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Unart kritisiert, alles Gute schlecht zu reden

Verständnis für manche Sorgen und Bedenken der Anlieger des geplanten Designer Outlet Centers in Lennep äußerte in der gestrigen Sitzung des Bauausschusses Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD). Um dann hinzuzufügen: „Man muss aber auch ein gewisses Vertrauen haben in die Menschen, die hier handeln und planen.“ Im Übrigen gehe es bei diesem „Projekt mit enormen Auswirkungen“ um übergeordnete städtische Interessen. Dem stimmte für die CDU Rosemarie Stippekohl zu. Es handele sich hier um ein „Jahrhundertprojekt“. Denn: „Dass ein Investor in diese Stadt 120 Millionen Euro investiert, werden wir wohl kein zweites Mal mehr erleben!“ Das DOC sei in vielerlei Belangen eine „einmalige Chance“ für Remscheid.

Jürgen Kucharczyk (SPD) ergänzte, durch das DOC werde künftig den vielen auswärtigen Besuchern „der Strauß von Sehenswürdigkeiten“ aufgezeigt, den Remscheid zu bieten habe und um den die Stadt von anderen Kommunen beneidet werde. Das Projekt befinde sich „im Zeitplan“, hatte zuvor Robin Denstorff, Leiter des Referats für Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschaftsförderung, erläutert. Ihn bat Kucharczyk, bei den Planungen „möglichst viele Bürger mitzunehmen“.

In diesem Zusammenhang hatte Rosemarie Stippekohl eingangs unter den Kritikern des DOC die  „Unart erkannt, alles Gute schlecht zu reden und niederzumachen“. Martin Klück wollte das nicht unwidersprochen so stehen lassen. Bei den Arbeitsplätzen in derartigen Centren handele es sich erfahrungsgemäß nur zu einem Drittel um Vollzeitarbeitsplätze, und auch die nur in unteren Tarifbereichen angesiedelt. Bei allen übrigen Arbeitsplätzen reiche das Einkommen nicht, um eine Familie zu ernähren.

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Kommentare

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Michael Heimlich am :

Wenn ich das schon höre : "Alles Gute schlecht zu reden!" . Wer hat denn hier mal wieder die Erkenntnis-Hoheit für sich gepachtet? Das noch viel Traurigere ist es, dass genau diese Ignoranz zur "Macht -Arroganz" entartet und die Andersdenkenden mit billigen Stammtisch-Parolen abqualifiziert werden sollen. Ein Glück, daß solche Politiker abgewählt werden können. Das "Jahrhundert -Projekt - DOC" , wenn einmal vorhanden, leider nicht mehr! Bei diesen bisherigen Täuschungsversuchen und durchgängiger Intransparenz gegenüber den Bürgern im Bezug auf das DOC-Projekt noch das Wort "Vertrauen " in den Mund zu nehmen grenzt schon an Do(c)gmatismus

Peter Lange am :

Frau Stippekohl redet Kappes, hier wird nicht alles Gute schlecht geredet, hier werden gravierende Probleme klein- bis weggeredet und zwar von Stadt und Politik. Die Schlafwandler taumeln unkritisch den nächsten Fehlentscheidungen entgegen. Immer wieder war in Bezug auf das Outlet von der „letzten Chance“ für Remscheid die Rede, da drängt sich die Frage auf welche Parteien Remscheid in den letzten 20 Jahren regiert haben. Richtig, genau jene die heute koste es was es wolle, das Outlet durchsetzen wollen. Was die Arbeitsplätze angeht ist Martin Klück vermutlich sehr nahe an der Wahrheit, am Weltfrauentag 2013 hat der Sicherheitsdienst von McArthurGlen in Neumünster Gewerkschafterinnen von Verdi vom Outlet Gelände vertrieben. So etwas geschieht in der Regel nicht in Betrieben in denen die Mitarbeiter finanziell besonders verwöhnt werden. Der Investor/ Betreiber verweigert jeden Einfluss auf die Bezahlung der Mitarbeiter in den Markenshops. Es ist unverständlich, dass gerade Sozialdemokraten diesen Sachverhalt völlig ignorieren. Sie huldigen der Initiative „Neue soziale Marktwirtschaft“ und ihrem Slogan „sozial ist was Arbeit schafft“ Arbeitsbedingungen und Bezahlung sind zu vernachlässigen. Schade!

Brigitte Kieslich am :

Mein "Vertrauen in die Menschen, die hier planen und handeln", ist im Verlauf der DOC-Planungen erheblich geschrumpft. „Dass ein Investor in diese Stadt 120 Millionen Euro investiert" wow, ist das toll! Nur: Der Investor investiert nicht in die Stadt, sondern in sein Geschäft - die Stadt bekommt ein paar Brosamen ab. Ein Bruchteil ist für den Grundstückskauf - für den Investor ein bleibender Wert, für die Stadt eine einmalige Einnahme, die direkt für den Ersatz der verlorenen Feuerwache, Schule und Sportstätten wieder ausgegeben werden muss (und für einen vollwertigen Ersatz nicht einmal ausreicht). Ein weiterer kleiner Bruchteil ist für Infrastrukturmaßnahmen vorgesehen, damit die Kunden möglichst problemlos anrollen können - auch dies Investition ins Geschäft, nicht in die Stadt. Und zur Volksberuhigung gibt es noch einen vergleichsweise minimalen Zuschuss zu Lärmschutzmaßnahmen im direkten Umfeld des geplanten Centers. Im Gegenzug für diese uneigennützige Investition dürfen die Einwohner eines ganzen Stadtteils dann mit massiver Verkehrs-, Lärm- und Luftbelastung leben - wen schert schon die Gesundheit der Bürger?

