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Ergebnis einer Kosten-Nutzen-Rechnung steht noch aus

Waterbölles-Kommentar

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Wer zu wenig Geld im Portemonnaie hat, muss „den Groschen dreimal umdrehen, bevor er ihn ausgibt“. Ich kenne niemanden, der nicht schon einmal nach diesem Sprichwort handeln musste. Wer nicht aus dem Vollen schöpfen kann, sollte sich gut überlegen, wofür er sein Geld ausgibt. Das gilt für Privatleute, Unternehmen und Kommunen gleichermaßen. Und damit wären wir auch schon bei der Stadt Remscheid. Die will sich in diesem Jahr (wie in den Jahren zuvor) gemeinsam mit den Nachbarstädten Solingen und Wuppertal an der Immobilienmesse ExpoReal in München beteiligen. Und wieder sollen dafür 80.650 Euro plus 7.500 Euro Fahrtkosten etc. bereitstehen.

Im vorigen Jahr sah das noch ganz anders aus. Da war die Sinnhaftigkeit einer solchen Investition in Zweifel gezogen worden. Inzwischen nun wird von Kommunalpolitikern jedweder Couleur die Zusammenarbeit zwischen den drei bergischen Großstädten beschworen. Und prompt scheint die ExpoReal wieder außerhalb jeden Zweifels zu stehen. Nicht, dass ich etwas gegen Zusammenarbeit hätte. Ganz  im Gegenteil. Zusammenarbeit kann Synergien auslösen, kann dazu führen, dass Aufgaben gemeinsam erledigt werden (dann vielleicht sogar besser als bisher) und kann auf diese Weise sogar Geld sparen helfen. Nach Einsparmöglichkeiten suchen die Kommunalpolitiker in allen drei Städten nicht erst seit gestern verzweifelt.

Auch ein gemeinsamer Messestand ist ein Zeichen für Zusammenarbeit. Es führt aber nicht automatisch zu Einsparungen, sondern kostet zunächst einmal Geld – in der Hoffnung, dass sich so Gewerbe- und Industrieflächen vermarkten lassen, dass sich neue Betriebe in den Städten ansiedeln, die Arbeitslosenquote sich verringert. Insofern ist es nicht verwerflich, mit der Wurst nach der Speckschwerte zu werfen. Aber was ist, wenn der erhoffte Erfolg ausbleibt? Wo bleiben Kosten-Nutzen-Überlegungen? Zusammenarbeit ist ja noch kein Wert an sich, sondern nur das Ergebnis von Zusammenarbeit entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.

Mir ist nicht bekannt, dass die Stadt Remscheid auch nur auf einen einzigen Betrieb verweisen könnte, der sich aufgrund der Messewerbung im München in unserer Stadt neu angesiedelt hätte. Angesichts der ernsten, seit Jahren anhaltenden Finanzmisere dieser Stadt ist deshalb die Frage erlaubt, wie lange sich Rat und Verwaltung diese Extravaganz namens ExpoReal  noch leisten wollen. Zusammenarbeit ja, aber nicht auf Kosten der Glaubwürdigkeit.

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Kommentare

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Michael Dickel am :

Als ehemaliger Fraktionsvorsitzender der W.i.R. habe ich es mir vor einigen Jahren nicht nehmen lassen, die ExpoReal und den Gemeinschaftsstand der drei bergischern Städte zu besuchen. Dabei kam es zu einer Fahrgemeinschaft von B90/Die Grünen, FDP und W.i.R.. Wir haben die Kosten geteilt und provat getragen, wollten uns aber unbedingt selbst ein Bild über den Messeauftriit und seine Notwendigkeit machen. Mein persönliches Fazit: Man müßte mehr in diesen Auftritt investieren, der Stand müßte noch größer und professioneller werden, und vor allen Dingen müßte die Standbesetzung viel aktiver akquirieren. Denn eins ist ganz klar geworden auf dieser Messe. Die Städte liegen in einem harten Wettbewerb, um Investoren für Gewerbeansiedlungen zu bekommen. Es genügt leider nicht zu sagen, Remscheid ist schön und liegt an der A1. Das gibt es auch woanders. Eine Kosten-Nutzenanalyse wird man letztlich nie einfordern können, mir sind bei all diesen Analysen die Unwägbarkeiten viel zu groß. Mein Traum eines Messestandes war, die stilisierte Burg an der Wupper, die Ihre Kunden in der Höhe gastlich einlädt - mit einem kurzen Sessellift werden die Besucher hochgefahren. Auf einer Freifläche musizieren die Bergischen Symphoniker, die dort Ihre Fusion mit dem Wuupertaler Orchester bekannt geben.

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