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Verwaltung muss sich über DOC-Zeitung Gedanken machen

Bei vier Gegenstimmen und drei Enthaltungen hat der Rat der Stadt gestern den von der SPD befürworteten Antrag der CDU beschlossen, die Verwaltung möge ein Konzept und eine Kostenstruktur für eine mehrmals im Jahr erscheinende Zeitung über das Jahrhundertprojekt DOC in Remscheid-Lennep erstellen. Begründet hatte ihn die CDU damit, dass die bisherigen Maßnahmen (z.B. Bürgerforen, Baubüro Lennep etc.) als „bekannte Instrumente der Bürgereinbindung ... sicherlich von einigem Informationswert „ seien. Diese würden aber einem Jahrhundertprojekt wie dem DOC mit all seinen Auswirkungen auf die Bürger nur zum Teil gerecht. „Eine breite politische Mehrheit im Rat der Stadt Remscheid will das DOC. Und wir sind überzeugt: Die Mehrheit der Remscheider Bevölkerung steht ebenfalls positiv zu diesem Projekt. Doch wir müssen uns eingestehen: In der Bürgerschaften gibt es auch Vorbehalte gegenüber dem Jahrhundertvorhaben. Unglücklich ist es, wenn Bürger und Politik teilweise nur scheibchenweise an Informationen gelangen“ so die CDU in der Begründung ihres Antrags. Von den Bürger/innen sei nicht zu verlangen, sich selbst „durch ziegelsteingroße Gutachten und Vorlagen zu arbeiten, um sich zu informieren“. Um den Kommunikationsprozess zu beleben, bedürfe es „einer mehrmals im Jahr erscheinenden Zeitung“, in der die Projektverantwortlichen, die Stadtverwaltung, die IHK, der Handel, die Gastronomie und viele weitere Beteiligten über das Jahrhundertprojekt informieren könnten. In Wuppertal zeige die Zeitung „döppersberg – impulse für wuppertal“, wie eine solche professionelle und bürgernahe Information aussehen könnte (Konzept: Professor Dr. Johannes Busmann). Die CDU: „In welcher Auflage eine solche professionell aufbereitete Zeitung über das DOC erscheinen kann, wie und in welcher Höhe sie finanziert werden könnte, wer für die Öffentlichkeitsarbeit DOC federführend sein sollte: Dies sind alles Fragen, die sorgfältig geklärt werden müssen.“

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Peter Nettekoven: „Das muss natürlich finanztierbar sein!“ Da sprach er Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Stadtkämmerer Sven Wiertz aus dem Herzen: Die schwierige Haushaltslage der Stadt sei allgemein bekannt. Genau deshalb hatte sich Fritz Beinersdorf von den Linken gegen den Antrag ausgesprochen. Was damit bezweckt werden solle, könne die Verwaltung auch selbst erledigen: „Das Geld, geschätzte 800.000 Euro, können wir uns sparen!“ Eine Summe, die Nettekoven nicht bestätigen wollte. Aber auch eine geringere Summe werde die finanziellen Möglichkeiten der Stadt übersteigen, war sich Thomas Brützel (W.i.R.) sicher und erinnerte daran, dass im Kulturausschuss schon weit kleinere Beträge (7.500 Euro) gestritten worden sei: „Wir können es uns ersparen, die Verwaltung unnötig mit diesem Thema zu befassen. Denn die Ausgaben für eine solche Zeitung werden wir später ohnehin ablehnen müssen!“ OB Mast-Weisz persönlich: „Wir werden und über Konzept und Kosten Gedanken machen!“

Waterbölles-Kurzkommentar: Diese Zeitung ist so unnötig wie ein Kropf. Die lokalen Printmedien (und der Waterbölles mit seinen personell bescheidenen Ressourcen) beweisen tagtäglich, wie umfassend sie die Bevölkerung über aktuelle Ereignisse und wichtige Entwicklungen (wie das DOC) informieren.