Ursula Wilms am :

Ja, es geht um ein „Projekt mit enormen Auswirkungen“, das ist völlig richtig. Aber wie werden diese Auswirkungen sein? Verkehr, Lärm, Feinstaub, Stau, eine verwaiste Innenstadt, etc., Glück durch billiges Shoppen - fragwürdig? Insofern verstehe ich nicht, dass behauptet wird, die DOC-Kritiker redeten alles Gute schlecht. Wir halten das DOC an dieser Stelle schlicht und ergreifend für schlecht, sagen dies und führen Argumente an. Wir diskriminieren die DOC-Befürworter nicht. Allerdings fällt es schwer, Vertrauen zu haben in die Menschen, die dort handeln und planen, wenn zu häufig zu fragwürdigen Methoden gegriffen wird. Es begann mit einer Abstimmung für einen anderen Standort und gipfelt jetzt in einer geschönten Präsentation und vorschnell gefällten Bäumen, am Landschaftsbeirat und am Lärmaktionsplan vorbei. Was man für schlecht hält, muss man auch so benennen dürfen.

Lothar Kaiser am :

Pro und Contra DOC gestern auch in zwei weiteren Ausschüssen des Rates. Die Linke grundsätzlich dagegen, die W.i.R., weil sie auf Seiten der Verwaltung die „Hausaufgaben“! noch nicht gemacht sieht (Ersatzflächen für Brauchtumsfeste), und klar dafür CDU und SPD. Bettina Stamm (Linke) meinte beispielsweise im Ausschuss für Stadtentwicklung, die von Befürwortern ins Feld geführten „Synergieeffekte“ könnten derzeit noch gar nicht beziffert werden; das habe die Verwaltung selbst festgestellt. Christine Krupp (SPD) sprach dagegen von einem „zukunftsweisenden Projekt“, das Lennep attraktiver machen werde. Mathias Heidtmann (CDU) empfahl daraufhin, das Pro und Contra nicht weiter auszudehnen, sondern abzustimmen. So geschah es denn auch – aber erst nach einem Co-Referat des Ausschussvorsitzenden Bernd Quinting zu Ausführungen von Stadtplaner Robin Denstorff.

Klaus Runge am :

Nur zur wieder einmal bemühten DOC-Chance. Ihr liegt eine irrige Remscheider Interpretation des Wortes zu Grunde. Auch beim Lotto haben Frau Stippekohl und Andere eine Chance. Fast immer haben sie nach der Auslosung verloren und der eingesetzte Geldbetrag ist weg, aber nicht von sehr großer Bedeutung. Das ahnen sie schon vorher. Sie sind aber bereit, auch nur für die gekaufte Spannung zu bezahlen. Bei der DOC-Lotterie ist alles anders. Der Einsatz ist keine Einmalzahlung. Er ist immens hoch, andere sollen ihn hergeben und später kann der Besitzer mit diesem Besitz machen, was ihm gefällt mit weiteren Folgen für Remscheid, über die aktuell nicht nachgedacht werden soll. Und zum wichtigsten bei der DOC-Lotterie - Überwiegen alle Vorteile alle Nachteile??? – Wie wahrscheinlich ist die Gewinnchance??? - dazu gibt es keine neutralen Studien. Angeführt werden nur von Investoren gesponserte oder sogar nur Behauptungen. Und die Remscheider DOC-Begründung ist ein schlichtes Alles-wird-gut. Das ist für viele Mitbürger viel zu wenig. Es sind nicht nur die bemitleidenswerten Nachbarn des Plangebietes, die man ja noch verstehen kann. Das behaupten Personen, die ihre demokratische Legitimation auf 43,7 % Wahlbeteiligung bei der letzten Kommunalwahl stützen. Für Remscheider, die erkannt haben, dass es bei hoch komplexen Problemen darum geht, sorgfältig möglichst alle Einflussfaktoren zu bewerten, anschließend gegeneinander abzuwägen und erst danach eine fundierte und gut überlegte Entscheidung zu treffen, ist dieses so verständnisvolle Mitleid nur eine billige Nebelkerze. Der Nebel soll davon ablenken, dass es bisher bei der DOC-Planung keine ausreichenden Überlegungen zum Für-und-Wider gibt, dass man aber trotzdem allwissend ein eindrucksvolles „Wir machen das jetzt mal“ (und sehen dann später weiter). verkündet.

Peter Buschmann am :

Was genau das ist denn das viel zitierte „Gute“, und was sollen die vielerlei Belange für die „einmalige Chance" sein? Bei der bisher dargebotenen Performance des Projektes, und vor allen der schlechten Nachvollziehbarkeit der Auswirkungen durch intransparente Kommunikation fällt es mir schwer, den Damen und Herren in Rat- und Bezirksvertretung zu folgen. Für mich hört sich diese Empörung eher nach dem Pfeifen im Walde an. Gut, dass ein Investor in unserer Stadt so viel Geld investieren möchte – aber die dann folgende Logik der Kommunalpolitiker „um jeden Preis“ das Projekt durchzudrücken, hat nichts mit Vernunft oder sogar Chancen zu tun, das ist arrogante Machtausnutzung.

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