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Die Hoffnung stirbt zuletzt

Der Vertrag zwischen dem Essener Investor RGI und der Stadt Remscheid über die künftige Gestaltung des Bahnhofsgeländes lässt weiter auf sich warten. Am 16. März hatte Baudezernent Helmut Kennpohl noch erklärt, der RGI-Aufsichtsrat tage Ende März, so dass der Vertrag im April unterzeichnet werden könne (siehe „Waterbölles vom 17. März). Die für den 27. April vorgesehenen Sondersitzung des Rates der Stadt Remscheid zum Hauptbahnhof-Projekt musste jedoch verschoben werden, weil das Land seine Finanzierungsentscheidung von weiteren Unterlagen abhängig macht, die in den nächsten drei Wochen nachgeliefert werden sollen. Mal angenommen, von dieser Seite steht dem Projekt dann endgültig nichts mehr im Wege, deutet dennoch alles darauf hin, dass das Projekt abgespeckt werden muss. Denn die  Essener RAG Gewerbeimmobilien GmbH (RGI) - im März vorigen Jahres mit der Stadt ins Geschäft gekommen, nachdem die Hanseatischen Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH aus Lübeck (HBB) mit ihren reduzierten Bahnhofsplänen bei den meisten Kommunalpolitikern in Ungnade gefallen war -, scheint nun ebenfalls den Rückwärtsgang eingelegt zu haben.

Im Gespräch am 5. April, bei dem das Land weitere Unterlagen angefordert hatte, hatten alle Beteiligten -  darunter die Bezirksregierung Düsseldorf, die Regionale 2006 Agentur GmbH, die Projektgesellschaft Hauptbahnhof und die Stadt Remscheid - erklärt, an der Projektdurchführung (Hauptbahnhof Remscheid/Schaufenster der Wirtschaft) festhalten zu wollen. So stand es tagt darauf im ersten Satz der städtischen Presseerklärung. Er sollte offenbar Optimismus vermitteln.

Die neuen Pläne, die RGI-Projektentwickler Juan-Carlos Polido dem städtischen Bauausschuss vorlegte, lösten bei den Kommunalpolitiker weder Optimismus noch Begeisterung aus. Zwar betonte Polido mehrfach, die Entwürfe seien „vorsorglich“ erstellt worden für den Fall, dass sich keine weiteren Mieter finden ließen (weitere Vermarktungschancen würden derzeit untersucht); vor allem die Vermarktung der Flächen im sogenannten „Nordcenter“ mit einem Medizinischen Zentrum als Hauptmieter gestaltet sich aber weitaus schwieriger, als von der RGI zunächst angenommen worden war. Deshalb die in den Alternativ-Entwürfen vorgesehene Reduzierung der ursprünglich zu vermarktenden 3600 Quadratmeter um ein Drittel.

Das Projekt soll/muss billiger werden, um sich für den Essener Investor zu rechnen. Der hat schließlich ebenso wenig Geld zu verschenken wie damals die HBB. Und deshalb auch die Sparidee der RGI und ihres Architekten Helmut Feldmeier, die geplante Glasfassade durch eine einfache Wand mit grauem Putz oder Ziegeln zu ersetzen („Remscheider Tradition entsprechend“). Von einem „Tor zur Innenstadt“ könne dann wohl keine Rede mehr sein, zeigte sich in der Sitzung des Bauausschusses Baudezernent Helmut Kennepohl enttäuscht. Und Fritz Heuser (SPD) wurde noch deutlicher: „Ich bin entsetzt. Statt des versprochenen Mercedes wollen sich uns einen Fiat verkaufen“. Seit 1997 beschäftigen sich Rat und Verwaltung mit der Umgestaltung des Bahnhofsgeländes.

Die jüngsten „Abspeck-Varianten“ der RGI erinnert mich irgendwie an das alte Sprichwort (1) "Es kreißte der Berg und gebar eine Maus." Aber ich will nicht unken. Vielleicht waren die Pläne/Wünsche der Stadt ja wirklich zu hochfliegend. Dass sich auch mit sparsamen Mittel eine gute architektonische Gestaltung erreichen lässt, zeigt der Bahnhofsvorplatz. Insofern ist noch nicht aller Tage Abend (2). Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt (3). Mehr (aus dem reichen Schatz deutscher Sprichwörter) fällt mir zum Thema nicht mehr ein ... J

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