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Von einem OB-Kandidaten und seinem großen Programmkino

Hans Gerd Goebertvon Hans Gerd Göbert

Man könnte schwindelig werden, wenn man registriert, welche Wohltaten die CDU plötzlich auch für sich reklamiert. In der Tat „ganz großes Kino“, was Herr Siegfried als sein visionäres Programm vorstellt. Das Kino ist der rote Faden durch das gesamte Programm. Es gibt aber noch andere Visionen bzw. zahlreiche Versäumnisse, die eine nähere Betrachtung wert sind.

  • „Wir haben weitere Steuer-und Gebührenerhöhungen bei der Grund-und Gewerbesteuer verhindert.“ – So? Wo und wie das denn? Hat die CDU dabei etwa die Gestaltungsmehrheit glatt überstimmt, ohne dass die Bürger davon etwas erfahren haben?
  • „Das Ampelbündnis klaut dreist unsere Ideen und reklamiert unsere Erfolge für sich.“ - Das halte ich durchaus für möglich, wenn man sieht, wer in den letzten Wochen wem alles klaut. Darf man aber vielleicht konkret erfahren, welche CDU-Visionen damit gemeint waren?
  • „Nur mit mehr Bürgerbeteiligung und Bürgernähe können wir unsere Heimatstadt noch besser und lebenswerter machen.“ - So lobenswert, dass man es sich gut auf Termin legen sollte. Die jetzige OB hat vor Jahren diesbezüglich auch das Blaue vom Himmel versprochen. So sollte es fast keine NICHTöffentlichen Sitzungen mehr geben. Was ist daraus geworden? Tricksen, Tarnen, Täuschen.
  • „Wir müssen dafür kämpfen, dass RS Großstadt bleibt...Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir die Abwanderung stoppen, Menschen wieder nach Remscheid holen und wirtschaftlich noch stärker werden.“ - Stimmt, es gibt aber noch eine Möglichkeit, die Bevölkerungszahl wenigstens zu stabilisieren. Dazu müssten sich die jungen Generationen genau hier in Remscheid intensiver um mehr Nachwuchs kümmern. Der Trend zum zweiten Kind soll nämlich ungebrochen sein (?)
  • „Lassen Sie uns damit aufhören, Wirtschafts- gegen Sozialpolitik auszuspielen. Gute Wirtschafts-politik ist die Voraussetzung für gute Sozialpolitik.“ - Daran zweifelt kaum jemand. Wenn das jedoch alles ist, was der Kandidat auf sozialpolitischem Gebiet anzubieten hat, würde er dem ebenso umfangreichen wie schwierigen Aufgabengebiet eines Oberbürgermeisters niemals gerecht werden können.
  • „Was wir aber auch ganz klar brauchen, ist ein zentraler Ort in RS, wo junge Menschen arbeiten, lernen, leben, feiern und wohnen können, einen Wirtschaftscampus. Ein attraktiver Wirtschaftscampus könnte zu einem Leuchtturm für Remscheid werden.“ - Nun weiß jeder wieder, warum Remscheid die Seestadt auf dem Berge ist. Hier gibt und gab es so viele verbal gebaute Leuchttürme, fast mehr als auf den ostfriesischen Inseln. Konkret nennt man außerdem Wohnheime, die einen Campus umschließen sollen. Auf welcher Fläche denn? Wie wäre es mit der unteren Alleestraße und einem Campus im Sinn/Leffers, da kluge Mitbürger ohnehin die Hausbesitzer dazu bewegen möchten, ihre Ladenlokale in Wohnungen umzubauen?
  • Dann folgen ellenlange Abhandlungen zu einem Kino, um nach dessen Umsetzung sagen zu können: „Alles wird gut, die Remscheid-Flüchtlinge kehren zurück und neue stoßen aus dem Ruhrpott und dem Rheinland hinzu.“ Ganz so, als ob es dort keine Kinos gäbe? Ich dachte immer, das Haupt-kriterium für Auswärtige wäre ein gut bezahlter, sicherer Arbeitsplatz? Wie demnächst satte 800 hoch dotierte Minijob-Arbeitsplätze auswärtige Arbeitnehmer ins verträumte Lennep locken könnten....
  • Dann widmet sich der Kandidat auf gefühlten sieben Seiten wichtigen Themen wie Eindämmung des Flächenverbrauchs durch neue Gewerbeflächen, nachhaltigem Naturschutz und Umweltschutz - genau hier in Remscheid - mit den Worten: Wir sind eine tolle Stadt im Grünen.“ - Gut, dass wir das noch einmal aus berufenem Munde erfahren dürfen. Aber das ist tatsächlich alles zu diesen ebenfalls sehr drängenden Themen dieser Zeit, genau hier in Remscheid. Direkt nach einem Multiplexkino!

Falls das alles ist, könnte es jedoch durchaus sein, dass seine Vision vom Oberbürgermeister der Stadt Remscheid Ende Mai eine Filmversion folgt. Ich hätte da zwei Filmtitel zur Auswahl: „Vom Winde verweht“ oder „Der Clou“. Aber noch wäre Zeit für kleine kosmetische Änderungen an diesem bestechenden Programmkino. Wie wäre es mit der Marke „Babelsberg im Bergischen?“

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