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Unternehmer wollen für "Schaufenster" GmbH gründen

Vertreter der heimischen Wirtschaft - Klaus W. Kühn (Erbschloe) und Dr. Wolfgang Pütz (RGA) – haben am vergangenen Donnerstag Oberbürgermeisterin Beate Wilding, den Vorsitzenden der fünf Ratsfraktionen und leitenden Verwaltungsmitarbeitern erläutert, wie sich die heimische Unternehmerschaft eine Realisierung des Regionale-Projekts  „Schaufenster der Wirtschaft“ am neuen Hauptbahnhof vorstellen könnte. Danach sollen etwa siebzig heimische Unternehmer bereit sein, darin eigenes Geld zu investieren. Das von Kühn erarbeitete „Geschäftsmodell“ geht von gleichbleibenden „verlorenen“, d.h. nicht rückzahlbaren Zuschüssen in Höhe von zwei Millionen Euro aus (1,6 Millionen vom Land und 600.000 von der Stadt), sieht allerdings eine Verkleinerung des Baukörpers von vier auf drei Geschosse vor. Als Laufzeit der Mietverträge für das „Schaufenster der Wirtschaft“ sind zehn Jahre vorgesehen. Auch solle sich die städtische Wirtschaftsförderung dort anmieten, wird im Kühn-Papier (erneut) vorgeschlagen. Nun will die Verwaltung kurzfristig klären, ob das Land weiterhin, d.h. auch bei einem verringerten Projektumfang und bei einer mit zehn Jahren relativ kurzen Vertragslaufzeit zu seiner (bisher lediglich mündlichen) Zuschuss-Zusage steht. Womöglich wäre auch zu klären, ob ein solcher Zuschuss nach EU-Recht nicht eine unzulässige Subvention darstellen würde, sofern es sich bei dem künftigen Eigentümer bzw. auch Betreiber des „Schaufensters“, wie jetzt vorgeschlagen, um eine GmbH handelt, deren Gesellschafter Unternehmer aus Remscheid und der Region, die städtischen Tochtergesellschaften ewr GmbH und Stadtsparkasse sowie der Hauptbahnhof-Investor BHH sein sollen, denen für das eingesetzte Kapital eine ausreichende Rendite in Aussicht gestellt wird. Das bisher in der Bundesrepublik beispiellose Projekt wird derzeit wie folgt kalkuliert:

150.000 Euro Grunderwerb, 7.348.637 Euro Baukosten, 375.000 Euro für eine ansprechende Fassade, 300.000 Euro für eine Beschattungsanlage, 100.000 Euro für Wasserückhaltung / Sprinkler, 675.000 Euro für Haustechnik und 130.000 Euro für bewegliche Wände sowie 1.284.196 Euro für Baunebenkosten ergeben zusammen 8.782.833 Euro. Bei der Berechnung des Kapitalbedarfs wird davon ausgegangen, dass die öffentlichen Zuschüsse von zwei Millionen Euro der Besitzgesellschaft als eigenkapitalähnliche Mittel zur Verfügung stehen. Insofern bräuchten dann noch 6.128.611 Euro durch Kredite finanziert werden, woraus sich pro Jahr ein Betrag für Zins und Rückzahlung in Höhe von 429.000 Euro ergeben würde. Der vorgelegte Geschäftsplan sieht weiter vor, dass die Unternehmer, die sich an dem neuen „Schaufenster“ beteiligen wollen,  an Eigenkapital insgesamt rund 525.000 Euro einbringen werden, jeder einzelne von ihnen zwischen 5.000 und 10.000 Euro – also eine „sehr überschaubare“ Summe.

Für die Wirtschaftsausstellung in dem neuen Gebäude sind auf zwei Ebenen insgesamt 1.061 Quadratmeter reserviert (10 qm2 als kleinste Einheit) zum Preis von 16 Euro pro qm2 einschließlich Nebenkosten.  Der Tagungs- und Seminarbereich soll bei variablen Raumgrößen von 25 bis 500 qm2 insgesamt 553 qm2 umfassen, der in Gründung befindliche Businessclub (nur für Mitglieder) 230 qm2 und die zu vermietenden Büroräume insgesamt 300 qm2, davon allein 250 qm2 für die städtische Wirtschaftsförderung. Für deren bisherige Räume der Wirtschaftsförderung im Ämterhaus an Friedrich-Ebert-Platz müsste dann ein neuer Mieter gefunden werden. Der Quadratmeter Bürofläche im „Schaufenster“ wird mit 13 Euro incl. Nebenkosten kalkuliert. Ob zu diesem Preis auch die Räume im Ämterhaus zu vermieten wären, käme auf einen Versuch an. Einem Auszug der Wirtschaftsförderung aus dem gerade erst bezogenen Ämterhaus stand die Remscheider Kommunalpolitiker bisher allerdings mehrheitlich ablehnend gegenüber. Deshalb ist nicht ausgeschlossen, dass hier eine Rechnung ohne den Wirt gemacht wurde.

Trackbacks

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Die Risikobereitschaft der Remscheider Unternehmer beim „Schaufenster der Wirtschaft“ scheint größer zu sein als erwartet. Das macht Rückfragen der Stadtverwaltung bei der Bezirksregierung in Düsseldorf beinahe zur Formsache. Denn wie Klaus W. Kühn (Erbsc

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Waterbölles-KommentarPsst, haben Sie schon gehört? Vorigen Donnerstag soll es im Rathaus ein konspiratives Treffen gegeben haben.  Das darf eigentlich niemand wissen. Aber Sie wissen ja: Alles kommt raus. Mal früher, mal später. In diesem Fall früher. Am

Kommentare

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Chronist am :

„Das Verfahren läuft“, zitiert die Bergische Morgenpost in ihrer heutigen Ausgabe Sven Wiertz, Referent der Oberbürgermeisterin. Damit ist die Anfrage der Stadt bei der Bezirksregierung in Düsseldorf gemeint, mit welchem Förderbetrag beim „Schaufenster Der Wirtschaft“ gerechnet werden könnte. Erbschloe-Firmenchef Klaus W. Kühn, der den am Donnerstag vorgestellten „Geschäftsplan“ erarbeitet hatte, sagte der BM, auch bei einer Verkleinerung des Projektes um ein Viertel könne die Förderung nicht kleiner ausfallen. Für das „Fundament“ des „Schaufensters“ sind Kühn zufolge mehrere Lösungen möglich, neben der bisher genannten GmbH auch ein Fonds. Ein Konzept zu diesem Punkt soll offenbar noch folgen.

Chronist am :

Eigentlich wurde ja allgemeines Stillschweigen über die Donnerstagsrunde im Rathaus vereinbart. Aber eigentlich hält sich längst niemand so recht mehr dran. Dem Hauptausschuss teilte Baudezernent Helmut Kennepohl heute mit, die Verwaltung werde "nun umgehend zu einem Gespräch aller am Schaufenster interessierten Unternehmer einladen, um die Gründung der Investoren- und Betreibergesellschaft vorzubereiten". Und: "Die Gespräche zur Vorbereitung des Förderantrages sind bei der Bezirksregierung Düsseldorf avisiert und werden in den kommenden Tagen stattfinden".

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