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Bürgerinitiative befürchtet eine geringere Lebensqualität

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lennep e.V. ·

Das geplante DOC hat in den vergangenen Tagen einige Diskussionen und Überlegungen in Gang gebracht. So hat sich der Verkehrs- und Förderverein in seiner Mitgliederversammlung mit dem DOC beschäftigt und die Probleme, die ein DOC in Lennep mit sich bringen würde, angesprochen. Bezirksbürgermeister, Markus Kötter, „behält die Probleme im Auge“ und bekundet seine Absicht, mit der Bürgerinitiative ins Gespräch kommen zu wollen. Die Bürgerinitiative Lennep e.V. begrüßt dieses Gesprächsangebot.

Die Probleme, die allenthalben gesehen werden, sind in erster Linie der Verkehr mit all seinen Konsequenzen, wie Lärm, Feinstaub, erhöhtem Verkehrsaufkommen und Staus, der Verlust von altstadtnahen Parkflächen, der Verlust von zentrumsnahen Sportanlagen, einer Schule, des Brauchtumsplatzes und die Gefährdung der Umwelt und Gesundheit durch ein gigantisches Parkhaus. Der Ersatz der Feuerwehranlagen sowie die vielfältigen weiteren Probleme (z. B. Kaufkraftverluste des noch bestehenden Einzelhandels) wurden in diesem Zusammenhang gar nicht angesprochen.

Hinzu kommen erhebliche Belastungen für den Haushalt der Stadt Remscheid, da der viel zu niedrig angesetzte Kaufpreis nach unserer Auffassung für die Finanzierung der „Ersatzmaßnahmen“ keinesfalls ausreicht. Zehn Millionen Euro des Kaufpreises sollen dabei in das neue geplante Sportzentrum Hackenberg fließen. Wie vom Rest des Kaufpreises in Höhe von 15 Millionen die anderen Maßnahmen finanziert werden sollen, ist schwer vorstellbar. Und so hofft der Verkehrs- und Förderverein denn auch auf Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Nur können die Gewerbesteuereinnahmen nicht in Remscheid erzielt werden, denn bekanntermaßen werden die für das Outlet-Center vorgesehenen Filialisten nur einen Bruchteil ihrer Steuern in Remscheid zahlen, da der Großteil der Gewerbesteuer am Hauptsitz der Unternehmen zu zahlen ist.

Daher wird diese Hoffnung genauso unerfüllt bleiben wie die Hoffnung auf eine Lösung der städtischen Strukturprobleme durch einen auswärtigen Großinvestor. In Kauf genommen werden zudem massive Umweltprobleme und eine erhebliche Verschlechterung der Lebensqualität der Bürger.

Eine aktuelle Aufstellung über die Immobilienpreise und die Beliebtheit bei seinen Einwohnern (http://www.t-online.de/wirtschaft/immobilien/id_70307904/tid_toi_blob_preview/offset_0/immobilienpreise.html) zeigt Remscheid aktuell auf Platz 316 von 402, immerhin noch vor Oberhausen, Platz 342, und Neumünster mit Platz 319, beides Städte, die auf die Versprechungen von Großinvestoren eingegangen (und damit hereingefallen) sind. Vorne liegen Städte, denen es gelungen ist, Strukturschwächen mit eigenen Konzepten erfolgreich zu begegnen. Daher fordert die Bürgerinitiative Lennep e.V.

  • den Erhalt lebenswerter Verhältnisse in Lennep: die Gesundheit der Bürger Lenneps darf nicht den Interessen eines Investors geopfert werden
  • den Erhalt des typischen Stadtbildes
  • ein angemessenes Verhältnis von vorhandenen Straßen und Verkehr: kein Verkehrsmoloch in Lennep
  • eine zahlenmäßig konkrete Gegenüberstellung der erwarteten Einnahmen und Kosten (wie sie jeder Unternehmer für einen Investitionskredit seiner Bank vorlegen muss) als Grundlage für eine sinnvolle Diskussion insbesondere über das „Ob“ eines Outlet-Centers
  • ein eigenes städtisches Konzept zur Lösung der Strukturprobleme

Die Bürgerinitiative wird ihre Bedenken bis in übergeordnete Entscheidungsgremien tragen, um aufzuzeigen, dass die Voraussetzungen für eine endgültige Genehmigung so nicht vorliegen können. (Ursula Wilms)

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Ursula Wilms am :

Die Bürgerinitiative Lennep (BIL) wird am Samstag, 25. Oktober, von 10 bis 13 Uhr mit einem Stand auf dem Lenneper Wochenmarkt anwesend sein wird. Die BIL konnte den langjährigen Regionalverbandsvorsitzenden des Rheinischen Vereins, Dipl.-Ing. Haimo Bullmann, als kompetentes Mitglied gewinnen. Bullmann war in seiner Berufszeit Raumplaner bei der für die staatliche Regionalplanung zuständige Dienststelle in Düsseldorf und danach stellvertretender Stadtplaner in Solingen. Nach seiner Auffassung ist das geplante Outlet-Center in Lennep nicht mit den Zielen der Raumordnung und der bisherigen Landespolitik von NRW vereinbar.

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