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Schmutzecken an den Pavillons verschandeln die Fußgängerzone

Keine Visitenkarte für die Stadt Remscheid. Foto: Lothar Kaiser

An den drei Pavillons in der Fußgängerzone der Alleestraße scheiden sich die Geister. Die einen halten sie für unverzichtbar, andere möchten sie am liebsten schon morgen abgerissen sehen. Ich gehöre zu letzteren. Weil sie die Bemühungen der neuen ISG Alleestraße konterkarieren würden, die Fußgängerzone wieder zu einer ansehnlichen Flaniermeile zu machen. Schmutzecken wie die auf dem Foto links beweisen das. Es entstand übrigens erst kürzlich – beim Besuch der Düsseldorfer Regierungspräsidentin Anne Lütkes.

Kaum meldeten sich im vergangenen Jahr erste Befürworter der Pavillons zu Wort, positionierte sich auch die Remscheider SPD entsprechend. Vorschneller Populismus? Inzwischen scheint wieder ein wenig mehr Besonnenheit in die Fraktion zurückgekehrt zu sein. Darauf deutet die jüngste Anfrage hin, die sich mit den Pavillons befasst: „Die SPD–Fraktion interessiert nunmehr, welche Alternativen zu einem Abriss bestehen.“ Gleichzeitig gibt die SPD aber auch zu bedenken, „dass neben dem Argument der Befreiung der Sichtachsen auch der Mehrwert durch die mehrfache Unterbrechung der Windschneisen berücksichtigt werden sollten“. Und: Derzeit seien die Pavillons „die wenigen Plätze mit Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone“. Fielen diese weg, stelle sich die Frage, „welche Konzepte zur Vergrößerung und Aufwertung von Freiflächen am Markt für Außengastronomie geschaffen werden könnten“. Im Einzelnen hat die SPD-Fraktion die Verwaltung um Antwort auf folgende Fragen gebeten:

 

  • Welche Alternativkonzepte zu den Pavillons gibt es, um Außengastronomie auf der Alleestraße zu ermöglichen?
  • Welche Konzepte gibt es, größere Freiflächen für Außengastronomie am Markt (weniger Verkehrslärm, ebene Stellflächen für Außenmöblierung) wie auch auf dem Theodor-Heuss-Platz zu schaffen, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern?
  • Welche Gebäude in der Innenstadt, die im Besitz der GEWAG sind, weisen welchen Leerstand auf und welche Aktivitäten gibt es und sind geplant?
  • Welche dieser Gebäude könnten zu Studenten-/Auszubildendenwohnheimen oder Mehrgenerationenhäusern entwickelt werden?
  • Wie viele dieser Gebäude haben private Freiflächen (Balkone, Gärten)?
  • Welchen energetischen Entwicklungsstand haben die Gebäude der GEWAG in der Innenstadt?
  • Welche Fördermöglichkeiten gäbe es, um die Wohnqualität in den GEWAG-Gebäuden in der Innenstadt zu verbessern?
  • Welche Fördermöglichkeiten wurden erfragt und geprüft, um Studenten-/Auszubildendenwohnheime zu realisieren?
  • Welche Anreize kann die Stadt privaten Eigentümern setzen, um Wohnungsraum qualitativ zu verbessern?
  • Welche Konzepte gibt es, die Kreativ- und Dienstleistungswirtschaft in der Innenstadt zu fördern und inwieweit kann die Aufenthaltsqualität für Kinder und Jugendliche verbessert werden (z. B. Veranstaltungshalle), um den Raum zu stärken.

Mit den Fragen zur GEWAG greift die SPD das Problem der hohen Leerstandsquote auf und die Rolle der städtischen Tochtergesellschaft als „Entwicklungsakteur“.  Zitat: „Auch um an der Idee der Studenten- und Auszubildendenunterkünfte festzuhalten und die Forderung nach familiengerechten Wohnungen zu erfüllen, gilt es die Frage nach dem Entwicklungspotential auf der Objektebene einzelner Gebäude im Bestand der GEWAG zu beantworten, wenn es auf der Ebene des Quartiers nicht möglich ist. (...) Wenn die Stadt Remscheid ... nicht selber als Akteur auftreten kann, kann dies über die städtischen Beteiligungen geschehen.“ Denn auch die Öffentliche Hand sei ein relevanter Akteur für die Qualifizierung des Wohnungsbestandes, indem sie die Rahmenbedingungen für privates Handeln setze und privates Handeln unterstütze, fördere und einfordere.

