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Seniorin bringt 65.000 qm Wald in Genossenschaft ein

Pressemitteilung der Waldgenossenschaft Remscheid e.G.

Gisela Bock stammt aus Lüttringhausen.-Heute hat die 75-Jährige, die seit einigen Jahren in Freiburg i.Br. lebt, ihren Waldbesitz im Lüttringhauser Stadtwald der Waldgenossenschaft Remscheid übertragen. Sie kennt den von dem großelterlichen Bauernhof vor Jahrzehnten übernommenen Wald bereits von Kindesbeinen an, hat dort mit ihrem Vater nach dem Krieg z.T. selbst Bäume gepflanzt und freigeschnitten. Mit der Übertragung, die nicht im Wege der Schenkung, sondern als sog. Sacheinlage in die Waldgenossenschaft vollzogen wird, ist sie künftig Waldgenossin und somit Mitglied der Waldgenossenschaft Remscheid eG. Der Wald ist etwa 6,5 ha groß, besteht aus Fichten, Buchen und Lärchen und ist auch von der Autobahn A1 aus gut zu sehen. Viele Lüttringhauser werden den Wald durch Spaziergänge oder sportliche Aktivitäten kennen, hätten aber wohl kaum gedacht, dass es ein privater Wald inmitten des dortigen Stadtwaldes liegt.

„Mit der Übertragung an die Waldgenossenschaft bleibe ich unserem ehemaligen Familienwald in Lüttringhausen weiterhin verbunden. Mir sind der genossenschaftliche und solidarische Ansatz von Wald 2.0 sehr wichtig. Zugleich möchte ich dadurch die naturgemäße Waldbewirtschaftung dieser Flächen durch die Waldgenossenschaft dauerhaft sicherstellen“, erklärt Gisela Bock. Markus Wolff, Vorstandsvorsitzender der Waldgenossenschaft (Foto links), sieht die Übertragung auch als wichtiges Signal für mögliche Nachahmer: „Viele Waldbesitzer in Remscheid und Umgebung können oder möchten sich aufgrund ihres Alters oder ihres auswärtigen Wohnsitzes nicht mehr um ihren Wald kümmern. Genau dafür hat die Waldgenossenschaft das Modell der Übertragung als Sacheinlage konzipiert.“

Die Waldgrundstücke werden zunächst taxiert und bewertet, die Waldgenossenschaft unterbreitet verkaufswilligen Eigentümern anschließend entsprechende Angebote. Gezahlt wird dann entweder in Geld oder, wie bei Frau Bock, in Form von Anteilen der Genossenschaft, womit die enge Verbundenheit zum eigenen Wald erhalten werden kann. Die Waldgenossenschaft Remscheid eG, Deutschlands erste und bislang einzige Bürgerwaldgenossenschaft, wächst in Fläche und Mitgliederzahl. Ende Mai 2014 ist sie gut ein Jahr nach ihrer Gründung bereits gut 25 ha groß und hat 100 Mitglieder, sog. WaldgenossInnen. (Informationen sind auf der Website www.waldgenossenschaft-remscheid.de). 

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Kommentare

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Hans Gerd Göbert am :

Der Wald soll eine Einnahmequelle werden, so geistert es seit Monaten durch die heimische Presse. Vorgetragen von der städtischen Forstbehörde im Verbund mit etlichen anderen Interessengruppen. Studenten der Hochschule Höxter (warum eigentlich dort?) arbeiten seit rund vier Monaten an den Ergebnissen für Remscheid. Zuletzt erst wieder vor ein paar Tagen. Ist der Wald nicht bereits seit Jahrhunderten eine Einnahmequelle für alle Generationen? Allerdings wurde die nachhaltige Bewirtschaftung noch anders durchgeführt. Zum Beispiel mit gezielten Einzelentnahmen und dem Abtransport durch Rückepferde. Heute fällen u.a. Hightech-Holzfällmaschinen von Harvester Bäume im Sekundentakt und ersetzen unzählige Holzfäller. Wie man sieht, eine neuzeitliche Arbeitsplatzbeschaffung. Diese Geräte sind bestens geeignet für absolute Kahlschläge und zerfurchen den wertvollen, seit Jahrzehnten organisch gewachsenen Waldboden nach allen Regeln der Kunst. Das mag vielleicht waldwirtschaftlich ertragreich sein, ob es aber ökologisch sinnvoll ist, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. Da nun aber immer wieder berichtet wird, man müsse und wolle den Freizeitnutzen der Wälder errechnen und überlegen, in welcher Form man das auf die Nutzer umlegen könne, kräuseln sich mir die Nackenhaare. Eine Waldmaut oder ähnliches pro Jahr für jeden Bürger, der dann im Wald spazieren gehen darf? Bevor solche abstrusen Überlegungen noch weiter reifen, eines zur Klarstellung: In § 2 (FN 42) des Landeswaldgesetzes NRW und § 14 des Bundeswaldgesetzes steht unter Betreten des Waldes: Das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung ist auf eigene Gefahr gestattet. (Kostenlos, Punkt!) Nicht mehr und nicht weniger. Da steht nichts von Einnahmequellen durch Nutzer, also Spaziergänger, Läufer, etc., wie an den Talsperren. Wer dieses verbriefte Recht der Bürger anknabbern möchte, der hat mit Verlaub wenig Ahnung von den gesellschaftlichen und rechtlichen Zusammenhängen der Deutschen mit ihrem Wald und offenbar die Gesetze nicht immer griffbereit zur Hand. Irgendwie wird man den Verdacht nicht los, dass die weltweit gepriesene Waldgenossen-schaft Remscheid doch nicht dieses Erfolgsmodell ist, wie man uns bisher weismachen möchte? Verquere Denkmodelle,, wie man noch ein paar Euro generieren könnte, haben nach meiner Auffassung jedenfalls mit nachhaltiger, umweltbewusster Forstwirtschaft nichts zu tun. Holzauge seid wachsam!

