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DGB warnt vor sinkenden Renten und Altersarmut

Pressemitteilung des DGB

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat vor sinkenden Renten und zunehmender Altersarmut in Remscheid gewarnt. „Männer, die 2013 in Remscheid erstmals eine Altersrente bezogen haben, erhielten im Schnitt 958,45 Euro pro Monat. Frauen mussten mit 502,24Euro auskommen“, erklärt Martin Klück, Vorsitzender des DGB Stadtverbandes Remscheid. Anlass zur Sorge gebe dabei das ständig sinkende Rentenniveau. Hatten Neurentnerinnen und –rentner im Jahr 1990 noch Anspruch auf über 50 Prozent ihres durchschnittlichen Einkommens, müssen sie heute mit nur 45 Prozent auskommen. Dieser Trend wird sich mit dem demografischen Wandel noch verschärfen. „Wir müssen davon ausgehen, dass die heute junge Generation künftig wesentlich länger arbeiten muss und dennoch niedrigere Rentenansprüche erwirbt“, so Klück weiter. Auch Durchschnittsverdiener/innen hätten damit immer größere Schwierigkeiten, ihren Lebensstandard auch nur annähernd aufrechtzuerhalten. Besonders hart trifft es aber Menschen mit kleinen Einkommen. Sie laufen sogar Gefahr, lediglich Rentenansprüche zu erwirtschaften, die unter dem Grundsicherungsniveau liegen. Der DGB setzt sich dafür ein, diesem Trend konsequent gegenzusteuern. „Erstens müssen wir unser Rentensystem nachhaltig sichern. Wir schlagen vor, den Beitragssatz moderat anzuheben – von heute 18,9 Prozent auf schrittweise 22 Prozent bis 2030. Dadurch können weitere Rentenkürzungen verhindert und eine Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters ausgesetzt werden. Zudem brauchen wir mehr gute Arbeit. Faire Löhne sind die beste Garantie für auskömmliche Renten. Der von den Gewerkschaften durchgesetzte gesetzliche Mindestlohn ist ein wichtiger Schritt gegen Lohndumping, weitere Maßnahmen müssen folgen“, so Klück. (Thomas Ziegler)

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