Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Rückblick: Remscheid im Mai 1997

In der dreistündigen Sondersitzung des Remscheider Hauptausschusses im Mai 1997 zum städtischen Haushalt forderte die SPD eine weitere Senkung der Personalkosten. Der Haushaltsentwurf ging vor zehn Jahren von Ausgaben über rund 460 Millionen Mark aus, denen Einnahmen über 410 Millionen Mark gegenüber standen. Dass kein Haushalts-Sicherungs-Konzept erstellt wurde, ohne das keine Genehmigung durch die Bezirksregierung zu erwarten sei, bemängelte CDU-Fraktionsvorsitzender Manfred Schwick.

Im Remscheider Rat erlaubte sich Grünensprecher Georg Wurth im April 1997 den Scherz, sich in die Anwesenheitsliste mit „Power-George“ einzutragen. Die CDU bestand darauf, dass er seinen bürgerlichen Namen hinzufügte. Nicht deswegen legte Georg Wurth im gleichen Monat Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht ein, sondern weil er vom Remscheider Amtsgericht wegen des Besitzes von 3,3 Gramm Marihuana verwarnt worden war. Das Urteil war danach vom Oberlandesgericht bestätigt worden. Wurth hatte mit der Selbstanzeige Legalisierung weicher Drogen befördern wollen.

Dass viele Schüler nur lesen, wenn sie unbedingt müssen, beklagte vor zehn Jahren die Fachkonferenz Deutsch des Remscheider Röntgen-Gymnasiums und schlug ein schulweites Literaturprojekt vor. Einen Tag lang fielen Mathematik und Latein aus. Dafür durften (mussten?) die Schüler den ganzen Tag lang lesen.

Statistisch konnte die Remscheider Stadtverwaltung im Mai 1997 das Vorurteil vom faulen Beamten widerlegen, indem sie die krankheitsbedingten Fehlzeiten untersuchte. Dabei stellte sich herraus, dass die Verwaltungsmitarbeiter im Schnitt weniger oft gefehöt hatten als Beschäftigte in der privaten Wirtschaft.

Der 30jährige Michael Stettberger, studierter Geographen, wurde im Mai 1997 als neuer neue City-Manager für Remscheid-Lennep vorgestellt. Seine Aufgabe: Lennep attraktiver machen. Für Stettberger war das die erste berufliche Stelle nach dem Studium. Darauf hatten sich insgesamt 44 Personen um beworben.

Eingeweiht wurde im Mai 1997 das Tuchmuseum in Remscheid-Lennep. Der Umbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung in der Freiherr-vom-Stein-Schule hatte rund 13O.OOO Mark gekostet, von denen die Anne-Hart-Stiftung zwei Drittel übernommen, ein Drittel Lenneper Vereine.

Der städtische Umweltausschuss beschloss vor zehn Jahren, 1998 in Remscheid eine Verpackungssteuer einzuführen - zehn Pfennige pro Einwegbesteck, vierzig Pfennig pro Einwegdose und fünfzig Pfennig pro Einweggeschirr.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Georg Wurth am :

Immer wieder lustig, nach so langer Zeit mal wieder zu lesen, was ich damals in RS so gemacht habe. Den Spitznamen nutze ich noch immer und an der Hanflegalisierung arbeite ich auch noch... Grüße nach Remscheid Powergeorge

Chronist am :

Inzwischen leitet "Powergeorge" alias Georg Wurth, ehemaliger Sprecher der Remsheider Grünen, in Berlin den Deutschen Hanft-Verband und nahmn an der Fernsehshow "Millionärsauswahl" teil. Die Zuschauer entschieden sich dabei für ihn als den Gewinner von einer Million Euro. Die will er nun in die Verbandsarbeit stecken.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!