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RFID-Technik macht ab heute die Buchausleihe zum Kinderspiel

Die neue automatische Buchrückgabe

Ab 2013 Rückgabe ausgeliehener Bücher rund um die Uhr“, titelte der Waterbölles am 5. April 2012. Kurz zuvor hatte der Rat der Stadt 279.182.64 € für die Einführung von RFID-Technologie in der Bibliothekgenehmigt. RFID steht für „radio-frequency identification“. Die neue Technik zur Medienverbuchung und Sicherung, bestehend aus einem an jedem Buch angebrachten Code / Chip und einem Lesegerät, ermöglicht die automatische Identifizierung und Lokalisierung der Bücher und anderer Medien und erleichtert den Ausleihprozess wesentlich. Ohne beträchtliche finanzielle Unterstützung des Landes NRW wäre diese Neuanschaffung für die finanzschwache Stadt unmöglich gewesen. „182.000 Euro vom Land für neue RFID-Technik der Bücherei!", meldete der Waterbölles am 30. Juni 2012, nachdem die Bezirksregierung Düsseldorf zugesagt hatte, die neue „Medien-Selbstverbuchung“ zu 80 Prozent zu bezuschussen. Blieben für die Stadt lediglich 52.000 Euro zu tragen für die notwendigen Umbauten. Die Schlussrechnung liege zwar noch nicht vor, sagte Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann gestern. Doch Nicole Hauser-Grüdl, die Fachdienstleiterin des Kommunalen Bildungszentrums, ist zuversichtlich, die kalkulierten Mittel des Landes und der Stadt nicht voll ausschöpfen zu müssen: Wir werden mit dem Geld gut auskommen!“

Heute geht die neue Technik in Betrieb, nachdem 6. Februar die Endabnahme keinerlei Beanstandungen ergab. Rechts neben der bisherigen Service-Theke hängen zwei Ausleihautomaten (mit Monitor) an der Wand, wo die Büchereikunden die von ihnen ausgesuchten Bücher mit Hilfe des an jedem Buch angebrachten RFID-Codes selbst einscannen können. Links von der Service-Theke Richtung Ausgang muss nun jeder Kunde wie in einem Kaufhaus eine Signalschranke passieren. sollte er seine Bücher nicht ordnungsgemäß „verbucht“ haben, ertönt ein Signal und die Schranken leuchten rot auf. Gegenüber der Service-Theke befinden sich die beiden Rückgabeautomaten, in dem Raum dahinter zwei Förderbänder, die die Medien zu einem von insgesamt Sammelkörben transportieren. Aufgabe der Bücherei-Mitarbeiter/innen bleibt es nach wie vor, die Medien zurück in die Regale zu stellen. Die Rückgabe-Automaten registrieren, ob jemand die Ausleihzeit überschritten hat. In diesem Fall wird eine Gebühr fällig. Die kann der Automat zwar nicht kassieren. Doch die Ausleihautomaten, die zwischen Foyer und Service-Bereich aufgestellt werden sollen, geben bei der nächsten Ausleihe die gewünschten Medien erst dann frei, wenn die Gebühr an der Kasse entrichtet worden ist.

Auch im Erdgeschoss wurde die neue Technik der Marktführer „bibliotheka“ eingebaut: Gleich neben dem Eingang, von außen zu befüllen, befindet sich der 24-Stunden-Rückgabeautomat (Foto links). Er werde voraussichtlich in zwei Wochen in Betrieb gehen, so Nicole Hauser-Gründl gestern. Der Schacht, in dem die Medien abgelegt werden müssen, öffnet sich erst, wenn die Maschine den am dem Medium befindlichen Code erkannt hat. Vorstellbar ist für Cornelia Pauß, die Abteilungsleiterin der Bibliothek, aber auch ein Fall, dass die Klappe verschlossen bleibt: „Wenn zum Beispiel zuhause an einem Kinderbuch das Etikett abgeknibbelt worden ist. In diesem Fall würde sich die 24-Stunden-Außenrückgabe totstellen! Denn zurückgenommen wird nur, was sich im Computer als ausgeliehen finden lässt!“
Sollte also jemand auf die Idee gekommen ein, am Automaten zu nächtlicher Stunde seine eigene Altlektüre anonym „spenden“ zu können.... Fehlanzeige!


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Stadt Remscheid am :

Endlich ist es soweit! Ab kommenden Dienstag haben Kunden der Stadtbücherei die Möglichkeit, ihre Medien auch außerhalb der Bibliotheksöffnungszeiten am neuen 24-Stunden- Rückgabeautomaten der Zentralbibliothek zurückzugeben. Das bedeutet, dass entliehene Medien ab dem 12. August auch in den frühen Morgen- sowie späten Abend- und Nachtstunden, zu denen das Kommunale Bildungszentrum geschlossen hat, zurückgegeben werden können. Dies gilt ebenso für Sonn- und Feiertage sowie für Montage, an denen grundsätzlich geschlossen ist. Das Außenrückgabeterminal befindet sich am Seiteneingang des Gebäudes in der Scharffstraße und ist per Außenaufzug auch für Personen mit Gehbehinderung erreichbar. Bitte beachten Sie, dass es aus Gründen der Missbrauchsvorbeugung vonnöten ist, für die Nutzung des neuen Terminals den Bibliotheksausweis mit sich zu führen. Nur nach Einscannen des Ausweises durch das Gerät öffnet sich die Medien-Rückgabeklappe.

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