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Förr alle Etenmaaker on Pottkieker

Seit März 2012 verwaltet das Stadtarchiv die schriftlichen Nachlässe von Walter von den Steinen, Fritz Knäpper und Anna Dicke; sie waren allesamt Kenner und Freunde des Remscheider Platt. Aber wer geht schon ins Archiv, um Platt zu lesen? Längst ist die Mundart aus dem Alltagsleben der Stadt verschwunden. Die „Plattkaller“ in der Denkerschmette bemühen sich noch, die Mundart wachzuhalten. Aber wie lange noch? Warum also nicht hin und wieder einen Text auf Platt im Waterbölles veröffentlichen?! Von einem unbekannten Verfasser stammt die folgende Beschreibung bergischer Spezialitäten:

Bungeäpel : keng nöü Erfendengk = Quälleäpel = affgequällte Eäpel met derr Paal. Jet wi'eten all, dat se met Herengksstipp en Belekatesse sind.

Drügen Rötsch: Dat es en Pannkuoken ut Buokwi'etenmehl, uach Buokwi'eten-rötsch genüömt. Äwwer, su ault uoch dat Rezept sinn kann, en Eten met Speck cn Olk em Diek,- hüödegendags kritt ömmes nit üöwerall dann Kroin, do mott he wall en Bioladen udder em Diabetekergeschäft frogen.On jetz können jät önk wongern: Dat kann et hie nit alt vörr hongerden van Joahren gägewen hann. Et stammt van em utlängesehen POLYGONUM FAGOPYRUM äff. Dat es an Plante ut em Orient on hett bi us „Heidekorn“ - op platt „Heddkoan“. Su schrieft st derr Halbach, dä sech jo öm sujet gekömmert hätt.

Lienewewer: En Kuoken noh dämm Gewerf. Dat mott dann wall guot geschmackt hann. Dat es en Panckuokendiek met drengeschni'eden gekockten Eäpel, märr kann se uoch met em Eäpelsdämmer ierschter kaputtmaken on drongerdoann. Do hätt derr Halbach en Spruok bi en et Buok geschri' ewen, et es nix Onaanstängeges: Lienewewer, Fitzkatau driet de Muoder en de Hemdesmau. (Zu erklären etwa so, dass bei den Leinewebern, die ja mit dem Weberschiffchen arbeiten, wobei man das Gewirke Getau nennt und das Schiffchen wegen seiner Schnelligkeit „fitscht“, also durch die Maschen bzw. Fadenreihen schlüpft. Der hochdeutsche Ausdruck "Fitschgetau" ist bekannt als die handwerkliche Betätigung.) Die Mutter bringt/trägt es in dieWerkstatt.)

Pillekuoken = Schnebbelskuoken: Es dämm Lienewewer ähnlech, äwwer de Piller, dat sind de kottgeschnebelten Eäpel met em betschen Mehl, dat gött dann dänn Kuoken. Eäpel hannt jo voll Water,drömswellen bruckt do keng Flössegki’et drahn.

Pottkuoken: Dat gieht alt en de süöte Rechtengk. Et es en Gemeng van rouhgeri’ewen Eäpeln met Sault, Päffer, Zucker, Hefe, ;Ei, döckes uoch Rosingen on Kränten. Wiäd en en Kookpott gedoann, da met Oleg utgeschmeärt es. He mott Stonden brötscheln, bes dat he net bruun on knuspreg es, - kann ut em Pott gegeten weären, äwwer uoch kault on wie Kröppels klenggeschni'eden en Schiewen verdellt weären De Schiewen hetten uoch Guoldfeschker, wenn se su nett guoldbruun geroden sind. St gött se en gruot on kli'nn.

Schmeärbre' i: Dö'chteg Eier, Mehl, Sault, jet Speck, Melk (nit su voll Mehl). Wiäd bi'en Brötscheln en derr Pann met ner Gaffel utri'engekratzt, dat es nit wie en Kuoken su fascht wiäd. Es ganz schier feädeg, - schmäckt op Schwabruot.

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