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Ohne baldige Maßnahmen wird ehrgeiziges Ziel nicht erreicht

Statistische Grundlagen der Studie
Flächennutzung Remscheid Remscheid NRW
km2 % %
Gebäude- und Freiflächen 21,7 29,1 12,8
Verkehrsflächen 7 9,4 7
Wald 23,1 31 25,6
Gewässer 1,1 1,5 2
Landwirtschaft 17,4 23,3 49,1
Sonstige 4,3 5,7 3,5
Gesamtfläche 74,6
Beschäftigungsstruktur (%) Remscheid
Produzierendes Gewerbe 45,9
Land-, Forstwirtschaft, Fischerei 0,1
Handel, Gastgewerbe, Verkehr 17,1
Dienstleistungen 36,9
Sozialversichertenanteil 36,6 100 100
Berufspendler NRW
Einpendler 24.736 29,7
Auspendler 20.959 0,5
Verkehrsmittel 23
Pkw 56.864 46,9
Pkw / 1.000 Einwohner 518 32,6
ÖPNV-Nutzern ortsintern 18.700.000
ÖPNV-Nutzungen / Einwohner pro Jahr 169
Wohnen
Einwohnerzahl 109.596
Wohnungen gesamt 59.350
Ein- und Zweifamilienhäuser 14.346
Mehrfamilienhäuser 5.748
Wohngebäude 20.094
Wohngebäude nach Alter %
bis 1978 78,7
1979 bis 1983 4
1084 bis 1995 9,1
1996 bis 2011 8,2

„80 Prozent der Menschen stehen dem Klimaschutz gleichgültig gegenüber, und fünf Prozent sind Meckerer. Wirklich engagiert sind nur 15 Prozent“, sagte Dipl.-Ing. Hubert Grobecker (Foto), Prokurist der Bielefelder „e & u energiebüro GmbH“, als er am 24. September 2012 im Rathaus die Arbeitsschritte erläuterte, die in den folgenden zwölf Monaten zu einem Integrierten Klimaschutzkonzept führen sollten, wie es der Rat der Stadt am 12. Mai 2011 beschlossen hatte. Inzwischen liegt die Studie schriftlich und virtuell (auf der Internetseite der Stadt) vor, durch das Bundesumweltministerium im Rahmen seiner "Klimaschutzinitiative" zu mehr als 50 Prozent gefördert.

Fazit der Studie: Durch geeignete Maßnahmen lasse sich bis zum Jahre 2022 in Remscheid den CO2-Ausstoß um bis zu 14 Prozent zu verringern. Aber nur, wenn alsbald mit gezielten Maßnahmen im Bereich der heimischen Wirtschaft begonnen werde, erfuhren gestern die Mitglieder des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung von Hubert Grobecker. Denn Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen verursachen die Hälfte aller der CO2-Emissionen vor Ort; die privaten Haushalte lägen mit 38 Prozent erst an zweiter Stelle. Die absoluten CO2-Emissionen lagen im Jahr 2011 bei 826.065 Tonnen (8,37 Tonnen pro Einwohner). 14 Prozent weniger bis zum Jahre 2022, bedeute, so der Bielefelder Forscher, den Strombedarf, der gerade in der Industrie sehr hoch sei, aber auch den Energiebedarf der Haushalten (Heizung) zu reduzieren bei gleichzeitiger Erhöhung des Anteils der Erneuerbaren Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung an der Strom- und Wärmeerzeugung.

Dipl.-Ing. Hubert Grobecker. Foto: Lothar Kaiser„Ein Großteil Investitionen in den Klimaschutz muss von den Bürgerinnen und Bürgern aufgebracht werden“, betonte Hubert Grobecker. „Die Reduzierung der Energie für Wärmenutzung ist nur durch eine energetische Sanierung der Gebäude und eine Optimierung der Heizungsanlagen möglich!“ Die Studie hat ergeben, dass 78,7 Prozent aller Wohngebäude in Remscheid vor 1978 errichtet wurden. Entsprechend hoch sei in Remscheid nach Nachholbedarf bei der energischen Haussanierung. Vergleichsweise hoch sei auch der Anteil an alten Heizungsanlagen. Nachfolgend eine Vorschläge aus der Studie:

  • Ausbau des Beratungsangebotes für die Bürgerinnen und Bürger
  • Besseres Fortbildungsangebot für Handwerker und Planer
  • Einstellung eines Kliimaschutzmanager im Fachdienst Umwelt (Fördergelder), auch zur Förderung des Projektes "Ökoprofit"
  • Haus-zu-Haus-Beratung zur Gebäudesanierung durch von der Stadt beauftragte Energieberater (Kurzberatung auf Basis einer Checkliste)
  • Freiwillige Klimaschutzvereinbarungen mit örtlichen Firmen (Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistung)
  • Augenmerk bei der Wirtschaftsförderung auf den Energieeffizienzeffekt
  • Verringerung der CO2-Emissionen in städtischen Gebäuden um 20 Prozent
  • Ausbau von Photovoltaik-Anlagen (statistischer Rückstand)
  • Einsatz von Wärmepumpen bei Neubauten und Sanierungen
  • Ausbau der Kraftwärmekopplung (KWK bisher kaum vorhanden).

Vorschlagen wird ferner, im Berufsverkehr verstärkt Fahrgemeinschaften zu bilden und im innerstädtischen Verkehr bis 2011 zehn Prozent der Pkw-Fahrten durch den ÖPNV und das Fahrrad zu ersetzen. Zitat: “Das Fahrrad wird zum wichtigsten Verkehrsmittel.“ Das mag in Bielefeld möglich sein. Aber auch im bergischen Remscheid??

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Chronist am :

Das neue Klimaschutzkonzept der Stadt Remscheid hat der Ausschuss für Bauen und Denkmalpflege heute dem Rat der Stadt zur Beschlussfassung empfohlen. Zuvor hatte Christa Mewes vom Umweltalt noch einmal auf die Prognose des Gutachters aufmerksam gemacht, wonach sich die absoluten CO2-Emissionen (8,37 Tonnen pro Einwohner in 2011) bis zum Jahre 2022 um 14 Prozent verringern ließen. Klaus Küster von den Linken nannte das „gut gemeint“ und meinte: Da bin ich mal gespannt, inwieweit dieses Zierl noch abschmelzen wird, sobald die Verkehrszahlen zum DOC vorliegen werden!“

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