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Wann meldet sich endlich die "schweigende Mehrheit" zu Wort?

Waterbölles-Kommentar

Planskizzen zumneuen DOC an der Wand des Baubüros. Fotos: Lothar Kaiser

Für die Planskizzen (siehe oben) an den Wänden des neuen DOC-Baubüros interessierte sich gestern bei der Eröffnung kaum jemand. Dafür sorgte die Diskussion zwischen Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und DOC-Gegnern. Sie begann mit lautstarken Zwischenrufen von Mitgliedern der Bürgerinitiative Lennep, die dem DOC kritisch gegenüberstehen, kaum dass die Begrüßungsrede des OB begonnen hatte. Doch die Versuche, ihn aus dem Konzept zu bringen, misslangen. Und auch der Lenneper Bezirksbürgermeister Markus Kötter sowie Thomas Meyer, der Präsident der bergischen Industrie- und Handelskammer, hielten trotz Rufen und Gelächter wacker durch. Henning Balzer, Development Director für Deutschland bei McArthurGlen, tat gut daran, auf sein geplantes Grußwort zu verzichten.

Musste dieses pöbelhafte Auftreten der DOC-Gegner (siehe Video) wirklich sein? So wurde es auch von vielen Bürgerinnen und Bürgern empfunden, mit denen ich gestern Abend gesprochen habe. Es wäre besser gewesen, die DOC-Gegner hätten es sich und anderen erspart und hätten sich gesitteter verhalten. Ihren Interessen hätten sie damit gewiss eher gedient. Das war schließlich keine Demonstration auf offener Straße, sondern Befürworter wie Gegner waren in den beiden kleinen Räumen im Erdgeschoss des Hauses Kölner Straße 10 in der Lenneper Altstadt Gäste des DOC-Investors MacArthurGlen. Und als Gast stört man keine Reden durch Zwischenrufe.

Als ob die DOC-Gegner sich endlich einmal Luft hätten verschaffen müssen?! Als ob sie bislang keine Gelegenheit gehabt hätten, ihre Ansichten einer (interessierten?) Öffentlichkeit kund zu tun?! Nein, so ist es eben nicht. Der „harte Kern“ der DOC-Gegner, bestehend aus vier oder fünf Lenneper Bürgern, hat es in den vergangenen Wochen und Monaten durchaus verstanden, auf der Klaviatur der Öffentlichkeitsarbeit zu klimpern.

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Waterbölles am : Politiker wollen, dass Lennep "ein liebenswerter, charmanter Ort" bleibt

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Kommentare

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Klaus Konkel am :

Ein spannendes, packendes Video einer lebendigen Diskussionskultur in Lennep! Der Herr Bezirksbürgermeister Kötter dürfte sich ein weiteres Mal überrollt gefühlt haben. Das Lenneper Gelächter auf die ersten Worte waren vielleicht ein Ventil in der sich aufblähenden Angst vor stark erhöhtem Feinstaub. Ganz anders der Präsident der IHK, der sich durchzusetzen wußte. Interessant auch die Länge der Rede von Herrn Matz-Weisz bis zur Unterbrechung und dem ersten Diskussionsbeginn, als sich ein weiteres Ventil öffnete. Aber Pöbelei? Ich meine Nein. Eher Empörung. Zur Zeit des Videos stand ich draußen, gegenüber vom Modehaus Johann und hörte ab und zu die Menge "Keinen Bock auf das Doc" rufen, in gesittetem Chor. An die Fensterscheiben der neuen Räume wurden Protestschilder gehalten, es wurde nicht störend an die Fensterscheiben geklopft. Es hat sich draußen eine kleine friedliche Demonstration abgespielt, die alles hatte, was eine Demonstration braucht: Mehr als 100 friedliche Bürger, Protestschilder, einen Slogan und die Bereitschaft, dieses demokratische Mittel zu leben - gewürzt natürlich, auf bergische Art. Auf der Straße fanden Diskussionen statt mit all den vielen Faceten die Meinungen mit sich bringen und das in der typisch netten Altstadtatmosphäre. Unsere Altstadt hat Potential.

Klaus Konkel am :

Eigentlich war ich an dem Abend unterwegs um die Bäume zu zählen, die in der Straße "Am Stadion" zwischen Ring- u. Wuppertraße fallen sollen. Vorbei an meiner alten Schule und dann durch die Mühlenstraße schlenderte ich in die Altstadt: Zunächst an der Menge vorbei denn mein Ziel war der Gitarrenladen. Dort war auf einem Schild zu lesen, er sei nicht da, er sei im Rotationcafe und später nochwo. Oh dachte ich, Party.. So bin ich zu dieser Veranstaltung gekommen. Nachdem ich den in 1 genannten Standort verließ, lehnte ich später gegenüber dem Rotationstheater an der Hauswand, um mir von dort aus die Szenerie anzuschauen. Nachdem ich mir sicher war, innen in kein Gedränge zu geraten, die Räume reichten nicht für die vielen Gäste aus, betrachtete ich eine Farbskizze links neben der Tür und kam so mit einem sehr aufgebrachten Hausbesitzer ins Gespräch. Da ich Verständnis entwickeln und ausdrücken kann, beruhigte sich der Mann wieder und ich konnte dann auch Herrn Mast-Weisz freundlich nickend grüßen. Eine Gelegenheit eine Frage zu stellen fand sich nicht, was aber bei der Menge, die sich um ihn scharte auch niemanden wundern sollte . Was mir allerdings aufgestoßen ist, daß ich mehrfach und offensichtlich versucht habe mit Frau Burkhart Blickkontakt aufzunehmen, um bei ihre eine Bitte für eine Fragestellung zu äußern, da war dann leider aber nichts zu machen. Das fand ich äußerst ungehörig und ich mußte sogar zweimal schlafen. Dafür das ich mich zu diesem Sachverhalt nicht emotional äußere. Ich bin dann gegangen. Fazit: Die Baubüroeröffnung in den Redaktionsräumen der alten Bergischen Morgenpost war die erste offizielle Einweihung des Hern Oberbürgermeister im Stadtteil Lennep. Gelungen war die nicht, Professionell auch nicht. Es hätte sicher nicht am Willen der vielen freundlichen Lenneper, die draußen standen, gelegen - wenn sich der remscheider Oberbürgermeister auf die altehrwürden Treppen des Hauses gestellt hätte, um sich mit einer tollen Ansprache Herz und Verstand in unserer Altstaddt zu erobern. Fazit: Die Zeichen stehen offensichtlich auf Konfrontation und die Ursache liegt, meinen Beobachtungen nach, nicht bei den Lenneper Bürgern.

Lothar Kaiser am :

Herrn Konkel, ich war an diesem Abend auch in Lennep - aber offenbar auf einer anderen Veranstaltung! Aber wie heißt es so schön: Die einen sehen's so, die anderen so!

Klaus Konkel am :

Ich war privat dort, wie beschrieben. Ich kann mir allerdings vorstellen, das Sie im Gedränge des Büros andere Lautstärken zu hören bekamen. Ich war nicht auf einer anderen Veranstaltung, ich war nur zeitlich versetzt zu Ihnen dort.

Udo Hellmann am :

Die schweigende Mehrheit gibt es tatsächlich. Das empfinde ich genauso. Aber diese schweigende Mehrheit hat es satt, ständig und immer wieder auf unsachliche Kommentare zu antworten. Ich habe Verständnis, wenn sich unmittelbar Betroffene organisieren und sich fair für ihre Sache einsetzen. Was sich allerdings in der letzten Zeit in den Medien abspielt, hat damit nichts mehr zu tun. Die DOC-Gegner wollen nicht erkennen, dass sich gegenwärtig die allerletzte Chance für Lennep bietet, den sich seit Jahren darstellenden Verfall Lenneps Einhalt zu gebieten. Sie verstehen eben auch nicht, dass - um dies zu erreichen - das Allgemeinwohl im Vordergrund stehen MUSS. Eine Stadtspitze, egal ob Verwaltung oder Politik, kann dies nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Zugleich - und das ist für Remscheid erstaunlich - muss man feststellen, dass sich mit Ausnahme vereinzelter Ratsmitglieder die Politik einig ist, die Ansiedlung des DOC zu unterstützen. Das hat es noch nicht einmal beim Entscheid über das Allee-Center gegeben. Und genau darin sehe ich auch den Grund, dass die schweigende Mehrheit sich nicht äußert. Denn sie sehen eine politisch unstrittige Entscheidung auf dem Weg der Umsetzung. Da gilt das Sprichwort: "Was stört's die Eiche, wenn eine Wildsau sich dran kratzt!"

Hans Gerd Göbert am :

Lieber Udo, wenn Du vom Grundsatz her unsachliche Kommentare satt hast, habe ich dafür Verständnis. Da Du das aber so pauschal vorträgst, dass damit alle DOC-kritischen Kommentare gemeint sein könnten, möchte ich dich hiermit fragen, ob Du meine diesbezüglichen Kommentare generell auch in die Schublade "unsachlich" stecken möchtest. Obwohl ich auch für die Position der Befürworter Verständnis habe, habe ich andererseits große Sorgen um die zukünftige Verkehrssituation in unserer Heimatstadt. Wenn dass nicht mehr gestattet sein sollte, wären wir natürlich schon sehr weit gekommen. Nicht bei dem auf die Zielgerade eingebogenen Projekt, sondern in unserer Gesellschaft allgemein. Kannst Du mir deshalb heute nur eine Frage beantworten? Warum scheuen die handelnden Personen eigentlich eine neue Bürgerbefragung in Lennep wie der Teufel das Weihwasser? Die Lenneper sind doch alle dafür oder inzwischen vielleicht doch nicht mehr? Dann aber rechtlich wasserdicht und nicht eine nur für den Papierkorb geeignete Placebo-Umfrage wie an der Blume, worauf man als generelles Bürgervotum für möglicherweise alle zukünftigen Fälle Bezug nimmt. z. B. für die imaginäre Fläche, die man einem Investor Bauhaus anbietet. möchte. Kennst Du als Sachkundiger die vielleicht in Remscheid? Falls Du diese Fragen auch wieder in die Kategorie unsachlich verbannst, werde ich natürlich vergeblich auf Deine Antwort warten müssen. Aber dann weiß ich es wenigstens.

