Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Ringstraße verliert ihre Bäume, wird aber ruhiger

Wer A sagt muss auch B sagen. Nach diesem Motto stehen am 9. Dezember diverse Baumfällungen auf der Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep. Sie betreffen den Hardtpark (Hertie-Parkpalette) und die Trecknase (Ausbau der Kreuzung), im Wesentlichen aber die Ringstraße. In deren Verlauf sollen zwischen der Kreuzung Trecknase und der Kreuzung Rader Straße  23 Linden gefällt werden, die der städtischen Baumschutzsatzung unterliegen; insgesdamt sind es 56. Falls die notwendigen  Ersatzpflanzungen, wie zu erwarten und von der Stadt begründet, an der Ringstraße nicht oder nicht vollständig möglich sein sollten, sind Ersatzpflanzungen im Bereich der Trecknase vorgesehen, was diesen „Eingangsbereich nach Lennep“ aufwerten werde, so die Verwaltung. Die Baumfällaktionen haben mit dem "lärmreduzierenden Asphalt" zu tun, der auf der Ringstraße künftig für weniger Verkehrslärm sorgen soll. Die Beschlussvorlage der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) begründet die Maßnahmen ausführlich. Der Waterbölles zitiert:

„Nach den Ergebnissen des Lärmaktionsplans zählt die Ringstraße in dem Abschnitt zwischen der Kreuzung Trecknase und der Rader Straße zu den Belastungsschwerpunkten der Priorität 1. In diesem Straßenabschnitt wird bei  fast 50 Prozent der Anwohner der für die Nachtzeit relevante Auslöseschwelle von 60 dB(A) überschritten. Zusätzlich weist die Ringstraße einen schlechten Fahrtbahnzustand auf. Daher war hier bereits seit längerer Zeit eine grundhafte  Deckensanierung vorgesehen. Aufgrund der Ergebnisse des Lärmaktionsplans wurde daraufhin beschlossen, die grundhafte Deckensanierung mit einer Maßnahme zur Lärmminderung zu versehen.  Der Straßenausbau soll daher mit lärmminderndem Asphalt  erfolgen.

Die lärmmindernde Eigenschaft wird unter anderem durch die besondere  Oberflächenstruktur der Straßendecke erreicht. Diese sorgt für weniger Kontaktdrücke und für niedrigere, den Reifen radial anregende Schlagenergien. Dadurch werden die Reifen weniger zu Schwingungen angeregt, d.h. daraus resultiert weniger Luftschall (Lärm). Zum anderen bilden sogenannte Schluchten auf der Oberflächenstruktur über die gesamte Oberfläche ein Geflecht aus kommunizierenden „Kanälen“. Durch diese Kanäle wird der aus dem Reifen-Fahrbahn-Kontakt resultierende „Air-Pumping-Effekt“, deutlich reduziert.  Der lärmoptimierte Asphalt ist auch für innerstädtische Straßen entwickelt worden und bei einer Fahrgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern wirksam. Er wird auf Straßen mit besonders hohen Immissionswerten eingebaut. Bereits realisierte Projekte haben gezeigt, dass sich bei Tempo 50 km/h mit Hilfe eines lärmmindernden Asphalts gemäß den Empfehlungen eine Lärmminderung von etwa 4 bis 5 dB(A) erzielen lässt. Dies ist ein großer Erfolg, da eine Lärmminderung von 3 dB(A) wie die Halbierung der Verkehrsmenge empfunden wird.

Der Einbau eines lärmtechnisch optimierten Asphalts stellt allerdings größere Anforderungen an den vollständigen Straßenoberbau. Die Trag- und Binderschichten müssen über eine entsprechende Qualität verfügen, damit die für die Wirkung notwendige Fahrbahnebenheit gewährleistet wird. Hierzu wurden im Vorfeld der Maßnahme Bohrkerne gezogen, die einen Aufschluss über die vorhandenen Straßenaufbau gaben. Zusätzlich konnte bei den Arbeiten der EWR GmbH an der Erneuerung der Gasleitungen einen Einblick in den Straßenaufbau gewonnen werden. Es zeigte sich, dass der Straßenaufbau der Ringstraße in großen Teilen absolut unzureichend ist. Ein regelkonformer Straßenaufbau ist so gut wie an keiner Stelle vorhanden. Teilweise wurden alte Setzpacklagen, die aus der Vorkriegszeit stammen, gefunden. Der vorhandene Straßenaufbau kann daher für den neuen Straßenausbau nicht mehr genutzt werden.

Somit muss bei der Straßenerneuerung der Ringstraße ein Komplettausbau der Straße  erfolgen. Dieser besteht aus  einer ca. 40 cm starken Frostschutz- bzw. Schottertragschicht und einem ca. 30 cm starker bituminösen Oberbau. Nur hierdurch wird eine ausreichende Tragfähigkeit und Frostsicherheit der Straße gewährleistet.  Der Ausbau erfordert ein vollständiges  Auskoffern des Fahrbahnraumes bis auf eine Tiefe von ca. 70 Zentimeter.

An der Ringstraße stehen in Fahrrichtung Rader Straße auf der linken Gehwegseite 56 Bäume. Hierbei handelt es sich überwiegend um Linden. Von diesen Bäumen weisen allerdings nur 23 Bäume einen Stammumfang von mehr als 120 cm auf. Nur diese Bäume fallen unter die Regelungen der Baumschutzsatzung. Die restlichen Bäume weisen einen Stammumfang von teilweise deutlich weniger als 120 cm auf. Die Bäume stehen unmittelbar am Fahrbahnrand. Der Gehweg weist eine mittlere Breite von drei Metern auf. Die „Baumscheiben“ der Bäume umfassen meist nur den unmittelbaren Stammumfang. Aufgrund  dieses begrenzten Wurzelraumes wurzeln die Bäume im Fahrbahnbereich oder unterhalb der Bordsteine. Weiterhin weisen die angrenzenden Gehwegbereiche erheblich Beeinträchtigungen durch die Wurzeln auf.

Da die Kronenbereiche der Bäume in die Häuser der Ringstraße hineinwachsen, haben sich viele Bäume schon in den Verkehrsraum der Ringstraße hinein geneigt. Die Bordsteine im Bereich der älteren Baumscheiben auf der Ringstraße befinden sich daher in einem instabilen Zustand und liegen nur noch lose auf Wurzeln bzw. dem Baumstamm auf. Die Bäume haben die Bordsteine bereits  im Dezimeterbereich nach oben oder seitlich verschoben. Daher müssen die Bordanlagen und teilweise die Gehwege im Zuge der Maßnahme mit  neu hergestellt werden.

Bei dem notwendigen Komplettausbau .... befinden sich die Bäume teilweise im unmittelbaren Baufeld. Daher wurde - in Absprache mit der Unteren Landschaftsbehörde - im Vorfeld der Straßenbaumaßnahme ein Gutachter – Dr. Hans-Joachim Schulz - eingeschaltet, der die Möglichkeiten zu einem Erhalt der Bäume im Zuge der Maßnahme prüfen sollte. Die Bäume und die Auswirkungen der Baumaßnahme auf die Bäume wurden im Rahmen eines Ortstermins ausführlich mit dem Gutachter erörtert. Hiernach können die Bäume aufgrund der zu erwartenden Beeinträchtigung der Wurzelbereiche ... entfernt werden.  (...) Die Baumentfernungen sollen  in den Monaten Januar oder Februar 2016 außerhalb der naturschutzrechtlichen Schutzzeiten erfolgen. (...)

