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Scheitert gemeinsame Feuerwache an Acht-Minuten-Frist?

Dass in Lüttringhausen nach einem neuen Standort für die Freiwillige Feuerwehr gesucht wird, war am vergangenen Samstag ein Thema beim traditionellen „Kottenbutteressen“ des Heimatbundes Lüttringhausen im Evangelischen Gemeindezentrum am Ludwig-Steil-Platz. Die 85 Jahre alte „Historische Wache“ ist zu klein geworden und für größere Einsatzfahrzeuge ungeeignet. Ein Grundstück scheint jetzt In die engere Wahl gekommen zu sein. Das deutete Feuerwehrchef Guido Eil-Jordan am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen an, hüllt sich ansonsten aber in Schweigen.

In Lennep scheint das Ausweichquartier für die Freiwillige Feuerwehr (bisher am Jahnplatz) für den Fall einer DOC-Ansiedlung bereits gefunden zu sein: 3.000 Quadratmeter im neuen Gewerbegebiet „Karlstraße“ am Lenneper Bahnhof. In beiden Fällen geht die Planung bislang von einem Gerätehaus nach dem Muster der Freiwilligen Feuerwehr Hasten aus. Das aber könne ihn nicht befriedigen, sagte in der Sitzung der BV Lennep am Mittwoch Bezirksbürgermeister Dr. Heinz Dieter Rohrweck. Er hatte kürzlich eine gemeinsame Wache bei der Freiwilligen Wehren (Löschzüge) auf dem Gelände der früheren Straßenmeisterei  an der Lüttringhauser Straße in Lennep vorgeschlagen, wo der Verein der Treckerfreunde Remscheid e.V. vor mehr als einem Jahr in der ehemaligen Wagenhalle (Fotos) historische Fahrzeuge abstellt. Rohrweck am Mittwoch enttäuscht: „Ich hatte ja doch gedacht, heute einen Vertreter der Feuerwehr begrüßen zu können, der uns sagt, warum eine gemeinsame Feuerwache nicht funktionieren könnte“. Entsprechen hatten sich Feuerwehrmänner in der Lokalpresse zu Rohrwecks Vorschlag geäußert.

Der Grund dafür soll sein, dass jeder Einsatzort im Zuständigkeitsbereich einer Wehr innerhalb von acht Minuten erreichbar sein muss. Das aber träfe am Standort „Alte Straßenmeisterei“ für die Lüttringhauser Wehr nicht mehr zu. Und ob von dort aus Einsatzstellen an der Borner Straße in acht Minuten erreicht würden, sei fraglich. Aussagen, die Rohrweck gestern anzweifelte. Deshalb hätten die Mitglieder der Bezirksvertretung Lennep zur „Feuerwehr-Fusion“ am liebsten eine schriftliche Stellungnahme der Verwaltung. Aber auf Vorschlag von Stadtplanerin Sigrid Burkart kamen sie schließlich überein, Guido Eul-Jordan zur nächsten Sitzung einzuladen. Die entscheide Frage dürfte dann sein: Gilt die Acht-Minuten-Frist nur für die Berufsfeuerwehr, oder auch für die Freiwillige Feuerwehr, die ihre Mitglieder bei Einsätzen erst „zusammentrommeln“ muss?

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Kommentare

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Daniel Gambal am :

Ich bin sehr enttäuscht darüber, wie manche Politiker die Sicherheit der Bürger gegen wirtschaftliche Interessen abwerten. Sollte ich mal in einen Unfall verwickelt sein, würde ich mir doch sehr wünschen, dass die Feuerwehr in weniger als acht Minuten vor Ort ist, und nicht, dass Politiker eine tolle, große und neue Wache so gebaut haben, dass die Freiwilligen sie erst acht Minuten nach der Alarmierung erreichen, um auszurücken. Der Lenneper Bezirksbürgermeister braucht sich ja nicht für Lüttringhausen zu interessieren, aber auch in Lüttringhausen scheint es interessanter, ein großes zur Verfügung stehendes Gelände komplett am Stück zu vergolden, statt auf einem Teil davon eine ortskernnahe Wache zu bauen und den Rest des Grundstückes zu verkaufen. Bitte, liebe Politiker, schaltet Euren Kopf und Euer Herz für den Bürger wieder ein und denkt mal über die eine oder andere Option aus einer anderen Perspektive nach.

Hans Gerd Göbert am :

Es scheint doch auch niemanden ernsthaft zu interessieren, wie demnächst der Rettungs-u. Notarztwagen in acht Minuten zum Sana-Klinikum kommen kann, nachdem bald der zweite "WALDI" mit eigener Zufahrt zum vernichteten Mannesmannpark an der Burger Straße erstellt ist. In Spitzenzeiten staut sich dort schon heute der Verkehr von der Reinhard-Mannesmann bis zur Bliedinghauser Straße. Offenbar ist das auch dem Chef der Feuerwehr entgangen, wenn er auf dem Weg zu seiner zweiten Arbeitsstelle (Vorstand der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft) im Rosenhof fährt. Ist Bürgersicherheit doch eher Sicherung von Interessen privater Unternehmen? In diesem Punkt wandelt sich in Remscheid seit langem das eiserne Gesetz "Gemeinwohl vor Eigennutz" ins Gegenteil.

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