Detlef Diehl am :

Ich gehöre zur schweigenden Mehrheit. Es ärgert mich, wenn gerade in unserer Stadt immer wieder kleine Gruppen aus verschiedenen Interessen heraus dafür sorgen, dass gar nichts mehr geht und Stillstand und Verfall unsere Stadt bestimmen. Ich respektiere, wenn Mitmenschen sich gegen Benachteiligungen widersetzen. Bitte aber fair! Für mich persönlich überwiegen bei allen möglichen Nachteilen (die sich möglicherweise durch Änderung eigener Gewohnheiten abmildern lassen) eindeutig die Vorteile der Ertüchtigung einiger doch ziemlich heruntergekommenen Einrichtungen und Verkehrswege, vor allem aber die Belebung unseres Stadtteiles!

Michael Heimlich am :

Spätestens seit gestern sollte es jedem klar sein, dass es sich bei den DOC-Gegner nicht nur um einen harten Kern von 4-5 Personen handelt.Deshalb steht auch seit gestern fest: Nicht das DOC, sondern der Protest gegen das DOC in Lennep ist angekommen. Eine gelungene Aktion, die schon lange fällig war, wie ich finde. Wer, wie hier in der Remscheider Lokalpolitik geschehen, über fast alle Parteien hinweg einschließlich Verwaltung durch ignorantes Verhalten hinsichtlich berechtigter Bürgersorgen in seinem politischen Entscheidungsprozess über Jahre hinweg geht, der muss damit rechnen, dass sich dieser aufgestaute Unmut irgendwann ein „Ventil“, wohlgemerkt auf friedliche Weise, sucht. Die Angebote von Bezirksbürgermeister Herrn Kötter und OB Herrn Mast-Weisz gegenüber den DOC-Gegnern „zu konstruktiven Gesprächen bezüglich Weiterentwicklung des Projektes“ zeigen einmal mehr: Die beiden Herren haben diesbezüglich nichts verstanden, aber rein gar nichts! Wie kann denn eine solche „Diskussion“ konstruktiv geführt werden, wenn von vorneherein keine Ergebnisoffenheit in der Diskussion zugelassen wird. Die von vielen DOC-Gegner und auch von mir persönlich als „Provokationskette“ der Remscheider Lokalpolitik empfundene Ignoranz und bewusste Nicht-Berücksichtigung des Bürgerwillens, indem vom Rat der Stadt eine Bürgerbefragung am Standort Lennep abgelehnt wurde, fragwürdige unfertige Gutachten als Entscheidungsbasis herangezogen wurden und nun schlussendlich mit Eröffnung eines „Bau-Büros“ in Lennep ihren selbstbeweihräuchernden Höhepunkt fand, führte schließlich gestern zu diesen emotionalen Unmutsäußerungen. Dieses hätten sie sich meiner Meinung nach alles ersparen können, Herr Mastz-Weisz und Herr Kötter. Eine basisdemokratische Legitimierung dieses Projektes in Form einer Bürgerbefragung für den Standort Lennep nach Vorliegen finaler und glaubwürdig abgesicherter Gutachten hätte auch den letzten DOC-Ggenern wahrscheinlich keinen Mut mehr zur Zwischenrufen gestern gelassen. Wer aber meint, den Bürgern etwas ungefragt aufzwingen zu müssen, um sich hier ein DOC-Gründer-Denkmal zu setzen bzw. die eigene politische Karriere voranzutreiben, der darf „sich am Ende des Tages“ nicht wundern, dass es mangels eigener politischer Glaubwürdigkeit zu emotionalen Zwischenrufen kommt und auch, dass sich als Folge davon „die restliche schweigende Mehrheit“ politikverdrossen und mutlos abwendet. Vielleicht demnächst auch ganz von Remscheid… Mein persönliches Fazit von gestern: Die anwesenden Remscheider Lokal-Politiker hatten wohl die Zivilcourage und das Selbstbewusstsein der DOC-Gegner auch bezüglich der Zahl der anwesenden Protestler etwas unterschätzt.

Lothar Kaiser am :

Und was macht die "schweigende Mehrheit"? Sie schweigt weiter. Mund- und schreibfaul auch die Remscheider Kommunalpolitiker. Aber das kennt der Waterbölles nun schon seit neun Jahren so.

Klaus Konkel am :

Mit Verlaub Herr Kaiser: Sie schlagen im obigen Hauptkommentar tatsächlich vor, daß von kommenden Problemen betroffene Menschen besser schweigen sollen? Und Lenneper Bürger sind Gast, wo? Ein Büro für zwei Stunden die Woche? Wäre es nicht sinnvoller z.Bsp. dort einer Flüchtlingsfamilie Wohnraum zu gewähren? Herr Kaiser, sorry aber " Es ist alles gesagt, was gegen ein DOC sprechen könnte, und das gleich mehrfach." klingt nicht nach unabhängigem Blogjournalismus, für mein Verständnis zeigt das parteiliche Einseitigkeit. - Vielleicht Gründe dafür, dass die schweigende Mehrheit das tut, was sie immer tut.

Lothar Kaiser am :

Ja, genau, Herr Konkel. Fehlt nur noch der Vorwurf der Lügenpresse.

Klaus Konkel am :

Hallo Herr Kaiser, der "Vorwurf", besser: meine kritische Meinung war an Sie gerichtet, nicht an die Presse im allgemeinen.

Peter Maar am :

Die planerische Abwägung ist das Kernstück der gesamten Bauleitplanung. Deren Ziel es ist, die unterschiedlichen öffentlichen und privaten Interessen an der Bodennutzung untereinander abzuwägen. Maßgebend für die Bewertung der Abwägung ist die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der Beschlussfassung über den Bebauungsplan. Die Abwägung setzt dabei insbesondere voraus, dass das Beteiligungsverfahren nach dem Baugesetzbuch (§ 3 Beteiligung der Öffentlichkeit / § 4 Beteiligung der Behörden, z.B. Nachbarstädte) vollständig durchgeführt wurde. Die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens sind die Grundlage, auf der die abschließende Abwägung der Bauleitplanung stattzufinden hat. Diese Abwägung kann zu einer Bestätigung der Planung, zu einer Änderung aber auch zu einer Einstellung der Planungen führen. Offizielle Äusserungen zu einem Zeitpunkt, an dem das Beteiligungsverfahren überhaupt noch nicht abschließend durchgeführt worden ist, wie "Das DOC ist in Lennep angekommen" oder "Es geht nicht mehr um das ob sondern nur noch um das wie" ignorieren diesen gesetzlich vorgegebenen Abwägungsprozess. Das Bundesverwaltungsgericht hat hierzu festgestellt: "Das Gebot der gerechten Abwägung ist verletzt, wenn eine sachgerechte Abwägung überhaupt nicht stattfindet."

Klaus Konkel am :

Sehr geehrter Herr Maar, ich möchte Sie mit allem Respekt ansprechen und einen sachlichen Gedankengang äußern. Ich denke an einfache Mengenlehre: Nachzulesen ist, das die durchschnittliche Länge eines Fahrzeugs 4,5 Meter Platz auf der Straße in Anspruch nimmt. Wir haben eine Autobahn und zwei Ab- bzw. Zufahrten, je eine in Lüttringhausen und Lennep. Verbunden sind die Abfahrten um Lennep herum. In einem Ringförmigen Bogen ist das die Ringstraße. Von der Abfahrt Lüttringhausen mögen es ca. 5 km bis Kreuzung Rader Straße, von der Abfahrt Lennep 4. Lassen wir die Lüttringhauser Straße als Abzweig ebenso wie die Kölner Straße erst einmal außer Betracht, können wir die Anzahl der möglichen Fahrzeuge auf den gegebenen Kilometern der Ringstraße bezogen auf Fahrzeuglängen berechnen. Die Genauigkeit zur "Zählung" sollte sich erhöhen? Zu berücksichtigen sind weitere Faktoren wie LKW und der gesetzlich vorgeschriebene Abstand in Tempi. Ich bin kein Mathematiker und kann keine digitalen Simulationsmodelle erstellen, ich möchte den Vorschlag als einen von vielen verkehrtechnischen Planungsansätzen zur Diskussion anbieten.

Klaus R. Schmidt am :

Was sich gestern abend bei der Eröffnung des DOC-Büros in Lennep abspielte, war leider respektlos und spricht nicht sonderlich für die Bürgerinitiative. Eine sachliche Information der "schweigenden Mehrheit" wurde bereits bei der an Hysterie grenzenden Verhaltensweise der DOC-Gegner gegenüber unserem Stadtoberhaupt bei den zahlreichen Unterbrechungen seiner Eröffnungsrede zunichte gemacht. Die Wut-Bürger haben sich auf den OB eingeschossen; aber der hält das offenbar aus. Ich frage mich, was hat diese überschaubare Gruppe der Vereins-DOC-Gegner in der Vergangenheit eigentlich f ü r Lennep getan? Eine Mitarbeit beispielsweise bei den Altstadtfreunden konnte ich nicht feststellen. Vielleicht ist ja der Eine oder die Andere beim Verkehrs- und Förderverein oder bei Lennep offensiv aktiv? Wie dem auch sei, das gebetsmühlenartige Herunterleiern von Standpunkten und Argumenten mit den ewigen Wiederholungen geht einem mit der Zeit echt auf den Geist. Hier sind offenbar lauter Experten und Sachverständige am Werk, die unsere Verwaltung demnächst ablösen. Die Kommentare zu den Waterbölles-Artikeln werden immer langatmiger. Um mich diesem Bombardement der Mitglieder der organisierten DOC-Gegner zu entziehen, schaue ich zuerst auf die Namen der Verfasser(innen) und erspare mir dann den weiteren Lesestoff. Das ist meine ganz persönliche Zensur, und ich bitte so lange um Nachsicht und Verständnis, bis sich die DOC-Gegner wieder sachlich und konstruktiv einbringen.

