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Bürgerbüro: In drei Jahren 459.890 Euro eingespart

Am 8. Juli 2010 hatte der Rat der Stadt die Schließung des Bürgerbüros Lüttringhausen beschlossen. Die Verwaltung hatte den Beschluss zum 1. Januar 2011 dergestalt umgesetzt, dass sie das bisherige Personal des Fachdienstes Bürger, Sicherheit und Ordnung (drei Mitarbeiterinnen mit insgesamt 2,4 Vollzeitstellen) auf freie Stellen in anderen Bereichen der Stadtverwaltung umsetzte. Welche Einsparungen sich für die Stadt Remscheid  aus der Schließung des Bürgerbüros Lüttringhausen ergeben haben, wollte die Bezirksvertretung Lüttringhausen wissen. Die Antwort der Verwaltung liegt nun zur Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen am6. November vor: „Unter Berücksichtigung der Personalkosteneckwerte und der Sachkostenpauschale für Büroarbeitsplätze sind durch die Schließung des Bürgerbüros Lüttringhausen ... in drei Jahren insgesamt 459.890 Euro eingespart worden.“

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Heimatbund Lüttringhausen am :

Die Verwaltung hat festgestellt, dass durch „die Schließung des Bürgerbüros Lüttringhausen“ seit 2011 insgesamt 459.890,00 Euro an Personal- und Sachkosten eingespart worden seien. Mit dieser Darstellung soll der Eindruck erweckt werden, dass nur durch die Schließung des Bürgerbüros diese Einsparung ermöglicht wurde. Diesem Eindruck muss entschieden widersprochen werden: Durch die Schließung des Bürgerbüros sind die dort angefallenen umfangreichen Bearbeitungsvorgänge – überwiegend aus dem Bereich des Melde- und Passwesens – natürlich nicht entfallen. Vielmehr mussten diese Pflichtaufgaben im vollen Umfang in die Zentrale nach Remscheid verlagert werden. Das heißt, die bisher in Lüttringhausen von drei Mitarbeiterinnen (2,4 Vollzeitstellen) vorbildlich geleistete Arbeit musste vom zentralen Bürgeramt am Friedrich-Ebert-Platz übernommen werden. Dies war offensichtlich dort ohne Personalaufstockung möglich, oder anders ausgedrückt, es waren entsprechende Personalreserven vorhanden. Im Interesse einer bürgernahen und kundenorientierten Verwaltung hätte die jetzt dargestellte Kostenreduzierung auch dann erreicht werden können, wenn man das stark frequentierte Bürgerbüro in Lüttringhausen erhalten und statt dessen die offensichtlich vorhandenen Überkapazitäten in der Zentrale abgebaut hätte. Hierzu hatte der Heimatbund Lüttringhausen im Jahre 2010 detaillierte Vorschläge und Berechnungen vorgelegt. Diese wurden allerdings von Politik und Verwaltung nicht aufgegriffen. Stattdessen wurde als „Trostpflaster“ ein „Mini-Bürgerbüro“ installiert, welches mehr geschlossen als geöffnet ist. In diesem Zusammenhang empfehlen wir, künftig nicht mehr bekannt zu machen, wann das Bürgerbüro geschlossen ist, sondern wann es geöffnet ist.

Wilhelm Wunderlich am :

Einsparung = 459.890 € : 3 Jahre = 153.297 €/Jahr : 12 Monate = 12.774,75 €/Monat : 2,4 Stellen = 5.322,81 €/Stelle im Monat. Errechnet aus der Formel (?) „Personalkosteneckwerte + Sachkostenpauschale für Büroarbeitsplätze“. Ergebnis allerhöchster Verwaltungsmathematik oder Schönrechnerei?

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