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Stadt plant 12,8 Hektar Gewerbefläche an der Borner Straße

Das entlang der Borner Straße geplante Gewerbegebiet (“Erdbeerfelder“) soll in östlicher Richtung größer ausfallen als bisher vorgesehen. Während die Bezirksvertretung Lennep diesen Ergänzungsbeschluss zum Regionalen Gewerbeflächenkonzept am Mittwoch abgelehnt hatte mit der Begründung, die privaten Grundbesitzer sollen nicht zum Verkauf bereit, stimmten die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr dem neuen Steckbrief dieser „regional bedeutsamen Potenzialfläche“ (Vorlagentext) am Donnerstag zu – mit Ausnahme von Roland Kirchner (auch Mitglied der BV Lennep). Speziell ihn hatte Stadtplanerin Sigrid Burkhart vor der Abstimmung darauf hingewiesen, dass die Stadt Remscheid einen großen Teil des Geländes (den westlichen) bereits besitze und die „Verkaufsunlust“ auf die privaten Grundbesitzer nicht generell zutreffe, sondern nur auf eine Eigentümergemeinschaft. Das aber dürfe die Stadt nicht daran hindern, die landwirtschaftlich genutzten Flächen als Gewerbegebiet auszuweisen, meinte York Edelhoff, Sprecher der SPD im Ausschuss. „Denn neue Gewerbeflächen braucht die Stadt dringend!“

In dem neuen Steckbrief wird das ca. 12.800 Quadratmeter große Gelände im Gebiet Borner Straße / Schürenfeld wie folgt beschrieben: „Es ist eine hochwertige Gebietsentwicklung mit Biotopvernetzungen in den Regionalen Grünzug und die Ermöglichung innovativer Betriebsformen beabsichtigt. Grundlage der Neuabgrenzung ist neben der Eignung eine in Aussicht gestellte regionalplanerische Ausweisung. Der überwiegend freie Bereich soll als neues Gewerbegebiet prioritär entwickelt werden. Das Gebiet wird auch als Projekt zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur mit hoher Priorität verfolgt. In Remscheid sind u. a. die Cluster Automotive und Werkzeuge stark vertreten. Entlang der Borner Straße befinden sich erhebliche Flächenanteile im kommunalen Besitz und eine Anbindung an die B 51 ist beabsichtigt. Voraussetzung für eine Nutzbarmachung ist die Herstellung landesplanerischer Genehmigungsfähigkeit sowie die nachfolgende, prioritär beabsichtigte Bauleitplanung.“ 

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Mit großer Mehrheit stimmte heute der Haupt- und Finanzausschuss für die Vorlage der Verwaltung. auf Seiten der CDU gab es zwei Enthaltungen. Lenneps Bezirksbürgermeister Markus Kötter ist ebenfalls Mitglied dieses Ausschusses, zog aber vor der Abstimmung einen Gang zur Toilette vor. In der Bezirksvertretung Lennep hatte er – wie die übrigen BV-Mitglieder – geben die Pläne bezüglich der Erdbeerfelder an der Borner Straße gestimmt.

Fritz Beinersdorf am :

Habe gerade festgestellt, dass das Gelände an der Borner Chaussee unweit der Albert Schweitzer Straße, also an dem Wohnort des Lenneper Bezirksbürgermeisters endet. Sowas aber auch...

Chronist am :

Das neue Industriegebiet werde nicht vor 2017/18 Realität werden können, sagte am Donnerstag im Rat Stadtplanerin Sigrid Burkhart. An rund 40 Prozent der Fläche seien schon jetzt Firmen interessiert.

Chronist am :

Gerne würde die Stadt Remscheid nicht nur im Soll, sondern auch imHaben110 Hektar Gewerbefläche vorweisen können. Kann sie aber nicht. Daran fehlen noch 30 Hektar. Deshalb das Interesse an dem neuen Industriegebiet an der Borner Straße („Erdbeerfelder“), das nur teilweise im Besitz der Stadt ist. Gleichwohl möchte die Stadt das Gelände in den neuen Regionalplan aufnehmen lassen – als „langfristige strategische Reserve“, wie Stadtplanerin Sigrid Burkart vor wenigen Tagen in der Bezirksvertretung Lennep sagte. Planungsrecht könne dort frühestens in fünf Jahren geschaffen werden.

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