Heike Koch-Eschweiler am :

Auf die Wortmeldungen und guten "Pro DOC"- Argumente der "schweigenden Mehrheit" warte ich seit nunmehr fast zwei Jahren. Leider hört man aber außer Stillschweigen nur lehren Euphemismus, Schönrechnerei und blankes Wunschdenken. Und das wiederholt sich leider auch ständig! Ein einziges wirklich gutes Argument, das auf hieb- und stichfesten Fakten basiert, könnte mich schon überzeugen!!! Nur zu, liebe schweigende Mehrheit!

Michael Heimlich am :

Herr Schmidt: Wer gegenüber seinen Bürgern und tw. auch Wählern keinen Respekt zeigt und deren Meinung noch nicht einmal hierzu abfragt und auf Basis unzureichende,r nicht abgeschlossenener Gutachten sehr tief eingreifende Entscheidungen für unseren Stadtteil fällt, der hat aus meiner Sicht auch keinen Anspruch darauf, großen Respekt zu erwarten. Vielleicht tun die DOC-Gegner mehr für Lennep, als Sie ahnen, indem Sie auf Missstände in Bezug auf fahrlässig erstellte, unfertige Gutachten, mangelnde Transparenz hinweisen und einen basisdemokratischen Entscheidung-Prozess für dieses Projekt einfordern. Respekt, wem Respekt gebührt, Herr Schmidt ! Konstruktivität heißt nicht nur, sich ein Projekt schön zu reden.

Klaus R. Schmidt am :

Herr Heimlich, Sie können Ihre ständigen Wiederholungen drehen und wenden wie Sie wollen, das schlechte Benehmen beim Auftritt einiger DOC-Gegner am Freitag Abend ist in Bild und Ton dokumentarisch festgehalten worden. Frau Thea Jüttner hat es in ihrem kurzen Kommentar auf den Punkt gebracht! Meiner Frage, was Sie in der Vergangenheit f ü r Lennep getan haben, sind Sie leider ausgewichen. Immerhin wohnen Sie schon fünfzehn Jahre hier. Nur Grundabgaben und Einkommensteuer zahlen, ist nicht gemeint. Das ist kein besonderes Bürger-Engagement.

Hans Gerd Göbert am :

Dem Chronisten ist es mit einigen provokanten Äußerungen gelungen, tatsächlich wieder Leben in die Debatte zu bringen. Dann darf ich als Mandatsträger und Mahner in der Sache doch sicher auch meine Meinung dazu äußern? Kurz zum "Baubüro" selbst: Ein Büro, welches vom Investor finanziert und seitens der Stadt an ganzen zwei Stunden in der Woche besetzt ist, offenbart, welchen Stellenwert man diesem Alibibüro bemisst und mit welcher Ernsthaftigkeit man anderen Auffassungen noch Gehör verschaffen will. Aber wir befinden uns schon mitten im Klagejahr. Beim Anschauen des Videos hat mich allerdings auch die Vorgehensweise von Sprechern der Bürgerinitiaive sehr betroffen gemacht. Es hätten nur noch die Trillerpfeifen von Streikveranstaltungen gefehlt. Obwohl die auch niemand schnell als Pöbeleien abtut. So haben sie jedoch ihren berechtigten privaten, aber auch um das Erscheinungsbild des Ortsteils besorgten Anliegen sicher keinen guten Dienst erwiesen und die noch sehr, sehr lange Zielgerade des Projektes eventuell deutlich verkürzt. Ein wenig verständlich, wenn man weiß, um was es für den einen oder anderen aus der Initiative geht. Deshalb hat mich aber der Vortrag des IHK-Präsidenten fast noch mehr betroffen gemacht, der einmal mehr das Totschlagsargument "Gemeinwohl geht vor Einzelwohl" in den Ring geworfen hat. Daher hier ein paar Zitate aus Wirtschaft und Schule zu diesem Thema: "Das Gemeinwohl ex ante zu bestimmen, kann zur Bevormundung freier Menschen führen. Es stellt sich auch stets die Frage, ob politische Maßnahmen letzlich wirklich dem Gemeinwohl dienen?" "Das Gemeinwohl ist (nach Nell-Breunig), wie auch das Eizelwohl ein sogenannter Duenstwert, also kein Wert an sich, es geht aber niemals einem Einzelwohl voraus. " "Unter Berufung auf das Gemeinwohl kann Herrschaft ausgeübt werden und Bürger mit abweichenden Meinungen ausgegrenzt werden. (Anmerkung: wie z. B. im Sozialismus). Dadurch können Konflikte zwischen Randgrupper und der Bürgermehrheit entstehen." Diesen Auffassungen sollen sich sogar schon Verwaltungsgerichte angeschlossen haben? Unter diesen Aspekten würde ich Herrn Meyer gerne direkt fragen, ob ihm vielleicht entgangen ist, dass es sich bei dem geplanten DOC im Gegensatz zu dem FOC in Wuppertal um ein Projekt handelt, bei dem wertvolles Gemeinwohl oder Eigentum der Bürgerschaft in das Einzelwohl eines Investors umgewandelt würde? Das dürfte eigentlich auch bei der IHK angekommen sein? Mein Verständnis von Demokratie fusste bisher auf fairem Austausch von Sachargumenten und weniger vom Gebrauch von nichtssagenden Sprüchen wie das oben erwähnte Schlagwort. Um diesen Weg einmal zu verlassen, behaupte ich jedoch, dass alles was im Verkehrsgutachten auch nur hundert Meter über die Knotenpunkte 1-22 hinausgeht, nichts anderes ist als Kaffeesatzleserei ohne greifbaren Nährwert. Zum Schluss noch ein an alle am Verfahren oder der Debatte Beteiligten gerichtetes Zitat: "Lebe so, dass es den Menschen auf diesem Planeten in zehn oder viel mehr Generationen aufgrund Deines Handelns noch genau so gut geht, wie Dir heute." Es tut mir leid, aber diesen Sinn kann ich in einem auf Gewinnmaximierung für eventuell gerade einmal zehn Jahre ausgerichteten Projekt leider nicht erkennen. Aber Weitblick ist ja auch nicht unbedingt Jedermanns Sache. je suis charlie . Ich würde ihn gerne fragen, aus welcher Baugesetzgebung er diese Floskel eigentlich ableitet?

Klaus Konkel am :

Sie sitzen an Tischen, im abgedunkelten Zimmer. Geld liegt auf dem Tisch. Gleissende Leuchten erhellen den grünen Filz. Es geht um die Chance. Nichts anderes als die Chance, nur die Chance zählt. Realitätsausblendung für das Risiko, der Reiz der Spieler. Die Kosten für die Chance liegen im Blind auf dem Tisch. Der Einstieg eines weiteren Spielers aus der Nachbarschaft erhöht das Risiko. Was solls, denkt der Spieler, im Blind liegt o Wunder die letzte Kohle - nur zum Einstieg, so läuft das Spiel. Warnungen, Bitten, Flehen. All das hat für den Spieler keine Bedeutung. Der Zwang blendet das aktuelle Risiko aus, das Publikum verharrt in Spannung. Zusätzlicher Einsatz muß auf den Tisch. Selbst Gebrüll, "Hör auf!!) würde nichts helfen, ebensowenig wie das Schweigen der Mehrheit. Tafelsilber und die Aufgabe des letzten Quentchen Selbsterhaltungswillen ist der Einsatz. Es ist die Chance ... So gesehen, würde mich die aktuelle Haltung der großen Lenneper Vereine interessieren, und ich freue mich jetzt erst einmal auf den Rosenmontagszug.

Hans Gerd Göbert am :

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht. Der letzte Satz ist aus welchen Gründen auch immer an die falsche Stelle gerutscht. Er gehört hinter den Satz mit der Endung ... in den Ring geworfen hat. Vielen Dank für Ihre Nachsicht und freue mich auf die sachliche Darstellung von Gegenpositionen.

Lothar Kaiser am :

Lieber Hans Gerd, ob meine Äußerungen provokant waren, mag jeder beurteilen, wie er will. Gut möglich, dass sie die Diskussion angefacht haben. Darüber freue ich mich natürlich. Wer allerdings glaubt, meine Kommentare im Waterbölles seien Effekthascherei, der irrt gewaltig. Ich meine, was ich sage.

