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Auf Kremenholl einstudiert, gestern im Theaterfoyer

Das Kremenholler Kindertheaterprojekt ist gestartet“, titelte der Waterbölles am 13. Mai. Und gestern war es soweit: Große Aufführung vor erwartungsvollen Jungen und Mädchen im Foyer des Teo Otto Theaters. Mit dabei Markus Heip vom Durchsholzer Marionetten- und Puppentheater  sowie Gabriele und Volker Leitzbach vom Initiativkreis Kremenholl e.V.

von Volker Leitzbach

Kleinen und großen „Leseratten“ reicht die knappe Personenbeschreibung vollkommen, um den Protagonisten aus Otfried Preußlers  Kinderbuch „Der kleine Wassermann“, als die Person zu identifizieren, die am vergangenen Freitag im Teo Otto Theater im Mittelpunkt allen Interesses stand. Euphorisch erkundet der kleine Wassermann zunächst die Unterwasserwelt, in die er hineingeboren wurde, um dann doch schnell dem Drang zu erliegen, auch das Leben außerhalb des Weihers zu erforschen, welches ihm so fremdartig und faszinierend zugleich erscheint.

Auch die Kinder der beiden Kremenholler Kitas und der Ganztagsbetreuung der Gemeinschaftsgrundschule begaben sich auf einen beschwerlichen Weg, als sie zu Fuß, die Jüngsten ausgestattet mit Verkehrs-Sicherheitswesten, auszogen, den Stadtkegel mit ihren noch kurzen Beinchen zu erwandern um der wundervollen Welt des Theaters auf die Spur zu kommen. Aktive Verkehrsteilnahme als wichtige Lektion der Mobilitätserziehung soll jedoch hier genauso wenig weiter thematisiert werden, wie die logistische Meisterleistung der Betreuer und Eltern, ca. 150 Kinder in der Theaterpause mit Getränken und leckeren gesunden Snacks zu versorgen.

Angekommen im „Kulturtempel“ gab es für die Kids viel zu bestaunen, Garderoben, weite geschwungene Treppen, den verspielten Leuchter über dem Wandelgang, ein Blick in den riesigen Theatersaal und natürlich die Bühne der Puppenspieler, vor die sich die Kinder dicht gedrängt erwartungsvoll hockten. Wieso die Kremenholler überhaupt ins Theater pilgerten, wo der veranstaltende Initiativkreis Kremenholl (IK) doch für seine kulturelle Arbeit im Stadtteil bekannt ist, kann mit wenigen Sätzen erklärt werden: Die Gala bildete den Abschluss des diesjährigen Theaterprojekts des IK. Da die Aula der ehemaligen Hauptschule in der Tersteegenstraße und ansonsten Stamm-Spielort für Großveranstaltungen auf dem Kremenholl derzeit als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge genutzt wird, musste ein Ersatzspielort gefunden werden. Bezeichnend für Remscheider Kulturschaffende und Verwaltung, dass schnell und unbürokratisch eine Lösung für das Problem gefunden wurde.  Infolge des Einsatzes von Leitung und Team des Teo Otto Theaters konnte das Foyer als Spielort für den kleinen Wassermann genutzt werden.

Dank Fördermittel der Aktion KulturAllianzen, der Ulrike und Lothar Kaiser Stiftung sowie der Agentur Allianz Arndt Köhler e.K., arbeiteten die Akteure des Durchsholzer Marionetten- und Puppentheaters um Markus Heip über einen Zeitraum von etwas mehr als einem halben Jahr mit Kremenholler Kindern und Jugendlichen in den Räumlichkeiten der Kinder- und Jugendwerkstatt „echt kremig e.V.“ an einer gemeinsamen Aufführung. Es drehte sich alles um Puppen und Marionetten. Hier wurde gemalt, gebastelt und das Spiel mit den Puppen erprobt sowie Kulissenbau und die Welt des Theaters als Miniatur Wunderland praktisch erkundet. Im Fokus standen dabei natürlich die Geschichten um den kleinen Wassermann. Schließlich galt es die Abenteuer durch die Puppen (er-) leben zu lassen.

Die teilnehmenden Kinder brachten sich den Fähigkeiten ihres Alters entsprechend ein. Leonie, Marcel, Alina, Anastasia und Anja, die Jüngsten im Kremenholler Ensemble schlüpften für die Aufführung am Freitag in die Rollen einiger Wesen, die der kleine Wassermann bei seinen Expeditionen kennenlernt. Kostümiert als Schmetterlinge und andere tierische Anrainer des Gewässers  oder als Müllerin und Müller agierten sie als reale Schauspieler  vor der Puppenbühne. Mit selbstgebauten Stabpuppen verkörperten sie inmitten der ersten Publikumsreihen kleine Wassergeister. Melina und Lena, zwei jugendliche Teilnehmer der Workshops, betätigten sich als Marionettenspielerinnen. Ganz souverän hauchten sie zum Beispiel den Gelenkfiguren der Mutter des kleinen Wassermanns sowie Gästen der Geburtstagsparty Leben ein. Ohne einen Hauch von Lampenfieber gab Melanie in bester Fischmanier mit einer Marionette „hin und her schwimmend“ und für das Publikum als Puppenspielerin sichtbar, den  Karpfen Cyprinus, des kleinen Wassermanns besten Freund.