Aufgrund der vorhandenen Gehwegbreite von drei Metern ist die Anlage einer ausreichenden Baumscheibe (gemäß der technischen Vorschriften mit einer Fläche von mindestens 2,5 m x drei Metern  und einer Pflanztiefe von 1,5 m ~ zwölf m³) nicht möglich. Die neu gepflanzten Bäume ständen dann fast mittig im Gehweg, so dass eine Nutzung des Gehweges nicht mehr möglich wäre. Weiterhin liegen im Gehwegbereich Versorgungsleitungen. Eine Verbreiterung des Gehweges zu Lasten der Fahrbahn ist aufgrund der vorhandenen Straßenbreite und der verkehrlichen Notwendigkeiten nicht möglich. Der Einbau überfahrbarer Baumscheiben, die teilweise im Fahrbahnbereich liegen, scheidet ebenfalls aus, da dies beim Einbau des lärmmindernden Asphaltes durch den ständigen Belagwechsel zu einer erheblichen Geräuschbelastung führen würde und für den vorhandenen Schwerlastverkehr keine ausreichend standfeste Oberflächenbefestigung wäre. Weiterhin wäre bei dieser Art der Ausführung eine Schädigung der Bäume durch den Fahrzeugverkehr wahrscheinlich. Somit könnten an den vorhandenen Standorten nur Bäume mit einer geringen Lebensperspektive gepflanzt werden. Der hierfür erforderliche finanzielle Aufwand wäre allerdings erheblich. (...)“

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Eija Tirkkonen am :

Es gibt den Lärmaktionsplan der Stadt und das Emissionsgutachten des Investors McArthurGlen. Der städtische Lärmaktionsplan sah primären Handlungsbedarf für die Freiheitstraße und für die Lenneper Straße vor. Wie kann es sein, dass jetzt die Ringstraße in Lennep vorgezogen und erneuert werden muss? Wird im Zuge des neu aufzustellenden Bebauungsplanes für das DOC auch das Emissionsgutachten des Investors geändert? Wird der neue Flüsterasphalt der Ringsstraße von dem Gutachten von McArthurGlen berücksichtigt? Werden die Kosten der städtischen Straßenbaumaßnahme an die Anwohner der Ringstraße abgewälzt? Mit anderen Worten: Hat die Verwaltung vor, Lärmminderungsmaßnahmen, die dem Investoren begünstigt, von denjenigen Anwohnern bezahlen zu lassen, die am meisten von dem Verkehrsaufkommen des DOC in Mitleidenschaft gezogen werden? Gibt es noch weitere Maßnahmen, die die Stadt im Bereich der Gutachten für das DOC entweder auf städtische Kosten bzw. auf Kosten der jeweiligen Anwohner durchführen will?

Hans Gerd Paul Göbert am :

Vielen Dank, liebe Frau Tirkonen, iIch wollte mich mit einem Kommentar zu diesem Artikel noch etwas zurückhalten, bis andere Dinge geklärt wären. Das habe ich im Prinzip immer noch so vor, aber eines haben Sie als anerkannte Fachfrau schon sehr richtig erkannt. Die Stadt definiert diese Maßnahme als AUSBAU, und daran haben sich bekanntlich die Anwohner zu beteiligen, wie an etlichen anderen Straßen dieser Stadt bereits vorher. Ich will nur ein Beispiel nennen: An dem Ausbau der Fichtenstraße mussten sich die Anlieger nach 1999 mit Beträgen von bis zu 12.000 € beteiligen. Sie taten das gerne, weil man Ihnen eine verkehrsberuhigte Straße mit Tempo-30 km/h-Bereichen (nicht Zonen) zugesagt hatte. Was man 2007 dann geradezu handstreichartig wieder rückgängig machte. Hauptsache, die Anlieger hatten diese Rennstrecke mitfinanziert. Das ist verkehrsrechtlich offen-sichtlich vertretbar!? Ob es aber auch dem Charakter der Subventionen von Bund und Land entsprach, wir derzeit noch an kompetenter Stelle geklärt. Doch zurück zur Ringstraße. Die Bäume müssen nicht nur deshalb gefällt werden, weil sie dem Auftrag des Plüsterasphaltes abträglich wären. Es sind durch ihren bedauernswürdigen Zustand auch noch durchweg so genannte Gefahrenbäume. Nun haben die Anlieger die Wahl, ob sie den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben bekommen. Sie tauschen den Flüsterasphalt, um den Gutachtern zum Verkehrsaufkommen und den Investoren zu helfen, damit die Ringstraße von der Belastung her nicht mehr so angreifbar erscheint, gegen den Verlust der Bäume, die bekanntlich nicht nur Co2 von dem Eintritt in die Athmosphäre abhalten, sondern ganz nebenbei den Anliegern auch noch Sauerstoff spenden. Ganz besonders weitsichtige Anwohner auch an anderen Straßen könnten natürlich sagen: "Gott sei Dank, dass wir die Bäume los sind. Nun müssen wir auch kein Laub mehr fegen." Dass dabei die für diese Maßnahme vorgesehenen Anlieger der Freiheit- und Lenneper Straße vorerst in die Röhre schauen, ist doch zweitrangig. In Remscheid wird seit Jahren vieles Norwendige vernächlässigt und dafür nur dem einen Ziel untergeordnet: Zitat: "Ich will, dass das Ding kommt". Koste es, was es wolle.

Michael Heimlich am :

Tja, es lohnt sich "langsam" angesichts des DOC-Pojektes "wach zu werden "! Am Ende des Tages sind wir alle als Remscheider Bürger mehr oder weniger betroffen! Gewinn macht lediglich der Investor damit!

Bettina Stamm am :

Vor dem Hintergrund der Aussage, dass diese Aktion nicht im Zusammenhang mit der Ansiedlung des DOC steht, stellt sich die Frage, warum dann die Ergebnisse der Stellungnahmen der Bürger und TÖB, aus der am 7.Dezember. beginnenden Offenlage des Lärmaktionsplans nicht abgewartet werden. Die Öffentlichkeit ist, wie der Internetseite der Stadt zu entnehmen ist, nach § 47 d Abs. 3 BImSchG in die Lärmaktionsplanung in geeigneter Weise einzubinden. Die Ergebnisse der Mitwirkung sind zu berücksichtigen. Bei dieser Vorgehensweise ist allerdings davon auszugehen, dass die Eingaben und Bedenken zur Ringstraße im Rahmen der Offenlage nach diesem Beschluss nicht mehr berücksichtigt werden.

