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Gleich nach dem DOC-Projekt kommen neue Gewerbegebiete

„Ein Stadtplaner braucht Überblick“, befand Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und stellte gestern hat Robin Denstorff, den neuen Leiter des städtischen Referats für Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschaftsförderung der Stadt Remscheid, hoch oben im Turmzimmer des Rathauses vor. Foto: Lothar KaiserAm Montag vergangener Woche hat Robin Denstorff, der neue Leiter (Nachfolger von Sigrid Burkhart) des städtischen Referats für Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschaftsförderung der Stadt Remscheid, seinen Dienst angetreten. Im Turmzimmer des Rathauses stellten ihn gestern Nachmittag Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz den Vertretern der lokalen Medien mit den Worten vor: „Wir haben ihn sehnsüchtig erwartet nach der zweimonatigen Vakanz, nachdem, wir uns leider von Frau Burkhart hatten verabschieden müssen.“ Wiederholt habe er in dieser Woche über Stunden hinweg gesprochen – über das DOC, die Rahmenplanung Innenstadt, das künftige Management der städtischen Wirtschaftsförderung und viele Themen mehr. Dabei habe er den Eindruck gewonnen: „Herr Denstorff hat sich auf seine neuen Aufgaben gut vorbereitet, und das, obwohl er gerade erst Vater einer Tochter (Anna Sophie) geworden sei. „Unsere Gesprächspartner aus den städtischen Tochtergesellschaften hatten den gleichen Eindruck wie ich! Ich bin mir sicher, dass wir eine sehr gute Wahl getroffen haben. Der Mann passt in den erweiterten Verwaltungsvorstand!“

Schon vor Dienstantritt habe er sich einige Male in Remscheid umgesehen, bekannte Robin Denstorff. Mit ihm besteht der erweiterte Verwaltungsvorstand künftig aus sieben Personen – dem Oberbürgermeister, Stadtdirektor Dr. Christian Henkelmann, Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke, Sozialdezernent Thomas Neuhaus, Stadtkämmerer Sven Wiertz und Michael Zirngiebl (REB). Der OB lobte gestern das gute Miteinander, das dort herrsche. Es mache „sehr viel Freude, dort offen und klar miteinander zu diskutieren. Ich glaube, dass wir es gemeinsam gut hinbekommen werden, diese Stadt nicht nur zu verwalten, sondern auch zu gestalten. „Viele Vorschusslorbeeren“, so Robin Denstorff, für die er sich gerne revanchierte: „Die Zusammenarbeit macht richtig Spaß; das Klima mit dem Oberbürgermeister stimmt!“

Am 14.Juli 1978 in Düsseldorf geboren, in Mettmann als Sohn eines Lehrer-Ehepaars aufgewachsen, Abitur gemacht und Zivildienst geleistet, studierte Denstorff an der Technischen Universität in Hamburg-Harburg Stadtplanung mit dem erklärten Ziel, eines Tages in einer Kommune „die spürbaren Lebenswelten der Bürger mitzugestalten. Denn das, was wir als  Stadtplaner machen, merken die Bürger unmittelbar. Das ist man nah dran, da bekommt sofort ein Feedback. Und wenn man gute Arbeit macht, sieht man sofort, wo sich die Stadt gut entwickelt!“ Sein Studium krönte der frisch gebackene Diplom-Ingenieur bei der Bezirksregierung Köln nach anderthalb Jahren in der Verwaltung der Stadt Troisdorf mit dem zweiten Staatsexamen. Von diesem „Führungskräftetraining“ (Denstorff) versprach er sich (zu Recht) größere Aufstiegschancen in der Kommunalverwaltung. „Wir machen nicht nur bunte Plänchen, sondern die Arbeit eines Stadtplaners hat auch viel mit Haushalts- und juristischen Fragen zu tun!“

Die Stadt Rheinbach übertrug ihm zunächst die Stadtplanung/ Stadtentwicklung, kurz danach auch die Wirtschaftsförderung und den gesamten technischen Bereich (Bauordnung, Bauverwaltung, Hochbau, Tiefbau und Baubetriebshof) – aus der Erkenntnis heraus, dass Stadtplanung und Wirtschaftsförderung einen verzahnten Prozess erfordern. Denstorff: „Eine Stadt die keine gute Lebensqualität - Freizeitmöglichkeiten, attraktive Wohnangebote -hat, wird sich langfristig auch wirtschaftlich nicht gut entwickeln. Das eine kann ohne das andere nicht. Und das gilt auch für Remscheid!“ Für Unternehmen passgenaue Lösungen entwickeln, darauf kommt es bei der Wirtschaftsförderung an. Kein Unternehmen habe etwas von einer Wirtschaftsförderung, die alles verspreche, „und am Ende kommen Bauordnung und Ordnungsamt und sagen, was alles nicht geht.“

