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Patenschaftsprojekt für Kinder psychisch kranker Eltern

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Auftaktveranstaltung am 11. November

Um die Öffentlichkeit über dieses das neue Patenschaftsprojekt zu informieren und geeignete Paten zu gewinnen, lädt die Psychologische Beratungsstelle alle an einer Patenschaft interessierten Bürgerinnen und Bürgerzu einer Auftaktveranstaltung für Dienstag, 11. November, um 17 Uhr, im Historischen Zentrum der Stadt Remscheid - Werkzeugmuseum - Cleffstr. 2-6, ein. Über Zusagen bis zum 6. November freuen sich per Email unter EFSBeratung@remscheid.de">EFSBeratung@remscheid.de oder unter Tel. RS 1636 60 oder 163888 Fachdienstleiterin Gabriele Koch und ihr Stellvertreter Michael Scharmann. 

  • 17.00 Uhr Grußworte von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Prof. Dr. Klaus  Windgassen,  Ärztl. Direktor der ev. Stiftung Tannenhof
  • 17.15 Uhr Vorstellung des Projektes
  • 17.30 Uhr Auswirkungen einer psychischen Erkrankung auf das familiäre Miteinander
  • 17.45 Uhr Zur Begleitung der ehrenamtlichen Kinderpaten referiert als ehrenamtliche Koordinatorin Ursula Roth (Kindertagesstättenleiterin im Ruhestand), 
  • 18.00 Uhr Die Zusammenarbeit im Netzwerk „Kleine Helden“ erläutert Marc Schneider, Sprecher des Netzwerkes, 
  • 18.15 Uhr Fragen/ Diskussion.Die Erziehungs-, Familien- und Schulberatung der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt Remscheid bietet seit 2007 Familien, in denen ein Elternteil psychisch erkrankt ist, ein besonderes Beratungsangebot an. Im Mittelpunkt dieser Beratung stehen die Auswirkungen der psychischen Erkrankung des Elternteils auf die Familienbeziehungen und die Kinder. In der Arbeit mit den Familien zeigte sich, dass es neben den bestehenden intensiven Jugendhilfemaßnahmen oftmals einer anderen, niederschwelligen, lebenspraktischen und alltagsnahen Hilfe bedarf - ein Angebot, das dem psychisch kranken Elternteil Entlastung im Alltag bietet und den Kindern kleine Auszeiten ermöglicht. Psychisch kranke Eltern haben phasenweise eine sehr beeinträchtigte Belastbarkeit und können dann die Bedürfnisse ihrer Kinder phasenweise nicht wahrnehmen. Sie isolieren sich vom gesellschaftlichen Leben. Oft fehlen soziale Netze, die ausgleichen können.

Die Kinder und Jugendlichen brauchen jedoch verlässliche Bezugspersonen, die sie  im Alltag begleiten, die Vertrauen und Sicherheit vermitteln. Erwachsene, die Verantwortung übernehmen und ihnen uneingeschränkt Zuwendung und Aufmerksamkeit schenken. Und die dazu beitragen, dass sich ihr Selbstwertgefühl  stärkt. So entwickelte sich die Idee, ein Kinder-Patenschaftsprojekt zu initiieren. Im Zentrum der Patenschaft steht die förderliche Beziehung zwischen dem Kind oder dem Jugendlichem und dem Paten – egal, ob Frau oder Mann. Die Kinder sind in der Regel fünf Jahre und älter und verbringen zwei bis vier Stunden wöchentlich miteinander. Grundvoraussetzung für eine Kinderpatenschaft sind besondere Eigenschaften und Fähigkeiten der Paten

  • Zeit haben und Zeit geben,
  • Über Geduld und Ausdauer verfügen,
  • Gelassenheit besitzen,
  • Persönliche Stabilität,
  • Empathie und wertschätzende Haltung,
  • Kommunikations-und Kooperationsfähigkeit,
  • Reflexionsbereitschaft,
  • Humor und Leichtigkeit.

Patenschaften im Kontext sozialer Arbeit sind zusätzliche Angebote durch Ehrenamtler, die durch die Anbindung an die Psychologische Beratungsstelle qualifiziert und begleitet werden. Durch die Anbindung an die Psychologische Beratungsstelle der Stadt Remscheid wird sichergestellt, dass die Paten

  • eine umfassende   Einführung erhalten,
  • in  der Ausübung ihres  Ehrenamtes begleitet werden,
  • moderierte monatliche Gruppentreffen der Paten/innen organisiert werden,
  • eine Anleitung zum praktischen Handeln erfolgt,
  • kollegiale Beratung moderiert wird und
  • den Paten regelmäßige Supervisionen angeboten werden.

Im Gegensatz zu professionellen Angeboten wird die Unterstützung durch engagierte Bürgerinnen und Bürger erbracht. Die Entscheidung für eine Patenschaft setzt die Freiwilligkeit aller Beteiligten voraus, die der Eltern, die des Kindes/des Jugendlichen und auch die des Paten. Was miteinander unternommen wird, wird gemeinsam vereinbart. Hauptziel ist es, dass das Kind und der Pate gemeinsam unbeschwerte Zeit verleben – und dass das Interesse des Kindes an Freizeitangeboten wie Sport, Literatur, Kultur, Spielangebote, geweckt wird und es bei seinen Hobbies unterstützt und begleitet wird. Die Paten werden durch eine ehrenamtlich tätige Koordinatorin - in ihrer Arbeit unterstützt. Was Kinder- Paten nicht sind: Baby-Sitter, Taxifahrer, Nachhilfelehrer, Missionare  mit ethischem/moralischem/religiösem „Auftrag“, Ersatz für erforderliche professionelle Hilfeangebote.

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