Hans Gerd Göbert am :

Das sehe ich auch so, lieber Lothar. Ob der Atikel nun bittend, fordernd, appelierend, anregend oder provokant war, ist nebensächlich, weil er der Debatte wieder neues Leben eingehaucht hat, die in den letzten Monaten tatsächlich zur Bühne einiger weniger geworden war. Insofern hat der Artikel seinen Zweck erfüllt. Bis dato aber nicht sein Ziel erreicht, diejenigen wieder an den Tisch zu holen, die bereits beim "Netzfall" Blume ganz kräftig gegen die Kritiker austeilen konnten. Bis auf ein, zwei, die hier schon immer ihr Ziel eines vermeintlich Segen bringenden "Deutschen Oberbeklidungs-Centers" standhaft, sachlich und fair vertreten haben. Wo ist also die "schweigende Mehrheit" geblieben? Ist sie ihrer Sache inzwischen so sicher, dass dieses sich auf der Zielgeraden befindende Projekt konsequent durchgeboxt wird? Haben sie etwa eine Metamorpshose von streitbaren Falken zu zaudernden Zweifeln durchgemacht. Weil ihnen inzwschen eventuell aufgegangen ist, was ihnen später selbst als Bürger und Verkehrsteilnehmer blühen könnte? Als Pendler zwischen den Stadtteilen, Teilnehmer am Durchgangsverkehr oder als Kunde der Linienbusse, die keine Sonnderspuren erhalten werden und deren Pünktlichkeit dabei zum Lotteriespiel würde. Wie lautet dazu wohl die Stellungnahme der Stadtwerke? In Bezug auf Verkehrsgutachter, die ihren Ergebnissen mit viel gutem Willen selbst nur ein sehr fragwürdiges "ausreichend" mit auf den Weg gegeben haben? Was wäre, wenn die "schweigende Mehrheit" inzwischen aber gar keine Mehrheit mehr sein sollte? Ist dieses Ahnen vielleicht der Grund, warum die Befürworter eine neue Bürgerbefragung, dann allerdings auch auf einer rechtlich belastbaren Grundlage basierend, anscheinend scheuen wie der Teufel das Weihwasser? Was damals von der Politik aber ohne den Hauch eines Murrens abgenickt wurde. Hätte ich vielleicht auch, wenn ich die Sache unbedingt wollte, komme, was wolle. Wie dem auch sei. Ich stimme Dir auch darin zu, dass inzwischen der Punkt erreicht ist, an dem vielfach die gleichen Argumente getauscht wurden, wenn auch manchmal anders verpackt. Nun gilt es nach der zu erwartenden Absegnung des B-PLanes Farbe zu bekennen. Für die eine wie für die andere Seite. Was nützt es zum Beispiel einer mit viel Herzblut, dem Eintreten für ureigene Interessen und sehr medienwirksamem Auftreten jahrelang zu kämpfen, wenn sich anschließend aus deren Reihen niemand finden sollte, der die zweifellos vorhanden Normen-Argumente bündelt und sie vor die Gerichte bringt. Dann wäre alles Bemühen für die Katz gewesen. Aber auch die vollmundigen Sprecher aus den Reihen von Verwaltung und Politik, die bereits bis heute den gewählten Zeitrahmen konsequent deutlich überschritten haben, müssen dann Butter bei die Fische tun, ob das, was man der Bevölkerung alles an Ersatzeinrichtungen und anderen Wohltaten versprochen hat, tatsächlich so umgesetzt wird. Das wird ganz spannend, denn die Einnahmen aus den Grundstückverkäufen war bereits verbraucht, als das Papier noch nicht trocken war, worauf der Vorvertrag gedruckt wurde. Ich bin gespannt auf den endgültigen städtebaulichen Vertrag, welche Überraschungen der noch mit sich bringen wird. Obwohl er natürlich genau so unkritisch durchgewinkt werden dürfte? Ich meine übrigens auch das, was ich sage. Nicht immer, aber immer öfter.

Kay Voigt am :

Es war wohl die Privatperson Lothar Kaiser, die das erfolgreich mit seiner persönlichen Meinungäußerung angestoßen hat - und nicht der überparteiliche und journalistische Chronist. Warum sollten Journalisten nicht ihre Meinung kundtun, wenn sie das so deutlich machen wie geschehen? Aber das hat weiter oben schon Herr Konkel anscheinend nicht verstanden ...

Klaus Konkel am :

Nein! Herr Voigt, Sie fordern meinen Widerspruch. Man sagte mir, in der Journalistenschule lernt man, es liege nie am Leser, falls Unverständlichkeit wegen falscher oder fehlender Texte geboten wird. Es liegt am Schreiber, dem Gestalter. Ich finde im Waterbolles an keiner Stelle eine Erläuterung wer Herr Kaiser in welchem Falle ist. Ich weiß auch nicht ob Herr Kaiser sich da tatsächlich "zweiteilt" und sich in Ratsitzungen mit Herr Chronist anreden läßt. Ich lese Chronist als Admin und/oder Archivar, aber Journalist? Ihre Sicht war mir unbekannt. Vielen Dank für Ihren Hinweis. Und ich bin Ihnen wirklich dankbar Herr Voigt, denn beim nochmaligen lesen der Beiträge müßte ich mich - Ihrem Hinweis folgend (..) an die private Person Kaiser wenden, wenn ich darauf hinweisen möchte, daß mein Name bewußt in eine Zeile mit dem Unwort des Jahres gebracht wird und ich so in Zusammenhänge manövriert werden könnte, in denen ich nichts zu suchen habe. Herr Kaiser ist Journalist und trägt die Verantwortung als solcher, so auch für "autocomplete - Google". Ein bischen Satire nocht? Waterboelles - Sammelbecken für die schweigende Mehrheit.

Johannes Hedderich am :

Auch wenn dies jetzt immer weiter vom Thema abschweift: Viel deutlicher, als es hier im Waterboelles der Fall ist, kann man einen Kommentar nicht mehr kennzeichnen und von einem berichtenden Artikel unterscheiden. Falls ihnen die journalistische Gattung des Kommentars nicht geläufig ist, empfehle ich ihnen das Studium des entsprechenden Wikipedia-Artikels oder anderer entsprechender Lektüre. Nur ein paar Stichworte, was einen Kommentar ausmacht: - Eigene Meinung - Namentlich genannter Autor Soweit ich weiß, steht im Waterboelles allen Lesern die Möglichkeit offen, Kommentare einzuschicken und um Veröffentlichung zu bitten. In diesem Sinne: An die Tasten, fertig, los!

Klaus Konkel am :

Interessant, Ihr Hinweis auf Wikipedia, Herr Heddrich. Was da in Zukunft alles geändert werden muss. Das betrifft sicher viele Seiten im world wide web und wird allein über den Fußball (Röntgen-Stadion) es sogar weltweite Auswirkungen (z. B. Datenbanken Wettbüros) geben.

Johannes Hedderich am :

Dass die Einträge in Wikipedia geändert und aktualisiert werden, entspricht der Natur der Sache und ist u. U. sogar der große Vorteil dieses Mediums gegenüber herkömmlichen Lexika. Nach einer Bundestagswahl wird der Artikel über die Bundesregierung Deutschlands schließlich auch aktualisiert. Und das hat nicht nur Auswirkungen auf Wettbüros... Ich hoffe, dass ich damit ihren Einwand richtig verstanden habe. Sollte es doch so sein, dass sie die sicherlich vorhandenen wissenschaftlichen Zweifel an einer Definition aus Wikipedia anbringen wollten, verweise ich auf den Duden (http://www.duden.de/rechtschreibung/Kommentar) oder auch die pädagogische Hochschule Freiburg (https://www.ph-freiburg.de/fileadmin/dateien/zentral/schreibzentrum/typo3content/Lehre_WS12_13/A5_Heft_Kommentar.pdf) als Alternativquellen.

Thea Jüttner am :

Hallo Herr Kaiser, was soll man Ihrem Kommentar noch zufügen? Besser kann ich es nicht ausdrücken und wahrscheinlich viele andere auch nicht! Ihr Video hat mir gezeigt, dass man mit manchen Menschen nicht sachlich diskutieren kann. Was das Benehmen angeht kann ich nur sagen: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr".

Stefan Switala am :

Fair bleiben! Herrn Mast-Weisz' Angebot für einen Gesprächstermin an die DOC-Gegner in allen Ehren, - ABER: Sind die Einwände der DOC-Gegner jemals wirklich ernst genommen worden? Für die Politiker im Remscheider Rathaus ist die Entscheidung pro DOC längst getroffen worden! Da kann man die Wut vieler Lenneper Bürger schon gut nachvollziehen, die gerne zur offiziellen Eröffnung des Baubüros ihre Bedenken geäußert hätten und auch gehört werden wollten. Trotzdem gilt für beide Seiten, für DOC-Gegner und Befürworter: Wer im Gespräch bleiben will, darf anderen nicht das Wort abschneiden und muss auch andere Meinungen respektieren. Ein größerer Teil der DOC-Gegner (die „schweigende Mehrheit“?) stand übrigens draußen vor der Tür und hat dort weniger lautstark Kritik am DOC-Konzept geübt. Werden diese Bürger, die bisher oft als „Bremser“ belächelt oder beschimpft wurden, erst dann Gehör finden, wenn Lennep im Verkehrschaos versinkt und allen Remscheidern klar wird, dass vom Gewinn des Investors kein Cent als Gewerbesteuer in Remscheid oder in der Region bleibt?

Detlef Diehl am :

Es kann auch gut sein, dass - sollten die Gegner es schaffen, das DOC zu verhindern - wir in zehn oder 15 Jahren bedauern, dass unser Stadtteil weiter verkümmert. Es geht doch nicht um Gewebesteuer alleine, sondern auch um Entwicklung, Arbeitsplätze und vor allem Impulse für andere Aktivitäten. Faktoren, mit denen wir leider nicht sehr gesegnet sind in unserer Region. Manche Verweigerungshaltung erinnert mich an die Geschichte mit dem "Märchenprinzen"!

Harald Sellner am :

Liebe Thea, die Aussage, das man „mit manchen Menschen nicht sachlich diskutieren kann“darf nicht unwidersprochen bleiben. Wenn man das Kriterium „Sachlich diskutieren“ bei allen bisherigen politischen Entscheidungen und Diskussionsbeiträge streng anwenden würde, sähe es doch sehr anders aus, weil sich Politiker oft nicht daran orientieren. Politische Einstellungen sind nämlich eher ideologisch als sachlich begründet und haben Einfluss auf die politischen Auseinandersetzungen. Der zweite Aspekt betrifft die Ausgrenzung, die in der Aussage liegt. Ist das nicht zu einfach angesichts sinkender Wahlbeteiligungen, des Zulaufs bei PEGIDA und des verbreiteten Gefühls, das die da oben machen was sie wollen. Ausgrenzung bringt die Menschen nicht dazu, ihre Haltung zu verändern. Es ist doch wohl eher angebracht, über neue Formen der politischen Beteiligung nachzudenken.

Hans Gerd Göbert am :

Das sind endlich einmal neue Denkansätzte. Chapeau, Herr Sellner.

