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Verwaltung plädierte in Vieringhausen für Status quo

Ortstermin an der Querungshilfe für Fußgänger in Vieringhausen. Foto: Lothar Kaiser

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 24. Februar hatten SPD, CDU, GRÜNE, FDP und DIE LINKE in der Bezirksvertretung (BV) Alt-Remscheid die Verwaltung um Prüfung gebeten, ob die derzeitige Ampelanlage auf der Straße Vieringhausen unterhalb der Straße Am Langen Siepen fünfzig Meter weiter in den Bereich der jetzigen Querungshilfe in Höhe des Altenheims „Stockder Stiftung“ verlegt werden könne und was das kosten würde. Begründung: „Im Bereich der Stockder Stiftung und der dort ansässigen Apotheke und durch den Umzug der Arztpraxis in den geplanten Neubau hat sich die Verkehrssituation in den vergangenen Monaten negativ entwickelt. Für die Bewohner der Stockder Stiftung ist die Nutzung der Verkehrsinsel zur Überquerung der Straße teilweise sehr gefährlich.“

In ihrer Sitzung am 14. April wird sich die Bezirksvertretung Alt-Remscheid mit dem Antrag der fünf Fraktionen und Gruppen näher befassen. Den Standpunkt der Verwaltung dazu kennen seit gestern jene BV-Mitglieder, die der Einladung von Bezirksbürgermeister Ernst-Otto Mähler zu einer „Bezirksvertretung vor Ort“ gefolgt waren. Ein Termin, der allen Beteiligten die hohe Verkehrsdichte bewusst werden ließ, die auf der Bundesstraße 229 herrscht, die dort „Vieringhausen“ heißt (im späteren Verkauf Solinger Straße). Die Querungshilfe, die Fußgängern, speziell den Senioren des Altenheims, das Überqueren der Straße dort erleichtern soll, ist in Hauptverkehrszeiten nur eine geringe Hilfe. Fußgänger müssen vom Bürgersteig aus zwar nur eine der beiden Fahrbahnen im Auge halten. Doch was nützt das, wenn der Verkehrsstrom kaum eine Lücke lässt?! Und ist die Fußgängerinsel schließlich erreicht, beginnt das Warten zur anderen Seite hin ein zweites Mal. (Ein Glück für die Fußgänger, dass sich hin und wieder ein Autofahrer erbarmt und kurz anhält.)

So gesehen wäre eine Fußgängerampel an dieser Stelle gewiss sicherer als eine Querungshilfe, auch wenn die Polizei in der jüngsten „Verkehrsbesprechung“ mitteilte, der Straßenabschnitt „Vieringhausen“ sei „unfallunauffällig“. Aber während der gestrigen „BV vor Ort“ konnte Udo Wilde, Bereichsleiter Verkehrstechnik und Beleuchtung bei der Stadt, noch ganz andere Gegenargumente ins Feld führen, angefangen bei den Finanzen: Eine Verlegung der Fußgängerampel würde rund 60.000 Euro kosten (die die Stadt nicht hat), da dabei kein Bagger eingesetzt werden könne, sondern der Gehweg für zusätzliche Kabel mit der Schaufel von Hand freigelegt werden müsse – wegen der zahlreichen dort schon verlaufenden Kabel.

Verkehrstechnische Probleme für den Fall der Verlegung sah Hans-Otto Heming, Verkehrsplaner bei der Stadt: Stünde die Fußgängerampel in Höhe der Querungshilfe, wäre der Rückstaubereich für bei Rot haltende Fahrzeuge im Vergleich zum jetzigen Standort nahe der Straße Am Langen Siepen deutlich geringer, mit anderen Worten: Bei einer Rot-Phase von 22 Sekunden – und weniger sei gerade den älteren Fußgängern nicht zuzumuten – würden sich die Fahrzeuge bis zur Abbiegespur Richtung Reinshagen zurückstauen. Und dann ginge gar nichts mehr. Fazit: Am besten bliebe alles so, wie es ist (Status quo). Udo Wilde: „Ich persönlich würde immer die Fußgängerampel weiter oberhalb wählen statt der Querungshilfe. Da bin ich auf der sicheren Seite, und der Umweg von zusammen knapp hundert Metern ist doch gar nicht so groß!“

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Kommentare

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Wolfgang Rau am :

