Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Linke will "Baumschutzkataster" für schützenswerte Bäume

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 7. Januar hat die Fraktion der Linken den Antrag gestellt auf „Einrichtung eines der Allgemeinheit zugänglichen ‚Baumschutzkatasters‘, um alte, schützenswerte und stadtbildprägende Bäume zu erfassen, sie einer regelmäßigen „Gesundheitsüberprüfung“ zu unterziehen und wenn möglich und notwendig, erhaltende Maßnahmen einzuleiten.“ In der Begründung heißt es: „In Remscheid werden Bäume ganz allgemein über die in der Baumschutzsatzung definierten Kriterien unter Schutz gestellt. Besonders schützenswert sind große alte Bäume, deren stadtbildprägende Wirkung weit über die Grundstücke hinausreicht auf denen sie stehen. Wo diese schützenswerten Bäume stehen und in welchem Zustand sie sich befinden ist der Allgemeinheit nicht bekannt. Aus diesem Grund wäre es sinnvoll die Baumschutzsatzung mit einem „Baumschutzkataster“ zu verbinden. Dies ist eine Karte, die den genauen Standort, das Alter und den Zustand der unter Schutz stehenden Bäume in Remscheid enthält und durch fachliche Kontrolle der Bäume in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird. Nur wirklich alte und wertvolle Bäume sollen durch individuelle Aufnahme in das Kataster unter besonderen Schutz gestellt werden. Der besondere Schutz besteht darin, dass eine Entfernung oder Beeinträchtigung eines Baumes nicht gestattet ist, es sei denn, es liegen fachlich überprüfbare Gründe vor, die eine Entfernung unumgänglich machen.“

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Dr. Wilhelm R. Schmidt am :

Dieser Vorschlag ist durchaus unterstützenswert. Ich werde bei meinen Lenneper Stadtführungen immer wieder auch nach einzelnen Bäumen und ganzen Anpflanzungen gefragt, und ich war der Meinung, dass ein solcher Kataster sowieso bereits besteht. Ich selbst kann aufgrund vieler historischer Fotos und weiterer Unterlagen oft selbst sehr wohl eine Antwort geben, etwa bei der Fiedenseiche oben an der Bergstraße Ecke Gartenstraße, am Bismarckplatz, an der Albert-Schmidt-Allee oder am Neuenteich, wo vor mehr als 100 Jahren ein Lenneper Verschönerungsverein tätig wurde usw. Ich bin allerdings auch der Meinung, das jeweils wenige kurze Bemerkungen zum jeweiligen Objekt genügen. Mein Interesse ist auch nicht die Kontrolle der Verwaltung, sondern die historische Dokumentation. Bei dieser Gelegenheit wünsche ich allen Interessierten ein frohes und erfolgreiches neues Jahr!

Klaus Konkel am :

Guter Vorschlag, da stimme ich mit ein. Vielleicht neben Verwaltung und Kontrolle einen Vier-Jahreszeiten Wettbewerb starten, bei dem Remscheider Bäume fotografisch durchs Jahr begleitet werden und so eine historische Dokumentation entsteht.

Chronist am :

„Ein Baum braucht Platz, um wachsen zu können. Das kann man ihm nicht vorwerfen“, philosophierte gestern in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid TBR-Chef Michael Zirngiebl – und hatte aufmerksame Zuhörerinnen und Zuhörer, als er fortfuhr: „Die Behörde sollte Bäume bei neuen Bauvorhaben künftig als wichtigen Faktor in der Stadt besser behandeln als bisher!“ Zum Antrag der Linken, ein neues Baumkataster einzurichten, meinte er, bei privaten Bäumen greife bereits die Baumschutzsatzung, und die öffentlichen 15.000 einzelbäume, darunter 70 bis 80 mit einem Stammdurchmesser von mehr als einem Meter, habe die Verwaltung schon jetzt im Blick. „Da wird ein Baumkataster auch nicht mehr Schutz bieten als heute schon!“ Zirngiebl sagte allerdings zu, alle stadtbildprägenden Bäume mit Foto und Beschreibung ins Internet zu stellen. Daraufhin Bezirksbürgermeister Otto Mähler zu Thorsten Schwandt (Linke): „Ihr Antrag hat uns lange begleitet, und jetzt seien Sie doch bitte so nett und ziehen ihn zurück!“ Das tat Schwandt denn auch.

