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Haus Cleff: Hinter der Bimswand blühte die Holzfäule

Bilder vom Fußboden des Museums "Haus Cleff" (ehemals Heimatmuseum), die die Architekten Friedhelm Selbach und Architekt Renato Spocchia vom städtischen Gebäudemanagement gestern in der Sitzung der Bezirksvertretung Salt-Remscheid zeigten und die bewiesen: Um das historische Patrizierhaus, eines der schönsten im Bergischen Land, ist es schlecht bestellt. Im Erdgeschoss des Fachwerkhauses haben Käfer, Feuchtigkeit und Pilze hre Spuren hinterlassen. Beatrice Schlieper von den Grünen, engagiert im Verein der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Haus Cleff e.V., schätzt die Höhe des Schadens auf rund eine Million Euro. Selbach dazu: „Die Kosten stehen noch nicht fest. Jetzt geht es erst einmal um die genaue Schadensermittlung!“ Damit hat die Stadt Remscheid das Ing.-Büro für Restaurierungsberatung Lindlar (Dipl. Rest. Gereon Lindlar) beauftragt. Voraussichtlich Ende März werden die Untersuchungen und Auswertungen abgeschlossen sein. Fest steht aber schon jetzt, dass der museale Bereich im Westteil und der Verwaltungsbereich im Ostteil des Gebäudes in gleichem Maße in Mitleidenschaft gezogen sind und saniert werden müssen. Dies könne in Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abschnittsweise geschehen, so Selbach. Er hofft auf Landesmittel, denn die Stadt hat für derartige „freiwillige Ausgaben“ nach wie vor kein Geld.

 

Der Gebäudeschaden war aufgefallen, nachdem sich im Erdgeschoss der Fußboden an mehreren Stellen deutlich abgesenkt hatte. Museumsobjekte wurden ausgelagert, um den Fußboden freigelegen zu können. Nachdem ein oder gar mehrere Schichten Linoleum entfernt worden waren, stellte sich heraus, dass der „Gescheckte Nagekäfer“ (Xestobium rufovillosum) die Fußbodendielen angefressen hatte. Auch hatte das Linoleum aufsteigende Feuchtigkeit nicht verdunsten lassen, so dass Holzfäule  in Lagerhölzern und Bodendielen die Folge war. Und die griff teilweise auch auf Schwellhölzer und Eckständer in den Fachwerkwänden über, wo direkter Kontakt zum feuchten Unterbau bestand. Das stark geschädigte Balkenwerk zeigte sich in einem Fall erst nach Entfernen einer vorgesetzten Bimswand; da war in der Vergangenheit offensichtlich nicht repariert, sondern nur kaschiert worden. Für Beatrice Schlieper ein weiteres Zeichen dafür, „dass dieses Haus von der Verwaltung über lange Jahre vernachlässigt worden ist!“ Für sie ist „Haus Cleff“ „eine Braut, die es jetzt aufzuhübschen gilt!“ Dafür hätte Friedhelm Selbach allerdings zunächst einmal gerne ein neues Museumskonzept – und das bei der Sanierung dann gleich mit berücksichtigen zu können.

 

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