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Kommentare

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Michael Heimlich am :

Man kann sich nur noch an den Kopf fassen. Entweder meint " man" zu glauben, die Remscheider Bevölkerung sei mehrheitlich für ein DOC in Lennep, dann braucht es folgerichtig keine DOC-Zeitung. Oder man befürchtet eine massive Opposition gegen ein DOC , dann braucht es endlich einer Bürgerbefragung zu einem DOC in Lennep. Diese wäre dann wohl günstiger zu haben. Langsam beginne ich mich als Remscheider Bürger zu fragen, in welcher "Stadt" ich hier lebe ?

Klaus Konkel am :

Alternativ zu dem Ent- oder weder könnte es auch sein, dass man Angst vor einer unabhängigen Zeitung hat, die die von der Bundeskanzlerin sogannten "Digital abgehangenen" Bundesbürger (rund ein Viertel ) erreichen könnte. Ein solchen Konzept soll es schon länger geben.

Peter Lange am :

Lieber Michael, du lebst in Remscheid. Ist Politik und Verwaltung die Berichterstattung in den vorhandenen Medien etwa zu kritisch? Kaum zu glauben! Eine Bürgerbefragung soll unter allen Umständen verhindert werden, koste es was es wolle. Die Politiker wissen schon warum, die Akzeptanz für das Outlet schmilzt dahin wie der Schnee in der Sonne.

Lothar Kaiser am :

Woher wollen Sie das wissen, Herr Lange? Haben Sie das beim Pfeifen im Walde gehört?

Peter Lange am :

Lieber im Wald pfeifen als auf die Demokratie. Die BI ist für eine Bürgerbefragung bestens gwappnet. Nicht wir sind es, die sich einer solchen Befragung verweigern.

Heike Koch-Eschweiler am :

Woher wissen Sie denn, Herr Kaiser, dass es nicht so ist? Ich finde es ebenfalls unglaublich, dass eine Bürgerbefragung als zu teuer abgewiegelt wird, aber Geld für eine (wesentlich teuere ???) Propaganda-Aktion ausgegeben werden soll! Wenn unsere Politiker nicht den Mut haben, Bürgers Willen abzufragen, fragen sich die Bürger/innen nicht ohne Grund, warum dies so ist?!?

Michael Heimlich am :

Tja , Herr Kaiser, diese Grundsatzfrage richten Sie leider an die falsche Adresse! Wer weiß schon, was die Remscheider oder auch Lenneper über das DOC in Lennep denken ? Dieses Erkenntnisgewinnes hat sich ja die die "Pro-DOC-Ratsmehrheit" im Remscheider Stadtrat in selbststherrlicher und fast schon arroganter Manier selbst verweigert, indem sie eine Bürgerbefragung für den DOC-Standort Lennep kategorisch abgelehnt hat. Nun werden auch Sie damit leben müssen, dass jeder seine persönlichen Erfahrungen im Austausch mit hier wohnenden Menschen widerspiegelt. Die Frage,die sie hier aufwerfen, ist wahrscheinlich sogar die Kernfrage, die die Existenz der Bürgerinitiative Lennep begründet. Von daher befinden Sie sich ja hier in guter Gesellschaft. Nur, wie gesagt, der Adressat dieser Frage ist die falsche Person!

Wolfram Westermann am :

Ich freue mich auf das DOC. Hier in Remscheid muss sich endlich mal was bewegen, und wir müssen auch Nichtremscheider in unsere Stadt locken und dazu bewegen, hier Geld auszugeben. Das DOC ist der richtige Schritt in die richtige Richtung. Die Idee, Bürger besser zu informieren ist nicht verkehrt. Nur dazu eine Zeitung zu machen, die gedruckt und verteilt werden muss? Diese Kosten kann man sich tatsächlich sparen. Im digitalen Zeitalter kann man viel besser über eine Webseite informieren, und die Kosten einer solchen würden sich nur auf einen Bruchteil der Kosten einer Zeitung belaufen.

Martin Klück am :

Manche mögen Flöhe, vor allem wenn sie jemandem in´s Ohr gesetzt wurden. Und wenn es dann so angenehm kribbelt, krabbelt und juckt, fällt es besonders leicht Anträge zu stellen, die im eigenen Text ihr Scheitern ankündigen ( ....wie und in welcher Höhe sie finanziert werden könnte, .... ). Fragen über Sinn und Zweck kann man bei dem emsigen Werkeln der Flöhe dann schon einmal leicht überhören. Aber sei´s drum .;-)

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