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RTV und Gertrud-Bäumer-Gymnasium haben einiges vor

Sechzehn junge Männer gründeten am 16. Juni 1861 den "Remscheider Allgemeinen Turnverein", heute der Remscheider Turnverein von 1861 (Korp.) mit etwa 1900 Mitgliedern, die in mehr als 115 Sportgruppen bzw. fünfundzwanzig Sportarten unter Anleitung von rund 80 Übungsleitern vielfältige Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung haben. Zur 100-Jahrfeier 1961 wurden angrenzend an die Vereinsturnhalle an der Theodor-Körner-Straße zwei weitere Turnhallen fertig. Und bis zum 150jährigen Jubiläum im Jahre 2011 soll, links neben dem Schulhof des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums, eine Gymnastikhalle entstehen. Die würde die Schule dann gerne für zusätzliche Angebote im Rahmen des neuen Konzeptes „Ganztagsgymnasium“ anmieten. RTV-Vorsitzender Klaus Triesch, sein Stellvertreter Joachim Hartenstein (zuständig für das Gebäudemanagement des Vereins) und Oberstudiendirektor Michael Birker  stellten das in guter Nachbarschaft entwickelte Projekt gestern den Mitgliedern der Bezirksvertretung Alt-Remscheid (BV) vor. Dazu gehört auch die Umgestaltung des von vielen Anwohnern derzeit eher als Schandfleck empfundenen „Lehrer-Parkplatzes“ auf der rechten Seite des Schulhofes. Er soll später auch den RTV-Sportlern offen stehen. Rektor Birker: „Wenn der RTV dann einen Sportler-Eingang auf der anderen Seite des Schulhofes einrichtet, wäre abends bis 22, 23 Uhr auf dem Schulgelände Betrieb!“ Und der würde dann, so Birkers Hoffnung, die jugendlichen Kiffer und Trinker abschrecken, die ihm im vorigen Jahr viel Ärger gemacht haben (der Waterbölles berichtete).

Nur kurz ging Klaus Triesch auf ein gescheitertes Großprojekt des RTV ein – die Sporthalle am Stadtpark. Rat und Verwaltung der Stadt Remscheid hatten den Plan unterstützt; gescheitert war er an fehlenden Landeszuschüssen (Was Fritz Heuser von der CDU gestern noch einmal ausdrücklich bedauerte). Trisch: „Aber halten wir uns nicht lange mit der Vergangenheit auf. Blicken wir nach vorne und bringen wir den Sport in Remscheid voran!“ Dafür sei der RTV gut aufgestellt. Joachim Hartenstein: „Der Verein steht finanziell gut da. Und auch seine Gebäude sind in einem guten Zustand – ganz im Gegensatz zu mancher städtischen Turnhalle!“ Wenig attraktiv derzeit: Der kleine Hof vor dem Eingang zur RTV-Gaststätte und zum Vereinsbüro. Er soll umgestaltet werden. Unter Verzicht auf die jetzigen drei Parkplätze dort. Das aber würde das Parkplatz-Problem des Vereins noch weiter verschärfen; abends, wenn die Sportler kommen, haben die Anwohner die umliegenden Straßen meist schon zugeparkt.

Aber da gibt es ja noch den unbefestigten, mit Containern vom Schulhof abgegrenzten Platz an der Hindenburgstraße. Bekäme der Verein dort von der Schule ein Nutzungsrecht eingeräumt, wäre ihm das eine finanzielle Beteiligung an den Ausbaukosten wert. 24 feste Stellplätze ließen sich dort einrichten (und die Container bei dieser Gelegenheit optisch besser „verstecken“). Und auch für die Schule wäre es ein Geschäfts zum gegenseitigen Nutzen: Die ehemalige RTV-Hausmeisterwohnung, die links an das Schulgebäude anschließt, könnte langfristig für Förderunterricht genutzt werden, durch die neue Gymnastikhalle ließe sich das Pausen- und Sportangebot erweitern, und durch den abendlichen Publikumsverkehr quer über den Schulhof würden sich (öffentlich) die jugendlichen Biertrinker gestört fühlen, wegen derer Michael Birker schon einige Male die Polizei und/oder den städtischen Streetworker rufen musste. Er nannte das Vorhaben gestern in der BV denn auch „hochgradig interessant“. Ohnehin sei der RTV mit seinem Sportangebot schon seit Jahren ein guter Partner des Gymnasiums. Und wenn das jetzt noch zur Ganztagsschule werde … Birker nannte beispielhaft die Klasse 9: „Da haben die Schüler inzwischen schon 34, 35 Wochenstunden. Das geht bis in den Nachmittag hinein, weshalb die Schule inzwischen auch Mittagessen anbietet. Aber das erfordert natürlich auch ein größerer Pausen- und Betreuungsangebot.“ Dazu gehören auch neue Spielgeräte auf dem Schulhof; das Geld dafür kam bei einem Sponsorenlauf zusammen.

