Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Machen zusätzliche Werbebotschaften die Stadt wirklich schöner?


Der "Werbe-Löwe" auf dem Grünstreifen der Elberfelder Straße. Foto: Lothar Kaiser

Löwe über dem Bürgersteig.Foto: Lothar Kaiser

Der steinerne Löwe auf dem Theodor-Heuss-Platz (rechts im Bild)  hat im Stadtbild von Remscheid seinen „Alleinvertretungsanspruch“ verloren. Denn seit der gelungenen “Löwenparade“ (siehe Waterbölles-Video auf YouTube) sind bei der Stadtverwaltung mehr als 20 Anträge von Firmen eingegangen, denen es nicht reicht, ihre Löwen-Plastiken als Firmenwerbung auf dem eigenen Gelände auszustellen oder an der Fassade des eigenen Geschäftshauses anzubringen (Foto links), sondern sie möchten ihn gerne einer größeren Öffentlichkeit präsentieren. Die Genehmigung für eine derartige Sondernutzung öffentlichen städtischen Geländes erhielt beispielsweise auch die Fa. Radke. Diebstahlsicher auf einem stabilen Holzgestell montiert, steht deren Löwe nun auf dem Mittelstreifen der Elberfelder Straße / Ecke Hochstraße (Foto oben), und erinnert nicht nur an die Löwenparade als Publikumsmagnet, sondern wird von den Passanten und Autofahrern selbstverständlich auch als Werbeträger der Firma wahrgenommen - und soll es ja wohl auch.

Man sollte meinen, die finanzschwache Stadt Remscheid würde sich diesen Werbeeffekt für einzelne Firmen von diesen bezahlen lassen. Doch dem ist nicht so. Das sei zwischen der damaligen Oberbürgermeisterin Beate Wilding und der heimischen Wirtschaft schon im Vorfeld der Löwen-Aktion verabredet worden, verlautete auf Nachfrage aus dem Stadtmarketing. Und daran halte sich jetzt auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Allerdings müsse in jeden einzelnen Fall von der Firma ein Antrag auf Sondernutzung öffentlichen Geländes gestellt werden. Bei 162 bekannten Plastik-Löwen in der Stadt – tatsächlich sollen mehr als 200 verkauft worden sein, heißt es – ist also in nächster Zeit noch mit weiteren Anträgen zu rechnen. Der Grünstreifen auf der Elberfelder Straße ist lang... Und auch an anderen Straßenkreuzungen im Stadtgebiet dürfte sich mit einigem Wohlwollen ein Platz für einen „Werbelöwen“ finden lassen.

Richtig, das ist leicht ironisch gemeint. Gewiss: Die Löwen-Aktion förderte das Wir-Gefühl der Remscheider; gut so! Und gegen Löwen in der Öffentlichkeit wäre auch künftig nichts einzuwenden, wenn es sich um fantasievoll bemalte Plastiken handeln würde – ohne viel (Werbe-)Schrift! Wenn aber die einzelnen Werbebotschaften im Vordergrund stehen, mag Remscheid durch eine Fortsetzung der Löwenparade auf öffentlichen Straßen und Plätzen zwar bunter werden. Aber auch schöner?

Trackbacks

wupperart.de am : Stadtmarketing und Nazikultur – Remscheid kaum zu toppen

Vorschau anzeigen
Und du dachtest schon, es ist vorbei … Die ganze Schönheit ist aktuell nun hier zu sehen: Foto: Michael Mahlke Interessant wäre jetzt zu wissen, welche Auswirkungen es auf Autofahrer hat, wenn sie an einer Ampel in das Maul eines zähnefletschende…

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Brigitte Dörpinghaus am :

Wir hatten in einer Gruppe mit mehreren Freunden einen sehr schönen Tag der Löwenparade. Auf dem Rathausplatz haben wir die vielen wirklich kunst- und phantasievoll gestalteten Löwen ausgiebig bestaunt und haben sehr bedauert, dass sie demnächst in alle Winde verstreut sein würden. Ich freue mich nun über jeden Löwen, den ich irgendwo wiederfinde und habe mir von Anfang an gewünscht, dass sie nicht alle in den Gebäuden verschwinden. Remscheid lebt von und mit seinen Firmen, Dienstleistern und Vereinen. Wenn diese dann auf eine solch tolle Art Werbung mit "Remscheider Wiedererkennungswert" machen, kann man sich doch nur freuen. Nicht alles kaputtreden. Triste Ecken gibt es leider genug.

Lothar Kaiser am :

Der Mittelstreifen der Elberfelder Straße bietet Platz für mehr als nur einen Werbe-Löwen....

