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Mit anhaltender Niedrigzinsphase wird die Luft dünner

Mit einem Bilanzgewinn von zehn Millionen Euro im zurückliegenden Geschäftsjahr hatten die beiden Vorstände der Stadtsparkasse Remscheid, Frank Dehnke und Ulrich Gräfe, gerechnet. Tatsächlich aber wurden die eigenen Planungen noch um 1,3 Millionen übertroffen, wie sie gestern auf der Bilanzpressekonferenz berichteten. „Auch unsere ohnehin starke Marktposition in Remscheid konnten wir weiter ausbauen“, freute sich Dehnke. Und das in einer seit 2008 andauernden Niedrigzinsphase. Mit der rechnet der Vorstandsvorsitzende auch noch in den nächsten vier Jahren. „Für die Sparer kommt das einer kalten Enteignung gleich“, stellte Dehnke fest. Aber auch für die Sparkasse werde die Luft von Jahr zu Jahr dünner. Weil jedwede Art von Krediten, vor einigen Jahren zu höheren Zinsen für zehn Jahre abgeschlossen – auch daher die guten Bilanzgewinne -  nunmehr nach und nach auslaufen. Übrig bleiben in den Folgejahren „jüngere“ Kredite mit weit niedrigeren Zinseinnahmen. Da ist es für Dehnke und Gräfe beruhigend zu wissen, dass zum einen das Kreditgeschäft in der Niedrigzinsphase gewachsen ist, im vergangenen Jahr um 34 Millionen auf 938 Millionen Euro, insbesondere dank attraktiver Baufinanzierungen –, ebenso die Zahl der Giro- und Tagesgeldkonten (auf 76.293), und zum anderen die Sparkasse die Eigenkapitalquote von 15,4 Prozent nach den Vorgaben nach „Basel III“ für 2019 schon jetzt erreicht hat.

Mit der Zahl der Konten wuchsen auch die von der Sparkasse verwalteten Kundeneinlagen deutlich - von 1.075 Millionen auf 1.123 Millionen Euro. Davon liegt ein „phänomenales Drittel“ (Dehnke) auf Tagesgeldkonten (48 Millionen mehr als 2013). Die bringen zwar gerade mal 0,1 Prozent, sind den sicherheitsbedürftigen Kunden aber offenbar lieber als Aktien und Unternehmensanleihen, mit denen sich eine spürbar höhere Rendite erzielen ließe. Hier rät Frank Dehnke gleichwohl zu einer Beimischung. Sinken die Zinsen weiter? Das ist nicht ausgeschlossen. Dass aber auch Kunden der Sparkasse eines Tages Negativzinsen zahlen müssten (wie die Banken), kann sich Frank Dehnke denn doch nicht vorstellen.

Foto: Stadt Remscheid.Foto: Stadt Remscheid. Die Position als führendes Kreditinstitut in Remscheid hat die Stadtsparkasse Remscheid im vergangenen Jahr weiter ausbauen können. Auch im Privat- und Firmenkundengeschäft ist sie Marktführer geblieben. Das Baufinanzierungsgeschäft beispielsweise ist mit einem Zusagevolumen von 68 Millionen Euro ist stark angestiegen, und das, „obwohl attraktive Neubauprojekte in Remscheid fehlen“, wie Frank Dehnke gestern feststellte. Allgemein auf eingeschossige Bauten an der Alleestraße angesprochen (siehe Archivbilder links), die aus der Nachkriegszeit stammen und die den städtischen Planern ein Dorn im Auge sind, zeigte er sich verwundert darüber, dass die Besitzer keine Neubaupläne hätten, aber auch nicht an einen Verkauf zu realistischen Preisen dächten. Auch für das laufende Jahr rechnet die Stadtsparkasse in ihrem Immobiliencenter, das 2014 Grundbesitz im Gesamtwert von sieben Millionen Euro vermittelte, mit einem regen Betrieb. Deshalb sollen dort auch zwei weitere Mitarbeiter eingestellt werden. Die nächste Immobilienmesse findet übrigens am 9. Mai statt.

Mit 336 Mitarbeiter/innen in der Hauptstelle und ihren fünf Filialen zählt die Stadtsparkasse zählt zu den großen Arbeitgebern in Remscheid. Und mit einer Ausbildungsquote von zehn Prozent zu den großen Ausbildungsbetrieben vor Ort. „Die hochmotivierten und hochqualifizierten Kolleginnen und Kollegen sind unser wichtigstes und wertvollstes Kapital. Die Visitenkarte unseres Unternehmens“, sagt Ulrich Gräfe. In Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen investierte die Stadtsparkasse im vergangenen Jahr mehr als 270.000 Euro. Regelmäßig werden 35 Nachwuchskräfte in drei Berufsfeldern ausgebildet. Die zehn neuen Ausbildungsplätze ab 1. September sind bis auf einen bereits vergeben. Gräfe: "Wir erwarten von unseren Azubis ein selbstbewusstes, den Kunden zugewandtes Auftreten!"

Von ihrem Jahresgewinn gibt die Sparkasse an die finanzschwache Stadt in diesem und im nächsten Jahr jeweils 1,2 Millionen Euro ab. Dennoch will sie auch künftig in Remscheid der größte Förderer von gemeinnützigen Projekten bleiben. Ulrich Gräfe: „Wir fördern Veranstaltungen, Projekte und diverse Maßnahmen aus den Bereichen Kultur, Soziales, Sport und Jugend, die in Zeiten leerer öffentlicher Kassen so nicht mehr realisierbar wären.“ Auch im vergangenen Jahr wurden so mehr als 500.000 Euro ausgeschüttet, die 280 gemeinnützigen Projekte zugutekamen. Die Förderungssumme ergab sich aus vier verschiedenen Quellen: Sparkassenstiftung, PS-Zweckertrag, Spenden und Sponsoring. Auch für 2015 ist eine gleichbleibend hohe Förderung geplant.

Nicht nur die jungen Kunden, sondern auch die älteren entdecken zunehmend das mobile Banking für sich. Die Homepage der Stadtsparkasse verzeichnet täglich (!)  6.586 Klicks (Spitzenwert des Waterbölles zum Vergleich: 1.300). Und auch mobile Endgeräte von Smartphones und Tablets werden zunehmend für Bahngeschäfte genutzt. Hier liegen die jährlichen Transaktionen inzwischen bei 320.000. Tendenz steigend.

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