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Interkulturelle Kindertagesstätte zieht zum Rosenhügel

von Ute Holdorf

Seit nunmehr 15 Jahren betreibt der Förderverein für Interkulturelle Erziehung e.V. (IKE) im Otto-Pfeiffer-Haus an der Burger Straße seine Interkulturelle Kindertagesstätte für 60 Kinder. 15 Jahre wäre eigentlich Grund genug, um ein kleines Jubiläum zu feiern. Doch dazu wird es im Otto-Pfeiffer-Haus nicht mehr kommen. Denn die GEWAG als Eigentümer der alten Mannesmann Villa plant für die Kita einen Ersatzstandort am Rosenhügel. Hauptgrund dafür ist die Ausweitung der Betreuung auf Kinder ab dem 1. Lebensjahr und die Erweiterung um eine vierte Gruppe. Die dafür notwendigen Umbaumaßnahmen ließen sich in dem denkmalgeschützten Gebäude nur schwer umsetzen. Das gleiche gilt für die dann erforderlichen Brandschutzmaßnahmen. Darum errichtet die GEWAG in Absprache mit dem Träger und dem Jugendamt der Stadt Remscheid einen Neubau an der Rosenhügeler Straße 63 bis 69. Dort gibt es dann auf 760 qm Nutzfläche vier Gruppen für insgesamt 73 Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren. Alles ebenerdig, barrierefrei und entsprechend den aktuellen Vorgaben des Landschaftsverbandes!

Das Team freut sich auf die neue Einrichtung. Die Ebenerdigkeit und der direkte Zugang für alle Gruppen zum Außengelände machen viele Abläufe für Kinder und Erzieherinnen leichter. Dennoch wird der Abschied aus dem Otto-Pfeiffer-Haus auch schwer fallen. Denn die alte Mannesmann Villa ist schon ein besonderer Arbeitsplatz mit einem ganz besonderen Charme.

Die pädagogische Arbeit mit  Kindern und in Zusammenarbeit mit Eltern nach einem Interkulturellen Konzept haben sich in den vergangenen 15 Jahren bewährt. Die Einrichtung hat sich in dieser Zeit weiterentwickelt zum Familienzentrum und zum anerkannten Bewegungskindergarten mit dem Pluspunkt Ernährung. Über das  Mindestpersonal hinaus gehören eine Sprachförderfachkraft und eine Motopädin zum Team. Damit folgt der IKE den Empfehlungen des KIBIZ und arbeiten zunehmend interdisziplinär. Es haben sich im Laufe der Jahre viele Kooperationen im Stadtteil entwickelt, die wir auch am neuen Standort fortführen und intensivieren werden.

Der IKE als kleiner Trägerverein steht mit diesem Projekt vor großen Herausforderungen. Der Umzug und die Neustrukturierung bedeuten für den Träger viel Arbeit  und erfordern zusätzliche finanzielle Mittel. Die GEWAG hat sich für dieses Vorhaben ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Wenn alles wie geplant läuft (die Bauanträge sind bereits eingereicht) soll der Neubau mit Beginn des neuen Kindergartenjahres am 1. August 2015 bezogen werden. Für den IKE wird 2015 somit ein ganz besonderes Jahr. Nicht nur 15 Jahre Interkulturelle Kindertagesstätte wollen gewürdigt werden sondern auch der Umzug in ein neues Domizil. Wenn das kein Grund zum Feiern ist.

 

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Kommentare

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Chronist am :

„Gemäß dem Motto „Das Alte bewahren und das Neue versuchen" heißt es im Herbst „Auf zum Rosenhügel." Und wenn dann alles verpackt ist und im Herbst die Möbelwagen zum Rosenhügel rollen, bleibt eins mit Sicherheit hier. Das Bild von Otto-Pfeiffer und sein Name bleiben hier. Somit braucht der neue Kindergarten am neuen Standort einen neuen Namen. Dazu hätten wir gerne ein Stimmungsbild. Wir haben viele Ideen, möchten aber auch gerne ihre Meinung kennen“, forderte Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des IKE, gestern beim Abschiedsfest im Otto-Pfeiffer-Haus die anwesenden Eltern zu Vorschlägen auf.

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