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Haus Cleff: Zeitplan verzögert sich um halbes Jahr

Inventar von Haus Cleff kommt teilweise ins Haus Berger. Foto: Lothar Kaiser.Wegen Verlagerung der Verwaltungsbüros aus Haus Cleff in das benachbarte Deutsche Werkzeugmuseum (in den Gruppenraum des Kontorgebäudes) bleibt das Museum auch am heutigen Freitag noch geschlossen. Das Inventar der übrigen Zimmer befindet sich bereits im Depot des Deutschen Röntgen-Museums in Radevormwald-Dahlerau. Der dienstlich nicht benötigte Teil des Büro- Inventars wird in der leerstehenden Wohnung von Haus Berger“ gleich nebenan  eingelagert. Dafür hatte der Verwaltungsvorstand die vorgesehene Vermarktung der Immobilie vorübergehend zurückgestellt. Das erspare auch den aufwändigen Transport von Remscheid nach Dahlerau, heißt es in der Verwaltungsmitteilung, die die Mitglieder des Kulturausschusses am Dienstag zur Kenntnis nahmen.  Ausschussvorsitzender Karl Heinz Humpert wunderte sich: „Es hatte doch geheißen, das Haus sei nicht mehr nutzbar!“ – „Stimmt“, antwortete Thomas Judt, der Chef des städtischen Gebäudemanagements. „Das gilt für Wohnzwecke, nicht aber für ein Lager; die Räume sind trecken!“

Und was wird aus den Ausstellungsstücken, so lange das Patrizierhaus nicht genutzt werden kann? Die Sammlung der Werke des Remscheider Graphikers Gerd Arntz wird in den Räumen des städtischen Archivs eingelagert. Dort befindet sich bereits die Sammlung der Werke des Remscheider Bühnenbildners Teo Otto und der weitere Kunstbesitz der Stadt Remscheid (siehe noch ausstehender separater Bericht des Waterbölles). Gegenwärtig wird geprüft, ob der Ausstellungsraum mit Werken des Graphikers Gerd Arntz als Wechselausstellung geeignet ist. Der Förderverein Haus Cleff e.V. hat angeregt zu prüfen, die Ausstellung in den Partnerstädten Remscheids zu zeigen. Darüber hinaus prüft die Verwaltung, ob es geeignete Räumlichkeiten in Remscheid gibt, in denen die Ausstellung als Leihgabe gezeigt werden kann.

Am Treppenaufgang zu Haus Cleff wuchern das Unkraut. Foto: Lothar Kaiser.Die Sammlung des Remscheider Malers Johann Peter Hasenclever kann im Depot des Wuppertaler Von-der-Heydt-Museum eingelagert werden. Die Stadt Wuppertal machte von sich aus ein entsprechendes Hilfsangebot und bot zugleich an, eine Auswahl der Werke im Rahmen einer Ausstellung über die Düsseldorfer Schule im Von-der-Heydt-Museum zu zeigen. Der Transport nach Wuppertal ist bereits geregelt: Die Kunstwerke werden durch Mitarbeiter des Historischen Zentrums fachgerecht verpackt. Der eigentliche Transport erfolgt durch Personal des Von-der-Heydt-Museums. Die Stadt Remscheid hat lediglich die Mietkosten für ein geeignetes Transportfahrzeug zu zahlen. Und ein Leihvertrag zwischen beiden Städten wird klarstellen, dass die Kunstwerke gegebenenfalls auch kurzfristig nach Remscheid zurück gebracht werden können; denn das Nutzungsrecht und die Entscheidung hierüber hat die Stadt Remscheid. (Für das großzügige Angebot dankte in der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses Stadtkämmerer Sven Wiertz und sprach von einem guten Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit).

Wie der Kulturausschuss am Dienstag weiter erfuhr, ist bei einem Ortstermin am 10. August, an dem auch eine Vertreterin der Unteren Denkmalbehörde teilnahm, die Räumung der gesamten Einrichtung von Hauses Cleff einschließlich aller musealen Exponate bis zum 9. Oktober vereinbart worden. Im gesamten Gebäude sind nach Entfernen der Tapeten in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde Untersuchungsöffnungen in Decken und Wänden vorgesehen. Ab 12. Oktober soll das gesamte Gebäude vermessen werden, um das komplette Ausmaß der teilweise bereits festgestellten Verformungen des Holzständerwerks festzustellen. Ende des Jahres würden dann nach Fertigstellung der Aufmaßzeichnungen des Vermessungsbüros die Arbeiten für die statische Bewertung beginnen. Sie sollen bis Mitte Mai 2016 die Grundlage für weitere Planungen bilden. „Alles im allen verzögert sich somit der ursprünglich vorgesehene Zeitplan um ein halbes Jahr“, stellte in der Sitzung Karl Heinz Humpert relativ lakonisch fest. Thomas Judt widersprach nicht.

 

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