Trotz der großartigen Leistung der jungen Laienspieler rundete erst das Zusammenspiel mit dem Team des Durchsholzer Marionetten- und Puppentheaters, namentlich Marie, Manuela, Bastian und Justin, die Inszenierung ab. Eine besondere Rolle übernahm sowohl in den Gestaltungs- und Spielphasen der Workshops, als auch während der Aufführung Markus Heip, Gründer des Theaters und Mitinitiator des Theaterprojekts, der das junge Publikum durch das Stück führte und mit kleinen „Anekdötchen“  insbesondere um Parallelen zwischen dem Stück und Remscheider Alltag sowie Bezügen zum Erfahrungsraum der Kinder das Publikum zu fesseln und jeder Zeit mitzunehmen wusste.

Wenn wie hier, Ehrenamtler, kulturbegeisterte, Kinder- und Jugendfreundliche Sponsoren, engagierte BetreuerInnen in der Kinder- und Jugendarbeit sowie Kulturschaffende zusammenfinden und dann auch noch von einem Theater-Team unterstützt werden, dass mit dem richtigen Augenmaß für kindlich spontanes Handeln in „Kulturtempeln“ einerseits und Knowhow und professionellem Engagement andererseits, zu handeln vermag, muss man um die Früchte und Zukunft kultureller Arbeit in Remscheid nicht fürchten. Wenn dann am Rande der Veranstaltung noch Gespräche zwischen der Vorsitzenden des Initiativkreises und der Verantwortlichen für Kommunikation und Koordination Education bei den Bergischen Symphonikern zwecks Austausch über weitere Aktivitäten zustande kommen, kann man nur sagen, „danke an alle Beteiligten, alles richtig gemacht und im Sinne der Kinder und Jugendlichen in Remscheid, bitte weiter so!

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Kommentare

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Ulrike Müller am :

Youtube ist schon witzig. Sperrt dieses Video in Deutschland, obwohl nur am Anfang ein Kinderlied (im Hintergrund) läuft. Ich habe mir das Video aber dennoch anschauen können. Traurig, das wir hier in Deutschland immer mehr reglementiert werden ;-)

Lothar Kaiser am :

Auf meinem Rechner läuft alles glatt.

Dirk Schaefer am :

Hallo Herr Kaiser,Frau Müller meint wohl folgenden Text,der beim Anklicken des Video erscheint: ''Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es Musik von UMG enthalten könnte, über deren Verwendung wir uns mit der GEMA bisher nicht einigen konnten.'' Ich konnte das Video auch nur über ein Programm,welches mir eine amerikanische IP simuliert,schauen. Schon seit Jahren passiert dieses bei vielen Videos mit Musik,weil sich die GEMA und Youtube nicht einigen können (wollen).

Ulrike Müller am :

Hallo Herr Kaiser, haben sie denn mal versucht, das Video auf Ihrem Kanal bei youtube oder auch hier auf der waterboelles-Seite zu starten ? Wenn sie mit einer deutschen IP im Internet unterwegs sind (ich bin bei der Telekom) erhalten sie von youtube folgende Meldung: "Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es Musik von UMG enthalten könnte, über deren Verwendung wir uns mit der GEMA bisher nicht einigen konnten. Das tut uns leid". Es würde mich stark wundern, wenn das nur bei mir der Fall wäre. MfG U. Müller

Lothar Kaiser am :

An alle, die das Video vom Marionettentheater gerne sehen möchten: Die strittige Passage (urheberrechtl. geschütztes Lied am Anfang) kann ich leider erst am Donnerstag herausschneiden, da das Originalmaterial auf einem anderen Laufwerk (im Büro) liegt und nicht auf dem Laptop, mit dem ich mich gerade in Fulda auf dem DJV-Verbandstag befinde. Also haben Sie bitte noch einwenig Geduld.

Lothar Kaiser am :

Habe heute versucht, das Video für YouTube zu "Retten", indem ich esd kürze. Dabei ist der Ton verlorengegangen - aus welchem Grunde auch immer. Habe daraufhin ein Foto eingestellt. Verspreche, aus dem Schaden klüger zu werden.

Lothar Kaiser am :

Rückblick auf das Kremenholler Kindertheaterprojekt. Video hat im zweiten Versuch heute endlich doch noch geklappt.

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