Peter Lange am :

Unten drei Zitate von George Orwell, welche die Situation rund um das Vorhaben relativ gut beschreiben. „Werbung ist keine Form des rationalen Dialogs. Sie baut keine Argumentation auf, die sich auf Beweise stützen könnte, sondern bringt ihr Produkt mit speziellen visuellen Vorstellungen in Verbindung. Auf Werbung kann man nicht antworten. Ihr Ziel ist es nicht, jemanden in eine Diskussion zu verwickeln, sondern ihn um Kauf zu überreden. Die Übernahme dieser Methoden hat den Politikern dabei geholfen, das Problem der Kommunikation mit dem Massenpublikum zu bewältigen; der Demokratie selbst haben sie damit jedoch einen Bärendienst erwiesen.“ Colin Crouch (Postdemokratie) „Und wenn alle anderen die von der Partei verbreitete Lüge glaubten – wenn alle Aufzeichnungen gleich lauteten – dann ging die Lüge in die Geschichte ein und wurde Wahrheit.“ „Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.“ „In Zeiten globalen Betrugs gilt es als revolutionäre Tat, wenn man die Wahrheit sagt.“

Heike Koch-Eschweiler am :

Sehr geehrte Frau Jüttner, wer gute Politik macht, braucht den Protest der Bürger nicht zu fürchten. Wer aber das demokratische Grundempfinden vieler hier lebender und unmittelbar betroffener Menschen durch eine "Basta-Politik" mit Füßen tritt und ein von Anfang an nicht sehr demokratisch empfundenes Projekt um jeden Preis durchboxen will (Legitimation für den Standort Lennep aus kargem Umfrage-Ergebnis zur Blume ziehen und eine erneute Bürgerbefragung kategorisch ablehnen), braucht sich nicht wundern, wenn die betroffenen Bürger ihren Unmut auch einmal lautstark äußern, denn auf die Sachargumente der DOC-Gegner ist bisher kaum eingegangen worden. Im Gegenteil: Das kritische Hinterfragen der Gutachten wurde lapidar als "Gutachterschelte" abgetan. Auch wenn das Unterbrechen von Rednern nicht der gute Ton ist, "Pöbeleien" sind das aber auf keinen Fall. Und anstatt sich über den äußeren Ton zu empören, sollten sich unsere Politiker lieber einmal zu den Inhalten der von der BI geäußerten Bedenken zu Wort melden!

Michael Heimlich am :

Lieber Herr Schmidt, die Tatsache, dass Sie hier im Forum personenbezogene Daten bezgl. meiner Zugehörigkeit als Lenneper Bürger über mich verbreiten, die zudem noch falsch bzw. schlecht recherchiert sind, denn wir kennen uns ja gar nicht persönlich, kann ich leider in meinem Wertesystem bzw. Rechtsverständnis auch nicht unter der Rubrik „vorbildlichem Verhalten“ verbuchen. Ihre Frage bezüglich „meiner Leistungen für Lennep“ habe ich ganz bewusst nicht beantwortet, da Sie ja scheinbar die „Definitionshoheit“, hierzu für sich beanspruchen. Dies führt zu nichts und zeugt auch nicht gerade von überragender Sachlichkeit. Zudem gewinne ich den Eindruck, dass hiermit auch nur versucht werden soll, die Diskussion in eine ganz andere Richtung zu lenken, politisch Andersdenkende zu diskreditieren und vom eigentlichen Diskussionsthema abzulenken. Eigentlich ging es doch meinem Verständnis nach darum, herauszufinden: Wie sich „die schweigende Mehrheit“ zum DOC-Projekt nun endlich einmal artikuliert? Hier nun eine „Benimm-Diskussion“ oder „Leistung für Lennep-Diskussion“ anzuzetteln, lenkt doch nur vom eigentlichen Thema ab und „man“ muss sich fairerweise auch einmal die legitime Frage stellen: Warum es soweit überhaupt erst kommen musste? Ich denke, da gibt es eine ganze Menge Personen in lokalpolitischer Verantwortung, die „sich diesen Schuh anziehen sollten“. Im Übrigen gilt auch hier: Bitte nicht mit zweierlei Maß messen! Zwischenrufe und Einwände, das sollte auch Ihnen bekannt sein, sind im politischen Diskurs an der Tagesordnung sowohl im Stadtrat als auch im Bundestag. Ob nun korrekt oder nicht, das sei mal dahingestellt. Da könnten sich alle politischen Parteien auch die von Ihnen gewählten, ebenso schuldbewusst ein Scheibchen regelmäßig abschneiden. Deshalb geht mir auch diese auf einmal diesbezüglich zur Schau getragene Dünnhäutigkeit in dieser Diskussion am Thema vorbei und hat meiner Empfindung nach nur ein Ziel, den politischen Gegner auszugrenzen und draufzuhauen. Viele „DOC-Gegner“ übrigens artikulierten draußen vor der Türe ihren Protest und werden damit nun auch gleichwohl stigmatisiert. Wenn das nun die „vorbildliche Kultur“ in der politischen Auseinandersetzung sein soll, ich glaube dann mach diese ganze Diskussion hier wenig Sinn und hat mit Sachlichkeit rein gar nichts mehr zu tun.

Klaus R. Schmidt am :

Ach, bester Herr Heimlich, ich kenne Sie nur durch Ihre zahlreichen Kommentare und Leserbriefe und kann auf der Homepage der Lenneper Bürgerinitiative unter "Wir über uns" Ihre an erster Stelle veröffentlichte Vita nicht verifizieren. Außerdem verspüre ich auch keine rechte Lust, sondern eher Unbehagen, mich mit Ihren weit ausholenden und umfangreichen Ergüssen weiter zu beschäftigen. Dafür ist mir die Zeit zu schade. Ich bitte vielmals um Nachsicht. Wie sagt doch der Remscheider? " B i s s t r a c k e s .

Kay Voigt am :

Die schweigende Mehrheit wird sich bei dem Ansehen des Videos wahrscheinlich leise Fremdschämen, daß eine kleine Minderheit von ca. 100 Mitbürgern in demokratischen Prozessen gefundene Mehrheiten als undemokratisch bezeichnen. Das ist allgemein unanständig, und ganz besonders in der vorgeführten pöbelnden Form. Demokratisch ist es anscheinend erst dann, wenn ihre ureigenen persönlichen Interessen voll erfüllt werden. Und auch wenn es eine kleine Minderheit ist, es ist erschreckend, wie viele durchweg erwachsene Menschen "Demokratie" überhaupt noch nicht verstanden haben.

Veronika Wolf am :

Sehr geehrter Herr Kaiser, es liegt in der Natur dieser sehr spezifischen und schwierig einzuschätzenden Lage rund um die 'Wahrheit' des DOC, dass es eine große schweigende Mehrheit gibt, und das ist gut so. Und dass sich immer wieder die Gleichen melden, hat genau diese Ursache. Und da hilft nun auch kein Aufruf an die 'Schweigenden', - Masse bringt es nicht allein, wenn die Sachinformationen so schlecht und spärlich sind! Ich beziehe mich deshalb gerne auf die schriftliche Aussage international tätiger Immobilienentwickler und Stadtplaner, die wir bei unserer Suche nach einem Investor für Hertie erhalten haben: "[...] Unsere zwischenzeitlichen Recherchen und Experteninterviews zeichnen jedoch leider ein sehr enttaeuschendes und entmutigendes Szenario. Unabhaengig von dem demographischen Datenkranz, sowie den aktuellen kommunapolitischen und -administrativen Gegebenheiten werden dem Standort "Ihres" Projektes keinerlei marktpraegende Perspektiven eingeraeumt. Kurz und klar, dominante Anbieter mit frequenzgenerierenden Angebotsformaten und/oder Sortimentsstrukturen haben nicht nur abgewunken, sondern zusaetzlich extrem abfaellige Zusatzbemerkungen geaeussert. Status und Perspektiven der Ansiedlung des FOC, der Umgang der Interessenwahrer der Gemeinde vor Ort mit diesem Monolithen und das "Nicht-Wahr-Haben-Wollen" der Auswirkungen auf Gemeinde und Umland, sowie die offensichtliche beratungsresistente Negierung und/oder Duldung der Strukturverwerfungen in der Stadt ohne konstruktive Steuerungsimpulse, beziehungsweise klare Leitlinien und Planunsvorgaben, irritieren die Handelsimmobilienszene auf' aeusserste. Hinter vorgehaltener Hand hofft man und erwartet es sogar, naemlich das Scheitern des Vorhabens. Den danach hinterlassenen Flurschaden kann man sich leicht vorstellen. Es zeigt sich deutlich, dass es nicht um FOC -ja oder nein- allein geht, sondern vielmehr um die Massstaeblichkeit und die symbiotischen Wechselwirkungen mit Lennep. Ein solitaerer Marktgigant foerdert nicht und integriert sich nicht, sondern erdrueckt und stranguliert. Geben Sie Ihre Kampf bitte nicht auf. Ihre Idee und Konzeption eines buergernahen Stadthauses mit vielfaeltigen Markthallen aehnlichen Branchen- und Sortimentsstrukturen erscheint wohl die einzige Entwicklungsoption zu sein {...]" (Quelle: bekannt) Nein, es wäre schön, wenn in diesem Forum allseits klar wäre, dass weder Befürworter noch Gegener Schlechtes für Lennep wollen! Im Gegenteil. Lediglich überfordert das Projekt alle Seiten. Es geht um Lebensqualität, Umwelt- und Gesundheitsschutz, Wirtschaftlichkeit. Und Glaubwürdigkeit. Auch in Politik. Hohe Güter. Vielleicht könnte die Politik als erstes die Gutachter zur schriftlichen Erklärung veranlassen, dass sie die vollumfängliche Haftung für ihre Gutachten übernehmen - da wäre sicher auch den Entscheidungsträgern eine schwere Last von den Schultern genommen!