Beim Ortstermin in Vieringhausen blieb man als Bürger etwas verwundert und unbefriedigt zurück. Den Status quo aufrechtzuerhalten ist immer die einfachste Lösung, aber nicht immer angemessen. Leider wurde in der Konsequenz mehr aus Sicht des automobilen Verkehrs argumentiert und weniger aus Sicht der schwächeren Verkehrsteilnehmer, die als Fußgänger dort Probleme haben, die nicht weg zu diskutieren sind. Handausschachtung und Kabel ziehen, wo leben wir denn - in einem Technologie-Entwicklungsland? Es muss doch möglich sein, eine Stand-alone Lösung auf Basis moderner kompakter und Vandalismus sicherer IT-Technik zu finden oder eine Kombination mit der bestehenden Ampel zu suchen, die den Verkehr an der Querungshilfe bei Bedarf stoppt. Hilfreich wäre sicher auch eine Impulsschleife in den Busbuchten, damit Fußgänger sicher vor dem Bus die Straße queren können und die Busse eine eigene Freischaltung zum Einfädeln erhalten - das gestaltet sich häufig durch rücksichtslose Kfz-Führer problematisch. Senioren, Bewegungseingeschränkte oder andere Beeinträchtigte aufzufordern, doch 2 x 80 m Umweg an dieser Ausfallstraße bergan und bergab einen Umweg zur alten Ampel entlang zu laufen, scheint mir allen aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen von Inklusion und Barrierefreiheit zuwiderzulaufen. Die genannten Probleme von Rückstaus in den Kreuzungsbereich und Anfahrprobleme des Schwerlastverkehrs im Winter an der Solinger Str. gehören auch so schon zum jahreszeitlich unabhängigen Alltag an dieser Stelle. Die Rückmeldung der Polizei zum Verkehrsgeschehen ist objektiv sicher nicht anzuzweifeln. Nur wer häufig diesen Bereich passiert, kennt zahlreiche Beinaheunfälle, z. B. Auffahrunfälle durch Fehleinschätzung des Abbiegens schon vor dem Kreuzungsbereich in den Parkplatz, Querverkehr beim Abbiegen von bzw. in die Solinger Str. und Vieringhausen (wird durch überhöhte Geschwindigkeiten auf der B 229 oft unmöglich und ist ausgesprochen risikoreich). Also, Kreativität bei Gestaltung und Finanzierung ist gefordert und kein Status von gestern, auch wenn noch nicht so alt ist. Aber er ist nicht mehr der Situation der Fußgänger vor Ort angemessen.

Lothar Kaiser am :

Aus Sicht des Straßenbaulastträgers ist eine Verlegung der FSA auch aus folgenden Gründen nicht anzuraten, wie der Waterbölles inzwischen erfahren hat: Die Busbucht wurde 2013 komplett neu ausgebaut. Dieser Umbau war eine Fördermaßnahme. Bauliche Veränderung würden bedeuten, dass, mindestens anteilig, die Fördermittel zurückgezahlt werden müssten. Sofern die Amplanlage auf Höhe der heutigen Querungshilfe verlegt wird, würde die zukünftige Fußgängerfurt einen Teil der Busbucht in Anspruch nehmen. Es ist jedoch nicht möglich auf einen Teil der Bucht zu verzichten, da diese aus Platzgründen so knapp bemessen ist, das ein Gelenkbus gerade vernünftig darin Platz findet. Eine Verkürzung der Bucht würde bedeuten, dass Busse nicht richtig in die Haltestelle eingefahren könnten, ohne den nachfolgenden Verkehr zu behindern und somit unerwünschte Rückstauer-scheinungen erzeugen würden. Zudem wäre der hintere Busausstieg für die Fahrgäste kaum noch zu benutzen (sehr große „Lücke“ zwischen Busausstieg und Hochbord der Haltestelle). Im Rahmen der Haltestellensanierung wurde die Querungshilfe für ca. 9.000 € erstellt. Diese müsste für ca. 6.000 € wieder demontiert werden. Ferner existiert auf Grund der dortigen Fahrbahnsanierung ein Aufbruchsverbot von fünf Jahren. Ein Aufbruch ist aber unabdinglich wenn die Querungshilfe demontiert werden soll. Auch für das Versetzten der Anlage ist es notwendig, die Straße für ein Leitungssystem zu queren, um die Signale und Taster an das Steuergerät anzuschließen. Um ein Queren der Straße zu vermeiden, könnte alternativ auch vom jetzigen Standpunkt der Ampelanlage aus die notwendigen Versorgungskabel auf beiden Seiten im Gehweg bis zum neuen Standort verlegt werden. Sowohl aus Kostengründen aber mehr noch aus Gründen des Platzmangels in den Gehwegen ist dies jedoch kaum möglich. Die Signalmaste der Ampelanalage müssen mit einem definierten Mindestmaß (Lichtraumprofil) vom Straßenraum entfernt aufgestellt werden. Auf Höhe der Querungshilfe ist der Gehweg jedoch sehr schmal. In Richtung Amtsgericht würde die vorhandene Gehwegbreite nicht ausreichen, selbst wenn nur ein Standmast dort eingebaut würde. Alternativ könnte dieser Mast auf dem Grundstück hinter dem Gehweg aufgestellt werden. Dieses ist jedoch im Privatbesitz.

