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Wunsch nach weiterem qualifizierten Ausbau des Offenen Ganztags

Sein 20jähriges Bestehen feierte am Samstag der Verein „Die Verlässliche e.V.“. Es waren fast ausschließlich Frauen, die den Verein damals aus einer Notsituation heraus gründeten: Remscheid hatte zu jener Zeit etwas mehr als 250 Hortplätze, lange, lange Wartelisten für Kitas und Hort und so gut wie keine Ganztagsangebote. Daran erinnerte beim bunten Kinder- und Familienfest am vergangenen Samstag in Güldenwerth die Vorsitzende Gerda Spahn (Foto). Die spätere Einführung der Offenen Ganztagsschule in NRW sei ein wichtiger Schritt der Landesregierung gewesen, um die Berufstätigkeit der Eltern und die Betreuung der Kinder besser miteinander zu vereinbaren. Kritisch anmerken müsse man dabei allerdings: „Die Hortangebote, die zugunsten der OGS aufgehoben werden mussten, hatten einen wesentlich besseren Betreuungsschlüssel, waren erheblich besser finanziert. Damit waren eine bessere individuellere Förderung und Betreuung der Kinder möglich.  Bildung von Anfang an und Chancengerechtigkeit für Alle, das sind für uns Voraussetzungen für eine inklusive Gesellschaft. Sie bilden die Grundlage unseres bildungspolitischen Selbstverständnisses. Jedes Kind soll in seiner Persönlichkeit und seinen individuellen Möglichkeiten gefördert werden. Es soll in seiner Entwicklung zu einem eigenständigen und sozial verantwortlichen Menschen in der Gesellschaft unterstützt werden“

Durch die Zusammenarbeit von Schule, Kinder- und Jugendhilfe und vielen anderen Partnern strebe der Verein die Entwicklung einer besonderen Lernkultur an, die Kinder in dem Ineinandergreifen von Bildung, Betreuung und Erziehung individuell in ihren Begabungen unterstützt und fördere. In diesem Zusammenhang nannte Spahn drei Eckpfeilern der Vereinsarbeit:

„Bildung: Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist die Vielfalt der pädagogischen und kulturellen Angebote, die eng mit dem schulischen Unterrichtsangebot verknüpft sind. Die Qualität dieser Angebote bietet die Voraussetzung für eine Lernkultur, welche am ehesten den Lernbedürfnissen der Kinder gerecht werden. In Absprache mit Schule und mit Blick auf die Bedürfnisse der Kinder entwickeln wir unsere sozialpädagogischen Bildungsangebote.Dies, um Grundschulen nachhaltig zu unterstützen.

Betreuung: Nur wenn man Die Unterricht, Förder- und Freizeitangebote miteinander verbindet, wenn man Vor- und Nachmittag miteinander verzahnt, erhält man verlässliche Schulzeiten, kommt der bildungspolitischen Chancengleichheit näher und stärkt schließlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Erziehung: Man soll die Kinder bei der Erziehung in ihrer individuellen Entwicklung begleiten , unterstützen und fördern. Dabei darf man die Voraussetzungen der Kinder nicht aus den Augen verlieren. Es geht schließlich um den Erwerb von sozialen Schlüsselkompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein, Kooperationsbereitschaft und gegenseitige Rücksichtnahme. Ohne diese geht Erziehung ins Leere!“

In der OGS solle sich jedes Kind angenommen, wahrgenommen und wertgeschätzt fühlen, eine ganzheitliche Förderung seiner Selbst- und Sozialkompetenz erfahren, seine Fähigkeiten, Talente und sein Wissen entfalten, Chancengerechtigkeit erleben, sich unabhängig von seinem sozialen oder kulturellen Hintergrund sicher und geborgen fühlen ohne Angst vor Mobbing, Ausgrenzung, körperlicher Gewalt oder auch Beleidigung und verbaler Diskriminierung.

Zurzeit betreut der Verein in Remscheid in 15 Grundschulen und 1 Gymnasium fast 1.700 Kinder. Gerda Spahn: „In ganz Remscheid stehen in den Grundschulen 2.297 Plätze zu Verfügung. Damit kann grundsätzlich jedes Kind ein Angebot im Offenen Ganztag erhalten – wir inzwischen nicht doch in einzelnen Schulen an räumliche Grenzen stoßen würden. Nicht an allen Grundschulen konnte der räumliche Ausbau Schritt halten mit der qualifizierten Entwicklung der pädagogischen Arbeit und den daraus gewachsenen pädagogischen Ansprüchen. Wir wünschen uns daher, dass der weitere qualifizierte Ausbau des Offenen Ganztags in finanzieller, personeller als auch räumlicher Hinsicht ermöglicht wird. Wir wissen, dass dieses in unserer hoch verschuldeten Stadt nicht einfach sein wird.“

Zugleich bedankte sich die Vorsitzende ausdrücklich ausdrücklich für die Erhöhung der städtischen Zuschüsse für die OGS in diesem Jahr. „Wir wissen dieses sehr zu schätzen. (...) Der Offene Ganztag ist keine Pflichtaufgabe der Kommune. Doch gleichwohl ist er nicht mehr wegzudenken aus dem Alltag von Kindern und Eltern. Er ist ein unverzichtbarer Bestandteil in ihrem Lebensalltag!“

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