Manfred Zenk am :

Sauerstoffspender müssen weichen. Die Baumsatzung wird außer Kraft gesetzt, denn 23 Bäume der Ringstraße, die CO2 aus Autoabgasen in Sauerstoff verwandeln, müssen dem Flüsterasphalt weichen. Dabei stehen sie gar nicht auf der Fahrbahn. Ich vermisse den Aufschrei der Grünen, die anderenorts um jeden Grashalm kämpfen. Will man etwa die Straße für eine zusätzliche Spur verbreitern? Und merke: Flüsterasphalt mindert nicht die Schadstoffemissionen des Autoverkehrs. Aber die Aktion hat bestimmt nichts mit dem geplanten DOC zu tun!

Brigitte Kieslich am :

"Die Stadt Remscheid ist um eine touristische Attraktion reicher: Die Deutsche Alleenstraße, Deutschlands längste Ferienstraße, verläuft über Lenneper Gebiet. Schilder weisen seit einiger Zeit darauf hin und locken womöglich einige Touristen in den Ort. Der Streckenabschnitt beginnt mit der Stadtgrenze zu Beyenburg an der Schwelmer Straße, dann geht es weiter über die Mühlen- und die Ringstraße bis hin zur Borner Straße." Dieser Text mit der Überschrift "Land adelt Lenneper Alleen" war vor wenigen Jahren in der RP zu finden. Jetzt wird Lennep endgültig zur touristischen Attraktion: mit einem Teilstück der Deutschen Alleenstraße, das keine Bäume zu bieten hat. Wow! Dafür darf man dann auf der ehemaligen Alleenstraße in Lärm und Feinstaub im Stau stehen. Ein echter Fortschritt - besonders für die Anwohner, die zwar den "Flüsterasphalt" wahrscheinlich werden mitbezahlen dürfen, damit der Outlet-Center-Verkehr dann den gewonnenen Lärmschutz wieder zunichtemacht. Auch werden sie sich sehr darüber freuen, dass sie die Ersatzpflanzungen für die luftverbessernden Bäume wahrscheinlich irgendwo am Waldrand als Heckengehölze wiederfinden - die Atemluft an der Ringstraße werden diese sicherlich nicht verbessern.

Wilhelm Wunderlich am :

Schade um jeden Baum, der fallen muss! Aber bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen (siehe Kommentar im Waterbölles vom 28. Juni, 01:31 Uhr). Das alles sind doch keine geschützten Alleen! Wiedergegeben wurde der touristische Verlauf der Deutschen Alleenstraße im Stadtgebiet Lennep. Ein näherer Blick in das Alleenkataster zeigt, dass in dem geplanten DOC-Bereich keine nach § 47 a Landschaftsgesetz geschützte Allee vorhanden ist. In näherer Umgebung sind zu finden: Rotdornallee (AL-RS-0011), Sauerbronnstraße (AL-RS-0012) und Ringelstraße (AL-RS-0013). Die Martin-Luther-Straße ist unter AL-RS-001 registriert, aber nicht die Burger Straße. Wer mehr über geschützte Alleen wissen möchte, kann einfach mal das Suchwort "Alleenkataster NRW" eingeben und sich dann intensiv durchklicken.

Brigitte Kieslich am :

Ach so - wenn Touristen auf der deutschen Alleenstraße fahren, müssen sie die zugehörigen Alleen erst einmal im Alleenkataster suchen, nicht etwa auf der ausgeschilderten Strecke - na dann ...! Das Problem für die Anwohner bleibt dasselbe, ob die Ringstraße nun als Alleestraße gezählt wird oder nicht.

Fraktion der Linken am :

Wir fordern, den Tagesordnungspunkt 14 „Baumentfernung im Zuge der Sanierung der Ringstraße“ von der Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 9. Dezember zu nehmen. Begründung: Am 7. Dezember begann die Offenlage des Lärmaktionsplan, die am 19. November vom Haupt- Finanz und Beteiligungsausschuss beschlossen wurde und bis zum 22. Januar dauern soll. Diese Offenlage ist nach § 47 d BImSchG Absatz 3 vorgeschrieben. Hier heißt es: „Die Öffentlichkeit wird zu Vorschlägen für Lärmaktionspläne gehört. Sie erhält rechtzeitig und effektiv die Möglichkeit, an der Ausarbeitung und der Überprüfung der Lärmaktionspläne mitzuwirken. Die Ergebnisse der Mitwirkung sind zu berücksichtigen. Die Öffentlichkeit ist über die getroffenen Entscheidungen zu unterrichten. Es sind angemessene Fristen mit einer ausreichenden Zeitspanne für jede Phase der Beteiligung vorzusehen.“ Die Bezirksvertretung soll nun eine Baumentfernung von 56 Bäumen an der Ringstraße in Lennep beschließen, die mit den Ergebnissen des Lärmaktionsplanes der Stadt Remscheid begründet wird. Dieser Lärmaktionsplan hat jedoch noch keine Rechtskraft erlangt, er befindet sich seit einem Tag noch bis zum 22. Januar in der Offenlage und die Bürger haben die Möglichkeit Vorschläge, Veränderungen und Kritik in den Entwurf einzubringen. Diese Vorschläge sind laut Gesetz zu berücksichtigen. Eine Entscheidung auf Grundlage des Lärmaktionsplanes wäre also frühestens nach Berücksichtigung der Bürgervorschläge und Beschluss des Lärmaktionsplanes durch den Rat möglich. Wir fordern Sie auf, die Rechte der Bürger an Beteiligung nicht durch die Schaffung von Fakten einzuschränken. Weiter verwundert es uns, dass bei der Ringstraße, die im Lärmaktionsplan die Priorität 11 erhalten hat, auf einmal so eine Eile an den Tag gelegt wird. Und die Freiheitsstraße, die im Lärmaktionsplan aus gutem Grund die Priorität 1 erhalten hat nun auf einmal hintangestellt wird.

Chronist am :

Der Antrag auf Vertagung des Tagesordnungspunktes "Baumfällungen" wurde zu Beginn der heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Lennep gegen die Stimme des Vertreters der Linken (Luigi Valitutto) und Rolf Haumann von den Grünen abgelehnt.

Michael Heimlich am :

Wie man sich, wie Herr Haumann (Grüne), erst für eine Vertagung der Entscheidung zur Baumfällung an der Ringstraße aussprechen kann und nachher dann bei der doch eiligst herbeigeführten Beschlussfassung mit " Enthaltung " abstimmt, mag in der nur dem Gewissen verpflichteten Entscheidungsfreiheit von politischen Mandatsträgern oder aber auch neu-orientierter ökologischer "Strategie" der Grünen in Remscheid begründet sein! Nachvollziehbar, glaubwürdig und schlüssig ist es jedenfalls nicht!

Lothar Kaiser am :

Waren Sie als Zuhörer in der Sitzung dabei, Herr Heimlich? Ich vermute mal, nein. Darauf lässt Ihre Bemerkung "eiligst herbeigeführte Beschlussfassung" schließen. Denn genau so war es eben nicht. Es waren die Fakten, denen sich Herr Haumann, obwohl es ihm sichtlich schwer fiel, letztlich nicht verschließen konnte. Nach längerer Diskussion und mehrmaligem Nachfragen. Für mich als Beobachter und Zuhörer war das nachvollziehbar, glaubwürdig und schlüssig.