Lothar Kaiser am :

Die Verwaltung möge doch Ihr Nein zur geforderten Verlagerung der Fußgängerampel in Vieringhausen (vor das Altenheim) mit weiteren Zahlen unterfüttern, meinte heute eine Mehrheit der Mitglieder der Bezirksvertretung Alt-Remscheid und vertagt das Thema in die nächste Sitzung. Ernst-Peter Wolf (SPD) und Beatrice Schlieper (Grüne) hatten zuvor die Höhe der (Um-)Baukosten angezweifelt. Einzig Alexander Ernst (W.i.R.) zeigte sich von den Sachargumenten der Verwaltung (z.B. Rückstau des Verkehrs) überzeugt.

SPD in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am :

In der Zwischenzeit wurden von Anwohnern über 100 Unterschriften für eine Verlegung der Ampelanlage gesammelt. Trotz aller Schwierigkeiten, die sich stellen, sind wir der Meinung, dass die Verlegung der Ampelanlage zu mehr Sicherheit für die Bürger beitragen wird. Deswegen sollten Mittel und Wege gefunden werden, das Vorhaben so kostengünstig wie möglich umzusetzen, denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 16. Juni haben wir der Verwaltung folgende Fragen gestellt: 1. Inwiefern und warum muss nach der Meinung der Verwaltung die Busbucht umgebaut werden? 2. Warum ist nach Ansicht der Verwaltung eine Verbreiterung der Fußgängerfurt notwendig? 3. Warum muss die Querungshilfe abgebaut werden, an anderen Standorten gibt es durchaus auch solche mit Ampeln? 4. Könnten bereits vorhandene Rohre anderer (privater) Versorgungunternehmer genutzt werden, um die Kabel zu verlegen? Des Weiteren bitten wir die Verwaltung, uns Kosten genau aufzuschlüsseln und zu begründen. (Ernst-Peter Wolf, Sprecher der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid)

Chronist am :

„Die Busbucht ist behindertengerecht umgebaut worden. Es wurden Hochborde verwendet, die das Ein- und Aussteigen aus dem Bus für den mobilitätseingeschränkten Passagier verbessern, und für den Rollstuhlfahrer erst möglich machen. Durch die Installation einer Fußgängerschutzanlage im Bereich der Haltestelle, kann der Bus nicht mehr, wie zum jetzigen Zeitpunkt, die komplette Bucht zum Halten nutzen, da der Bus nicht im Bereich der Fußgängerfurt, auf Grund der fehlenden Sichtbeziehung zum Signal, halten darf. Der Bus würde schräg in der Haltestelle stehen, was zum einem zu unerwünscheten Rückstau führt, da der hintere Teil noch in der eigentlichen Fahrbahn steht. Auf der anderen Seite ist der Fahrgastwechsel für Rollstuhlfahrer unmöglich, auf Grund des fehlenden Höhenausgleiches durch das Hochbord. Um dies zu vermeiden, müsste die Haltestelle verlängert werden. Das heißt, das die eigentliche Entwicklungslänge (Einfahrt in die Bucht) über die Zufahrt zur Stockder Stiftung hin verlängert werden müsste.“ (Aus der Antwort der Verwaltung auf die Anfrage der SPD. Das Thema wurde bis nach der Sommerpause vertagt.)

Chronist am :

Vor der Stockder-Stiftung will die Stadt Remscheid künftig die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 km/ durch einen mobilen „Blitzer“ messen lassen. Der richtige Standort dafür sei nunmehr gefunden worden, sagte Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann in der heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid.

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