Klaus Runge am :

Die Bürgerinitiative Lennep versucht seit mehr als zwei Jahren vergeblich, eine Diskussion über Für und Wider der DOC-Planung in Gang zu setzen. Alle Argumente begegnen einem gelangweilten „Na, uund“ … Sie erzeugen offensichtlich wachsende Unlustgefühle der DOC-Enthusiasten. Am Tag vor der Eröffnung des DOC-„Baubüros“ wird - diesmal per Fernsehsendung - wiederholt, dass in dem Büro „betroffene“ Gruppen zur Diskussion der DOC-Probleme eingeladen sind. Die „kategorischen“ Nein-Sager-zum-DOC-in-Lennep (= Bürgerinitiative Lennep) werden nicht zu den Betroffenen gerechnet. In der Rede des Oberbürgermeisters bei der Eröffnung fehlt bei der Aufzählung der zur Diskussion aufgeforderten Gruppen die Bürgerinitiative. Und erst nach lauten Zwischenrufen kommt ein Angebot zu Gesprächen. Nur diese Einzelheiten lassen die entstehende Unruhe richtig einordnen. Für die Bürgerinitiative hat diese Vorgeschichte große Bedeutung, Sie hat den Respekt vor den städtischen Akteuren deutlich vermindert. In dem gezeigten Video fehlt übrigens die Ansicht der ruhig und fast bürgerlich langweilig vor dem Baubüro im Freien protestierenden (60 – 100 ?) DOC-Nicht-Liebhaber. Man sollte dieses Bild, das ja existiert, als ausgleichende Dokumentation dem Video hinzufügen, damit das Gesamtbild etwas realitätsgerechter wird. Am Tag der Büroeröffnung wird überraschend bekannt, dass nicht die Stadt, sondern der Investor die Räume angemietet hat und sich demnach (nur, auch?) ihm darin ein Forum geboten werden soll. Der Waterbölles zeigt dazu ein Computerbild mit den zierlichen DOC-Häuschen links und dem hohen fast das Bild sprengenden Feuerwachenturm rechts. Wer die planungsrechtlichen Festsetzungen zum Bebauungsplan für das DOC kennt, weiß, dass auf dem DOC-Gelände auf fünf Prozent der Fläche (das sind 2000 – 2500 qm) Gebäude entstehen können, die den Feuerwachenturm noch um mindestens 2 Meter überragen, Auf dem in der Höhe bis zur Kreuzung Ring-Rader Straße abfallenden Gelände dürfen laut Planung diese Gebäude bis zu 29 m hoch werden. Die üblichen DOC-Bauten sind nur etwa 6 - 7 m niedriger als der Feuerwachenturm. Es wäre ein großer Schritt, wenn dieses Sachargument zur geplanten Höhe der DOC-Dorf-Bauten in den Wissensschatz der DOC-Liebhaber eindringen könnte. Laut Begründung des Bebauungsplanes soll mit den getroffenen Höhenfestsetzungen den Nachbarschafts- und Denkmalbelangen im Umfeld des Plangebietes Rechnung getragen werden. Nach meiner Meinung sollte auch diese Tatsache Empörung erzeugen. Aber wahrscheinlich erfolgt wieder das bekannte „Na, uund ….“.

Ursula Wilms am :

Ja mei, wo leben Sie denn, also die meisten hier? Wer diese zarten Zwischenrufe schon als Pöbelei bezeichnet, der ist wohl kaum je über ein Provinzstädtchen hinausgekommen. Eine richtige Demo geht anders, und Zwischenrufe haben seit Wehner Tradition. Und wenn wir schon von Anstand reden: Wo bleibt der denn, wenn einer daran verdient, dass Hunderte im Stau stehen und Unzählige Abgase und Feinstaub einatmen müssen? Verkehrte Welt!

Brigitte Dörpinghaus am :

Als eine Lenneper Bürgerin, die - zumindest meist - zur beschriebenen schweigenden Mehrheit gehört, aber des Lesens von Konzepten und Gegenargumenten durchaus kundig ist, sage ich nun doch einmal deutlich, wie ich es sehe: Ich freue mich auf eine Belebung und Aufwertung der Stadt Remscheid und besonders des Stadtteils Lennep durch das DOC, so wie ich mich vor vielen Jahren über das damals nicht weniger heftig umstrittene Allee-Center gefreut habe. Ich freue mich sehr über viele neue Arbeitsplätze, egal ob in Vollzeit oder als 450 €-Minijobs. Beides wird dringend gebraucht. Ich freue mich auf ein tolles neues Sportzentrum am Hackenberg. Ich freue mich auf diese Veränderungen, auch wenn es in der Bauzeit ganz bestimmt zu Einschränkungen und Behinderungen kommen wird. Wenn das jetzt als "Euphemismus, Schönrechnerei und blankes Wunschdenken" gedeutet wird, dann ist das eben so. Ich will niemanden überzeugen. Aber ich vertraue der Stadt, dass auch sie Konzepte lesen und auswerten kann, dass fähige Leute als Experten handeln oder, wenn nötig, solche extern herangezogen werden. Ich bin jedenfalls kein Experte in diesem Bereich, deshalb maße mir nicht an, es fachlich alles besser zu wissen, bilde mir jedoch eine eigene Meinung und werde die Entwicklungen natürlich weiter sehr genau verfolgen. Und es hat auch gar keinen Sinn, mir nun irgendwelche Gegenargumente zu nennen. Die darf in einer Demokratie natürlich jeder sachlich (!) vorbringen, so oft und so ausführlich er will, solange er nicht behauptet, dass alle diese Meinung vertreten oder vertreten müssen. Mein Beitrag soll den vielen Lennepern Mut machen, die es so sehen wie ich, es einfach einmal laut zu sagen. Dafür braucht es keinen Verein, das kann man einfach so tun :-), denn es hat keiner das Recht, eine gegensätzliche Meinung herunterzumachen.

Wolfgang Güntsch am :

Liebe Frau Dörpinghaus, ich habe lange überlegt, wie man - als Befürworter des DOC - den teilweise (die Betonung liegt auf teilweise) polemischen Kommentaren der DOC-Gegner antworten kann. Ihr Kommentar trifft m. E. den richtigen Ton. Hinzufügen möchte ich, daß das DOC für Lennep in Hinblick auf Einzelhandel und Gastronomie durchaus eine Belebung verspricht. Übrigens bin ich weder DOC-Enthusiast noch DOC-Liebhaber, lediglich ein Remscheider Bürger, dem seine Stadt am Herzen liegt.

Holger Feldhaus am :

Hallo Frau Dörpinghaus, hallo Herr Güntsch, endlich mal zwei Mitbürger aus der "schweigenden Mehrheit", die sich positiv zum DOC äußern. Auch ich bin ein absoluter Befürworter des DOC- wegen den positiven Begleiterscheinungen für Lennep und Remscheid. Ich habe mich bereits im Jahr 2010 zum Thema "Bundesministerium warnt vor Einzelhandel auf grüner Wiese", und letztes Jahr zum Thema "DOC: keine Replik der Altstadt, sondern moderne Eleganz", hier geäußert. Im letzten Jahr ging es um die Gestalltung des DOC, zu der ich meine Meinung kund getan habe. Anstatt Kritik oder anderer Vorschläge zur Gestalltung zu bekommen, erhielt ich mal wieder nur die gleichen Gründe der Gegner, warum das DOC nicht gebaut werden soll. Doch darum ging es damals gar nicht. Nachdem einige Gegner nicht in der Lage waren, zum eigentlichen Thema zu schreiben, habe ich beschlossen, mich nicht weiter zu äußern. Vielleicht geht es vielen Befürwortern so (schweigende Mehrheit). Sie haben einfach resigniert.

Klaus Konkel am :

OK. Herr Kaiser, das war es dann hier für mich. Wenn Argumente nicht totzuschweigen sind (Antworten Sie doch mal auf Herrn Maar) werden Texte von Ihnen verändert. Sehr Enttäuschend, daß Sie keine Kritik ertragen können.

Lothar Kaiser am :

Hallo Herr Konkel, tut mir leid. Aber dann muss der Waterbölles eben auf Sie verzichten. Ich bleibe dabei, dass es in der Sache, über die wir hier diskutiert haben, keinerlei Relevanz hat, wen ich auf der Straße gesehen oder auch übersehen habe. Diesen Passus in Ihrem letzten Kommentar hatte ich gestrichen.

Franz Haas am :

Auch ich bin als Lenneper Bürger Teil der bisher schweigenden Mehrheit. In meinem Umfeld gibt es immer wieder Diskussionen zu den verschiedenen Aspekten des geplanten DOC. Meiner Einschätzung nach sind es - in meinem natürlich als Anwohner der Neustadt sehr spezifisch betroffenen Umfeld - eher 15 % als 20 % erklärte Gegner. Der Rest ist eher dafür als dagegen, hat zwar auch verschiedenste Bedenken, hält es aber doch für machbar. Aber auch hier ist es so, dass Gegner eher laut und drastisch argumentieren und Befürworter eher abwartend und zustimmend sich äußern. Mein "Gefühl" (Achtung, liebe DOC-Gegner, "Gefühl" ist sehr subjektiv und kann von mir nicht mit einer Statistik untermauert werden, soll aber hier als Meinungsäußerung erwähnt werden) ist, dass, je weiter sich der Wohnort von dem geplanten Center entfernt, desto stärker wird die Zustimmung.