Michael Heimlich am :

Doch, doch Herr Kaiser ! Keine Sorge,diesmal war ich dabei! Ich bin allerdings erst um 18:15 Uhr erschienen und habe dieses Thema noch live und in Farbe mitbekommen. Wenn so schnell mal eben ein Beschluss durch die BV geboxt wird, 56 Bäume zu fällen, ist das für mich sehr wohl "eiligst". Nichtstdestotrotz ist dieses Stimmverhalten für mich unschlüssig ! Die besagten "Fakten" die dort aufgezählt wurden , waren künstlich priorisierte "Sachzwänge" von einer ungeheuerlichen, eindimensionalen Betrachtungsweise zum Wohle des DOC-Projektes , getarnt als Flüsterasphaltaufbringung an der Ringstr. Von dem anwesenden Gutachter mit seinem süffisanten "Weiterbildungsangebot an alle Anwesenden" hätte ich mir z.b. anstelle eines Grünen Politikers einmal die Ökobilanz einer solchen beispiellosen Fällaktion zeigen lassen. Aber hier ging es ja nur um Baum-Abmessungen = Höhe,Breite, Tiefe! Von einer Vergleichsbilanz : Sauerstoffproduktion /Schadstoffaufnahme der zu fällenden Bäume keine Spur ! Soweit zu der dort vorgetragenen Expertise ! Aber die anderen anwesenden Volksvertreter, ohne "grünes Mäntelchen" hat es ja auch nur zum Teil interessiert. Fazit : The DOC must go on !"

Lothar Kaiser am :

Immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich man ein und dieselbe Veranstaltung beurteilen kann. Aber sei's drum.

Chronist am :

Aus dem heutigen Brief der Fraktion der Linken an den Oberbürgermeister: "Der Lärmaktionsplan liegt als Entwurf vor, befindet sich noch in der Offenlage und ist durch den Rat noch nicht beschlossen und besitzt somit keine rechtliche Bindungskraft. Ein Beschluss, der den Lärmaktionsplan zur Grundlage nimmt, kann also ebenfalls nicht rechtlich bindend sein. Außerdem wird den Bürgern und den Trägern öffentlicher Belange das Recht an der Ausarbeitung und Überprüfung des Lärmaktionsplans mitzuwirken verwehrt, da ja in diesem Bereich schon Fakten geschaffen worden sind. Wir fordern Sie daher auf, den unter Top 14.1 gefassten Beschluss der Bezirksvertretung Lennep zu beanstanden."

Chronist am :

Aus der Antwort von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz an die Fraktion der Linken: „Ich werde den am 9.12.2015 in der Bezirksvertretung Lennep unter Tagesordnungspunkt 14.1 gefassten Beschluss zur Entfernung von Linden im Verlauf der Ringstraße zwischen der Kreuzung Trecknase und der Kreuzung Rader Straße nicht beanstanden. Wie Sie bei aufmerksamem Studium der Vorlage 15/1948 entnehmen konnten, weist die Ringstraße einen schlechten Fahrbahnzustand auf. Der Straßenaufbau der Ringstraße ist in großen Teilen absolut unzureichend. Ein regelkonformer Straßenaufbau ist so gut wie an keiner Stelle vorhanden. Teilweise wurden im Zuge der Leitungsmaßnahmen der EWR GmbH alte Setzpacklagen, die aus der Vorkriegszeit stammen, gefunden. Daher wurde die Erneuerung der Ringstraße bereits mit dem Investitionsprogramm 2014-2019 unter der Position INV128302 - Erneuerung Ringstraße Trecknase bis Rader Str. vom Rat der Stadt beschlossen. Der nunmehr gefasste Beschluss zur Entfernung der Linden dient daher der Umsetzung dieser bereits beschlossenen Straßenbaumaßnahme. Die Entscheidung, den Straßenausbau mit lärmminderndem Asphalt durchzuführen, fußt auf den Ergebnissen der Lärmkartierung aus dem Jahr 2013. Bereits in dieser Lärmkartierung wurden die Lärmprobleme in der Ringstraße dokumentiert. Es wäre daher aus meiner Sicht gegenüber den Anliegern nicht vertretbar, bei der ohnehin vorgesehenen Instandsetzung der Ringstraße diesem Umstand nicht Rechnung zu tragen und den Ausbau mit herkömmlichem Asphalt durchzuführen. Entgegen Ihrer Darstellung erhält der Lärmaktionsplan nach dem Ratsbeschluss auch keine rechtliche Bindungskraft. Wie Sie dem Vorwort zum Entwurf des Lärmaktionsplans entnehmen können, binden Lärmaktionsplane gemäß § 47 d und § 47 Abs. 3 und 6 des Bundesimmissionsschutzgesetzes lediglich die aufstellenden und für die Umsetzung der Maßnahmen zuständigen Behörden in ihrem Handeln (Behördenverbindlich). Ein Rechtsanspruch auf die Umsetzung von Maßnahmen besteht nicht. Sehr geehrter Herr Beinersdorf, ich sehe somit keinen Grund den Beschluss der Bezirksvertretung Lennep zu beanstanden. Dies insbesondere, da dieser Beschluss nach einer sehr sachlichen und von einem anerkannten Gutachter unterstützten Diskussion und einem entsprechend fundiertem Abwägungsprozess gefasst wurde.“

Michael Heimlich am :

Sehr geehrter Herr Mast- Weisz, seit wann nehmen Sie bzw. der Rat der Stadt in ihren Beschlüssen Rücksicht auf die Anlieger der Ringstraße? Das tun Sie doch im Zuge der geplanten Realisierung des DOC-Projektes auch nicht! Oder haben Sie etwa ein geheime Bürgerbefragung durchgeführt?

Axel Behrend am :

DIE LINKE Fraktion im Rat der Stadt Remscheid hat sich, nachdem der Herr Oberbürgermeister Mast-Weisz es abgelehnt hat den Beschluss der Bezirksvertretung Lennep zu beanstanden, an die Regierungspräsidentin der Bezirksregierung Düsseldorf gewandt, mit der Bitte den Oberbürgerbürgermeister zu veranlassen den Beschluss aufzuheben.