Chronist am :

In der Bezirksvertretung Alt-Remscheid wurde das Thema am 25. Februar "beerdigt", im Bauausschuss heute von Klaus Küster, Ratsmitglied der Linken, wieder "ausgegraben". Er hätte darüber im Ausschuss gerne eine Abstimmung gesehen. Doch dafür sahen die übrigen Ausschussmitglieder keine Veranlassung. Zurückgezogen sei schließlich zurückgezogen! Allesamt stimmten sie für Nichtbefassung. Alle außer Küster natürlich und - Bezirksbürgermeister Otto Mähler. Roland Kirchner (W.i.R.) enthielt sich der Stimme. Mähler hatte kurz vor der Abstimmung mit der "Bemerkung "Kindergarten!" den Saal verlassen. „Einmal werden die Gegenargumente anerkannt, und jetzt wieder nicht. Da spiele ich nicht mit!“

Hans Gerd Göbert am :

Bezirksbürgermeister Mähler hat das mit der Bezeichnung "Kindergarten" völlig richtig bezeichnet. Aber deshalb den Saal zu verlassen, was ist das denn? Seine für ihn völlig untypische Dünnhäutigkeit könnte darin begründet sein, dass in den letzten fünf Jahren im Stadtbezirk Mitte in Sachen Baumschutz und Naturschutz nichts, aber auch gar nichts Positives zu vermelden ist. Ob sich die Wähler auch daran erinnern werden? Was hätte man sich eigentlich dabei vergeben, über den Antrag abzustimmen und ihn dann abzulehnen? Zur Sache selbst meine ich, dass die Fraktionen das Stadtgebiet aufteilen könnten, wer wo schützenswerte Bäume feststellt, evtl. ablichtet und dokumentiert. Die Ergebnisse würden dann gesammelt und der Verwaltungsspitze überreicht. Natürlich nur jene Politiker und Fraktionen, die überhaupt ein Interesse an dem Erhalt schützenswerter Bäume haben. Ich melde mich jetzt schon freiwillig. Und wenn sich kein anderer meldet, mache ich es alleine, was allerdings dauern wird.

Chronist am :

„50 Prozent aller Eichen sind erkrankt. Eschen und Kastanien drohen auszusterben, ein Pilz, der früher in friedlicher Symbiose mit Buchen existierte, schädigt nun Buchen nachhaltig im Wurzelbereich“, hielt Fritz Beinersdorf heute im Ratz der Stadt am Antrag seiner Fraktion fest, ein Baumschutzkataster einzurichten. Allerdings seien die Linken bereit, darauf zu verzichten, wenn der Rat den Vorschlag von EBR-Chef Michael Zirngiebl zum Beschluss erhebe, Fotos von besondere stadtbildprägende Bäume nebst Beschreibung ( z. B. Art und Größe und Alter ) und Informationen über den Standort im Internet zu veröffentlichen. Beinersdorf: „Ich rege an, in der kommenden Legislaturperiode des Rates das Thema Baumschutz neu zu diskutieren und die Baumschutzsatzung in einer von allen Akteuren getragenen überarbeiteten Form neu zu beschließen!“ Doch auch das nützte nichts. Einzig und allein die drei Ratsmitglieder der Linken stimmten dafür, alle anderen dagegen.

Dr. Wilhelm R. Schmidt am :

Ja, Herr Chronist, augenscheinlich sind nicht nur die Eichen, Eschen, Kastanien und Buchen erkrankt und von irgendeinem Pilz befallen, vielleicht ja von dem des Unverständnisses, der Gleichgültigkeit und/oder der Untätigkeit. Aber ich kann natürlich weiterhin bei meinen Führungen durch Lennep mit Recht darauf hinweisen, dass vor ca. 140 Jahren ein anderes Naturbewusstsein gesellschaftfähig und allgemein anerkannt war.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!