Klaus Runge am :

Zurück zum Sachlichen: Meine Ergebnisse vom 18. 1. zur Höhe des ganz am Anfang dieses Blogs abgebildeten Feuerwachenturmes waren mir zu vage. Inzwischen habe ich die Höhe des Turmes gemessen. Der Turm ist 17,5 Meter hoch, steht auf 304 Metern über NormalNull (üNN) und erreicht die Höhe von 321,5 Metern üNN. Nach den Höhenbegrenzungen aus den planungsrechtlichen Festsetzungen zum Bebauungsplan 657 dürften an dieser Stelle Gebäude stehen, die bis 329 m üNN reichen und 25 Meter hoch sind. Wenn die McArthurGlen Fotomontage das auch mit der perspektivischen Verfälschung darstellte, wie im Bild oben gezeigt, und der Turm oben noch viel breiter wirkte, würde jeder Betrachter fürchten, der Turm werde den unten vorbeiwandelnden Herren mit dem Telefon gleich unter sich begraben. Zierlich und zurückhaltend wirkt auf dem Foto dagegen der „Aussichtsturm“ in 110 Metern Entfernung, der mit 21 Metern geplant wird, 3,5 Meter höher als der Feuerwachenturm wäre, und damit noch nicht einmal die 329 m üNN ausschöpft. Damit endet der Beitrag zur Berücksichtigung nachbarschaftlicher Belange durch die DOC-Planung. Zur Erhaltung von Grün- und Freiflächen im so genannten Sondergebiet SO1 folgt noch die kurze Bemerkung, dass hier die Grundflächenzahl (prozentualer Anteil der Bodenfläche, die bebaut werden darf, als Dezimalzahl geschrieben) bis 1,0 ansteigen darf. Da freut man sich über den auf den Computerimaginationen erkennbaren reichlichen Baumbestand.

Volker Ralig am :

[list]Unter der Überschrift: „Wann meldet sich endlich die "schweigende Mehrheit" zu Wort?“ wird ein Artikel verfasst, der, so scheint es mir, eine bestimmte Gruppe Menschen, nämlich die DOC-Gegner, im Speziellen die Mitglieder der Bürgerinitiative Lennep, zu diskreditieren versucht. Zwischenrufe sind im politischen Alltagsgeschäft eine Selbstverständlichkeit. Ein „pöbelhafte(s) Auftreten“, wird im Duden mit der Bedeutung verbunden: nach der Art des Pöbels handelnd, wobei Pöbel eine „ungebildete, unkultivierte, in der Masse gewaltbereite Menschen [der gesellschaftlichen Unterschicht]; bedeutet. Es mag sein, dass die Zwischenrufe zur falschen Zeit kamen, aber sie als Pöbelei zu bezeichnen ist (fast) schon beleidigend. [/list] [list]Die Bürgerinitiative Lennep auf vier oder fünf Leute zu reduzieren, nur weil deren Namen immer wieder auftauchen, ist diffamierend – wer noch alles im Hintergrund arbeitet – wissen Sie, Herr Kaiser, dies? (Nicht alle Menschen sind gleich gut geeignet im „Rampenlicht“ zu stehen… oder zu schreiben.) [/list] [list] Ich kann zwar verstehen, dass die immer wieder gestellten Fragen und Gegenargumente Ihnen auf den Keks gehen (richtige Unterstellung?), allerdings wäre dies nicht nötig, wenn sachlich und fachlich kompetent geantwortet und diskutiert würde – dies scheint aber politisch (und von einige Mitbürgern) überhaupt nicht gewollt (möglich?) zu sein. Aus welchem Grund haben ansonsten die Bürger auf ihre Einwendungen zur Bauplanung DOC, einem vom Gesetz geforderten demokratischen Prozess, von der Stadtverwaltung bisher seit jetzt neun Monaten keine persönliche Antwort bekommen, so wie es in der Öffentlichkeit angekündigt wurde. Geschweige denn dass diese und weitere, oftmals auch immer wieder, gestellte Fragen und Argumente überzeugend aus dem Weg geräumt wurden. (Bezeichnend war für mich hier die Ratssitzung am 11.12.2014, in der unter Top 3 eine Einwohnerfragestunde stattfand. Sachliche und fundierte Fragen gab es viele – beantwortet wurde keine vernünftig (ausreichend). Mein Eindruck war eher der einer beeindruckenden Lethargie und ans bodenlose grenzenden Unwissenheit der meisten politischen Vertreter im fachlichen Sinne (oder auch Desinteresse, sich mit den Fragen auseinander zu setzten?!) [/list] [list]Da Sie, Herr Kaiser, eine Plattform bereit stellen, in der jeder Bürger schreiben darf (dafür meinen allerherzlichsten Dank und Respekt) und sich die Mühe machen, jeden Kommentar gegenzulesen, kann ich Unmut über das ständige Wiederholen von Argumenten sogar verstehen, allerdings die Äußerungen dazu in dieser Form nicht gut heißen. [/list] [list]So ist aber auch wieder in dieser Diskussion hier das zu erkennen, was in vielen anderen zu lesen war und was die Wiederholungen nur um so nötig machen: Die DOC-Gegner bemühen sich um sachliche Argumente, die gegen ein DOC sprechen – die DOC-Befürworter ziehen hauptsächlich Vermutungen und Wunschdenken heran.[/list] [list] (Zu finden in den obigen Kommentaren, z.B. bei Udo Hellmann und Brigitte Dörpinghaus). [/list] [list] [*]Chancen – bestehen in zwei Richtungen [*]Fachliche Belegung einer Ertüchtigung? [*]Hat das Allee-Center den Untergang der Allee-Straße, die Leerstände in vielen Stadtteilen nicht begünstig? War es nicht ein wesentlicher Grund für den Wegfall von Karstadt/Hertie? War der Fortfall dieses Kaufhauses nicht der Sargnagel für den Lenneper Einzelhandel. Und dem will man jetzt mit der Ansiedelung einer dreimal so großen Verkaufsfläche vor der Altstadt begegnen? Wird dann das DOC Lenneps kompletter Untergang? [*]Wird nach der Bauzeit die Situation besser sein als jetzt? Wo kommt dieses Wissen? Verkehrsgutachten? ausreichend, setzen. [*]Ich bewundere das Vertrauen dieser Befürworter, aber Kontrolle ist bekanntlich besser. Außerdem bezweifle ich mittlerweile, dass in der Stadt fähige Leute sitzen (s.o. Eindruck der Ratssitzung, und haben sie schon einmal über die Schuldenentwicklung der Stadt Remscheid nachgedacht? Welches städtische Projekt der letzten 30 Jahre hat die Schuldenspirale Verlangsamt? War der Verkauf der Krankenanstalten der Bringer und hat er für große Rendite und Befriedigung gesorgt?). [/list] [list]Auch in seinem Lokalzeit-Interview vom 15.01. will unser OB den Eindruck erwecken, dass das DOC schon beschlossene Sache und jedes Argument dagegen verlorene Liebesmühe ist – dies ist eine bewusste Irreführung der Remscheider Bevölkerung. Wäre das Ergebnis, wie es in einer Demokratie üblich sein sollte, noch offen (es liegen schlicht und ergreifend noch nicht alle Endergebnisse der Gutachten vor), dann wäre er schon noch in der Lage, mit den Gegnern zu diskutieren – dies will er anscheinend jedoch gar nicht – er tut alles dafür, das Projekt durchzuziehen. Eine Diskussion um das Pro und Contra eines solchen Projektes ist hier in Remscheid noch nicht geführt worden und scheint auch nicht gewollt worden zu sein. [/list] [list]Der OB geht davon aus, dass es kommt, er tut alles dafür, er hat den Eindruck, sieht die Chance – wenn das nicht unumstößliche Antworten auf die Fragen der Lokalzeit-Reporterin sind?!. Und da wundern Sie sich darüber, dass der OB Gegenwind bekommt? Von sachlichen Argumenten, stichhaltigen Untersuchungen, warum das DOC für Remscheid gut sein soll, leider keine Spur. [/list] [list]Deshalb sollten wir alle froh sein, wenn Gedanken und Anregungen geäußert werden – Pro und Contra -, auf deren Basis man dann sinnvoll diskutieren kann. Und manchmal müssen Fragen leider! oft wiederholt werden, bis sie dann, hoffentlich, auch mal beantwortet werden. [/list]

Veronika Wolf am :

...das ist sehr treffend formuliert! Die Diskussionskultur rund um das DOC erinnert mich schmerzlich an die Diskussionskultur nach dem Absturz des amerikanischen Kampfbombers in die Stockder Straße. Die auch aus großer Sorge gegründete Bürgerinitiative wurde genau so wenig ernst genommen, diffamiert, ausgegrenzt, belächelt, beschimpft. Die Presse teilte abschließend mit, dass die Wirtschaft sich beschwere und deshalb nicht mehr berichten würde. "Hört doch endlich auf" - "wir können es nicht mehr hören' 'ist doch nichts passiert' - die gleichen Sprüche, die gleichen Methoden nach dem Absturz eines mit hochbrisanten Waffen beladenen Kampfbombers in ein Wohngebiet (und das ist Fakt)! Und sogar heute noch werden die Bürger für ihre Fragen nach den Folgen diffamiert. Die unsägliche DOC-Diskussion wundert mich gar nicht - sind es nicht sogar die gleichen 'führenden Köpfe' heute und damals in den Parteien, die diese Fehlentscheidungen zu verantworten haben? Sogar Frau Jüttner war schon dabei. Und nachdem auch damals fragwürdige Gutachten erstellt und weitere Untersuchungen kategorisch abgelehnt wurden, die Böden nicht saniert und zur Tagesordnung übergegangen wurde, sagte später vertraulich die führende Partei, dass sie das Thema begraben hätte, weil sie die Zusammenhänge nicht mehr verstehen hätten können - zusammenfassend nachzulesen in meinem Buch über die Folgen dieser Katastrophe "Schweigende Stadt". Und natürlich konnten/wollten sich auch nur einige Wenige in die Thematik einarbeiten - die Gründe für die anderen kann sich jeder ausmalen. Heute, 26 Jahre danach, ist nicht nur die Fachwelt schockiert über die Unfähigkeit des Erkennens der Risiken (oder Vertuschung) der Verantwortlichen. Die Betroffenen müss(t)en gerichtsfest beweisen, dass die festgestellte Kontamination im Absturzgebiet von diesem Absturz stammt - wie grotesk und menschenverachtend im Zeitalter von Gefälligkeitsgutachten, NSA und wirtschaftlichen Abhängigkeiten! Heute liegt die Krebserkrankungsrate in Remscheid über dem Durchschnitt, auch die der Kinder (s. Kinderkrebsregister, Mainz + www.krebsregisternrw.de). Und nun versteckt man sich hinter angeblich fehlender Kausalität - ohne sie zu suchen. Und macht weiter mit der Installation von Risiken, die die hiesigen Politiker wieder nicht übersehen. 25 Jahre später können die 'Überlebenden' der DOC-Katastrophe den Fortsetzungsroman schreiben.

