Skip to content

Zweites Handyparksystem für Remscheid startet heute

Links im Bild Udo Wilde, rechts Christoph Schwarzmichel. Foto: Lothar Kaiser

Für Besitzer von Smartphones bietet das neue Handyparksystem „sms&park, das heute in Remscheid startet, eine App, die neben dem digitalen Bezahlen der Parkgebühren auch das Bestellen von Taxis und Infos zum ÖPNV ermöglicht. Die Smartphone-App „TraviPay“ zeigt dem Nutzer automatisch die richtige Parkzone an, und dann ist nach einem Klick auf das Display nötig der Parkschein auch schon bezahlt. Auch hier wird automatisch über die Mobilfunkrechnung oder das Prepaid-Guthaben abgerechnet. Zusätzlich stehen in der App - nach Registrierung - die Bezahlkanäle SEPA Lastschrift und Kreditkarte zur Verfügung.

Die Firma „sunhill technologies“ aus Erlangen ist der zweite Anbieter, der mit der Stadt Remscheid einen Vertrag über papierloses Parken in den Parkzonen in der Innenstadt abgeschlossen hat. Udo Wilde, Bereichsleiter Verkehrstechnik und Beleuchtung bei der Stadt: „Ich kann an meinem PC künftig genau sehen, wer das neue System wo nutzt!“

Christoph Schwarzmichel, Geschäftsführer der „sunhill technologies GmbH“, erläuterte am Parkschein-Automat an der Konrad-Adenauer-Straße, wie das neue System funktioniert: „Einfach das eigene Kennzeichen mit Zeitangabe an die ausgeschilderte Kurzwahlnummer der jeweiligen Parkzone senden!“ Wenige Sekunden später der Autofahrer seinen digitalen Parkschein per SMS auf sein Handy. Und zehn Minuten vor Ablauf der gebuchten Parkzeit folgt eine Erinnerungsnachricht und gibt dem Nutzer die Gelegenheit, von unterwegs aus die Parkzeit zu erlängern. Dauert beispielsweise der Einkauf oder der Arzttermin länger als geplant, kann mit „sms&park“ auf diese Weise der ärgerliche Strafzettel verhindert werden.

Die automatische Abrechnung erfolgt über die Mobilfunkrechnung der deutschen Mobilfunkunternehmen, mit denen Kooperationsverträge bestehen Schwarzmichel: „Somit ist eine barrierefreie und spontane Anwendung für jeden Besitzer eines Mobiltelefons gewährleistet!“ Die Brötchentaste ist über „sms&park“ allerdings nicht buchbar; dafür muss weiterhin der Parkscheinautomat genutzt werden. Jedoch lässt sich die „Brötchen-Zeit“ mit einem Handyticket von unterwegs aus verlängern. Weitere Infos zum neuen System sollen an den Parkscheinautomaten zu finden sein. Viel Platz ist dort allerdings nicht mehr. Denn er erste Anbieter eines Handyparksystems ist dort bereits mit Schildern vertreten. Dessen monatlicher Umsatz in Remscheid soll sich übrigens im zweistelligen Euro-Bereich bewegen...

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Bernd Quinting am :

Handyparken ist eine begrüßenswerte Innovation, jedoch sollte nicht vergessen werden, dass dies mit Zusatzgebühren, zum einen für den Anbieter, zum anderen für die Abrechnungsstelle, hier der Mobilfunkanbieter, verbunden ist. Es sollen wohl je 0,12 Cent, das heißt 0,24 Cent je Parkvorgang sein.

Günter am :

Ich finde es unmöglich. Wieviel ältere Menschen, oder Leute wie ich die mit dem neuen digitalen Kram nicht umgehen können werden von der Stadt gezwungen zu Fuß unterwegs zu sein. Mit welchem Recht bestimmt da jemand über mich und mein Verhalten. Wenn ich genötigt werde so etwas mitmachen zu müssen sehe ich schwarz für unsere Meinungsfreiheit

Jürgen Koball am :

Die ältere Generation muss im Alltag mitgenommen werden. Da hilft auch keine Pseudoveranstaltung wie die "Woche der älteren Generation".

Stefan Holzhauer am :

Die analogen Mitbürger, die hier darüber meckern, dass es Fortschritt gibt, haben offensichtlich nicht verstanden, dass es sich um ein Zusatzangebot handelt. Die "ältere Generation" in ihren übermotorisierten, übergroßen SUV darf die Tickets selbstverständlich wie im Spätmittelalter am Automaten zahlen, und das ganz ohne dass jemand "über ihr Verhalten bestimmt" und ohne dass jemand zu irgendwas "gezwungen" wird. Dieser Kommentar kann Spuren von Sarkasmus enthalten.

Susanne Fiedler am :

Das Handyparken ist ja eine praktische Sache -für den/die es kann und hilft beim Parken, falls das nötige Kleingeld nicht da ist. Mich irritiert nur die Aussage des Bereichsleiters für Verkehrstechnik, dass er künftig genau sehen kann, wer wo wie lange parkt. Da frage ich mich, ob er die DSGVO nicht kennt. Ich fühle mich durch eine solche Einlassung sehr irritiert und frage mich, ob das die schleichende Einleitung der Überwachung des öffentlichen Raumes ist.

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!