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Rückblick: Remscheid im April 1997

Ihr 20-jähriges Bestehen feierte im April 1997 die bergische Industrie- und Handelskammer, eigentlich die älteste in Deutschland. 1977 hatten sich die IHK Wuppertal, Solingen und Remscheid zusammengeschlossen.

Im gleichen Monat sagte IHK-Präsident Jörg Mittelsten Scheid,  die wirtschaftliche Lage im Bergischen Land sei für die Unternehmen nach wie vor unbefriedigend. Nur bei einer Senkung der Arbeitslosenquote sei wieder mit besseren  Umsätzen zu rechnen.

Die Barmag in Remscheid kündigte im April 1997 an, noch im gleichen Jahr weitere 600 Stellen abbauen zu wollen. Damit hoffe man dann das umfangreiche Sanierungsprogramm abschließen zu können.

Drei Wochen lang präsentierten sich vor zehn Jahren die 17 Remscheider Handwerkerinnungen im Allee-Center. Ausstellungen und Aktionen galten dem Berufsalltag. Zum Abschluss seiner Aktionswochen spendete das Remscheider Handwerk an die Aktion „Menschen für Menschen, Karl-Heinz Böhms Äthopienhilfe“ 18.500 Mark.

Die Zahl der Ausbildungsstellen in Remscheid und Solingen ging 1997 im Vergleich zum Vorjahr nach Angaben des Arbeitsamtes deutlich zurück – und das bei einer gestiegenen Bewerberzahl. Danach fanden 1996 rund 1.750 Jugendliche eine Lehrstelle, 1995 waren es noch 1.900 gewesen.

Im April 1997 luden die Bergischen Symphoniker, das seit 1995 fusionierte Orchester der Städte Remscheid und Solingen, auf der Suche nach einem neuen Generalmusikdirektor sechs Bewerber zu Proben ein.

„Ladenhüter“ blieben vor zehn Jahren die neuen Saisonkennzeichen für Motorräder, Cabrios und Wohnmobile. Die Zulassungsstelle in Remscheid sprach von geringen Anmeldezahlen. Die Fahrzeugbesitzer wollten sich wohl nicht auf Jahre hinaus festlegen.

1997 erschien für die Städte Wuppertal, Remscheid und Düsseldorf erstmals ein gemeinsamer Psychotherapieführer. Das Institut für Medizinische Psychologie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf informierte darin über Therapeuten, Kosten und Methoden.

Alles nicht neu: Schon vor zehn Jahren kündigten die Stadtwerke der drei  bergischen Großstädte an, gemeinsame Strategien entwickeln zu wollen im Wettbewerb um Energiekunden. Eine Fusion sei nicht geplant, aber auch nicht ausgeschlossen, sagte damals der Direktor der Remscheider Stadtwerke, Wolfgang Roth.

Nachdem eine Musikerin im Stadttheater Remscheid nach dem Einatmen von Farbgerüchen ins Krankenhaus gebracht werden musste, gab Theaterleiterin Helga Müller-Serre im April 1997 Entwarnung: Die Arbeiten an einem neuen Bühnenanstrich seien abgeschlossen und es seien keine Gesundheitsschäden für die Besucher zu befürchten.

Beim Einsturz der Decke einer Lagerhalle in Remscheid entstand vor zehn Jahren ein Sachschaden von rund 650.000 Mark.

Neue Vorsitzende der Akademie Remscheid für musische Bildung und Medienerziehung wurde vor zehn Jahren Irmgard Merkt Professorin für Musik an der Universität Dortmund.

April 1997 beschloss der Hauptausschuss, dass die Stadt Remscheid dem weltweiten Umweltschutzprogramm „Agenda 21“ beitreten wird.

Im April 1995 berichtete die Stadtkämmerei, innerhalb von neun Monaten fast zweieinhalb Millionen Mark durch Geschwindigkeitskontrollen eingenommen zu haben. In dieser Zeit seien fast 60.000 Autofahrer geblitzt worden. Reingewinn nach Abzug der Kosten für Starenkästen und Radaranlagen:  1,5 Millionen Mark.

Gerade erst fertig gestellt, musste vor zehn Jahren ein Abschnitt der Remscheider Alleestraße wieder aufgerissen werden. Es hatte sich herausgestellt, dass die neue Pflasterung auf einer 50 Meter langen Strecke eine erhebliche Schieflage aufwies.

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