Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Gespräch zwischen Naturnutzern und Naturschützern

Pressemitteilung des Landschaftsbeirates

Nutzbares Land ist ein kostbares Gut und auch in Remscheid nicht vermehrbar. Diese Erkenntnis bestätigte sich erneut bei einem Gespräch von Mitarbeitern der Unteren Landschaftsbehörde (Sabine Ibach, Frank Stiller), des Landschaftsbeirates (Gabriele Lipka, Frieder Kottsieper) dem Vorsitzenden der Ortsbauernschaft, Andreas Kempe, und dem Landwirt Udo Buchholz. Anlass war die geplante Pflanzung einer Hecke zum Ausgleich für einen Eingriff in die Natur auf eigenem städtischem Gelände.

In Remscheid gibt es derzeit etwa 15 funktionierende landwirtschaftliche Betriebe, deren Ertrag der regionalen Ernährung (Futtermittel) dient. Die Höfe sind alle in Familienbesitz. Der Generationswechsel ist den Betrieben weitgehend gesichert. Die Wirtschaftlichkeit und damit Überlebensfähigkeit, ist jedoch nur erreichbar, wenn genügend Flächen in ausreichender Größe vorhanden sind, die auch mit modernen Maschinen bewirtschaftet werden können. Das betroffene Ackerland in der Nähe der Panzersperre wird nun durch die Pflanzung der Hecke unterbrochen. Artenvielfalt dagegen kann sich nur in strukturreichen Flächen entfalten. Dem rapiden Artensterben der letzten 20 Jahre entgegen zu wirken, macht die Pflanzung umso notwendiger.

Nordrhein-Westfalen hat täglich derzeit einen Flächenverbrauch für Bauland von etwa 10 ha. 1992 haben sich die Vereinten Nationen zu einer Reduzierung auf 0 ha im Jahr 2050 verpflichtet. „Ein Ausgleich für Wohn- oder Gewerbeflächen, ohne in die dringend benötigten landwirtschaftlichen Flächen einzugreifen, sollte entwickelt werden.“ So die Forderung von Andreas Kempe. „Der Natur muss das zurückgegeben werden, was ihr durch Eingriffe genommen wird. Das ist von existenzieller Bedeutung dem massiven Artensterben entgegenzuwirken und die Klimaerwärmung zu begrenzen“ ist die Aussage von Herrn Stiller.

„Der Landschaftsbeirat“ , so Frieder Kottsieper, “hat angeregt zu prüfen, wo Ausgleichsmaßnahmen auch in der Innenstadt möglich sind.“ Frau Ibach wies darauf hin, dass die Behörde sich der Problematik durchaus bewusst sei. Heute hätte man Projekte entwickelt, die die Lebensräume in den Naturschutzgebieten weiter aufwerten könnten. Da die behördliche Maßnahme, die den Betrieb Buchholz betrifft, nicht vermeidbar ist, wurde abgesprochen, die Heckenpflanzung mit nicht so hochwachsenden Heckengehölzen zu gestalten. Rückschnitte in sollen in angemessenen Abständen die Minderung der Erträge durch Beschattung auf den angrenzenden Flächen eindämmen.

Durch die zu erwartenden Eingriffe des DOC werden seitens der Landwirtschaft erhebliche Einschnitte befürchtet. Das Gespräch zwischen Naturnutzern und -schützern und der ausführenden Behörde hat Verständnis für die Sichtweise der unterschiedlichen Standpunkte gezeigt. Der Dialog soll weitergeführt werden: Nur so können geringstmögliche Belastungen für die Landwirtschaft und die weitest gehenden Lösungen für Natur und Landschaft entwickelt werden. (Gabriele Lipka, Vorsitzende des Landschaftsbeirates)

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!