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Schildkrötenjagd auf dem Stadtparkteich ohne Halali

Der berufsmäßige Tierfänger mit dem Katzen-T-Shirt war heute wirklich bemüht, den Auftrag des Bergischen Veterinäramtes zu erfüllen, möglichst alle Schildkröten, derer er habhaft werden konnte, aus dem schlammigen Wasser des Remscheider Stadtparkteiches zu fischen. Dort waren die Tiere von gedankenlosen „Tierfreunden“ bei Nacht und Nebel entsorgt worden trotz fehlender artgerechter Haltung. Rund 30 Tiere sollen es inzwischen sein, für die die Stadt Remscheid nun ungewollt als Teichbesitzer verantwortlich ist. Und das schließt die artgerechte Haltung ein. Eine Unmöglichkeit! Nachdem sich beseelte Tierschützer Sorgen machten, die Schildkröten könnten in der sommerlichen Hitze dehydrieren, schritt das Bergische Veterinäramt nach Rücksprache mit der vorgesetzten Landesbehörde (!) ein und vermittelte den Tieren eine neue Heimstatt in Solingen. Und heute sollte der Tag des Umzugs sein. Mit dabei die Frauengruppe, die sich den Erhalt des Stadtparkteiches zur Aufgabe gemacht hat. Doch eine Schildkröte bekam niemand zu Gesicht, mal abgesehen von dem Feuerwehrmann, der danach auf seinem Smartphone googelte. Von der ungewohnten Menschenansammlung fühlten sich die vielen Enten, die den Teich bevölkern, gestört und flogen allesamt davon. Warnte das die Schildkröten? Jedenfalls tauchten sie in den Schlamm ab oder zogen sich ins dichte Schild zurück. Nach zwei Stunden wurde die Aktion – ohne „Halali“ - ergebnislos abgebrochen.

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Um den Stadtparkteich sanieren zu können, bräuchte die Stadt Remscheid 320.000 Euro. Geld, das sie auf absehbare Zeit nicht hat. Zwar wurde der gesamte Stadtpark für ein Strukturprogramm des Landes angemeldet in der Hoffnung auf Fördergelder. Doch ein Bescheid aus Düsseldorf steht noch aus.

Der Verein in Gründung, der Sponsoren für das Projekt gewinnen will, steht somit vor einer schwierigen, schier unlösbaren Aufgabe. Wenn jeder Einwohner einen Euro spenden würde, wäre das Problem gelöst. Doch das ist blanke Theorie.

Wie die Teichsanierung aussehen könnte, erläuterte (nicht zum ersten Mal) Michael Zirngiebl, Chef der TBR, am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss. Demnach müssten 750 Tonnen getrockneter Schlamm auf eine Sonderdeponie gebracht werden. Den Teich zuvor trockenzulegen würde etwa ein Jahr dauern. Sobald der Schlamm entfernt ist, könnte eine Tonschicht eingebracht werden.

Alles so zu lassen wie es ist, hält Zirngiebl für unmöglich. Dann müsste der Teich immer wieder mit Frischwasser aus der Trinkwasserleitung der Stadtwerke aufgefüllt werden. Das würde im Laufe von zehn Jahren etwa 460.000 Euro kosten. Geld, das die Stadt ebenfalls nicht hat.

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