Weil das Anforderungsprofil der Remscheider Stelle in großen Teilen abdecke, was er in Rheinbach gemacht habe („Ich habe sofort gesagt, das ist spannend!“), habe er OB Mast-Weisz telefonisch auf einem Kongress in Berlin erreicht, habe ihm seine gegenwärtigen Aufgaben beschrieben und nachgefragt, ob er seine Bewerbung auch abschicken dürfe, obwohl er aus Rheinbach komme (dem früheren Wirkungsstätte von Sigrid Burkart). Mast-Weisz erinnert sich daran noch gut. „Ich sagte ihm: „Kein Problem. Mit Rheinbachern haben wir schon gute Erfahrungen gemacht hat!“

In der Stadtverwaltung fordere er seine Mitarbeiter auf, über den Tellerrand des eigenen Geschäftsbereichs hinaus denken, um zu sehen, wie etwas gemeinsam nach vorne gebracht werden kann. „Die Organisation muss sich auch an Prozessen orientieren und nicht umgekehrt!“ Das sei damals in dem Telefongespräch mit Robin Denstorff auch von dessen Seite rübergekommen, so Burkhard Mast-Weisz gestern. „Und das war für mich ein wichtiges Entscheidungskriterium zu sagen, der Mann passt gut in unser Team!“ Inzwischen hat der neue Referatsleiter bereits an einer Amtsleiter-Klausur teilgenommen, hat erfahren, so der OB, „welche Potenziale die Stadtverwaltung Remscheid hat und war bei zwei Sitzungen des Verwaltungsvorstands mit dabei -  und lächeln immer noch!“

Ganz oben auf seinem Schreibtisch lieg das DOC-Projekt, sagte Robin Denstorff auf Nachfrage. „Es gilt, das Projektmanagement für die nächsten Jahre zu installieren. Denn das Haus ist nicht fertig gebaut, wenn man die Baugenehmigung in der Hand hat. Dann geht es eigentlich erst richtig los.“ Aktuell stehe nach der Offenlage des Bebauungsplans die Bewertung der Anregungen und eventuellen Bedenken an und sich daraus möglicherweise ergebende Anpassungen, um so letztlich für das DOC Baurecht zu schaffen. Denstorff: „Wenn wir jetzt mit dem Investor saubere Vereinbarungen treffen, brauchen wir uns später nicht zu streiten.“ Die Verwaltung habe noch ein sehr ambitioniertes, komplexes Programm vor sich, in den vieles miteinander verzahnt werden müsse. Wobei ihm die FOC-Pläne der Firma Clees in Wuppertal keine großen Sorgen bereiten, nach dem ihm der Investor des Lenneper DOC, MacArthurGlen, versichert habe, die machten ihn nicht nervös.

An zweiter Stelle kommt für den neuen Abteilungsleiter der Bereich der Gewerbeflächen: Unternehmer, die vor einer Investitionsentscheidung stünden, sagt Denstorff, wollten in der Regel nicht mehrere Jahre warten, bis ihnen die Stadt, in der sie ansässig sind, ein Gewerbegrundstück anbieten können. „Das ist wie im Einzelhandel: was man nicht im Regal liegen hat, das kann man nicht verkaufen!“ Deshalb werde Flächensorge künftig sehr wichtig für die Stadt sein. „Das ist über die fiskalischen Aspekte hinaus auch Daseinsvorsorge, denn das hat viel mit Arbeitsplätzen zu tun!“ -

Deshalb habe er sich in der vergangenen Woche auch über einige Äußerungen aus der Politik („Erdbeerfelder oder DOC“) ehr gewundert, hakte der Oberbürgermeister ein. „Das kann doch nicht die alternierende Diskussion sein. „Es kommt auf vorausscheuende Entwicklungsplanung an!“

Reizvoll fand der OB in diesem Zusammenhang, was Denstorff aus Rheinbach zu berichten wusste: Dort werden neue Gewerbeflächen durch eine kommunale Tochtergesellschaft entwickelt und erschlossen, d.h. nutzungsreif gemacht.

Zeichnet sich hier eine Neuauflage der Städtischen Wirtschaftsförderungs GmbH ab, die die Stadt zu Zeiten der Regionale 2006 einen zweistelligen Millionenbetrag kostete, der dafür dann fehlte? Da will sich der Oberbürgermeister noch nicht festlegen. „Deshalb habe ich mich auch etwas kryptisch ausgedrückt. Weil ich in diesem Zusammenhang in nächster Zeit noch viele Gespräche führen muss. Aber eines ist für mich klar: Ich möchte das Regal voller haben!“

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