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Kommunalpolitiker sollen in Altenheimen hospitieren

Die Mitglieder des Behindertenbeirates und der Behindertenbeauftragte der Stadt möchten die Remscheider Politikerinnen und Politiker einladen, in Behinderten- und Sozialorganisationen sowie in Einrichtungen der Altenhilfe zu hospitieren, um den „Arbeitsalltag" in diesen Hilfsorganisationen besser kennen zu lernen. Gestern wurde das Projekt im Behindertenbeirat vorgestellt; am 14. Juni wird sich der Rat der Stadt damit befassen. Die Kommunalpolitiker sollen auf die freiwillige und ehrenamtliche Arbeit – sie ist auf einige Stunden beschränkt – zuvor in einer Veranstaltung vorbereitet werden. Anlaufen soll das Projekt im Herbst.

Der Behindertenbeirat möchte den Politikerinnen und Politikern die Möglichkeit geben, vertiefte Einblicke in die unterschiedliche soziale Arbeit und Pflege zu gewinnen, d.h. der Nutzen und die Notwendigkeit sozialer Arbeit soll „in den unterschiedlichen Sozial- oder Behinder­tenorganisationen sowie in den Einrichtungen der Altenhilfe erlebbar und nachvollziehbar gemacht wer­den“ . Es könne den Menschen, die auf Hilfe, Unter­stützung und Förderung angewiesen sind, nur nutzen, wenn Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger gut über die regionale soziale Arbeit informiert sind.

Die Hospitanten sollen in den Einrichtungen „ganz normal mitarbeiten,  z.B. Essen servieren, mit einem Pflege­dienst unterwegs sein, schwerstkörperbehinderte Kinder zur Schule bringen, in einer Behinderteneinrich­tung den Arbeits- bzw. Freizeitbereich mitgestalten oder im Integrativen Kindergarten helfen. Das schärfe dann auch den Blick der Entscheidungsträger für die aktuellen Problemlagen der Einrichtungen.

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Kommentare

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Chronist am :

Auch der Sozialausschuss hat die Idee einer Hospitation positiv aufgenommen. Namentliche Anmeldungen gab es gestern jedoch noch nicht...

Felix Staratschek am :

Haben die Politiker wirklich die Zeit, mal eine Woche lang, 7 Tage 7 bis 8 Stunden ab 6 bis 7 Uhr morgens in einem Pflegedienst mitzuarbeiten? Drunter dürfte es nicht viel bringen. Denn die wenigsten werden Vorerfahrung mitbringen. Erst wenn die Politiker mindestens eine Woche das Arbeitsleben mitgemacht haben, auch den Dienst am Wochenende oder Feiertagen, können diese sich ein Bild machen.

Chronist am :

Im Vorfeld der heutigen Ratssitzung hatte es zwar auch kritische Äußerungen von Kommunalpolitikern zu dem Antrag gegeben, aber dann wurde er doch diskussionslos und einstimmig angenommen. Was daraus nun wird, ist eine ganz andere Sache ...

Chronist am :

In der heutigen Sitzung des Behindertenbeirates berichtete Edwin Behrens, der Behindertenbeauftragte der Stadt Remscheid, über das rege Interesse von sozialen und Behinderten-Einrichtungen an Hospitationen von Kommunalpolitikern. Manche würden sogar vier bis fünf Hospitationen gleichzeitig anbieten. Behrens: „Ich war angenehm überrascht!“ Herbert Güthe, Vorsitzender des Behindertenbeirates, berichtete ergänzend, es gebe Anfragen von Kommunalpolitikern aus Nachbargemeinden, ob denn dieses Angebot auch für sie gelte. Und die Remscheider Politiker? Bisher hätten „nicht alle Fraktionen geantwortet“, räumte Behrens ein. Er will nun Ratsmitglieder gezielt ansprechen und die Fraktionen besuchen.

Chronist am :

In der gestrigen Sitzung des Sozialausschusses wurde Herbert Güthe etwas konkreter: Die Zahl der Kommunalpolitiker, die sich für eine Hospitation interessierten, liege "unter zehn". "Und vier davon gehören zur W.I.R.", freute sich Angelika Heinzel von der Wählergemeinschaft.

Chronist am :

Inzwischen hätten sich 20 Kommunalpolitiker für Hospitationen angemeldet, und einige von ihnen hätten sie auch schon hinter sich, berichtete Edwin Behrens, der Behindertenbeauftragte der Stadt Remscheid, heute im Sozialausschuss.

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