Sportdezernent Dr. Christian Henkelmann nannte die Pläne von Schule und RTV gestern während der BV-Sitzung (in einem dunklen Nebenraum der RTV-Gaststätte) „schulisch und sportlich begrüßenswert“ und sagte eine Kostenkalkulation für den Bau des Parkplatzes durch die städtischen Fachämter zu, sofern die BV der Verwaltung einen entsprechenden Prüfauftrag erteile. Das tat sie postwendend. Und einstimmig. In einem anderen Punkt hat die BV allerdings noch Beratungsbedarf und möchte, so Philipp Wallutat (FDP), die Protokolle der „Verkehrsbesprechung“ einsehen: Der RTV wünscht sich für den Teil der Theodor-Kölrner-Straße, der an die Hindenburgstraße angrenzt, eine Einbahnstraßenregelung, um auf diese Weise vor seiner Haustüre weitere Parkplätze nutzen zu können. Karl Triesch: „Eine Einbahnstraße, in welche Richtung auch immer!“ Die Experten (der „Verkehrsbesprechung“) hätten das zwar abgelehnt, aber mit nicht ganz nachvollziehbaren Argumenten. Die möchte nun auch die BV kennen lernen.

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Waterbölles am : Bei Randale auf dem Schulhof hilft die 110 der Polizei

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Im Waterbölles kann man auch recherchieren (Suchfeld oben links). Und das habe ich heute mal getan. Suchwort war „Schulhöfe“. Ergebnis: BV Lennep für Videoüberwachung gegen Einbrecher, Siebzig leere Bierflaschen auf dem GBS-Schulhof, RTV und Gertrud-Bäume

Kommentare

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Chronist am :

Das städtische Gebäudemanagement hat von einer Parkerlaubnis für den Remscheider Turnverein auf dem Schulhof des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums abgeraten: Gemäß der “ordnungsbehördlichen Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Stadtgebiet Remscheid vom 17.12.2003” dürften Schulhöfe grundsätzlich nicht mit Kraftfahrzeugen und Anhängern befahren werden. Lediglich für einzelne schulische Veranstaltungen seien nach gründlicher Prüfung Ausnahmen möglich. Aber auch aus baufachlicher Sicht sei eine dauerhafte Nutzung des Schulhofes des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums als Parkfläche nicht vertretbar, dafür sei die Asphaltdecke zu dünn. Auf den Vorschlag des RTV, den unbefestigten Platz neben dem Schulhof zu befestigen, ging das Gebäudemanagement in seiner Stellungnahme an die Bezirksvertretung Alt-Remscheid nicht ein.

Chronist am :

Das war einmal. Der RTV wird auf dem Schulhof des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums nun doch keine Gymnastik-Halle bauen; der Plan wurde jetzt zu Grabe getragen, so Vorsitzender Klaus Triesch. Grund für die Entscheidung, die dem Vorstand des Sportvereine schwer gefallern sein dürfte: Das Projekt rechnete sich nicht, nachdem das GBG festgestellt hatte, genügend Räume für die Ganztagsbetreuung zu haben und die geplante Gymnastikhalle nicht anmieten zu müssen. Mit diesen Mieteinnahmen hatte der RTV fest kalkuliert.

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