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54 Millionen Euro für neues Forschungszentrum

Pressemitteilung der Vaillant Group

An seinem Stammsitz will der Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnikspezialisten Vaillant Group in den nächsten drei Jahren 54 Millionen Euro in ein neues Zentrum für Forschung und Entwicklung investieren. Zuvor hatte das Unternehmen bereits rund zehn Mio Euro in den Ausbau der Elektronikfertigung in Remscheid investiert. Das Forschungs- und Entwicklungszentrum entsteht unmittelbar neben der Produktfertigung in Remscheid. Es besteht aus einem Test- und zwei Innovationscentern, in denen künftig ein Team aus mehr als 500 Mitarbeitern gemeinsam an der Entwicklung von Zukunftstechnologien arbeiten wird. Dazu zählen auch alle an der Produktentstehung beteiligten Mitarbeiter. Erstmalig arbeiten dann alle Fachabteilungen, die zum Entwicklungsprozess beitragen, in einem Zentrum unmittelbar zusammen. Ziel ist es, in Remscheid die Herstellung technologisch anspruchsvoller Produkte und deren Entwicklung eng miteinander zu verzahnen.

Mit rund 700 Mitarbeitern verfügt die Vaillant Group bereits heute über eines der größten internationalen Entwicklungsteams in der Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnikbranche. Das Unternehmen arbeitet derzeit an mehr als 100 Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Insgesamt hält die Vaillant Group fast 2.000 Patente. Im Zuge von unternehmensweiten Wachstumsinitiativen plant das Unternehmen, in den kommenden Jahren die Entwicklung auch personell weiter zu verstärken. „Die Bündelung von zentralen Entwicklungsaktivitäten und die Konzentration der Fertigung von technologisch anspruchsvollen Produkten an einem Standort ist ein klares Bekenntnis für unseren Unternehmensstammsitz in Remscheid“, erläutert Vaillant Group Technik-Geschäftsführer Dr. Norbert Schiedeck. „Wir entwickeln Remscheid zum Vaillant Group Standort mit der größten technischen Expertise für Zukunftstechnologien. Damit kommt Remscheid eine Schlüsselrolle für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Unternehmensgruppe zu. Die enge Zusammenarbeit aller am Entwicklungsprozess beteiligten Mitarbeiter ermöglicht uns in Zukunft, Innovationszyklen weiter zu verkürzen und die Produkt- und Technologieentwicklung nah auf den Markt auszurichten. Inhaltlich erfolgt eine konsequente Ausrichtung der Entwicklungsaktivitäten auf Hocheffizienztechnologien – insbesondere Wärmepumpen, effiziente Gasbrennwerttechnik, technisch komplexe Systemlösungen, intelligente Regelungstechnik und digitale Services. Unser Ziel ist es, in all diesen Bereichen eine führende Rolle im europäischen Markt einzunehmen.“

Das Werk in Remscheid übernimmt von dem Werk Gelsenkirchen die Fertigung von Wärmepumpen und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Gleichzeitig ist eine Verlegung der Ersatzteil- und Komponentenfertigung in die Slowakei geplant. Dies führt im Werk Remscheid zu einem bereichsspezifischen Abbau von rund 50 Stellen bis 2020. Im gleichen Zeitraum sollen in der Remscheider Zentrale rund 30 Stellen und in der deutschen Vertriebsgesellschaft rund 20 Stellen abgebaut werden. Dieser Prozess soll sozialverträglich und möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Die Produktion in Gelsenkirchen wird schrittweise bis zum Jahr 2018 vollständig an andere Vaillant Group Standorte verlagert und das Werk geschlossen. Der Grund für diese Entscheidung ist u.a. die seit längerem stagnierende Nachfrage nach Produkten auf Basis regenerativer Energien, die das Unternehmen in Gelsenkirchen produziert. Die geplante Maßnahme führt zu einem Abbau von rund 200 Stellen. Die Vaillant Group wird unverzüglich den Dialog mit den lokalen Arbeitnehmervertretern aufnehmen, um sich gemeinsam auf sozialverträgliche Lösungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verständigen, die vor Ort von der Maßnahme betroffen sind. Darunter fallen unter anderem Vorruhestandsregelungen, mögliche Weiterbeschäftigung an anderen Vaillant Group Standorten und die Einrichtung einer Transfergesellschaft, in der sich Mitarbeiter fortbilden und individuell für den Arbeitsmarkt qualifizieren können.

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Kommentare

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Dirk Schaefer am :

Schon bemerkenswert,wie ''hübsch'' die Pressestelle der Firma Vaillant den Abbau von 280 Arbeitsplätzen verpacken kann. Was auch auffällt ist, dass von Seiten der Industrie ständig betont wird, dass Deutschland sich keine ''Rente mit 65 Jahren'' leisten kann, bei dem Abbau von Arbeitsplätzen aber immer das Wort "Vorruhestandsregelung" fällt.So auch beim angekündigten Abbau von 100 Stellen bei der Firma Oerlikon Barmag. Dort spricht man dann von finanziellen Anreizen, insbesondere an die älteren Mitarbeiter über 57 Jahren!

IG Metall am :

Vor dem Stammsitz in Remscheid findet morgen ab 8 Uhr eine außerordentliche Betriebsversammlung der Beschäftigten aus dem Werk Gelsenkirchen statt. Hierzu sind auch die Betriebsräte der anderen Werke eingeladen. Der Termin wurde gewählt, da ab 9 Uhr der Aufsichtsrat der Vaillant GmbH dort seine Sitzung abhält. Im Aufsichtsrate sitzen auf Arbeitgeberseite auch direkte Familienmitglieder. Vaillant plant nicht nur das Werk in Gelsenkirchen mit ca. 200 Beschäftigten komplett zu schließen, sondern auch ca. 200 Stellen am Stammsitz in Remscheid abzubauen. Insbesondere sollen wichtige Teile der Produktion ins Ausland verlagert werden. Nach Ansicht der IG Metall und der Betriebsräte gibt es Alternativen für die Schließung des Werkes in Gelsenkirchen sowie auch für die beabsichtigte Produktionsverlagerung aus Remscheid.

Chronist am :

Auf ihrer jüngsten Vollkonferenz haben die Betriebsräte ihre große Sorge geäußert über das strategische Programm „fit 4 growth" der Unternehmensleitung. Dadurch verlasse das Familienunternehmen seine bisherige Strategie, auf innovative, umweltverträgliche Produkte zu setzen, und seine Unternehmensgrundsätze, Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber den Mitarbeitern zu zeigen. Das aber würde die Erfolgsgrundlagen von Vaillant zerstören. Die Betriebsräte fordern, „dass Vaillant die Strategie nachhaltiger, sozial und ökologisch verantwortlicher Entwicklung und Produktion weiter verfolgt“ und „weiter denkt als nur bis zur kurzfristig erhöhten Rendite.“

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