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Auf der Fahrt durch Kirsehir entdeckten wir eine Parkour-Anlage

von Stefanie Bluth

11. Februar 2015. Nach einem Empfang beim Bürgermeister haben wir heute unsere Partnerschule, das Haci Fatma Erdemir Anadolu Lisesi, besucht. Einen herzlichen Empfang bereiteten uns Schüler und Lehrer. In einer Deutschstunde mit einer 10. Klasse bekamen wir einen konkreten Eindruck von dem Schulleben. Als pensionierter Lehrer ließ es sich Karl-Heinz Humpert (CDU) nicht nehmen, Fragen zum türkischen Schulsystems zu stellen; es wurde uns als ein dreigestuftes System mit zwölfjähriger Schulpflicht beschrieben (vier Jahre Grundschule, vier Jahre Mittelschule, vier Jahre Oberschule). Weil unsere neue Partnerstadt u.a. an einem Erfahrungsaustausch in Bezug auf berufliche Bildung interessiert sei, regte Humpert an, ein Praktikanten-Austauschprogramm zu entwickeln. 

Am Nachmittag hatten wir Gelegenheit, mehr von der Stadt Kırşehir kennenzulernen. Im Allgemeinen ist das Stadtbild von etwa fünfstöckigen Mehrfamilienhäusern geprägt. Einfamilienhäuser sieht man weniger. Wo in Remscheid gelegentlich Kirchen im Stadtbild auftauchen, sieht man in Kırşehir, klar - Moscheen. Und obwohl Kırşehir eine mit Remscheid vergleichbare Einwohnerzahl hat, wirkt die Stadt mit ihrem weitem Umland eher großstädtisch. Kırşehir ist das Zentrum dieser Region, allerdings liegt unser Hotel weiter außerhalb, und von unseren Zimmern können wir mediterran wirkendes hügeliges Brachland und im Hintergrund schneebedeckte Berge sehen. Ein schöner Anblick.

Während unserer Stadttour besuchten wir das Neset Ertas Museum, das Informationen über türkische Volksmusiker und ihre zum Teil mehrere hundert Jahre alten Instrumente bereithält, sowie eine historische Moschee, die allerdings erst seit 1908 als Moschee genutzt wird und vorher – um genau zu sein seit 1272 – eine Schule für Astronomen war. Der anschließende Besuch des recht neu wirkenden Stadtparks war trotz strömenden Regens ebenfalls sehr beeindruckend. Allein beim Vorbeifahren entdeckten wir zwei Spielplätze für Kinder, einen für Senioren, ein Frauenzentrum, ein Jugendzentrum, diverse Cafés und kleinere Läden sowie... tata!... eine (in Remscheid so heiß herbeigesehnte) Parkour-Anlage. Wir erfuhren auch, dass die Benutzung von Sportanlagen und die Besuche in Museen in Kırşehir generell kostenfrei seien.

 

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