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Rückblick: Remscheid im Januar 2005

Von 1990 bis 2005 sind in Remscheid etwa 15.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Das teilte die Verwaltung im Januar 2005 mit. Im gleichen Monat schloss der Geschenkbandhersteller Sopp seine Produktion in Remscheid. 140 Mitarbeiter erhielten für Ende Februar 2005  ihre Kündigung. Mit der Entscheidung habe man eine Insolvenz der Traditionsfirma abgewendet, teilte das das Unternehmen damals mit. Der Konkurrenzdruck der asiatischen Hersteller habe das Aus für den Remscheider Familienbetrieb bedeutet. Seit Jahren seien die Preise für Geschenk- und Dekorationsbänder, die vor allem im Weihnachtsgeschäft verkauft werden, gefallen. Auch die Produktion in einem Werk in den USA endete vor zehn Jahren; übrig bleibt ein reines Vertriebsunternehmen. Im Januar 2005 sprach sich Oberbürgermeisterin Beate Wilding erneut gegen das Gewerbegebiet Blume aus, dessen Bau der Rat vor ihrem Amtsantritt beschlossen hatte. Wilding sagte, statt dessen sollten verstärkt Industriebrachen neu besiedelt werden.

Die Stadt Remscheid verzeichnet vor zehn Jahren ein wachsendes Interesse an Grundstücken im Neubaugebiet Hohenhagen. Nachdem die Stadt bis dato Familien mit geringem Einkommen bevorzugt hatte, sollten die städtischen Grundstücke nun auch finanzstärkeren Interessenten angeboten werden, verlautete damals aus dem Bereich von Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein. Damit komme die Stadt den Forderungen von Anwohner nach.

Im Herbst 2004 begannen die Umbauarbeiten an den sieben Remscheider Grundschulen für eine Ganztagsbetreuung. Wie die Verwaltung im Januar 2005 mitteilte, könne Ende des Monats die erste Grundschule die Betreuung in neu gestalteten Räumen weiterführen. Die vom Land bewilligten Mittel in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro habe die Finanzierung der Umbauten in den Grundschulen sichergestellt

Das erste Integrationskonzept der Stadt Remscheid wurde im Januar 2005 vom damaligen Migrationsausschuss einstimmig angenommen. Seit Ende 2002 hatten rund 100 Personen aus der Stadtverwaltung, Vereinen und Unternehmen Strategien entwickelt, die das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen in Remscheid erleichtern sollten. Im Mittelpunkt stand damals die Sprachförderung, die im Kindergarten beginnt und auch die Eltern einbezieht. Aber auch im beruflichen Alltag und während der Ausbildung solten Migranten unterstützt werden. Neben Schule, Verwaltung oder der Jugendhilfe seien auch Arbeitgeber, Sportvereine und Privatpersonen aufgerufen, sich für ein gutes Miteinander einsetzen, hieß es damals.. Beispielsweise in dem sie sich persönlich um einen Nachbarn, Arbeitskollegen oder Sportkameraden kümmern. Als zentrale Anlaufstelle wurde vor zehn Jahren ein Migrationsbüro mit zunächst zwei Vollzeitkräften angekündigt. Alle Beteiligten sollten regelmäßig in den politischen Gremien über ihre Integrationsbemühungen berichten.

„Die Remscheider produzieren immer weniger Abfall“, teilten vor zehn Jahren die Remscheider Entsorgungsbetriebe mit. Im Jahr 2003 hatten sie etwa 54.000 Tonnen Müll eingesammelt gegenüber 64.000 Tonnen 1993. Grund für den Rückgang iwar nach Angaben der Stadt vor allem die sinkende Bevölkerungszahl.

32 Remscheider Bürger hatten im Januar 2005  bislang Patenschaften für Spielplätze in ihrer Umgebung übernommen. Erst kurz zuvor war das Projekt der Verwaltung angelaufen. Auf den betreuten Plätzen gebe es deutlich weniger Müll und zerstörte Spielgeräte, berichtete die Stadt damals und sprach von einem Erfolg.

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