jugendhilfe und Schule weiterentwickeln: Sowohl auf kommunaler als auch auf Landesebene bildet die Kooperation von Jugendhilfe und Schule seit langem einen Schwerpunkt der Kinder- und Jugendarbeit. Die konzeptionel­len Ausrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit sowie die inhaltliche Ausrichtung der Jugendhilfeplanung des öffentlichen Trägers der Jugendhilfe in Remscheid beinhalten die Zusammenarbeit mit Schule entsprechend dem nun gesetzlich normierten und konkretisierten Auftrag (…). Durch die Änderung des Schulge­setzes vom 27.01.2005 wird diesem Auftrag … auch auf Schulseite entspro­chen, sodass die Kooperationsverpflichtung auf Gegenseitigkeit beruht und das Prinzip der "gleichen Augenhöhe" unterstützt wird.

Jugendhilfe und Schule haben die gleichen Zielgruppen für ihren Bildlungs- und Erziehungsauftrag. Mit dem Ziel eines strukturellen und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Ausbaus der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule sollen die bestehenden, oft punktuellen und auf hohem Engagement einzelner Personen basierenden Kooperationen weiterentwi­ckelt und sozialräumlich integriert werden.

Als grundlegende Voraussetzung hierfür wird es notwendig sein, die Grenzen zwischen bei­den Sozialisationsfeldern, deren Grundverständnis von Bildung und Erziehung unterschied­lich ausfällt und die durch institutionelle Differenzen gekennzeichnet sind, weitestgehend zu überwinden und zu einem gemeinsamen, mit allen Beteiligten abgestimmten Konzept in gegenseitiger Akzeptanz und Wertschätzung zu gelangen. In gemeinsamer Verantwortung für die Kinder, Jugendlichen und Familien können dann in sozialräumlicher Orientierung z.B.

  • Kooperationen bei der Ganztagsbetreuung,
  • schulbezogene Angebote der Jugendarbeit,
  • Abstimmungen zu außerschulischen Bildungsangeboten,
  • Entwicklung von Konzepten der Schulsozialarbeit oder
  • Gestaltung des Überganges von der Schule in den Beruf

geplant, abgestimmt und umgesetzt werden. Diese Prozesse müssen unterstützt und begleitet werden durch Vernetzungsprozesse inner­halb von Verwaltung und Politik. Auch hier ist es sinnvoll und notwendig, Bildung und Erzie­hung als gemeinsamen und ganzheitlichen Auftrag zu verstehen und die konkreten Koopera­tionsinitiativen vor Ort durch kompetente Ansprechpartner, gemeinsame Fortbildungsange­bote und angemessene Budgets zu fördern.

Integration fördern: Integrationsbedarf kann in unterschiedlichen Bereichen bestehen, wjie z.B. für Menschen mit Krankheiten oder Behinderungen, für Menschen mit sozialen Benachteiligungen, für arbeits­lose oder wohnungslose Menschen. Ganz besonders jedoch für Menschen mit Migrations­hintergrund ist Integration bedeutend im Hinblick auf gesellschaftliche Teilhabe, Auseinan­dersetzung mit der eigenen und anderen Kulturen, zum Abbau von Hemmschwellen und Vorurteilen, zur Wahrnehmung von Chancen und Verantwortung z. |B. in den Bereichen Bil­dung, Politik und Gesellschaft.

Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und erzieherischer Kinder- und Jugendschutz sind sowohl durch den gesetzlichen Auftrag als auch durch ihr Selbstverständnis darauf aus­gerichtet, Benachteiligungen abzubauen, Chancengleichheit zu ermöglichen und Integration zu fördern. Insbesondere die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit finden großen Zu­spruch von Migrantinnen und Migranten. Kaum ein anderes Feld der Jugendhilfe versteht bereits seit Jahrzehnten die Integ­ration von Migrantinnen und Migranten als Querschnittsaufgabe und ist durch einen interkul­turellen Ansatz der Angebote geprägt von Toleranz, Begegnung und Bereitschaft zur Ein­gliederung.

Durch gewachsene Strukturen, die sich über Jahre entwickelt haben, verfügen die meisten Träger der Kinder- und Jugendarbeit und der Jugendsozialarbeit über ein hohes Maß an in­terkultureller Kompetenz. Mit Projekten und Angeboten in einem interkulturellen Kontext trägt diese Arbeit zur Auseinandersetzung mit der eigenen und anderen Kulturen bei, fördert Offenheit, Verständnis und Respekt und leistet damit aktive Integregrationsarbeit. Neben der Wahrnehmung dieser Querschnittsaufgabe bieten insbesondere die Arbeitsfelder Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und erzieherischer Kinder- und Jugendschutz durch gezielte Angebote, Projekte und Maßnahmen (wie z.B. Sprachförderung, Berufsintegrati­onsmaßnahmen, Projekte für Mädchen und Frauen, Stärkung von Sozialkompetenzen und Schlüsselqualifikationen) immer wieder Integrationsmöglichkeiten. Integration fördern heißt für die Träger der Jugendhilfe nicht nur, Kindern und Jugendlichen konkrete Angebote zu machen und Hilfestellungen zu geben, sondern auch mit Migrantenor­ganisationen zu kooperieren.“

Trackbacks

waterboelles.de am : Fördergelder für die Jugendarbeit einstimmig bewilligt

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Die Offene Jugendarbeit in Remscheid wird in diesem Jahr mit 918.753 Euro gefördert. Einen entsprechenden Beschluss fasste gestern der Jugendhilfeausschuss einstimmig auf der Basis des im April vom Rat der Stadt verabschiedeten „Kinder- und Jugendförderpl

Kommentare

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Chronist am :

Der Rat der Stadt hat den Plan in seiner gestrigen Sitzung gebilligt. Kommentarlos!

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