Harald Fetsch am :

Herr Kaiser, da gehe ich mit Ihnen konform. Wenn die Löwen im Zusammenhang mit der Firma oder dem Geschäft davor im Straßenraum aufgestellt werden, ist dagegen nichts zu sagen. Aber "wilde" Stadtmöblierung irgendwo mit irgendwelchen bunten Löwen, wem soll das was bringen? War das wirklich die Zusage von Frau Wilding? Das Bild zeigt ein abschreckendes Beispiel, aufgebockt auf einem Bau-Lehrgerüst. Ist das die Vorbereitung für den Bau einer Straßenbahnlinie oder einer U-Bahn? Manchmal ist gut gemeint nicht immer gut gemacht. Vor einem Restaurant an der Schüttendelle ist ein sehr ansprechender Löwe aufgestellt. Dafür wurde in den Böschungshang ein Abstellplatz gegraben. Das wirkt wie ein Abfalltonnenplatz. Ein Podest wäre wirkungsvoller und stimmiger gewesen.

Chronist am :

„Der Waterbölles hat immer was zu meckern. Immer, immer, immer. (...) Ich lese ihn täglich, und er geht mir auf die Nerven. Warum ich ihn dennoch lese? Ich bin städtische Angestellte und möchte wissen, was der Gegner denkt.“ (Anonymer Kommentar eines „Papagena Vogelmädchens“ in der Facebook-Gruppe „Du weißt Du bist Remscheider wenn ..........“.

Wolfgang Rau am :

Na, wer will denn da noch sagen, unsere Verwaltung habe keine Bürgernähe ... und manches lässt sie gar noch mit einem rosa-rotem Lichterguss erstrahlen ;-). Schön auch, wenn sich die Mitarbeiter so mit ihrem Laden - vom kritischen Bürger genervt - identifizieren und Korpsgeist beweisen. Ein feste Burg steht da auf dem Berg.

Dirk Schaefer am :

Seit heute stehen auch am Zentralpunkt auf den begrünten Verkehrsinseln zwei Löwen! Aber nicht auf lieblos zusammen geschraubten Gerüsten,sondern auf silbernen Podesten. Auch gibt es keine sichtbare Werbebotschaft.

Lothar Kaiser am :

Habe die bunten Löwen am Zentralpunkt im Vorbeifahren gesehen und keine Firmenwerbung entdecken können. Es sind also offenbar Löwen, die ausschließlich für diese Stadt werben. Gefällt mir irgendwie besser.

Bärbel Lanzrath am :

Ob der Löwe auf der Elberfelder Straße zur Verschönerung des Stadtbildes beiträgt, sei dahin gestellt, im Großen und Ganzen, gefallen mir die bunten Löwen aber gut und beleben das Stadtbild.

Wilhelm Wunderlich am :

Es war ein löwenstarker Tag! Überwiegend Remscheider Firmen habem mit ihren phantasievoll gestalteten Löwen zu diesem Erfolg beigetragen. Ich begrüße, wenn mehr und mehr dieser Löwen - auch mit Firmenwerbung - das Stadtbild bereichern. Alles unter dem Motto "Remscheid, eine löwenstarke Stadt!". Vielleicht finden sich da noch Anregungen, wie man den einen oder ander Löwen besser repräsentieren könnte. Dies alles in der Hoffnung, das Remscheid sich bleibend zu einer löwenstarken Stadt etabliert.

Klaus Konkel am :

Vielleicht könnte die "Löwenparade" beim nächsten Lenneper Karnevalszug mitlaufen und Löwenbonbons an die Menge verteilen. Stadtteil-Events zur 85 Jahrsfeier wäre die Anregung.

Harald Fetsch am :

Heute Artikel in der BM: Der OB und der Vorsitzende des Landschaftsbeirates möchten Remscheid innerstädtisch grüner machen, unter anderem mit mehr Grünflächen. Gleichzeitig werden Grünflächen und Wälder bebaut. Als Kunst oder Werbung deklariert ist es trotzdem eine Bebauung. Oder braucht Remscheid mehr Grünflächen für die Aufstellung von Werbeplastiken? Natur wird anscheinend erst durch Bekunstung richtig schön. Oder kann man Grünflächen auch einfach mal Grünflächen sein lassen? Deshalb nennt man sie so.

Hans Gerd Göbert am :

Wie wäre es denn gewesen, wenn sich Verwaltung, Politik und auch der Landschatdsbeirat explizit gegen die Vernichtung uralter Parks mit wertvollsten Baum-und Strauchbeständen gestemmt hätte, statt dort neue Discountermärkte entstehen zu lassen? Das zu großen Teilen Grünflächen im Mannesmannpark, die sogar durch einen konkreten Durchführungsplan, heute sagt man Bebauungsplan, geschützt waren. Mal sehen, welche Interpretation in der Bezirksvertretung Süd heute dazu aufgetischt wird? Dort hat sich der Landschaftsbeirat stets in beredtes Schweigen gehüllt. Über flächendeckendes Grün verfügt die Innenstadt aber schon seit langer Zeit. Man sagt allerdings Wildkräuter dazu.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!