Heimatbund Lüttringhausen e.V. am :

Der Heimatbund Lüttringhausen hat die Absicht, im Rahmen der Beteiligung eine Stellungnahme zum Lärmaktionsplan abzugeben. Vor diesem Hintergrund ist es für uns unverständlich, dass in der heutigen Sitzung der Bezirksvertretungen Lennep und Lüttringhausen im Vorgriff auf die gerade erst angelaufene Öffentlichkeitsbeteiligung bereits Fakten geschaffen werden sollen (Ausbau und Baumfällungen Ringstraße). Mit einer solchen Verfahrensweise wird die vorgeschriebene Öffentlichkeitsbeteiligung ad absurdum geführt. Wir erwarten deshalb, dass vor Beschlussfassungen politischer Gremien die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung abgewartet werden. (Peter Maar, Vorsitzender)

Chronist am :

Inzwischen hat der Heimatbund Lüttringhausen seine angekündigte Stellungnahme zum Entwurf des Lärmaktionsplanes der Stadt Remscheid Darin stehe die Ringstraße auf der Prioritätenliste untersuchter Straßenabschnitte erst an 11. Stelle. An anderen Stellen bestehe ein weitaus höherer Handlungsbedarf. Zitat: „Nach den Feststellungen des Lärmaktionsplanes sind in der Freiheitstraße insgesamt 1.644 Anwohner von Straßenlärm betroffen, davon 855 mit einem gesundheitsgefährdenden Wert von mindestens 70/60 Dezibel. An der Lüttringhauser Straße / Lindenallee sind insgesamt 903 Betroffene ansässig, davon 334 mit gesundheitsgefährdenden Werten von über 70 Dezibel. Diese Beispiele können um acht weitere Straßen, die stärker belastet sind als die Ringstraße, ... ergänzt werden, u.a. die Kreuzbergstraße und die Barmer Straße. Zum Vergleich: Auf dem erst an 11. Stelle der von der Stadt aufgestellten Rangliste betroffenen Teilstück der Ringstraße sind „nur“ 485 Anwohner insgesamt betroffen, davon „nur“ 174 Bewohner in der Nachtzeit mit über 70 Dezibel.“ Vor diesem Hintergrund sei das jetzt vorgesehene Vorziehen der Ringstraße für den Heimabend nicht nachvollziehbar. „Auch der Hinweis auf den allgemein schlechten Zustand dieser Straße hilft hier nicht weiter. In Remscheid gibt es massenhaft Straßen, auch stark belastete, die in einem gleich schlechten, wenn nicht schlechteren Zustand sind.“ Daher bittet der Heimatbund darum, „die mit den Feststellungen des Lärmaktionsplanes nicht vereinbare vorgezogene Sanierung der Ringstraße (Unterlaufen der Rangfolge) noch einmal zu überdenken. Sollte dieser Anregung nicht gefolgt werden können, werden die Aussagen und Zielsetzungen des Lärmaktionsplanes schon unglaubwürdig, bevor dieser überhaupt in Kraft gesetzt worden ist.“

Ratsgruppe der W.i.R. am :

Die Ratsgruppe der W.i.R. beantragt, die DOC- Vorlagen von der Tagesordnung der terminierten Sitzungen zu nehmen. Begründung Die von uns angeforderte Mitteilungsvorlage 15/1989 ist aus unserer Sicht nicht ausreichend, um zum jetzigen Zeitpunkt der Beschlussvorlage zur 5. Änderung des Flächennutzungsplanes – Gebiet Röntgen-Stadion, Jahnplatz und Kirmesplatz in Remscheid-Lennep zustimmen zu können. Politik und Verwaltung hat den Bürgerinnen und Bürgern vor allem in Lennep versprochen, die Unannehmlichkeiten beim Bau des DOC so gering wie möglich zu halten. Dazu zählte, dass der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Sportanlagen Hackenberg zeitgleich zum Satzungsbeschluss Bebauungsplan DOC vorliegt und die Politik über beide Satzungsbeschlüsse abstimmt. Somit wäre ein frühzeitiger Beginn der Baumaßnahmen in Hackenberg gewährleistet und die zeitliche Spanne der Ausweichmaßnahmen für die Lenneper Schulen und Sportvereinen gering gehalten. Nun ist aber der Satzungsbeschluss Bebauungsplan DOC für Anfang 2016 geplant und für den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan Sportanlagen Hackenberg geht die Verwaltung erst zu Beginn 2016 mit der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden in den nächsten Verfahrensschritt. Der Satzungsbeschluss für Hackenberg könnte dann laut Verwaltung voraussichtlich Ende 2016 gefasst werden. Dies ist aus unserer Sicht ein ambitioniertes Vorhaben und aus Erfahrung nicht haltbar. Laut Aussage der Verwaltung benötigt ein solches Verfahren mindestens zwei Jahre. Das aktuelle Bebauungsplanverfahren DOC hat bis heute bereits 3 Jahre gedauert. Die dargestellte Verkürzung (DOC/3 Jahre – Hackenberg/1 Jahr) erschließt sich uns leider nicht. W.i.R. befürchten daher, dass sich zwischen Baubeginn des DOC mit dem Abriss des Röntgenstadions und dem Abschluss der Baumaßnahmen „Sportanlagen in Hackenberg“ eine deutlich größere Zeitdifferenz ergeben wird, als ursprünglich geplant. Durch diese Zeitverzögerung werden die Lenneper Schulen und Vereine für einen längeren Zeitraum Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen müssen. Das Versprechen der Verwaltung und Politik ist damit schon durch Zeitablauf nicht mehr einzuhalten. Auch das zweite Versprechen - Es werden einvernehmliche Möglichkeiten für die Ersatzmaßnahmen der Lenneper Brauchtumsfeste bis zum Satzungsbeschluss gefunden und festgeschrieben - wurde von Seiten der Verwaltung bis heute nicht eingehalten. Es gibt nach wie vor keine verbindlichen und schriftlichen Vereinbarungen mit den Lenneper Vereinen. Zum Bebauungsplanverfahren gehört für uns auch der maßgebliche Flächennutzungsplan, soweit er durch die Maßnahmen eine Änderung erfährt. Daher sehen W.i.R. uns nicht in der Lage zum jetzigen Zeitpunkt der Beschlussvorlage zur 5. Änderung des Flächennutzungsplanes – Gebiet Röntgen-Stadion, Jahnplatz und Kirmesplatz in Remscheid-Lennep zuzustimmen und bitten um Vertagung, bis rechtssichere mit den Vereinen vereinbarte Lösungen bei den alternativen Festflächen und ein realistischer Terminplan, wie sich Abriss Röntgenstadion und Ertüchtigung Hackenberg miteinander verzahnen, vorliegen.

Lothar Kaiser am :

„Es ist mir auch schwergefallen. Ich hätte Ihnen heute lieber ein Wunder präsentiert“, sagte Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) heute Abend zu den Mitgliedern der Bezirksvertretung Lennep, als er ihnen die Notwendigkeit der Baumfällungen an der Ringstraße begründete. Unterstützt wurde er dabei von dem Baumsachverständigen Dr. Hans-Joachim Schulz (Dipl.-Ing.) aus Waldbröl. Der hatte sich die 56 Bäume sehr genau angesehen und bestätigter Zirngiebls Aussage: „Die Bäume sind bei einem Neubau der Straße nicht zu halten!“ Sie wüchsen viel zu dicht an der Fahrbahn und würden die Erneuerung des Straßenunterbaus bis in eine Tiefe von 90 Zentimetern nicht überleben. Der Ausbau zwischen Trecknase und der Straße Am Stadion sei längst beschlossene Sache, habe mit den DOC-Plänen nichts zu tun und solle, nachdem die Kanalarbeiten der Stadtwerke nun abgeschlossen sind, dem Ausbau der Kreuzung Trecknase vorausgehen, betonte Zirngiebl. Im weiteren Verlauf bis zur Röntgenstraße erfolge der Ausbau der Ringstraße dann im Rahmen des DOC-Projektes. Der Beschluss der Bezirksvertretung fiel fast einstimmig aus: Lediglich Luigi Valitutto (Linke) stimmte mit Nein. Rolf Haumann von den Grünen enthielt sich der Stimme. Im neuen Jahr erwartet die BV von der Verwaltung eine ergänzende Vorlage, wo in Lennep Ersatzbäume gepflanzt werden sollen. Der vorgeschlagene Pflanzort Trecknase fand heute keine Zustimmung.