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Kommentare

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Hans Gerd Göbert am :

Die Schmutzecken und gestalterischen Kunststücke wie an dem abgelichteten Pavillon kritisieren viele bereits seit Jahren. Mit dem Abriss der Pavillons könnten jedoch Probleme auftreten wie Windschneise, fehlende Außengastronomie, etc., die sich nachher als sehr nachteilig herausstellen könnten. Insofern finde ich den Fragenkatalog der SPD sehr richtig und wichtig, um weitsichtig zu planen. Statt einfach mal abzureißen und anschließend festzustellen: "Die Idee war wohl doch nicht so toll?" Die jetzt fehlende Sichtbeziehung vom Centereingang zur Stadtkirche betrachte ich als nicht gegeben. Was mich im Rahmen der Begehung mit Frau Lütkes sehr interessiert. Ist ihr und den sie begleitenden Personen aufgefallen, welches Kunstwerk dort zwischen ehem. Sinn und knapp unterhalb des Schreibwarenhandels vor sich hin rottet? Da hat jemand vor Jahren um die vorhandenen, doch recht netten schmiedeeisernen Gitterchen eine Beetumrandung aus alten, braunen Möbelbrettern gezimmert, die jeglicher Beschreibung spottet (ich habe mir die Mühe eines Fotos erspart). Das Zeug quillt seit Monaten und fleddert nach an allen Seiten aus. Das alles ist offenbar nur möglich, weil es etwas gibt, was man nicht glauben kann, mir aber seitens der Verwaltung glaubhaft versichert wurde: Es soll nämlich keine Gestaltungssatzung für die Allee geben, da diese seit vielen Jahren konsequent von den Anrainern abgelehnt werde. Da ist also noch sehr viel Feinarbeit für eine ISG erforderlich, falls sie denn kommen sollte. Feinarbeit, die kein Geld kostet, aber viel Zeitaufwand erfordert. Wie soll das erst werden, wenn täglich Hunderte nach ihrem Shopping in Lennep noch auf der Allee bummeln gehen wollen? Ob die jemals wieder nach RS kommen werden? Ich weiß, bald werden die Millionen nur so sprudeln, und es wird die Stadt sicher nur überschaubare Eigenmittel kosten.

Klaus Konkel am :

Vielleicht könnte man, zu Testzwecken, ein Foto ohne Mülltonnen und Gärtnerwerkzeug anfertigen. Problem gelöst. Wo und wann also hin mit dem täglich anfallenden Müll? Rein theoretisch könnte der eine oder andere Leerstand als Sammel- und Sortierstelle dienen?

Wilhelm Wunderlich am :

Die im Foto gezeigte "Schmutzecke" zählt bei gutem Wetter zusammen mit Steinbrinck am Alleecenter-Brunnen zu den am besten besuchten Lokations auf der Alleestraße. Die neuen Pächter geben sich bei überaus moderaten Preisen alle erdenkliche Mühe! Warum wieder - wie schon so oft - mit dem Finger darauf zeigen? Fakt ist doch, dass der im Eigentum der GEWAG stehende Pavillion keinen anderen Platz für Mülltonnen bietet. Vielleicht könnte z. B. Herr Wieber mal ein Gespräch mit den "Neuen" führen, um das eine oder andere zu verbessern. Gefragt ist m. E. auch die GEWAG als Vermieter!

Klaus Konkel am :

Wie wäre es, wenn an der Rückseite der Pavilions Podeste Aktionsradius böten? Man hätte drei Bühnen und jeweils einen Unterstand für Abfall und Geräte. Man könnte auch überlegen, den geplanten Parkour vom Bahnhof auf die Allestraße zu verlegen. Das sollte jeden Sportartikel-Markenhersteller aufhorchen lassen. Drei Bühnen (z.Bsp. Zumba) und ein Parkour ließen eine sportliche Meile entstehen, die auch für kulturelle Gemeinschaftszwecke nützlich wäre. Das Remscheider Konzept vom Bahnhof zum Rathaus ist m.E. nur sportlich zu meistern und vielleicht kann diese Remscheider Bergstrecke zu einer, auch für Spitzensporteler, atraktiven Herausforderung werden.

Wilhelm Wunderlicch am :

Auf meinen Kommentar vom 23.05.2015 dankte mir spontan Herr Wieber (ISG Alleestraße) telefonisch mit dem Bemerken, dass er mein Anliegen im Rahmen des ISG-Programms berücksichtigen werde. Ich habe dann die GEWAG als Vermieterin angeschrieben. Hierzu noch im Mai 2015 unser rühriger Bezirksbügermeister Otto Mähler: "Aus Erfahrung glaube ich nicht, dass Du da von der GEWAG eine Antwort bekommst". Tatsächlich: bis heute ohne jede Reaktion! Wäre doch alles irgendwo so einfach zu regeln gewesen.

Chronist am :

„Alternativkonzepte zu den außengastronomischen Nutzungen rund um die Pavillons wurden im Rahmen der Konzepterstellung zunächst nicht erarbeitet“, heißt es in der Antwort der Verwaltung auf die Anfrage der SPD zu den Pavillons auf der Alleestraße. Der Abriss der Pavillons sei bisher im Zusammenhang mit der Aufwertung von Scharffstraße, Wiedenhofstraße und Mandtstraße) betrachtet worden (Zugangsbereiche zur Alleestraße). Im Übrigen würden ja nach dem Ratsbeschluss vom 18. Juni die beiden oberen Pavillons erhalten bleiben.

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