Hans Gerd Göbert am :

Lediglich weil ich nicht weiß, wo man es sonst gut hier unterbringen könnte, es aber irgendwie zu diesem Block passt, (als Kind habe ich früher immer sehr gerne die Nappoblöcke gegessen) nenne ich hier auch noch ein Zitat, welches von einem bekannten Politker stammt: "Beobachtet die Lage und Eure Gegner jederzeit ruhig und intensiv. Steht immer fest zu Eurer Position. Antwortet stets vorsichtig und recherchiert immer genauestens. Haltet Eure Stärken besser ein wenig bedeckt. Verbergt Eure Schwächen, so gut es geht. Wartet auf die günstige Gelegenheit zum Eingreifen. Beansprucht niemals zu früh die Führung, irgendwann bietet sie sich Euch von selbst." (nicht von Wladimir Putin)

Martin Gerhardts am :

Das ist von Deng Xiao Peng. Ob das jetzt hier wirklich passt? In unsere Situation und unsere westliche Zeit? Wenn ich „Gegner“ lese, werde ich immer elektrisch. Aber grundsätzlich ein schicker Spruch. Wenn ich die vielen Kommentare lese (nicht nur hier) bekommt man irgendwie das Gefühl, dass es eher darum geht zu beobachten, welche Position sich wer erarbeitet. Es ist doch völlig egal, wer die Lorbeeren oder den Rüffel für was auch immer einheimst. Wichtig ist doch, dass man hier die Möglichkeit hat, ein Projekt auf die Beine zu stellen. Und dann geht eben mal was schief oder es wurde vergessen irgendwas zu bedenken. Na und? Dann wird nachgebessert. Ich kann es nicht mehr hören, wie ständig nach Perfektion gerufen wird. Meistens von denen, die sich selbst völlig falsch einschätzen.

Klaus Runge am :

Ich esse noch heute gerne Nappoblöcke, aber nur selten. Wegen der Zähne.

Hans Gerd Göbert am :

Von mir nun als Abschluß zu diesem Thema: Glückwunsch Martin Gerhardts 8.5. Ob Sie es glauben oder nicht, ich hatte darauf getippt, dass Sie als Erster die Antwort finden würden. Sie haben allerdings viel mehr Möglichkeiten der Recherche als andere. Vielleicht ist Ihnen dann auch aufegallen, dass ich ihn minimal verändert habe? Ich bin jedenfalls ein großer Freund davon, dass man sich nicht immer alles nur so pfurztrocken um die Ohren haut.

Martin Gerhardts am :

Herr Göbert, alleine die Aussage ich hätte viel mehr Möglichkeiten zur Recherche, zeigt eigentlich, dass die moderne Technik bei Ihnen wohl noch nicht angekommen ist. Wie Sie dann hier antworten können, ist mir dann allerdings nicht klar. Mir stehen, wie vielen anderen auch, neben einer vernünftigen Bildung, großer Neugierde und Aufnahmebereitschaft die gleichen Mittel zur Verfügung wie jedem anderen auch, der sich im Internet rumtreibt. Leise habe ich auch die Vermutung, dass Sie mich mal wieder verwechseln. Warum man ein Zitat nach Gutdünken verändert, dann aber trotzdem als ein solches ausgibt, wissen nur Sie.

Klaus Runge am :

Die Dresdener (und Gäste) haben ihr „Blaues Wunder“. Das ist nur die blau angestrichene Brücke über die Elbe, zu bewundern auf der Fahrt mit dem Schaufelraddampfer nach Pillnitz. Der tutet unter der Brücke, ein schönes Geräusch. Der Remscheider, aber ganz besonders der Lenneper, zieht nach. Er bekommt ein durchsichtiges gläsernes Brückenwunder (s. ganz oben), durch das hindurch die schöne Stadtkirche in beeindruckender Klarsicht wie auch schon ohne Brücke zu bewundern ist. Getutet wird an der Kreuzung Ring-Rader Straße auch schon. Ein weiteres touristisches Highlight. Nur ein Gedanke trübt die freudige Erwartung. Wie wird das mit der Durchsicht, wenn sich der gemeine Straßenstaub - nicht der Feinstaub - nicht an seine Verpflichtung hält, in der Mitte der Straße zu verweilen und diese Brücke beschmutzt? Wer besorgt die immerwährende Reinigung der Brücke zur Erhaltung dieser Klarsicht? Wer trägt die Kosten? Droht der Stadt ein weiteres Finanzleck?

Bürgerinitiative Lennep e. V. am :

Die Stadt Remscheid treibt die Planungen des DOC in Lennep ohne Berücksichtigung des in Wuppertal geplanten FOC voran. Die BI Lennep e.V. hält es jedoch für unabdingbar, die bisherigen Planungen für das DOC in Lennep zu überprüfen und im Zusammenhang mit der geplanten Kumulation von Zentren in unmittelbarer Nähe zu sehen, dies ganz besonders was die nunmehr verstärkten Auswirkungen auf den Einzelhandel der Region angeht. Die BI Lennep e.V. hat daher zusammen mit dem Raumplaner Dipl. Ing. Haimo Bullmann eine Eingabe an die Regierungspräsidentin verfasst, die ebenso an umliegende Städte und Kreise gesandt wird. Hierin wird ausdrücklich auf die Gefährdung zentraler Versorgungsbereiche durch die Kumulation von Outlet-Centern hingewiesen. Die Kaufkraftabflüsse, die durch die beiden Outlet-Center in Elberfeld und in Lennep bewirkt werden, sind im Zusammenhang zu sehen. Sie werden sich gegenseitig verstärken und können sich überlagern. Die Ausmaße sind immens: rechnet man die beiden FOC/DOC und den geplanten Billiganbieter PRIMARK zusammen, so kommt man auf eine Verkaufsfläche von etwa 60.000 qm. Dies kann nicht ohne tiefgreifende Folgen für die Struktur des Einzelhandels im bergischen Land bleiben. Die BI Lennep fordert daher die Bezirksregierung als Aufsichtsbehörde auf, die Genehmigung des Bauleitplanverfahrens für das DOC Lennep solange auszusetzen, bis die tatsächliche Situation in allen Gutachten entsprechend berücksichtigt und dargestellt wird.

klaus kreutzer am :

Die Diskussion um die „schweigende Mehrheit“ nimmt putzige Formen an. Man kann für aber ebenso auch gegen ein DOL (Designer Outet Lennep) sein. Befürworter und Gegner aber in den Ring zu stellen, um sich täglich mit neuen (alten) Kommentaren zu duellieren, was soll das? Lennep hat noch einen sehr langen Weg vor sich. Erst wenn Befürworter und Gegner nach der Urteilsverkündung aus dem Bundesverwaltungsgericht kommen, weiß der Beobachter mehr. In der Zwischenzeit könnte der Einkaufstempel des Uwe Clees in Wuppertal längst fertig sein und hat seine Mieter. Üblicherweise haben die Mieter in den Mietverträgen eine Radiusklausel zu unterschreiben. Das bedeutet, dass sie in einem bestimmten Radius keinen zweiten Fabrikverkauf betreiben dürfen. Der Betreiber des Wertheim Village, die britische Firma Value Retail, schreibt ihren Mietern vor, in einem Radius vom 150 km keinen weiteren Fabrikverkauf zu betreiben. Die Firma Adidas, wollte das nicht akzeptieren. Die Folge ist, dass Sie bei Value Retail an keinem Standort mehr mitmachen darf. Die Radiusklausel ist derzeit Gegenstand von gerichtlichen und kartellrechtlichen Verfahren. Das Ende ist durchaus als offen anzusehen, weil es hier nicht um den Grundsatz der Zulässigkeit, die ist unbestritten, sondern um die Größe des Radius geht. Das Verfahren haben Investoren in Montabaur angestrengt. Der Standort am ICE – Bahnhof ist Luftlinie 147 km von Wertheim entfernt. Über die Autobahn sogar 180 km. Fazit: kommt Wuppertal vor Lennep, bleiben für Lennep keine (attraktiven) Mieter mehr, gleiches gilt auch im Umkehrschluss. Uwe Clees ist clever genug, Lennep in eine jahrlange Warteschleife zu schicken, um seine Vorstellungen durchzusetzen. Und der OB in Wuppertal schaut lächelnd zu und freut sich über IKEA und DOC und Primark, alles im Tal.

Klaus Runge am :

Sehr geehrter Herr Kreutzer, die Zielsetzung Ihres Beitrags über die Ausschlussversuche von Anbietern in FOC ist für mich unklar. Soll die Lenneper DOC-Planung „unbeirrt“ (beschleunigt) fortgeführt werden, die Wuppertaler Planung als bedeutungslos eingestuft werden? Ist es sicher, dass einer der beiden Investoren seine Pläne aufgibt, wenn der Konkurrent früher die Genehmigung seiner Pläne erreicht oder erst wenn der Eröffnungstermin des Konkurrenzbetriebes feststeht? Oder werden beide ihren Umsatz bei gegenseitiger Konkurrenz noch erhöhen mit gesteigerten "Umsatzumverteilungen" für den noch bestehenden konventionellen Einzelhandel? Wie ändert sich die erwartete Remscheid-Lenneper DOC-Erfolgsbilanz, wenn in Wuppertal oder irgendwo in bis zu 150 km Entfernung (sogar Solingen-Ohligs ist nach dem neuen Regionalplan möglich) weitere FOC/DOC entstehen? (Montabaur, Münstereifel, Königswinter, Roermond und … sind schon unter 150 km entfernt.) Welcher Gewinn rechtfertigt die Vorleistungen in Lennep? Sollte nicht erst einmal gründlich überlegt werden?

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