Chronist am :

Die derzeit ermittelten Gesamtkosten für den Ausbau der Ringstraße betragen 1.884.600 €. Es ist kein Komplettausbau vorgesehen, sondern im Wesentlichen sollen die Fahrbahn nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik hergestellt und die beschädigten Bordsteine erneuert. In den Gehwegbereichen sind nur punktuelle Instandsetzungsarbeiten (bei Aufbrüche und Absackungen etc.) vorgesehen. „Bei dem vorgesehenen Ausbaustandard können somit keine Kostenanteile auf die Anlieger umgelegt werden“, so die Verwaltung in ihrer Antwort auf eine Anfrage der Linken.

Chronist am :

Roland Kirchner stellte in der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Lennep den Vertagungsantrag, kam jedoch damit nicht durch. Die W.i.R. wird in den bevorstehenden Sitzungen der politischen Gremien an ihrem Antrag festhalten.

Brigitte Kieslich am :

Interessant ist, dass der von der Bezirksvertretung und Herrn Zirngiebel hochgelobte Sachverständige Dr. Schulz zwar die Bäume an der Ringstraße als " nicht zu retten" qualifiziert hat, wenn die Ringstraße von Grund auf erneuert werden soll, andererseits aber auch sehr deutlich darauf hingewiesen hat, dass in den Zeichnungen des Architekten für das Outlet-Center neue Gebäude, aber gleichzeitig mindestens 40 Jahre alte Bäume enthalten sind. Gleichzeitig wies er ( in einem leider wenig beachteten Nebensatz) darauf hin, dass man die Realistik dieser Bilder einfordern solle - auch wenn das bedeute, dass diverse Bäume zum Preis ab 50 000 €/Stück im Outlet-Center-Gelände gepflanzt werden müssten. Also lasst uns vor der Entscheidung über die Baumfällungen an der Ringstraße die entsprechenden Kompensationsmassnahmen auf der Fläche des Outlet-Centers planen und vertraglich festschreiben! Dann haben wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: die Fällung der Ringstraßenbäume wird tatsächlich im Zentrum von Lennep durch Ersatzpflanzungen realisiert und die Zeichnungen/Fotos des Architekten werden etwas realistischer ... Herr Haumann hat diesbezüglich eine richtigen Ansatz durchgesetzt: Für die Fällung der Bäume muss es eine echte alternative Ersatzpflanzung geben, die wirklich den Verlust an Luftverbesserung an der Ringstraße durch ortsnahe Ersatzpflanzungen ausgleichen kann - und nicht durch Ersatzpflanzungen weitab vom "Ort des Geschehens". Lennep- Innenstadt braucht eine grüne Lunge - jeder Kahlschlag, egal wie gut begründet - braucht daher eine echte Kompensationsmaßnahme. mit der gleichen Ököbilanz. Hierzu gibt es im Rahmen der Outlet-Center-Planung überhaupt keine aktualisierten Werte- .

Lothar Kaiser am :

Mal abgesehen davon, dass es sich bei dem Nebensatz von Dr. Schulz zum Grün auf dem DOC-Gelände um eine eher „private“ Randbemerkung handelte, die mit seinem Auftrag als Gutachter nichts zu tun hatte, sollte das eine mit dem anderen nicht planerisch verquickt werden.

Peter Maar am :

Im Rahmen der Aufstellung eines "Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes" hat der Rat der Stadt Remscheid bereits im Jahre 2009 auch ein Handlungsprogramm "Mehr Grün in die Stadt" beschlossen. Der Landschaftsbeirat der Stadt Remscheid, dem ich als Mitglied angehöre, beschäftigt sich in seinen Sitzungen ständig mit dieser Thematik, wobei der Erhalt von Bäumen und speziell von Straßenbäumen häufig im Vordergrund der Erörterungen steht. Um so erstaunter bin ich, dass die jetzt von der Bezirksvertretung Lennep beschlossene Fällung von gleich 56 (!) Straßenbäumen an der Ringstraße dem Landschaftsbeirat für eine, wenn auch nur empfehlende, Beschlussfassung nicht vorgelegt wurde. Diese Verfahrensweise ist für mich ein weiterer Beleg dafür, welchen Stellenwert dieser Beirat in Verwaltung und Politik einnimmt. Auf der einen Seite sollen sich die Beiratsmitglied entsprechend dem Ratsauftrag für "Mehr Grün in der Stadt" einsetzen, während andererseits an ihnen vorbei ein Kahlschlag ohne gleichen praktiziert wird. Und die Ablehnung von Ersatzpflanzungen an gleicher Stelle u.a. damit zu begründen, dass Baumscheiben mindesten einen Durchmesser von 2,50 x drei Metern aufweisen müssten, ist für mich ein Totschlagargument. Wo im Stadtgebiet gibt es Baumscheiben, die diese Größe aufweisen? Ich bin darauf gespannt, wie die Bürgerinnen und Bürger reagieren werden, wenn die jetzt im Sommer noch grüne Ringstraße das Aussehen der hässlichen Nordstraße erhalten wird.

Stefan Switala am :

Richtig so! Weg mit den Bäumen an der Ringstraße! Sie gefährden unsere Gesundheit! Ihre Wurzeln sind lebensbedrohliche Stolperfallen. Wie viele Todesopfer hat es schon durch Sturmschäden auf der Ringstraße gegeben? Aber bitte: Pflanzt neue Bäume möglichst nur weit weg von Lennep; rettet lieber den Regenwald in Afrika, damit ich demnächst ungebremst von Bäumen auf der sechsspurig ausgebauten Ringstraße zum Shoppen ins DOC Outlet Center düsen kann!

Eija Tirkkonen am :

Dadurch, dass die Ringstraße von der 11. Stelle der Prioritätenliste an die erste Stelle gezogen wurde, hat man all die Bürger an den zehn mehr belasteten Straßen in Stich gelassen. An hochbelasteten Straßen wohnen oft eher einfache Bürger wie Migranten, die sich nicht wagen, auf Wunder zu hoffen. Wäre der Lärmaktionsplan beschlossen und rechtskräftig, hätten nicht diese benachteiligten Anwohner durch die willkürliche Prioritätenänderung der Verwaltung Recht auf Entschädigung gehabt?