M. Konarona am :

Sehr geehrter Herr Göbert, ich, als Waldgenossenschaftsmitglied lade Sie herzlich zur offenen Generalversammlung der Waldgenossenschaft am morgigen Samstag um 14 Uhr an der Waldkirche Lennep ein. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich dort vor Ort ein Bild der Ziele und Werte der Waldgenossenschaft machen würden. Vielleicht ändert sich ja Ihre Meinung bezüglich der Waldgenossenschaft (vielleicht natürlich auch nicht).

Hans Gerd Göbert am :

Sehr geehrte Frau/Herr? M. Konarona, ich freue mich über Ihre Einladung, zu der ich aber leider nicht kommen kann. Ich bin nicht Mitglied der Waldgenossenschaft und erhalte daher zwangsläufig und richtigerweise keine Einladung. Dennoch eine gute Idee von Ihnen, da ich die Waldgenossenschaft Remscheid absolut nicht infrage stelle. Wenn aber schon morgen die Generalversammlung stattfindet, ist für mich noch unverständlicher, warum Herr Wolff nun zum wiederholten Male öffentlich davon spricht, in Erwägung zu ziehen, künftig von den Bürgern und Nutzern des Waldes zu Erholungszwecken Gebühren zu erheben. Vor ein paar Tagen im RGA/Bergischen Anzeiger. Was soll das? Wenn das im Sinne der Mitglieder der Waldgenossenschaft sein sollte, finde ich, dass sie sich in diesem Punkt auf dem Holzweg befindet. Das wäre schade um eine gute Idee, und ich meine, man sollte diese Überlegungen tunlichst fallen lassen. Wahrscheinlich habe ich aber alles nur falsch verstanden?

Herr M. Konarona am :

Sehr geehrter Herr Göbert, zunächst einmal wären Sie als Gast sicherlich sehr willkommen gewesen. Gerne hätten wir auch mit Ihnen über Ihren Standpunkt vor Ort diskutiert. Leider kenne ich die Pressemitteilung, auf die Sie anspielen, nicht. Als Mitglied der Waldgenossenschaft würde ich eine solche Forderung aber auch nicht unterstützen. Nach meiner Auffassung geht es bei dem Projekt der "Waldleistungen" nicht um das Erheben von Gebühren, sondern eher um die Erhöhung der Wertschätzung für Wald durch die Bevölkerung. Immer wieder gibt es Diskussionen mal hier mal dort ein Stück Wald zu bebauen, auch in Remscheid. Damit geht eine wertvolle Fläche verloren. Mit den durch das Projekt generierten Zahlen hätte man als Betroffener eine Diskussionsgrundlage in der Hand, um einer Umwandlung der Fläche entgegenwirken zu können. Weiterhin soll das Projekt meines Erachtens den Forderungen der EU nach Integration der Grünen Infrastruktur (in diesem Fall "Wald") in nationale Bilanzen gerecht werden. (http://www.forstverein.de/landesforstvereine/nordrhein-westfalen/veranstaltungsberichte/content.php?cid=1399881122.83891). Schlussendlich bleibt zu sagen, dass es gut ist, dass die Waldgesetzte jedem Bürger das freie (kostenlose) Betreten der Wälder erlauben.

Hans Gerd Göbert am :

Sehr geehrter Herr Konarona. Die Artikel, die Sie ja nicht kennen müssen, sind u.a. "Der Wald soll eine Einnahmequelle werden" im RGA vom 05.04. und im Bergischen Anzeiger (RGA) vom 11.6.14.. Außerdem u.a. noch im Waterbölles vom 7.6.13 unter "Was ist uns der Wald in Remscheid eigentlich wert?" Warum schreibt unser Oberförster, dessen Sachverstand ich sehr schätze, denn unentwegt solche Dinge, die immer in Richtung Waldeintrittgeld tendieren? Habe ich ihn nur ganz falsch verstanden, oder hat er mit diesen Dingen gescherzt? Was soll das? Das hat mit der guten Idee der Waldgenossenschaft wohl nur wenig gemeinsam. Seit langer Zeit ist mir jedenfalls im Zusammenhang mit Wald und Parks und deren Nutzung oder "Umwidmung" nicht mehr zum Spaßen zumute. Ich freue mich jedoch über Ihre neutrale Betrachtungsweise der Schilderungen.

Stadt Remscheid am :

Auf Einladung des NRW-Umweltministeriums und der Universität Freiburg treffen sich bei den Technischen Betrieben Remscheid am morgigen Donnerstag Waldexperten der Region mit Vertretern verschiedener Remscheider Fachämter, der Bergischen Entwicklungsagentur, dem Wupperverband sowie der Stadtwerke, um über die Messbarkeit der Bedeutung von Remscheider Wäldern zu beraten. Bei dem Treffen sollen sogenannte Indikatoren erarbeitet werden, die verschiedene Ökosystemleistungen der Remscheider Wälder messbar und damit darstellbar machen. Diese sollen helfen, Informationen über die Bedeutung der Remscheider Wälder für die Bevölkerung und das Engagement der mit der Pflege und Bewirtschaftung betrauten Fachleute einfacher an Politik und Bürgerschaft zu kommunizieren, zum Beispiel mit Hilfe von Karten als Visualisierungsinstrument oder Kennzahlen zu den Bereichen Wasser, Klima, Erholung und Gesundheit. Neben Remscheid nehmen die Städte Köln, Essen und Bochum an dem Projekt teil. (Pressemitteilung)

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