Ursula Wilms, BI Lennep e.V. am :

Während der Investor McArthurGlen eigens einen neuen Architekten einfliegen ließ, der den Bürgerinnen und Bürgern mit Charme und stark bearbeiteten Bildern ein grünes DOC präsentieren sollte, sieht die Wirklichkeit völlig anders aus: Lennep wird sein grünes Gesicht verlieren. Zunächst soll die Ringstraße ihren grünen Saum einbüßen und damit den Charme von Freiheit- und Lenneper Straße erlangen. Obwohl die Ringstraße lt. Lärmaktionsplan erst nach anderen, dringlicheren Straßen an der Reihe wäre, und obwohl die Bürger noch keine Gelegenheit hatten, zum Lärmaktionsplan Stellung zu nehmen, haben die Politiker offensichtlich schon den Pakt mit dem Investor geschlossen, und der ist erfahrungsgemäß hartnäckig. Gründe lassen sich immer finden, in diesem Fall heißen die Schlagwörter Flüsterasphalt und Gefahrenbäume. Dabei zeigt der Flüsterasphalt erst ab Tempo 50 seine Wirkung, und das ist hier kaum durchgängig zu erreichen. Eine Tempo 30 Zone wäre preiswerter und ließe Möglichkeiten offen, die Bäume mindestens teilweise zu erhalten. Es handelt sich nämlich nicht wirklich um Gefahrenbäume, sondern um Bäume, die zum Teil ziemlich unsachgemäß ohne entsprechende Baumscheibe direkt an den Straßenrand gepflanzt wurden. Sollte das DOC realisiert werden, so würde die Zunahme des Verkehrs die Wirkung des Flüsterasphaltes schnell kompensieren, heißt aufheben. Dazu kommt, dass diese Art des Belages alle fünf Jahre erneuert werden muss, da sie durch Abriebeinlagerung ihre Wirkung verliert. Das bedeutet Dauerbaustelle oder Straßenlärm aufgrund leerer Kassen, denn für den Straßenbelag trägt die Stadt, nicht der Investor, die Kosten. Betroffen sind an der Ringstraße 56 Linden, davon 23 „satzungsrelevante“, d. h. mit einem Stammumfang von mindestens 120 cm. Im Hardtpark sollen zwei große Bäume der Säge eines Investors zum Opfer fallen, darunter eine Buche mit 380 cm Stammumfang, ein Baum mit einem Alter von mindestens 120 Jahren und dem Potential zum Naturdenkmal! Sollte das DOC realisiert werden, werden mindestens 170 weitere Bäume gefällt werden, davon 120 satzungsrelevante. Ersatzmaßnahmen können nur am Ortsrand gepflanzt werden. Insgesamt würde Lennep also 228 große Bäume verlieren, die für Sauerstoff sorgen, die Vögeln und Insekten Nahrung und Nistmöglichkeiten bieten, die unser Stadtbild prägen. Unsere Kinder würden ein Lennep ohne seine grüne Prägung erleben, wenn wir nicht doch noch auf den Dichter hören: Zu fällen einen schönen Baum braucht’s eine halbe Stunde kaum. Zu wachsen, bis man ihn bewundert, braucht er, bedenk es, ein Jahrhundert. Eugen Roth

Lothar Kaiser am :

Ich habe es an dieser Stelle schon einmal geschrieben, schreibe es gerne aber noch ein zweites Mal: Man sollte das eine (Baumfällungen) mit dem anderen (DOC-Projekt) nicht planerisch verquicken. Und: Wenn man schon an einer öffentlichen BV-Sitzung teilnimmt, sollte man auch hinhören, was der „Gegner“ zu sagen hat. In diesem Fall, aus der Sicht der DOC-Kritiker, TBR-Chef Michael Zirngiebl: Er hatte ausdrücklich erklärt, dass es sich nicht um Flüsterasphalt handele, sondern um einen lärmreduzierenden Asphalt. Merke: Was mir nicht in den Kram passt, „vergesse“ ich am besten gleich wieder. Läuft diese Entgegnung jetzt auch unter „teilweise subjektive Berichterstattung“??

Brigitte Kieslich am :

Hallo, Herr Kaiser, sind die beiden Vorhaben nicht ohnehin schon planerisch verquickt? Ohne das DOC-Vorhaben wären Trecknasen-Umbau und Ringstraßen-Sanierung sicherlich noch lange nicht an der Reihe gewesen (s. auch Kommentare von Frau Tirkkonen). Und das genaue Hinhören: im Volksmund werden lärmreduzierter Asphalt und Flüsterasphalt oft verwechselt - darauf wies auch Herr Zirngiebel hin mit der Anmerkung, dass Flüsterasphalt erst ab 70 km/h seine Wirkung entfaltet, lärmreduzierter Asphalt dagegen bereits ab 50 km/h. Da Frau Wilms in ihrem Text auf die Wirkung ab 50 km/h hingewiesen hat, ist hier definitiv der lärmreduzierte Asphalt gemeint, uns es handelt sich lediglich bei einem Wort um nicht ganz perfekte Wortwahl. Im Übrigen noch zu Ihrer Entgegnung auf meinen Beitrag (oben): Immerhin geht aus dem privaten Kommentar des Gutachters hervor, dass auch er die Bilder für stark geschönt hält - insbesondere, was seinen Fachbereich, die eingezeichneten Bäume, betrifft. Es sei denn, der Investor pflanzt sofort 40 bis 50 Jahre alte Bäume....

Ursula Wilms am :

Der geneigte Leser, mögen gerne den umgangssprachlichen Begriff "Flüsterasphalt" gegen den Begriff "lärmreduzierender Asphalt" austauschen, der Inhalt bleibt davon unangetastet. Fakt bleibt auch, dass gar nicht hinreichend überprüft wurde, lärmreduzierende Maßnahmen und Erhalt der Bäume zu kombinieren, denn auch dazu gibt es Möglichkeiten. Fakt bleibt ebenso, dass es bei der von der Stadt oder auch von Ihnen geübten Betrachtung nur um den Baum als Sache geht, nicht um den Stellenwert innerhalb eines größeren Zusammenhangs, etwa: Kleinklima, Artenvielfalt, etc. Eine Betrachtung in diesen Zusammenhängen setzt andere Prioritäten. Und damit sind wir dann auch wieder bei weiteren Baumfällungen, die geplant sind. Merke: das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Und notwendig ist doch wohl eine adäquate Betrachtung des Ganzen - oder?

Michael Heimlich am :

Herr Kaiser, langsam frage ich mich, welchen Auftrag bzw.welche Rolle Sie in diesem "Schauspiel" innehaben? Die des neutralen Berichterstatters oder die des "Pressesprechers"? Ich glaube, die von Ihnen ständig "verteidigten " Personen, sind alt genug, dies für sich selbst zu tun! Sonst wären diese fehl am Platze in ihrem Job.

Lothar Kaiser am :

Das ist das Schöne an diesem selbst gewählten (!) Auftrag: Mal bin ich neutralen Berichterstatter, mal Kommentator. Lokalredakteure halten das übrigens auch so. Man könnte auch sagen: Hier die Pflicht, dort die Kür. Dass in diesem Fall ausgerechnet ein glühender Gegner des DOC Neutralität einfordert – Motto: „Halt Dich gefälligst da raus!“ - wirkt beinahe komisch. Ich stellte mir für einen kurzen Moment vor, Herr Heimlich, der Waterbölles würde Ihre Kritik aufgreifen und künftig in der rechten Spalte nur noch „neutrale“ Kommentare veröffentlichen. Absurd? Stimmt!

Michael Heimlich am :

Herr Kaiser, da haben Sie micht jetzt aber völlig falsch verstanden. Ich habe nie gesagt /gemeint , "halt Dich da raus" ! Wie käme ich denn dazu? Mir fiel lediglich auf, so dieses Mal meine Wahrnehmung, dass häufigst hier im Portal Leute ihrerseits "verteidigt werden", die eigentlich aufgrund ihrer Verantwortung und politischen Entscheidungen mal den Mut haben bzw. sich die Zeit nehmen sollten, selbst auf berechtigte Kritik und Argumente in Sachen DOC-Projekt einzugehen. Deshalb auch der Hinweis: Alt genug sollten diese hierfür sein! Denn machen wir uns alle doch nichts vor, wäre die Sache bisher "sauber gelaufen", d.h. transparent für alle Beteiligten ohne Täuschungsmanöver, Schritt für Schritt, mit einem abgesicherten zuzätzlichen Mandat in Form einer Bürgerbefragung für diesen Standort, würden diese Diskussionen hier doch sicherlich überflüssig sein, oder ? Deshalb war ich ja auch nach meiner Teilnahme an der BV-Sitzung Lennep so irritiert bzw.fassungslos, das genaue diese ganzen Fragen hier nicht auch von allen Mitgliedern der BV so gestellt wurden. Und das lässt für mich, bezogen auf das Verantwortungsgefühl der dort aktiv Handelnden, leider jede Menge Interpretationsspielraum zu .

Peter Maar am :

Sehr geehrter Herr Kaiser, Ihre Feststellung, "man solle das eine (Baumfällungen) mit dem anderen (DOC-Projekt) nicht planerisch verquicken", kann ich beim bestem Willen nicht nachvollziehen. Ohne das "DOC-Projekt" dürfte es zum jetzigen Zeitpunkt keinen Ausbau der Ringstraße geben, denn nach dem von der Stadt mit großem Aufwand erstellten "Lärmaktionsplan" steht die Ringstraße im Rahmen einer Prioritätenliste untersuchter Straßenabschnitte erst an 11. Stelle. Dabei ist das gewählte Auswahlkriterium für die Priorisierung der jeweils größte Anteil der Bevölkerung, der über der akuten Gesundheitsgefährdung von 70/60 dB(A) (Dezibel) in den Nachtstunden liegt. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen sollte in Kernbereichen in den Nachtzeiten ein Wert von 45 Dezibel nicht überschritten werden. Nach den Feststellungen des Lärmaktionsplanes der Stadt Remscheid sind in der Freiheitstraße insgesamt 1.644 Anwohner von Straßenlärm betroffen, davon 855 mit einem gesundheitsgefärdenden Wert von mindesten 70/60 Dezibel. An der Lüttringhauser Straße/Lindenallee sind insgesamt 903 Betroffene ansässig, davon 334 mit gesundheitsgefährdenden Werten von über 70 Dezibel. Diese Beispiele können um acht weitere Straßen, die vor der Ringstraße liegen, laut Rangfolgenliste der Stadt ergänzt werden. Und zum Vergleich: Auf dem an 11. Stelle der Liste betroffenen Teilstück der Ringstraße sind "nur" 485 Anwohner insgesamt betroffen, davon 174 Bewohner in der Nachtzeit mit über 70 Dezibel . Wenn man davon ausgeht, dass der Lärmaktionsplan in erster Linie Maßnahmen veranlassen soll, die möglichst vielen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommen sollen, um Gesundheitsgefährdungen zu reduzieren, ist das jetzt vorgesehene Vorziehen der Ringstraße nicht erklärbar. Auch der Hinweis auf den allgemein schlechten Zustand dieser Straße hilft hier nicht weiter. In Remscheid gibt es massenhaft Straßen, auch stark belastete, die in einem mindest gleich schlechten wenn nicht schlechteren Zustand sind. Zwischen den DOC-Planungen und dem Abholzen von 56 Straßenbäumen gibt es folglich einen direkten Zusammenhang. Die Verantwortlichen sollten den Mut haben, dies zuzugeben.

Michael Heimlich am :

Wie wahr, wie wahr!

Fritz Beinersdorf, Fraktionsvorsitzender der Linken am :

Der Beschluss zum Abholzen von 56 Bäumen an der Ringstraße unterläuft den Lärmaktionsplan, der sich zurzeit in der Offenlage befindet. Die Maßnahmen des Lärmaktionsplans sollen den Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommen, deren Gesundheit durch Lärm von über größer gleich 50 dB gefährdet ist. Da nicht alle Maßnahmen gleichzeitig durchgeführt werden können, wurde im Lärmaktionsplan, nach der Anzahl von Betroffenen und Stärke des Lärms, eine Prioritätenliste erstellt. Auf der Ringstraße, Platz 11 in der Prioritätenliste, sind „nur“ 485 Anwohner insgesamt betroffen davon 223 Bewohner größer gleich 60 dB in der Nachtzeit. Auf der Freiheitsstraße, die im Lärmaktionsplan an erster Stelle rangiert sind 1644 Anwohner betroffen, davon 855 mit dem Gesundheitsgefährdendem Wert von über größer gleich 60 dB während der Nachtzeit. DIE LINKE ist natürlich dafür, dass alle Bürgerinnen und Bürger vor gesundheitsgefährdendem Lärm geschützt werden. Deshalb spricht sie sich für ein striktes Vorgehen nach der Prioritätenliste des Lärmaktionsplans aus. Dass nun für das DOC in Lennep 56 Straßenbäume abgeholzt werden legt den Gedanken nahe, dass den Verantwortlichen das Wohlergehen eines Investors wichtiger ist, als der Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor gesundheitsgefährdendem Straßenlärm. Die Argumentation der Verwaltung, die jetzt einen schlechten Straßenunterbau der Ringstraße als weiteren Grund für den Ausbau benennt, ist vorgeschoben. Die Tatsache des nicht normgerechten Aufbaus der Ringstraße ist seit vielen Jahren bekannt. Ohne DOC wäre der Ausbau der Ringstraße noch nicht in das Investitionsprogramm 2014-2019 eingestellt worden. Ich hätte mich gefreut, wenn der Herr Oberbürgermeister den Mut gehabt hätte, dies zu bekennen.

Fraktion der Linken am :

Anfrage zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 11. Februar: Im Investitionsplan, beschlossen auf der Sitzung des Rates am 27.11.2014, wurde für die Erneuerung der Ringstraße ein Betrag von 1.241.000 Euro eingeplant und beschlossen. In der Anfrage unserer Fraktion nach den Kosten für die Erneuerung Ringstraße, bekamen wir mit der Mitteilungsvorlage 15/1999 vom 9.12.2015 die Antwort, dass die ermittelten Gesamtkosten 1.884.600 Euro betragen. Unsere Frage ist nun: „Wie werden die fehlenden 643.600 Euro finanziert?“

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!